Der erste Weihnachtsfeiertag liegt hinter uns. Ich habe wieder einmal viel zu viel gegessen. Es war ein schöner Tag und dennoch habe ich mich abends auf ein wenig Ruhe und „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ gefreut. Seltsamerweise übrigens der einzige Film der Reihe, den ich bisher noch überhaupt nicht auf meinem Blog besprochen habe. An der Qualität kann das nicht liegen. 🕒

Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004) | © Warner Home Video
Ein neuer Regisseur sorgt für frischen Wind
Zu Beginn meiner Besprechung möchte ich noch einmal festhalten, wie sehr ich die ersten beiden Filme der Reihe und damit auch Chris Columbus‘ Vision des „Harry Potter“-Universums schätze. Ohne ihn, seine Besetzung der Hauptfiguren und die audiovisuelle Ausgestaltung wäre die Reihe nicht die, die wir sie heute kennen und lieben. Dennoch hat Alfonso Cuarón mit „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ den nötigen frischen Wind dazu gebracht: Plötzlich ist die Farbpalette düsterer, man sieht die Teenager:innen in Straßenkleidung, Hogwarts wurde verändert und der Ton auch inhaltlich düsterer. Natürlich war dies bereits in der Vorlage so angelegt, doch hat Cuarón mit seiner Inszenierung den Weg für die nachfolgenden Filme geöffnet. Der Regisseur hat später mit „Children of Men“ und „Gravity“ noch bewiesen, dass er Geschichten ganz besonders erzählen kann und sein visueller Stil extrem ausgeprägt ist.
Ich erinnere mich noch daran, dass ich nach der ersten Sichtung fast ein wenig enttäuscht war. Das Buch hatte mich einfach zu sehr beeindruckt. Zudem mochte ich die Änderungen an Hogwarts nicht. Die Filmwelt wirkte dadurch nicht mehr konsistent. Heute jedoch weiß ich Cuaróns Einfluss auf die Reihe zu schätzen. Er erzählt die komplexe Geschichte stringent und lässt bewusst Teilaspekte fallen. Die Kernelemente bleiben jedoch vorhanden und verbinden sich mit den düsteren Bildern zu einem Jugendabenteuer, das einen unglaublichen Sog entfaltet. Auch die drei Hauptdarsteller:innen können zum ersten Mal zeigen, was in ihnen steckt. Auch das schreibe ich Alfonso Cuaróns Regieführung zu. So sehr ich auch die ersten beiden Filme liebe, „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ ist objektiv betrachtet der bisher beste Teil der Reihe. Am meisten hat mich inhaltlich wieder der Zeitreiseaspekt begeistert. Damit bekommt man mich einfach immer.
Fazit
Es war wundervoll mit „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ nach einem vollen Tag wieder in die Zauberwelt abzutauchen. Auch die Kinder waren begeistert. Speziell der Zwergofant. Dem Zappelinchen war fast zu wenig Handlung in dem Film. Eine interessante Perspektive. Ich würde vermuten, dass den beiden der folgende „Harry Potter und der Feuerkelch“ noch besser gefällt. Mein Favorit ist aktuell Cuaróns einziger Beitrag zum Franchise: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)
Für mich ist das der beste Film der ganzen Reihe.
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Ich vermute, das wird auch bei mir der Fall sein. Kann mich an die weiteren Teile aber nicht mehr ganz so gut erinnern.
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Zeitreise als Thema sorgt hier zu Hause immer für ganz viel Diskussion, weil der Mann eigentlich immer Logik-Löcher findet, egal ob man darauf pocht, dass es nur eine Geschichte ist oder nicht *lach*. Ich finde tatsächlich die Charaktere stark in dem Teil und die Story um Sirius Black bringt natürlich neue Hoffnung mit sich und wir erfahren viel über die Eltern von Harry.
Aber auch ich hatte mir dem total Stilwechsel so meine Probleme. Besonders mit Hagrids Hütte *lach* So banal es auch klingt.
Aber spätestens hier hat die Geschichte viel Kindlichkeit verloren.
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Ja, über Zeitreise kann man immer viel diskutieren. Schon alleine, dass das Element sonst nie genutzt wird und man quasi alles dadurch hätte lösen können. Naja, manche Sachen muss man einfach hinnehmen, finde ich.
Ich hatte zunächst auch große Probleme mit den Änderungen an Hogwarts. Inzwischen habe ich mich aber daran gewöhnt und schiebe es auf „magische Umplatzierungen“. 😉
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Das Theater Stück ist nur noch bis Sommer in Hamburg und da geht es auch gaaaaaaaaanz massiv um Zeitreisen 😉
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Ja, das hab ich schon gehört. Hamburg wäre auch mal eine Idee. Hmm. Aber halt auch recht weit. Ich denke mal drüber nach. Danke für die Erinnerung! 😊
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Es soll dann wohl in die Niederlanden gehen und entsprechend auch nicht mehr Deutsch sein. Ist also quasi die letzte Gelegenheit 😉
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Oder wir planen unseren nächsten Urlaub wieder in den Niederlanden. 😁 Aber dürfte dann sprachlich schwierig werden. 😅
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