Abenteuer Kind #6: Schlaflos im Kinderzimmer

Ich war stets eher ein Nachtmensch. Lange aufbleiben, lange ausschlafen. Einfach wunderbar! Mit dem Eintritt ins Berufsleben hatte sich mein Schlafrhythmus allerdings notgedrungen an die äußeren Umstände angepasst. Inzwischen war selbst am Wochenende meist um 8:00 Uhr die Nacht vorbei. Dennoch kam ich stets auf ca. 7 Stunden Schlaf und war rundum zufrieden. Dann zog das Zappelinchen in unser Schlafzimmer ein.

Vorweg möchte ich festhalten, dass ich mich nicht beschweren möchte. Es gibt wohl kaum ein zweites Kind, das so ausgeglichen ist und nahezu perfekt durchschläft, wie unser Zappelinchen. Dennoch ist der Schlaf nicht mehr so tief und fest, wie früher und spätestens zwischen 5:00 und 6:00 Uhr wird der Nacht abrupt ein Ende gesetzt. Die Folge ist, dass die 7 Stunden Schlaf auf meist nicht mehr als 5 Stunden geschrumpft sind.

Inzwischen gibt es durchaus Abende, an denen ich vor 21:00 Uhr auf dem Sofa eingedöse. Dazu sollte man wissen, dass mir dies zuvor nie – ungelogen: nie! – passiert ist. Am Wochenende ist es beinahe noch schlimmer. Um die knappe Freizeit entsprechend zu nutzen bleibe ich an freien Tagen meist länger wach, als gut für mich ist. Das Resultat? Noch weniger Schlaf.

Aber wie gesagt: Ich möchte mich nicht beschweren. Wenn ich am Morgen angelächelt werde, ist die Müdigkeit wie weggeblasen und wenn dann keine 10+ Stunden Arbeitstage folgen würden, wäre ich wohl der glücklichste Mensch der Welt…

Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?

Teilt euch eure Kräfte gut ein. Ihr werdet sie brauchen.

4 Gedanken zu “Abenteuer Kind #6: Schlaflos im Kinderzimmer

  1. Den, in meinen Augen alles andere als perfekten Arbeitsrhythmus der heutigen Gesellschaft, zu umgehen, war einer der Hauptgründe wieso ich eine eigene Firma gegründet habe, statt mich anstellen zu lassen. Abends bis 22,23 Uhr Abends arbeiten, auch gern mal länger, dafür dann morgens ausschlafen. Es gibt fast nicht besseres.

    Mit diesem 5/6 Uhr morgens aufstehen, um dann 1 Stunde im Auto zu sitzen, und um 8 Uhr auf der Arbeit aufzuschlagen, wo man dann nach 5 Kaffee irgendwann gegen 10 Uhr aufwacht, kam ich schon in Praktikum und Diplomarbeit nicht mit klar^^

    Btw., immer wieder cool deine Lebensberichte zu lesen 🙂

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  2. Nach dem bzw. parallel zum Studium hatte ich mir auch überlegt, mich selbstständig zu machen. Doch ist meine Branche (Medien/Film/Marketing) so überlaufen, dass ich dann doch lieber den sicheren Weg der Festanstellung gegangen bin. Und heute? Aufgrund meiner Familie wäre mir es zurzeit wohl zu ungewiss immer dem nächsten Auftrag hinterher zu jagen. Denn wo wird als erstes gespart? Richtig. Im Marketing. Braucht ja auch kein Mensch.

    An den normalen Arbeitsrhythmus habe ich mich inzwischen schon recht gut gewöhnt und er ist ja im Grunde auch ziemlich familienfreundlich. Nur würde ich mir etwas mehr Flexibilität (Home Office etc.) wünschen, wenngleich eine strikte Trennung zwischen Beruf und Privatleben auch nicht zu verachten ist – sofern das in unserer heutigen Gesellschaft überhaupt noch möglich ist…

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