Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft (2021)

Heute hat das Zappelinchen entdeckt, dass mit „Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft“ endlich ein Film auf Netflix verfügbar ist, den sie schon ewig sehen wollte. Den zweiten Teil der Filmreihe hat sie geliebt und somit war die Vorfreude groß. Mich selbst hat die Ankündigung eher kalt gelassen, da ich die beiden Vorgänger bestenfalls ganz okay fand. Was also hatte der dritte Teil zu bieten? 🧙‍♀️

Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft (2021) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft (2021) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Eher Teenie-Soap als Fantasy-Abenteuer

Schon im ersten Teil „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ hat es ewig gedauert, bis das Schrumpf-Abenteuer in Fahrt kam. Im zweiten Teil war es nicht besser und im Finale(?) der Trilogie(?) beschränken sich die Schrumpf-Szenen auf ein Minimum. Schade, denn damit bleibt der eigentlich interessante Aspekt des Films nahezu komplett auf der Strecke, zumal die Effekte auch nicht sonderlich gut aussehen. Da  hatte „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ vor 34 Jahren deutlich mehr zu bieten. Ganz nett anzusehen ist all das dennoch, da will ich mit dem Film gar nicht zu hart ins Gericht gehen.

Durchaus nett sind auch die Teenie-Soap-Szenen, welche den Großteil des Films ausmachen. Aber eben auch komplett austausch- und vorhersehbar. Zwar habe ich mich nicht durchgehend gelangweilt, doch sonderlich spannend anzusehen war all das Hin und Her auch nicht. Selbst meine Kinder waren nicht mehr übermäßig begeistert, was bei der Vorfreude schon einiges heißen mag. Die immerhin engagierten Schauspieler*innen machen da einiges wett.

Fazit

„Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft“ ist noch einmal eine Spur schwächer als die ohnehin schon nicht sonderlich herausragenden Vorgänger. Ziemliche Durchschnittsware im deutschen Kinderfilm. Und das schreibe ich als jemand, der durchaus Gefallen am deutschen Kinderfilm gefunden hat. Kann man sehen, muss man aber definitiv nicht: 5/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Die schrillen Vier auf Achse – OT: Vacation (1983) (WS1)

Der Freitag heute hat sich angefühlt, wie mindestens zwei Tage. Bis 14 Uhr habe ich gearbeitet, dann habe ich mich mit der Family samt Großeltern und Familie der Schwägerin zum nahe gelegenen Rothsee aufgemacht, um eine Runde Minigolf zu spielen. Das Picknick danach ist leider ins Wasser gefallen. Dennoch war das ein sehr netter Nachmittag. Vielleicht hatten die Kids deshalb noch Lust auf weitere Familienabenteuer und sich deshalb „Die schrillen Vier auf Achse“ gewünscht? 🚗

Die schrillen Vier auf Achse (1983) | © Warner Home Video

Die schrillen Vier auf Achse (1983) | © Warner Home Video

It’s a long way down the Holiday Road

Meine Kinder kennen die Griswolds bisher nur aus „Schöne Bescherung“, den wir jeden Jahr vor Weihnachten schauen. Und jedes Jahr amüsieren sie sich köstlich darüber. Sie hatten schon häufiger den Wunsch geäußert, auch die Sommerferien der Griswolds sehen zu wollen, doch bisher hatte es sich nicht ergeben. Auch weil ich wusste, dass diese doch deutlich derber sind, als der familienkompatible Weihnachtsspaß. Doch auch ich habe „Die schrillen Vier auf Achse“ bereits als Kind gesehen. Vermutlich jedoch in der geschnittenen Fassung. Der Zwergofant war auf jeden Fall sichtlich irritiert, dass hier nackte Menschen zu sehen sind. Nackt! Mit Brüsten!

Während der ersten dreiviertel Stunde braucht „Vacation“ ganz schön, um in  Fahrt zu kommen. Die Gag-Dichte ist noch deutlich geringer als in „Christmas Vacation“ und der Ton des Films noch satirischer. In der zweiten Hälfte nimmt der Road Trip dann deutlich an Fahrt auf und die ganze Familie musste viel lachen. Dabei muss man aus heutiger Sicht sagen, dass „Die schrillen Vier auf Achse“ nicht immer wirklich gut gealtert ist. Das ist mir dieses Mal deutlicher aufgefallen, als bei meiner letzten Sichtung vor knapp 13 Jahren. Eben ein Film der frühen 1980er Jahre, den man auch so einordnen sollte. Dennoch funktioniert er über weite Strecken immer noch fabelhaft und der große Familienurlaub als letztes Abenteuer des mittelalten Mannes besitzt einfach viel Humorpotenzial uns so manch bittere Wahrheit.

Fazit

„Vacation“ ist zurecht ein Komödienklassiker. Er besitzt schon viele Elemente, die das Franchise über die Jahre weiterentwickeln sollte. Chevy Chase als Clark Griswold ist herrlich und der Film macht einfach immer noch viel Spaß. Dennoch ist er (immerhin hat er exakt 40 Jahre auf dem Buckel) schon deutlich in die Jahre gekommen. Die Kinder fanden ihn schwächer als „Schöne Bescherung“, doch das wundert mich nicht. Kann ich mir immer wieder anschauen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Meine Frau, unsere Kinder und ich – OT: Little Fockers (2010)

Das letzte Juliwochenende und es regnet in Strömen. Somit eine gute Gelegenheit, den ersten Film des Monats zu sehen. Da der Zwergofant recht spät von einem Geburtstag nach Hause kam, haben wir mit „Meine Frau, unsere Kinder und ich“ einen angenehm kurzen Film gewählt. Wie die späte Fortsetzung der 2000er Hit-Komödie bei uns ankam, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🦎

Meine Frau, unsere Kinder und ich (2010) | © Paramount Pictures

Meine Frau, unsere Kinder und ich (2010) | © Paramount Pictures

Eine unnötige, aber noch recht nette Fortsetzung

Hat man schon der ersten Fortsetzung angemerkt, dass sie nicht mehr komplett den anarchischen Zauber von „Meet the Fockers“ heraufbeschwören konnte, ist „Little Fockers“ nur noch ein müder Nachklatsch. Es ist zwar schön, die liebgewonnenen Figuren noch einmal zu sehen (und die Interaktion der bekannten Stereotypen funktioniert immer noch), doch wurde das Humorlevel ziemlich stark auf Ekel und Körperflüssigkeiten runtergedreht. Sehr schade und nicht immer passend. Ein paar Lacher waren dennoch mit dabei.

Somit lebt „Meine Frau, unsere Kinder und ich“ immer noch von Robert De Niro und Ben Stiller, auch wenn diese Konstellation kaum noch für Überraschungen sorgt. Schön fand ich De Niros Zusammentreffen mit Harvey Keitel, der einen Bauarbeiter geben darf. Überhaupt ist der Film erstaunlich gut besetzt (u.a. tritt auch Laura Dern in einer Nebenrolle auf), was das jedoch eher schwache Drehbuch auch nicht zu retten weiß. Kurzweilig ist der Spaß aber immer noch.

Fazit

Insgesamt ist „Meine Frau, unsere Kinder und ich“ eine knapp überdurchschnittliche Komödie, die ich auch nur so gut bewerte, weil die Kinder etliche Male laut gelacht haben und ich die Figuren nach wie vor mag. Es ist aber auch nicht schade, dass dies wohl der vorerst letzte Teil der Reihe ist: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Alles steht Kopf – OT: Inside Out (2015) (WS1)

Nachdem wir am Wochenende keinen Filmabend mit der ganzen Familie hatten, habe ich kurzerhand beschlossen, den Feiertag mit „Alles steht Kopf“ ausklingen zu lassen. Schließlich liegt die letzte Sichtung schon viel zu lange zurück und ich hatte das Gefühl, dass sich das Gefühlschaos in Riley auch ganz gut auf das Zappelinchen übertragen lässt. Wobei wir dafür vermutlich auf die Fortsetzung samt rotem Pubertätsknopf warten müssen. 😊😢😡🤢😨

Alles steht Kopf (2015) | © Walt Disney

Alles steht Kopf (2015) | © Walt Disney

Ein meisterhaft inszenierter Coming-of-Age-Film

Mich hat „Alles steht Kopf“ heute noch mehr begeistert als damals vor sieben Jahren. Vermutlich weil meine Kinder auch älter geworden und einige ihrer kleinkindlichen Erinnerungen inzwischen verblasst sind. In den entsprechenden Szenen hatte ich wieder einen dicken Kloß im Hals und musste die eine oder andere Träne verdrücken. Die emotionale Ebene gelingt Pixar wahrlich meisterhaft, auch wenn wir uns den Großteil des Films in einer bonbonbunten Fantasiewelt befinden. Gerade der nahtlose Übergang zur Realität ist fabelhaft gelungen, obwohl oder weil beide Welten stilistisch durchaus größere Unterschiede aufweisen.

„Alles steht Kopf“ nimmt schon einmal vorweg, was später mit „Soul“ noch weitergetrieben wurde: Abstrakte Innenwelten, kombiniert mit einem realistischen Setting in der wirklichen Welt. Es ist schon erstaunlich, wie gut Pixar das Storytelling gelingt: Die durchaus komplexe Prämisse samt Einführung aller Hauptfiguren und Etablierung der Herausforderung für unsere Held*innen wird in den ersten zwanzig Minuten abgefeuert. Nach dreißig Minuten stecken wir mitten im Abenteuer. Das Tempo ist enorm hoch und doch nimmt sich der Film Zeit für seine Figuren. Die Bilder, die das Team rund um Pete Docter für Gefühle, Erinnerungen usw. findet, sind leicht verständlich und doch voller Witz und zauberhafter Momente. Einfach perfekt.

Fazit

Mit der heutigen Sichtung von „Alles steht Kopf“ hat sich der Pixar-Film in den Reigen meiner Lieblingsfilme gespielt. Die Kinder mochten den Film auch, fanden ihn jedoch nicht so überragend, wie wir Eltern. Das ist durchaus verständlich und für mich eine weitere Stärke des Animationsfilms: Er schafft es beide Zielgruppen anzusprechen und die Brücke zwischen ihnen zu schlagen. Die Ebene, die ich heute erleben durfte, katapultiert den Film ganz nach oben. Großes Kino: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Findet Dorie – OT: Finding Dory (2016)

Nach dem Kurzfilm „Piper“ stand natürlich der zugehörige Langfilm „Findet Dorie“ auf dem Programm. Der Zwergofant hat sich diesen heute explizit gewünscht, nachdem das Zappelinchen in der Vergangenheit dafür nur wenig Interesse gezeigt hatte. Auch ich habe mich schon lange darauf gefreut, gehört „Findet Nemo“ doch zu meinen Favoriten des Animationsstudios. Was also hat die späte Fortsetzung zu bieten? 🐟🐙

Findet Dorie (2016) | © Walt Disney

Findet Dorie (2016) | © Walt Disney

Eine überraschend gelungene Fortsetzung

Spätestens seit Pixar-Neustarts nahezu unmittelbar auf Disney+ verwertet werden, hat die Popularität des Animationsstudios ein wenig gelitten. Vor ein paar Jahren noch war jeder Film ein Hit, doch dann kamen die ersten Fortsetzungen und Filme wie „Lightyear“ ließen Fans schon ‚Ausverkauf!‘ schreien. Für mich hat sich ein qualitativer Abfall noch nicht so richtig bemerkbar gemacht, auch wenn ich so manche Fortsetzung, wie z.B. „Die Monster Uni“, nicht mehr ganz so stark fand wie das Original. Somit war ich durchaus gespannt, was Andrew Stanton, ebenfalls Regisseur des Vorgängers, aus der Weiterführung des Unterwasserabenteuers gemacht hat.

Nach der Sichtung muss ich sagen, dass ich nicht erwartet hätte, dass mich der Film emotional so stark packt. Dories Figur bekommt noch einmal deutlich mehr Tiefe und die Wandlung vom Sidekick zur Heldin funktioniert erstaunlich gut. Beim Wiedersehen mit ihren Eltern hatte ich tatsächlich Tränen in den Augen. Davon abgesehen bietet „Findet Dorie“, wie bereits der erste Teil, eine ausführliche Unterwasserreise mit frischen Schauplätzen und tollen, neuen Figuren. Speziell Oktopus Hank hat mir ausgezeichnet gefallen und ist beeindruckend animiert. Überhaupt sieht der Film unfassbar gut aus und lohnt sich schon alleine aufgrund seines überwältigenden audiovisuellen Eindrucks. Umso schöner, dass er auch inhaltlich zu überzeugen weiß.

Fazit

Für mich ist „Findet Dorie“ neben „Toy Story 3“ und „Die Unglaublichen 2“ die bisher wohl gelungenste Fortsetzung eines Pixar-Films. Ich bin gerne wieder in diese bunte (und manchmal auch triste) Unterwasserwelt abgetaucht. Das 3D war famos und ich bin froh, dass dem Film noch eine entsprechende Veröffentlichung zuteil wurde. Kann ich Fans des Vorgängers nur empfehlen: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: war auf einem Geburtstag; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

We Can Be Heroes (2020)

Schon vor ein paar Monaten meinte der Zwergofant, dass er einen tollen Trailer zu einem Superheldenfilm gesehen hätte. Damals habe ich noch versucht, ihm den Film auszureden. Heute jedoch waren wir beide alleine zu Hause und nach einem kompletten Tag draußen, stand uns der Sinn nach einem Filmabend. Somit haben wir dann doch noch „We Can Be Heroes“ gesehen. Ein Film, wie ich noch keinen zweiten gesehen habe. 🦸‍♀️

We Can Be Heroes (2020) | © Netflix

We Can Be Heroes (2020) | © Netflix

Was ist nur aus Robert Rodriguez geworden?

Robert Rodriguez war einer der prägenden Regisseure meiner Jugend: „El Mariachi“, „Desperado“ und „From Dusk Till Dawn“ waren die Kultfilme meiner filmischen Erweckungsphase. Schon Anfang der 2000er hat Rodriguez die Kinderfilmreihe „Spy Kids“ gedreht, von der ich jedoch nie einen Teil gesehen habe. Danach war es, „Sin City“ einmal ausgenommen, lange still den Filmemacher, doch mit „Alita: Battle Angel“ kam er 2019 zurück und wusste mich zu begeistern. Zuletzt fiel er mir durch die Inszenierung einiger Episoden von „The Book of Boba Fett“ eher negativ auf. Wer hätte gedacht, dass er es ausgerechnet mit dem Kindersuperheldenfilm „We Can Be Heroes“ auf meinen Fernseher zurück schafft?

Der Film ist ein in kunterbunte Kulissen und mit übermäßig CGI angereicherter Superheldenfilm, dem ein Drehbuch zugrunde liegt, das auch ein Kind hätte schreiben können. Man merkt nichts von Robert Rodriguez‘ alter Handschrift und nur die Auftritte von Stars wie Pedro Pascal („The Mandalorian“ oder „Prospect“) und Christian Slater („True Romance“) lassen seinen Einfluss erkennen. Davon abgesehen mochte ich die Botschaft der Geschichte sowie die völlig abgedrehten Superkräfte. Das ist wie gemacht für Kinder, doch verliert sich am Ende alles in einer abstrusen Geschichte, der billigen Inszenierung und fehlendem Herz. Nicht ganz so schmerzhaft, wie nach dem Trailer befürchtet, doch bestenfalls mittelmäßige Unterhaltung.

Fazit

Leider konnte „We Can Be Heroes“ weder mich, noch den Zwergofanten überzeugen. Wir hatten durchaus Spaß mit dem Film, doch ist alles viel zu übertrieben, bunt und nervig inszeniert. Ich vermute, dass der Zwergofant beim nächsten Filmabend wieder mich nach einem Filmtipp fragen wird. So ein Pech aber auch. Dennoch möchte ich die Sichtung nicht missen, denn nun habe auch ich endlich einen der berüchtigten Kinderfilme von Robert Rodriguez gesehen: 4/10 Punkte. (Zappelinchen: war mit Frau bullion im Theater; Zwergofant: 6/10 Punkte.)

Der Super Mario Bros. Film – OT: The Super Mario Bros. Movie (2023)

Aktualisierung: Ich habe „Der Super Mario Bros. Film“ am 9. November 2024 zum zweiten Mal mit dem Zwergofanten gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Man sagt mir gerne nach, dass ich nicht sonderlich spontan wäre. Heute jedoch habe ich eine gute Stunde vor Kinostart beschlossen, den Zwergofanten einzupacken und mit ihm in „Der Super Mario Bros. Film“ zu gehen. Er war schon heiß auf den Film, seit er den ersten Trailer gesehen hat. Der Rest der Familie hatte keine Lust und so haben sich die Männer des Hauses alleine auf den Weg ins Pilzkönigreich gemacht. 🍄

Der Super Mario Bros. Film (2023) | © Universal Pictures

Der Super Mario Bros. Film (2023) | © Universal Pictures

Meine persönliche Geschichte mit Mario

Der Videospiel-Klempner aus dem Hause Nintendo begleitet mich schon seit ich denken kann. Ja, selbst weit vor meiner ersten Konsole. Es dürfte 1986 gewesen, dass ich bei Freunden erstmals das originale „Super Mario Bros.“ auf dem NES gespielt habe. Da wir kurz danach in eine andere Stadt gezogen sind, sollte das eine kurze Begegnung bleiben. Mit dem Game Boy kam ein paar Jahre später „Super Mario Land“ und damit mein erstes eigenes Mario-Spiel. Der richtige Durchbruch stellte sich jedoch erst mit „Super Mario World“ auf dem SNES ein. Dieses Spiel habe ich unglaublich intensiv gespielt. Auch heute packe ich es mit dem SNES Classic Mini teilweise noch an und bin erstaunt, wie sehr sich manche Level und Musikstücke in mein Gedächtnis gebrannt haben. Nun mit den Kindern, speziell dem Zwergofanten, bin ich mit „Mario Kart 8 Deluxe“, „Super Mario Odyssey“  und „Super Mario 3D World“ auch wieder mit dem Klempner konfrontiert. Die Spiele sind auch heute noch einfach großartig.

Der (fast schon zu) perfekte Super-Mario-Film

Natürlich habe ich irgendwann auch den berüchtigten „Super Mario Bros.“-Film aus dem Jahr 1993 gesehen. Hängen geblieben ist bis auf die Absurdität des Werkes nicht viel. Inzwischen sind seitdem exakt 30 Jahre vergangen und Nintendo hat ihre Marke offensichtlich perfekt im Griff. Perfekt ist auch der neue „Der Super Mario Bros. Film“ geworden: Er sieht fantastisch aus und klingt noch besser. Er funktioniert für kleine Kinder und drückt bei Erwachsenen so manchen Nostalgieknopf. Die Geschichte ist einfach, doch irgendwie schlüssig im Rahmen der Vorlage. Das Tempo ist extrem hoch und es gibt kaum Zeit zum Durchschnaufen. Braucht es auch nicht, denn das Gameplay flutscht. Um bei diesem Vergleich zu bleiben: Der Film wirft seinen Zuschauer*innen keine wirklichen Hindernisse in den Weg. Es kommt kein Frust auf, ist aber für geübte Kinogänger*innen vermutlich zu einfach und glatt.

Nintendo geht mit „Der Super Mario Bros. Film“ auf Nummer sicher und wer könnte es ihnen verdenken? Ich habe mich mehrfach gefragt, warum man keinen Meta-Ansatz, wie bei „The LEGO Movie“, gewagt hat. Sprich eben die unzähligen Videospiele als Medium aufzugreifen, doch vermutlich ist ihnen da Disney mit „Ralph reichts“ über 10 Jahre zuvorgekommen. Somit erzählt „Der Super Mario Bros. Film“ eine Geschichte, wie man sie erwarten würden. Viel Humor ergibt sich aus Slapstick-Szenen und dem Wissen um die Mario-Historie. Da könnte man jetzt viel drüber schimpfen, doch ich habe den Ritt einfach genossen. Schon alleine der orchestral interpretierten Mario-Musik hätte ich noch stundenlang lauschen können (beim Abspann lohnt sich also das Sitzenbleiben). Wer hier keine Innovation erwartet, kann für 90 Minuten eine wirklich gute Zeit haben.

Fazit

Der Erfolg gibt Nintendo und Illumination mit ihrem Ansatz für „Der Super Mario Bros. Film“ recht. Der Zwergofant war sehr angetan und auch ich hatte eine tolle Zeit. Allerdings ist uns beiden auch klar, dass hier eher die Figuren und die Referenzen auf die Spiele im Vordergrund stehen und wir keinen neuen Klassiker gesehen haben. Auf jeden Fall war es ein gelungener Kinonachmittag, an den ich mich noch gerne zurückerinnern werde: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: leider kein Interesse an dem Film; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Letztendlich sind wir dem Universum egal – OT: Every Day (2018) (WS1)

Heute war ich Strohwitwer: Frau bullion ist mit ihren Eltern und ihrer Schwester strawanzen, der Zwergofant übernachtet bei einem Freund. Eigentlich hätte ich auch Pläne für das Zappelinchen und mich gehabt, doch diese sind recht kurzfristig ins Wasser gefallen. Also ein Filmabend. Da ich dem Zappelinchen kürzlich den Roman empfohlen hatte, und sie davon recht angetan war, haben wir uns die Verfilmung „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ angeschaut. Wie er uns gefallen hat, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung. 🎇

Letztendlich sind wir dem Universum egal (2018) | © Splendid Film/WVG

Letztendlich sind wir dem Universum egal (2018) | © Splendid Film/WVG

Eine wirklich schöne Teenager-Romanze

Bei meiner letzten Sichtung war ich ja noch etwas skeptisch. Dieses mal wusste ich jedoch, was auf mich zu kommt. Sprich die Fokussierung von As Geschichte auf den Teil, in dem er bzw. sie Rhiannon kennenlernt. Heute fand ich diesen Fokus sogar recht angenehm, da ich mir vorstellen kann, dass der Film sonst recht fragmentarisch gewirkt hätte. Auch das Einnehmen von Rhiannons Perspektive hat der Geschichte gut getan. Natürlich wirkt die Handlung deshalb, im Vergleich zum Buch, auch viel mehr wie eine Teenie-Romanze, da sich dieses eher mit A und seinem/ihrem Leben auseinandersetzt. Kann man diese Änderung allerdings akzeptieren, erlebt man eine schöne Geschichte, die auch ans Herz geht.

Das Zappelinchen war ziemlich begeistert und hat häufig Parallelen bzw. Unterschiede zum Buch aufgezeigt. Mir kam das sehr entgegen, denn ich konnte mich nicht mehr sonderlich gut an die Vorlage erinnern. Die Inszenierung ist stimmig, die Schauspieler*innen machen ihre Sache gut und As Reise durch die verschiedenen Körper wirkt glaubhaft. Am Ende musste ich fast wieder eine kleine Träne verdrücken. Damit hat der Film sein Ziel doch erreicht. Emotional komplett abgeholt.

Fazit

Ich muss zugeben, dass mir „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ dieses Mal noch besser gefallen hat als bei der ersten Sichtung. Dies liegt bestimmt auch am harmonischen Vater-Tochter-Filmabend, der mir wirklich viel bedeutet hat. Buch und Film werde ich nun noch besser in Erinnerung behalten: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte;  Zwergofant: war auf einem Übernachtungsgeburtstag)

Die drei ??? – Erbe des Drachen (2023)

Nach einer kurzen Nacht und einem müden Morgenlauf, war die Stimmung im Hause bullion ziemlich aufgeladen. Vermutlich die Nachwehen des Skilagers. Also haben wir uns recht spontan entschlossen, ins Kino zu gehen und „Die drei ??? – Erbe des Drachen“ zu sehen. Die Kids sind große Fans der Reihe und auch ich kann deutschen Kinderkrimis (siehe „TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang“, „Die drei !!!“ oder die „Fünf Freunde“-Reihe) durchaus einiges abgewinnen. 🦇

Die drei ??? – Erbe des Drachen (2023) | © Sony Pictures

Die drei ??? – Erbe des Drachen (2023) | © Sony Pictures

Ein nostalgischer und klassischer Jugendkrimi

Zunächst einmal hätten wir es beinahe nicht pünktlich ins Kino geschafft, da die halbe Stadt aufgrund von Faschingsumzügen gesperrt war. Letztendlich waren wir aber 15 Minuten vor Start im Kino und beinahe die einzige Familie im Vorführsaal. Sehr angenehm. Natürlich startet der Film in Rocky Beach und hier wirken die typisch deutschen Schauspieler*innen schon ein wenig seltsam, um als Amerikaner*innen durchzugehen. Aber nun gut, das ist in den Hörspielen ja auch nicht anders. Das Setting ist gut getroffen und Spanien macht sich auch nicht schlecht als Kalifornien. Dennoch sieht alles schon sehr nach einer deutschen Produktion aus, was „Die drei ??? – Erbe des Drachen“ natürlich auch ist.

In Rumänien fühlt sich der Film dann ein wenig natürlicher an, was vermutlich auch daran liegt, dass er an einem fiktiven Filmset spielt. Das Schloss ist sehr atmosphärisch und die Geschichte lädt zum Miträtseln ein, auch wenn die Handlung für erwachsene Zuschauer*innen doch recht leicht zu durschauen ist. Die Kinderdarsteller machen ihre Sache als Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews ziemlich gut, auch wenn die Konflikte zwischen ihnen teils zu sehr in den Vordergrund treten. Hier hätte ich mir mehr Teamwork gewünscht. Alles in allem kann die Geschichte aber durchaus überzeugen und sie findet zu einem runden Abschluss. Kindgerecht und dennoch mit Spannung inszeniert. Hat mir gefallen.

Fazit

„Die drei ??? – Erbe des Drachen“ ist eine durchaus gelungene Verfilmung der populären Hörspielreihe. Sie richtet sich eher an jüngere Zuschauer*innen, doch auch Erwachsene können ihren Spaß damit haben. Allerdings bin ich auch kein Hardcore-Fan und kenne die Hörspiele nur vom Mithören mit den Kids. So oder so war es ein netter Kinonachmittag. Ich würde mir eine Fortsetzung auch wieder anschauen und die Kinder waren ohnehin begeistert: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Shrek der Dritte – OT: Shrek the Third (2007) (WS1)

Ein aufregender Freitag geht zu Ende. Morgens ein Bewerbungsgespräch und nachmittags weitere Bewerbungen gesichtet. Dann endlich die Nachricht, dass der Bus des Zappelinchens im Anflug ist. Nach einer Woche Skilager ist sie endlich wieder zurück. Abends hat Frau bullion ihren Geburtstag mit ihren Mädels nachgefeiert und ich habe mit den Kindern im Keller „Shrek der Dritte“ gesehen. Ob das nach solch einem anstrengenden Tag eine gute Idee war? 🧙‍♂️

Shrek der Dritte (2007) | © Universal Pictures Germany GmbH

Shrek der Dritte (2007) | © Universal Pictures Germany GmbH

Aus dem Tag und dem Franchise ist die Luft raus

Im Hobbykeller, inzwischen mein Arbeitszimmer, ist es recht eng. Der alte Fernseher steht auf einem alten Schreibtisch und davor die Zweiercouch aus der alten Wohnung. Es war nicht sonderlich bequem, zumal der Zwergofant schon wieder recht erkältet ist und ziemlich hustet. „Shrek der Dritte“ hatte ich vor knapp 16 Jahren schon einmal gesehen, doch meine Erinnerungen an den Film waren beinahe nicht mehr existent. Ich befürchte, das wird auch nach dieser Sichtung nicht anders sein. Im Gegensatz zum innovativen „Shrek: Der tollkühne Held“ und der gelungenen Fortsetzung „Shrek 2“ fällt der dritte Teil doch leider ziemlich ab.

Fand ich damals die Technik noch extrem gelungen, so hat diese inzwischen auch Staub angesetzt. Dennoch kann man sich das Fantasy-Abenteuer noch gut anschauen. Leider ist er inhaltlich weder sonderlich spannend, noch witzig. Alte Figuren werden wieder aufgewärmt und neben Merlin gibt es keinen interessanten, neuen Charakter. Schon nett, doch wirklich auch nicht mehr.

Fazit

„Shrek der Dritte“ hat uns alle nicht sonderlich begeistert. Das Zappelinchen ist im letzten Drittel sogar eingeschlafen, was aber wohl weniger am Film, als an der vergangenen Woche im Skilager liegt. Der Zwergofant hatte durchaus seinen Spaß und auch ich wurde ganz okay unterhalten. Unbedingt sehen muss man den zweiten Aufguss allerdings nicht: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: ist gegen Ende eingeschlafen und wollte deshalb keine Punkte geben;  Zwergofant: 7/10 Punkte.)