Schändung (Jussi Adler-Olsen)

Knapp zwei Monate habe ich benötigt, um Jussi Adler-Olsens Roman „Schändung“ zu lesen. Früher wäre dies für meine Lesegewohnheiten ein ziemlich langer Zeitraum gewesen, doch im Moment ist das beinahe schon rekordverdächtig. Auch wenn ich abends meist recht müde war, so habe ich mich doch stets auf Carl Mørck und Assad gefreut. Einfach ein rundum sympathisches Ermittlerteam, das ab diesem Fall durch die resolute Rose ergänzt wird.

Im direkten Vergleich zum Vorgänger „Erbarmen“ habe ich die Handlung des Romans als zu vorhersehbar empfunden. Es gab kein Mysterium und die Geschichte rund um Kimmie und ihre Clique erschien mir etwas zu klischeehaft. Die unantastbare Oberschicht, die skrupellos ihre Gelüste auslebt und stets ungeschoren davonkommt. Bestechlichlichkeit und schmierige Beziehungen als Währung der Angst. Hier hätte es meiner Meinung nach mehr Feingefühl bei der Entwicklung der Figuren – speziell der Antagonisten – benötigt. Mehr Grauzone und weniger Schwarzweißmalerei.

Unterhaltsam bleibt „Schändung“ bis zum Schluss und auch wenn ich jetzt erst einmal eine kleine Pause einlegen werde, so freue ich mich dennoch schon darauf den neuen Jussi Adler-Olsen zu lesen. Gut geschrieben und trotz kleinerer Mängel mitreißend erzählt, weshalb ich auch für den zweiten Fall des Sonderdezernats Q meine Empfehlung für Krimifreunde aussprechen möchte: 8/10 Punkte.

4 Gedanken zu “Schändung (Jussi Adler-Olsen)

  1. Pingback: Erbarmen – OT: Kvinden i buret (2013) | Tonight is gonna be a large one.

  2. Pingback: Schändung – OT: Fasandræberne (2014) | Tonight is gonna be a large one.

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  4. Pingback: Verachtung (Jussi Adler-Olsen) | moviescape.blog

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