The Lost City: Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2022)

Die erste Arbeitswoche ist geschafft. Nun ist endlich Wochenende. Nachmittags habe ich noch die weihnachtliche Außenbeleuchtung abgebaut und zum Abendessen eine Pizza bestellt. Danach hat es uns aufs Sofa gezogen. Um einen Film zu wählen, der allen gefallen könnte, habe ich „The Lost City: Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ gestartet. Ob die romantische Abenteuerkomödie bei uns zünden konnte? 👑

The Lost City: Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2022) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

The Lost City: Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2022) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Ein 08/15-Remake von „Romancing the Stone“

Es ist schon verblüffend, wie sehr die Prämisse von „The Lost City“ der des 1984er Abenteuerklassikers „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ gleicht: Ein Autorin von Liebesschnulzen wird entführt und in ein tatsächliches Abenteuer gestürzt. Dabei muss sie sich mit einem unerwarteten Begleiter zusammenraufen und am Ende steht natürlich die große Romanze. Für mich schreit alles nach Remake, doch ein solches ist „The Lost City“ offiziell nicht. Schade eigentlich, denn dann wäre die Erklärung, warum das alles so uninspiriert und nach Schema F abläuft, einleuchtender gewesen. Auch wenn Sandra Bullock und Channing Tatum durchaus miteinander harmonieren, so bleibt das Abenteuer doch so seicht und ohne Höhepunkte, dass es fast schon traurig ist. Gerade im Vergleich zum Klassiker mit Kathleen Turner und Michael Douglas, der mit „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“ sogar eine Fortsetzung erhielt.

Die einzigen Highlight der sonst so vor sich hinplätschernden Abenteuergeschichte, waren für mich Daniel Radcliffe als charismatischer Bösewicht und Brad Pitt als als comichafter Actionheld. Gegen beide Charaktere bleiben alle anderen blass und vermutlich hätte man sowohl die beiden Hauptfiguren als auch die Geschichte auf elf drehen müssen, um Eindruck zu hinterlassen. Was hätte alles im Dschungel passieren können? Ich erwarte ja kein zweites „Jumanji: Welcome to the Jungle“, doch ein paar Tiere wären schon nett gewesen. Somit bleibt am Ende nur eine leidlich unterhaltsame Geschichte, die allerdings schon einmal besser erzählt wurde, ohne Höhepunkte.

Fazit

„The Lost City: Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ ist nette Unterhaltung. Die Zeit vergeht und ich konnte ein paar Mal schmunzeln. Am Ende bleibt leider nur Durchschnitt und ich bin sicher, den Film bald schon vergessen zu haben. Dann lieber noch einmal zurück in die 1980er und die deutlich inspiriertere Version der Geschichte erleben: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

17 Gedanken zu “The Lost City: Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2022)

  1. Fand den auch ganz nett, vielleicht sogar auch „ganz gut“ – ich meine, ich hätte ihm ein oder zwei Punkte mehr gegeben, weil er eigentlich nicht viel falsch macht. Die Referenz hatte ich tatsächlich nicht im Kopf, aber das ist auch schon ewig her, dass ich den grünen Diamanten gesehen hatte.

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  2. Ich weiß genau, dass ich den Film gesehen habe. An sonderlich viel erinnern kann ich mich aber nicht. Brad Pitt war dabei und die Figur der Managerin/Assistentin von Frau Bullock ging mir unheimlich auf die Nerven. Klassischer Teflon-Film, es bleibt nichts haften.

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  3. Ich habe den Film nicht gesehen und werde es vsl. auch nicht, obgleich Daniel Radcliffe als Bösewicht interessant klingt. Sandra Bullock halte ich persönlich für hemmungslos überbewertet.
    Deine 6-Punkte-Bewertung klingt eher nach 4. 😉

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    • Ich habe es schon weiter oben kommentiert: Mit etwas Abstand betrachtet, wären es vermutlich auch nur 5 Punkte geworden. Aber ist letztendlich ja auch egal. Ich fand den Film letztendlich unterhaltsam genug, so dass er sich im Mittelfeld einpendelt. Die Kids hatten zudem Spaß und das ist die Hauptsache. Sandra Bullock sehe ich teils ganz gerne (in „Gravity“ fand ich sie z.B. wirklich stark), doch warum sie hier mit 59 Jahren zurechtgemacht werden muss wie eine Dreißigjährige? Das erschließt sich mir einfach nicht.

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      • In „Gravity“ fand ich sie auch stark.
        Das ist immer noch ein Problem für Schauspielerinnen in Hollywood und anderso, sie müssen auch über 50 oder älter noch jung und fit wirken.

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      • Verstehe ich auch nicht. Ist ja okay, wenn sie eine ältere Rolle spielt. Dann darf und sollte sie ja auch älter wirken. Aber warum operieren und künstlich auf jung trimmen? Dann kann man doch gleich jemand jüngeren besetzen.

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      • Besonders schlimm finde ich auch, wenn die Schönheits-OPs zur Folge haben, dass dann überhaupt keine Mimik übrigbleibt, wie zuletzt bei Gates McFadden als Dr. Crusher in Staffel 3 von „Star Trek: Picard“.

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      • Die Fälle gibt es leider immer wieder. Ein deutliches Zeichen, dass die Branche in der Hinsicht noch viel zu lernen hat. Müsste mehr gut geschriebene Rollen für ältere Schauspielerinnen geben. Gibt ja auch genügend gute jüngere Kolleginnen, das würde auch den Nachwuchs fördern. Schade, dass das heute immer noch so ist.

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