Nachdem mich ein fieser Infekt komplett ausgeknockt hatte, war es in der letzten Woche sehr ruhig auf meinem Blog. Die ersten fünf Tage konnte ich aufgrund hohen Fiebers und hämmernder Kopfschmerzen nicht einmal lesen und habe nur geschlafen. Auch wenn ich noch ziemlich angeschlagen bin, so geht es doch deutlich aufwärts, sprich ich habe die neu gewonnene Energie genutzt und mit „Acceptance“ endlich den letzten Teil der Southern-Reach-Trilogie zu Ende gelesen. Nach „Annihilation“ und „Authority“ war ich sehr gespannt, wie Jeff VanderMeer seinen ungewöhnlichen Sci-Fi-Horror abschließt. Ob alle Fragen geklärt werden, lest ihr in der folgenden Besprechung…
„You could know the what of something forever and never discover the why.“
War die Richtung, die VanderMeer mit „Authority“ eingeschlagen hatte, für mich eher eine Abkehr von den Stärken des ersten Teils, so bringt er im Abschluss seiner Trilogie alles zusammen. Ganz bewusst erzählt er die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven weiter, die teils auch in gänzlich unterschiedlichen Zeitebenen verortet sind. So erfahren wir viel aus der Vergangenheit des Leuchtturmwärters Saul Evans, erfahren wie die ehemalige Direktorin des Southern Reach mit ihm in Beziehung steht und begleiten Control und Ghost Bird abermals auf eine Expedition in Area X. In seiner zwar fragmentarischen, aber doch inhaltlich aufeinander abgestimmten Erzählweise, hat das für mich wunderbar funktioniert. Ich hätte mir sogar gewünscht, dass VanderMeer schon früher diese Erzählform gewählt hätte, denn gerade große Teile des direkten Vorgängers wirken nun umso konstruierter und im Rahmen der Geschichte eher ablenkend bzw. nehmen einen zu großen Teil davon ein.
Wer am Ende des Buches die vollständige Aufklärung aller aufgeworfenen Fragen erwartet, der dürfte bitter enttäuscht werden. Es gibt zwar einige Anhaltspunkte bzw. Hinweise für eigene Interpretationen, doch was es mit Area X ganz explizit auf sich hat oder was die agierenden Personen für eine Rolle spielen, bleibt doch stark dem Leser überlassen. Für mich ist das allerdings kein Nachteil, denn ich werde in den nächsten Tagen und Wochen gedanklich bestimmt noch öfter zum Leuchtturm, dem Tunnel, Saul, Ghost Bird und den anderen zurückkehren.
Fazit
Für mich hat Jeff VanderMeer mit „Acceptance“ einen ziemlich perfekten Abschluss seiner Trilogie geschaffen. Besonders erstaunt war ich, wie emotional die Handlung doch plötzlich wird. Gerade die Erzählstränge von Saul Evans und Gloria haben mich doch sehr berührt. Das hätte ich zu Beginn der Reihe nicht erwartet. Nun freue ich mich schon sehr auf die Verfilmung von „Annihilation“ und werde, sobald mein Kopf wieder einen Film durchhält, bestimmt darüber berichten. Wer ungewöhnliche Sci-Fi-Literatur sucht, der sollte unbedingt zugreifen: 9/10 Punkte.
Zumindest etwas Gutes hat der
Es ist erschreckend: Nachdem ich von
Zum unserem Jahrestag hat mich meine Frau mit mehreren Büchern bedacht. Darunter befand sich auch der chinesische Sci-Fi-Roman „The Three-Body Problem“ in der englischen Übersetzung (im Deutschen ist das Buch übrigens unter dem Titel „Die drei Sonnen“ bekannt). Ich wusste zuvor überhaupt nichts über den Roman bzw. die Trilogie und war zu Beginn zugegebenermaßen ziemlich skeptisch, hatte ich zuvor doch noch nie chinesische Hard-Sci-Fi gelesen. Meine anfängliche Skepsis sollte jedoch schon bald einer großen Faszination weichen, die Cixin Liu mit seiner epischen Geschichte aufbaut…
Schon seit mir „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ bei einer
Neben viel
Zu unserem siebzehnten(!) Jahrestag hat mir meine Frau ein Buch geschenkt, mit dem ich abermals vom sicheren Sofa aus in die Berge aufbrechen konnte. Graham Bowleys „Kein Weg zurück: Leben und Sterben am K2“ zeichnet sehr detailliert die
Knapp zwei Monate habe ich an Jussi Adler-Olsens Roman „Verachtung“ gelesen. Für meine Verhältnisse recht schnell, zumal ich nur abends vor dem Einschlafen zum Lesen gekommen bin. Meist schaffe ich dann nur noch ein bis zwei Seiten, doch der vierte Teil der Sonderdezernat-Q-Reihe hat mich, wie bereits der Vorgänger