Krabat (2008) (WS1)

Nach einer ziemlich anstrengenden und recht deprimierenden Woche, hängt mir die Booster-Impfung immer noch in den Knochen. Ich habe mich somit sehr auf einen entspannten Freitagsfilmabend gefreut. Leider hatte der Zwergofant diese Woche Fernsehverbot, so dass die Wahl mit „Krabat“ auf einen etwas erwachseneren Film gefallen ist. Das Zappelinchen war gespannt und ich auch… 🧙‍♂️💀

Krabat (2008) | © 20th Century Fox

Krabat (2008) | © 20th Century Fox

Ein düsteres Coming-of-Age-Märchen

Ich habe „Krabat“ zuletzt 2008 im Kino gesehen. Damals konnte mich die Verfilmung eines meiner liebsten Jugendbücher durchaus überzeugen. Dennoch war es nur ein guter Film, dem gegenüber ein herausragendes Buch steht. Auch heute mochte ich die Ausstattung, die Kostüme und die generelle Atmosphäre sehr. Gerade das winterliche Setting hatte es mir angetan. Die meisten Schauspieler*innen können ebenfalls überzeugen, doch wirkte die Montage auf mich teils zu gewollt und auf Hollywood getrimmt. Hinzu kommt, dass der Film viel ausformuliert, was im Buch, so zumindest meine Erinnerung, nur angedeutet wird.

Das Zappelinchen war sehr im Film drin. Gerade Elemente, wie explizit gezeigte und blutige Leichen waren schon viel für sie. Doch sie hat es gut weggesteckt und war von der Geschichte gefangen. Zuträglich war vermutlich, dass sie in der Schule bereits eine der intensivsten Szenen in Textform analysiert hatten. Ich bin mir sicher, dass für sie viele Filme mit FSK-12-Freigabe nun möglich wären. Aber ich freue mich auch, wenn demnächst der Zwergofant wieder mit dabei ist.

Fazit

Ich habe die Zeit mit „Krabat“ erneut genossen und hätte nun Lust, einmal wieder das Buch zu lesen. Das Zappelinchen war sehr angetan und ich freue mich jetzt schon darauf, wenn beide Kinder alt genug sind, um den Filmabend auf den nächsten Level zu bringen. Bis dahin genieße ich auch noch die jugendfreien Filme. Diese Zeit geht ohnehin viel zu schnell vorbei: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte.)

13 Gedanken zu “Krabat (2008) (WS1)

  1. Pingback: Krabat (2008) | moviescape.blog

  2. Ich habe auch ein sehr inniges Verhältnis zu Otfried Preußlers Roman, dementsprechend stehe ich der Verfilmung noch einmal deutlich kritischer gegenüber, weil sie es in meinen Augen nicht schafft, einige der essentiellen Kerninhalte des Romans zu transportieren und den Fokus zu sehr verschiebt. Atmosphäre und Ausstattung habe ich aber auch sehr genossen, die Actionszene mit Shaky Cam hingegen war völlig fehl am platz.
    Falls es mit dem Lesen von „Krabat“ in nächster Zeit nicht klappen sollte, können vielleicht meine beiden Artikel Abhilfe schaffen 😉
    https://hemator.wordpress.com/2020/10/12/art-of-adaptation-krabat-teil-1/
    https://hemator.wordpress.com/2020/11/21/art-of-adaptation-krabat-teil-ii/

    Gefällt 1 Person

    • Ich mag den Roman auch sehr und kann deine Kritikpunkte somit gut nachvollziehen. Gerade die fehlplatzierte (und schlecht inszenierte) Action ist mir aufgestoßen sowie der schreckliche Look des Teufels. Dabei wäre es so einfach gewesen, diesen gar nicht zu zeigen. Dennoch mag ich viele Elemente des Films, wenngleich ich mir gestern auch wieder gedacht habe, dass eine Miniserie mit ca. 6 Episoden vermutlich perfekt wäre, um die Geschichte originalgetreu einzufangen.

      Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Media Monday #546 | moviescape.blog

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