Da sich Frau bullion und das Zappelinchen heute außer Haus rumtreiben, haben der Zwergofant und ich mit „Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem“ einen entspannten Filmnachmittag veranstaltet. Der jüngste Turtles-Film stand ohnehin auf meiner Liste und dies schien mir die perfekte Gelegenheit, um ein wenig Zeit mit den vier ungewöhnlichen Teenagern zu verbringen… 🐢

Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem (2023) | © Paramount Pictures
Kann man Schildkröten melken?
Nachdem wir erst letztes Jahr die Michael-Bay-Adaptionen gesehen haben, und immer noch mit der 2012er Nickelodeon-Serie beschäftigt sind, war es für uns wie nach Hause zu kommen. Dabei hatte uns der Look des Trailers erst ein wenig irritiert. Klar, nach „Spider-Man: A New Universe“ ist diese Art von Comic-Look recht angesagt, doch „Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem“ geht noch zwei Schritte weiter und häufig wirken einzelne Bilder wie grobe Skizzen. Allerdings wie Skizzen, die unglaublich viel Dynamik und Charakter besitzen. Nach den ersten paar Minuten war ich komplett drin in diesem Stil und er könnte nicht besser zu diesem frischen Ansatz der Turtles passen. Denn auch was die Figuren angeht, beschreitet Jeff Rowes Adaption neue Wege, indem er das Teenagertum der vier Schildkröten herausstellt. Auch Splinters Charakter ist ein anderer und April, wie bereits in der oben erwähnten Serienadaption, ebenfalls eine Teenagerin.
Das alles funktioniert wunderbar und ich hatte unfassbar viel Spaß mit dieser Neuinterpretation der Figuren. Einzig die Geschichte wirkt so, als wäre sie schon unzählige Male erzählt worden. Mal wieder geht es um das Ooze und eine Armee von Mutanten. Alles alte Bekannte, was schon wieder schön war. Wenn sich Superfly in bester Kaiju-Manier durch New York City kämpft, dann hat sich bei mir fast schon ein Ermüdungseffekt eingestellt. Dafür war das Finale so übertrieben positiv, dass ich auf dem Sofa einen dicken Seufzer ausgestoßen habe: Die Turtles sind endlich angekommen und werden akzeptiert. Zu schön, um wahr zu sein. Stil und Figuren schlagen die Geschichte somit um Längen und doch passt das alles wunderbar zusammen. Die in der Mid-Credit-Szene angedeutete Fortsetzung darf von uns aus gerne kommen!
Fazit
Sowohl der Zwergofant als auch ich hatten sehr viel Spaß mit „Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem“. So viel gelacht haben wir bisher bei kaum einer Turtles-Adaption. Nach den beiden 90er-Jahre-Filmen wohl meine bisher liebste Adaption (von den Serien einmal abgesehen). Ein großer Spaß und stilistisch wirklich eine Wucht. Gerne mehr davon: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: war mit Frau bullion außer Haus; Zwergofant: 8/10 Punkte.)
Kann dem voll und ganz zustimmen, positive Überraschung. Und hat mir zusammen mit dem einer sehr empfehlenswerten Stay Forever-Podcast-Episode (siehe https://eay.cc/2023/podcast-die-welt-von-tmnt/) dazu bewegt, mich auch wieder mehr mit den Comics zu beschäftigen.
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Mich hat dieses wunderbare Buch (https://moviescape.blog/2021/03/12/teenage-mutant-ninja-turtles-the-ultimate-visual-history-andrew-farago/) dazu gebracht, wieder tiefer in die Turtles-Welt einzusteigen. Daraufhin habe ich mir auch das Comic geholt, das du in deinem Artikel hast. Der Stay-Forever-Podcast ist dagegen noch in meinem Backlog. 😅
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Sehr guter Hinweis, danke. Im Juli erscheint eine Revised and Expanded Edition, die ich direkt mal vorbestellt habe. 💸
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Sorry, dein Kommentar war im Spam. Nun aber: Eine sehr gute Wahl. Ist ein tolles Buch! Bei Revised and Expanded werde ich selbst wieder fast schwach. 😬
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Ah, I see, hatte keine Meldung bzgl. Moderation bekommen und daher 2x abgeschickt. Jedenfalls: freu mich schon drauf. Ebenso auf die nächsten IDW/Splitter-Bände!
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Ich bin noch nicht einmal dazu gekommen, den ersten Band zu lesen. Wird Zeit!
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Im Trailer hat mich gerade dieser Zeichenstil erst einmal zurückschrecken lassen, weshalb ich den Film bisher auch noch nicht gesehen habe. Und mir auch noch nicht sicher bin, ob ich das überhaupt tun will…
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Ich war mir auch nicht sicher, ob ich den Stil über Spielfilmlänge durchhalte. Aber hat letztendlich wunderbar gepasst und war auch nicht halb so anstrengend, wie ich vermutet hatte.
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Sehe ich so wie bullion. Fand den Stil im Vergleich zu Spider-Verse zunächst auch etwas zu gewagt, hat im Film aber überhaupt nicht gestört.
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