Halloween (2018)

Welchen besseren Film kann es für Halloween geben, als die 2018er Fortsetzung von John Carpenters Original, welche ebenfalls den Titel „Halloween“ trägt? Richtig, natürlich John Carpenters Original. Aber ich greife voraus. Nachdem die Kids aus der Nachbarschaft bei uns ein paar Süßigkeiten abgegriffen haben, bin ich also nach Haddonfield zurückgekehrt…  🎃🔪

Halloween (2018) | © Universal Pictures Germany GmbH

Halloween (2018) | © Universal Pictures Germany GmbH

Eine unausgegorene Rückkehr Michael Myers

Meine letzte Begegnung mit „Halloween“ liegt bereits ein paar Jahre zurück: 2012 habe ich mir das Remake von Rob Zombie zu Gemüte geführt und fand es ziemlich schrecklich. Das Original habe ich bestimmt schon seit knapp 20 Jahren nicht mehr gesehen. Davor war es aber ein stets gerne gesehener Gast auf Videoabenden, gerade eben an Halloween. Ich mochte den Film schon immer, gerade weil er nicht auf Gore setzt, sondern sehr minimalistisch daherkommt und Michael Myers einfach eine ikonische Figur ist. An dieser Stelle möchte ich die zugehörige Episode aus der Netflix-Doku „The Movies That Made Us“ empfehlen. Nun also hat David Gordon Green eine weitere Fortsetzung mit neuer Zeitlinie ins Leben gerufen. Ich erinnere mich noch an „Halloween H20“, der 20 Jahre zuvor etwas Ähnliches versucht hat (und damals übrigens meine allererste DVD war). Auch in diesem Sequel kehrte Jamie Lee Curtis als Laurie Strode zurück, was ich immer recht gerne mochte. Die anderen Fortsetzungen waren für mich stets vernachlässigbar.

Doch zurück zum 2018er Film: Ich mochte den Score und den Look des Films sehr gerne. Nicht so übertrieben abgefuckt wie in Rob Zombies Version und doch schön intensiv. Hinzu kommt, dass das Ensemble zwar nicht sonderlich helle agiert, aber immerhin durchaus sympathisch ist. Zumindest größtenteils. Davon abgesehen ist das Drehbuch leider ziemlich schwach und die Figuren stolpern mehr schlecht als recht durch die dünne Geschichte. Manche Szenen haben auf mich auch unfreiwillig komisch gewirkt, was dem Spannungspotenzial wirklich geschadet hat. Eigentlich bin ich ein ziemlicher Angsthase, wenn es um Horrorfilme geht, doch hier habe ich mich weder erschreckt, an den Nägeln gekaut, noch gegruselt. Was David Gordon Green dabei geritten hat, Michael Myers zunächst ausführlich ohne Maske einzuführen, werde ich auch nie verstehen. Damit entmystifiziert er die Figur komplett und die Wirkung war für mich danach nicht mehr dieselbe.

Fazit

Ich hatte durchaus Spaß mit dem 2018er „Halloween“. Gerade die Halloween-Atmosphäre in Haddonfield hat es mir angetan. Auch Michael Myers in vollem Kostüm wiederzusehen, war mir eine schaurige Freude. Davon abgesehen bleibt leider nicht viel übrig. Insgesamt doch eine kleine Enttäuschung (auch wenn ich nicht viel erwartet hatte): 5/10 Punkte.

Ein Gedanke zu “Halloween (2018)

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