Ab heute arbeite ich wieder. Zum ersten Mal bin ich länger als nur ein paar Stunden von unserem Zappelinchen getrennt. Klingt nicht dramatisch? Ihr habt ja keine Ahnung. Seit sich vor gefühlten 100 Jahren in unserer Schulclique die ersten Pärchen bildeten, hatte ich nicht mehr so große Angst etwas zu verpassen. Selbst die beständigen E-Mail-Updates meiner Frau vermögen kaum mich zu beruhigen.
Was wenn sie plötzlich anfängt zu sprechen? Was wenn sie ihre ersten Schritte macht? Was wenn sie mich vergisst? Was wenn sie – was wohl die einzig realistische Option ist – von Blähungen geplagt wird? Wo bin dann ich?
Natürlich weiß ich, dass sie bestens versorgt wird. Keine Frage. Doch mit dem rationalen Denken ist das eben so eine Sache. Auch wenn die letzten Tage wirklich anstrengend waren, so möchte ich doch keine Fütterung, kein Wickeln und schon gar keine Bespaßung missen. Es ist wirklich ein seltames und nur schwer zu beschreibendes Gefühl. Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Zeit, als ihr Heimweh hattet weil es zum ersten Mal ins Schullandheim ging. So ähnlich ist das. Nur eben andersrum.
Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?
Bei der Jobwahl auch an die potentielle Familienplanung denken.






