Endlich Osterferien! Zumindest für die restliche Familie. Vor mir liegen zwei anstrengende Arbeitswochen, doch um den Kindern einen gelungenen Start in die Ferien zu bieten, habe ich spontan einen Filmabend einberufen. Schon seit ich vor ein paar Tagen den Trailer zur Neuverfilmung (siehe unten) gesehen habe, hatte ich Lust mir einmal wieder den Disney-Klassiker „Der König der Löwen“ anzusehen. Einer der Filme, die mich in meiner Jugend am stärksten geprägt haben. Warum das so ist, und wie die Geschichte bei meinen Kindern ankam, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Der König der Löwen (1994) | © Walt Disney
Für mich als Kind ein magisches Filmerlebnis
An dieser Stelle muss ich ein wenig weiter ausholen: „Der König der Löwen“ war einer der wenigen Filme, die wir damals auf VHS-Kassette besessen haben. Ich weiß gar nicht mehr, warum das der Fall war. Auf jeden Fall kam mein Vater eines Tages mit dem Film an. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon 15 Jahre alt und mein Interesse an Disney-Filmen befand sich nicht gerade auf dem Höhepunkt. Dennoch habe ich den Film mit angeschaut und war so verzaubert, wie selten zuvor. So richtig kam dieses Gefühl erst am folgenden Tag zur Entfaltung und ich weiß noch ganz genau, wie sehr ich in der Welt dieser Geschichte gefangen war. Für diesen einen Tag lebte ich im geweihten Land. Ich saß den ganzen Tag an meinem Schreibtisch, hing in meinen Gedanken dem Film nach, zeichnete und hörte dabei Radio. Und dort kam ein Bericht (oder ein Hörspiel) zu „Der König der Löwen“. Ich könnte mein Glück kaum fassen und wurde noch tiefer in diese seltsam melancholische Stimmung hineingezogen. Dieses Nachtrauern einer fiktiven Welt ist mir seitdem kaum mehr passiert und schon gar nicht so intensiv.
Seit dieser ersten Sichtung habe ich den Film inzwischen noch ein paar Mal gesehen. Zuerst auf VHS, später auf DVD und sogar das Musical in Hamburg haben meine Frau und ich vor langer Zeit besucht. Dieses intensive Gefühl, das ich nach der ersten Sichtung hatte, sollte sich jedoch nie wieder einstellen. Dennoch zählt „Der König der Löwen“ zweifellos zu den für mich wichtigsten Filmen. Ich liebe die Musik und die klassische Animation, die 1994 auf ihrem Höhepunkt war. Für mich insgesamt wohl der rundeste Animationsfilm von Walt Disney. Hier stimmt für mich einfach alles.
Wie hat der Film meinen Kindern gefallen?
Auch wenn „Der König der Löwen“ mit FSK 0 freigegeben ist, so hatte ich befürchtet, dass er zu dramatisch für den Zwergofanten sein könnte. Und ja, gerade in den drastischen und durchaus tragischen Szenen, die der Film vielfach zu bieten hat, war er deutlich mitgenommen. Auch das Zappelinchen war sichtlich angespannt und nach Mufasas Tod rollten auch ein paar Tränen. Das ist jedoch vollkommen verständlich und auch ich hatte selbst nach all den Jahren noch einen dicken Kloß im Hals. So wie ich es beurteilen kann, konnte dieser Animationsfilm-Klassiker auch heute noch Eindruck hinterlassen. Gerade der Tod des alten Königs und der Kreislauf des Lebens werden in den kommenden Tagen noch Thema sein. Und das ist auch gut so.
Übrigens glaube ich, dass uns der Trailer der Neuverfilmung auf eine falsche Fährte führt, denn gerade die vielen Gesangsszenen wird Jon Favreau (ähnlich wie bei seiner Interpretation von „The Jungle Book“) wohl nicht 1:1 übernehmen. Ich schaue der 2019er Version immer noch ein wenig skeptisch entgegen, doch bin ich auch gespannt, welchen Weg der Regisseur letztendlich damit einschlagen wird:
Fazit
Keine Frage, auch heute noch zeigt „Der König der Löwen“ beeindruckende Animationskunst und hat mitreißende Songs zu bieten. Ein echter Klassiker eben. Ich freue mich, dass ich meinen Kindern den Film nahe bringen konnte, und bin gespannt wie lange er bei ihnen noch nachwirken wird. Für mich persönlich zweifelsfrei einer der bedeutendsten Filme meiner Kindheit: 10/10 Punkte.
Prädikat: Lieblingsfilm








