Sons of Anarchy – Season 2

War ich bei während meines ersten Besuchs in Charming noch mit genereller Orientierung und dem Kennenlernen der unterschiedlichen Fraktionen beschäftigt, fühlte ich mich in „Sons of Anarchy – Season 2“ schon komplett zu Hause in dieser Serienwelt. Vermutlich hat mich so manche Entwicklung in der Handlung auch deshalb so mitgenommen, was ja ein durchaus positives Zeichen für die Serie ist…

Sons of Anarchy – Season 2 | © Twentieth Century Fox

Sons of Anarchy – Season 2 | © Twentieth Century Fox

Interne Machtkämpfe zerfressen SAMCRO

Die dramatischen Ereignisse am Ende der ersten Staffel beeinflussen den Verlauf des zweiten Jahres und sorgen für beständige Konflikte zwischen Jax und Clay. Hinzu kommt eine neue Bedrohung für den Motorradclub, die sich zusätzlich zum ATF in Charming niederlässt. Schon während der ersten Episode wird es sehr persönlich und unangenehm, was den weiteren Verlauf der Handlung diktiert. Die Ereignisse spitzen sich unweigerlich zu und ich war fast schon überrascht, dass die Konflikte bereits in der elften Episode „Service“ offen angesprochen und gelöst wurden. Die beiden finalen Folgen setzen dann ganz auf die wiedervereinte Kraft von SAMCRO und den Kampf an unzähligen Fronten. Natürlich geht dabei einiges schief und es kommt aufgrund von Charakterschwäche und Missverständnissen zu schmerzhaften Verlusten eigentlich unbeteiligter Personen.

Neben der beständig voranpeitschenden Handlung (es ist wirklich bemerkenswert, wie dicht die Serie erzählt ist), bleibt dennoch genügend Raum für Charakterentwicklung und stille Momente. Etliche Nebenfiguren bekommen mehr Tiefe und die Spannung zwischen Clay und Jax bildet einen wunderbaren Hintergrund, vor dem speziell Gemma zu glänzen weiß. Eine großartige Leistung von Katey Sagal, gerade wenn man ihre klischeehafte Rolle in „Eine schrecklich nette Familie“ im Hinterkopf hat. Sie ist für mich der Star dieser Staffel. Auch für sie hält das Finale aufgrund eines unglücklichen Zufalls so einige Herausforderungen bereit. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie die Autoren in Zukunft mit ihr und dieser Situation umgehen werden.

Fazit

Hatte mir bereits die erste Staffel sehr gut gefallen, geht „Sons of Anarchy“ im zweiten Jahr noch ein paar Schritte weiter: Die Handlung wird dramatischer und die Konflikte innerhalb von SAMCRO spitzen sich zu. Familie und Zusammenhalt bleiben auch weiterhin die bestimmenden Motive und es ist diese Mischung, welche die Serie so besonders macht. Ich blicke jetzt schon voll banger Hoffnung auf die nächsten Staffeln und bin mir sicher, dass auch sie eine emotionale Tour-de-Force für mich bereithalten werden: 9/10 (8.8) Punkte.

33 Gedanken zu “Sons of Anarchy – Season 2

  1. Toll, dass dir auch Staffel 2 gefallen hat! 🙂 Ich musste gerade nochmal nachschauen, was ich letztes Jahr dazu geschrieben hatte, aber genauso wie du habe ich die zweite Staffel ebenfalls als Steigerung der ersten empfunden. Eben weil man sich schon in dem Milieu eingefunden hat, erlebt man die Geschichte viel emotionaler mit. Ich bin schon sehr gespannt, was du zu Staffel 3 sagen wirst. Die fällt etwas aus dem Rahmen, finde ich ja…

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      • Ach, eine Folge pro Tag geht immer. 🙂 Ich habe jetzt übrigens noch eine andere Bloggerin dazu gebracht, sich SoA anzuschauen und sie ist ebenfalls begeistert. Vielleicht schaffe ich es doch noch, das ganze Internet zu seinem Glück zu zwingen! 😀

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      • Juhu! Wen denn? Dann gibt es ja bald noch mehr Rezensionen zur Serie zu lesen. Klasse!

        An dieser Stelle möchte ich aber noch festhalten, dass ich die Serie ja schon vieeeel länger auf dem Schirm hatte und du „nur“ den Zeitpunkt der Sichtung, ähm, minimal beeinflusst hast… 😀

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      • Ob es Rezensionen geben wird, weiß ich leider nicht, denn Blaupause https://blaupause7.wordpress.com/ hat auf ihrem Blog eher einen anderen Fokus. Aber sie wollte mir zumindest berichten, wie ihr die Serie weiterhin gefällt. Die ersten drei Folgen fand sie großartig und war ziemlich geflasht! 🙂

        Ich weiß doch, dass du die Serie schon früher auf dem Schirm hattest. Ich bilde mir nur ein, dass du deine Sichtung meinetwegen von 2023 auf 2018 vorverlegt hast… 😀

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      • Hmm, ja. Boardwalk Empire auf jeden Fall. Außerdem noch The Shield und The West Wing, soweit ich weiß. 😀 Da bringt dir deine Hartnäckigkeit leider aber auch nichts, da das alles Serien sind, die ich käuflich erwerben müsste. Und das ist aktuell kein Thema. 😉

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      • Sorry, aber das Argument zieht nicht. Es gibt inzwischen auch etliche Serien, die nur im Stream verfügbar sind. Wer ausschließlich auf DVDs/Blu-Rays setzt, ist genauso abhängig von den großen und kleinen Vermarktungsgesellschaften wie jemand, der nur streamt.

        (Wir werden uns nie einig werden bei diesem Thema, aber schön, dass wir es immer wieder versuchen! ;-))

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      • Das kann dir natürlich passieren, wobei ich aber behaupten würde, dass Netflix und Amazon eher selten ihre Eigenproduktionen aus dem Programm nehmen. Das wäre ja extrem dumm. Kann mir kaum vorstellen, dass sowas wie House of Cards, Jessica Jones oder Orange is the new Black irgendwann offline gehen.
        Welche Serie und welcher Anbieter waren es nochmal, die dir Streaming auf immer und ewig verdorben haben? 😉

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      • Sicher ist es unwahrscheinlich, doch ist es nicht ausgeschlossen. Oder Netflix fällt plötzlich ein, dass sie nicht mehr mit der politischen Ausrichtung einher gehen und ändern im Nachhinein den Inhalt oder oder oder. Schon alleine deshalb finde ich es extrem schade, dass ihre Serien nicht mehr auf anderen Wegen veröffentlicht wert. Mir ist das bisher zweimal bei Amazon Prime mit den Serien „Castle“ und „Black-ish“ passiert. Sehr ärgerlich.

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      • Klar ist das ärgerlich, aber deswegen gleich ganz auf Streaming zu verzichten ist schon eine krasse Maßnahme. Irgendwie auch faszinierend, dass du dieses Problem schon zwei Mal hattest – und ich in über drei Jahren Streaming noch nie. Dabei schaue ich eigentlich auch nur eingekaufte Serien und kaum Original-Netflixcontent.

        Dass sie auf die DVD-Veröffentlichungen verzichten, ist – für mich zumindest – nachvollziehbar. Das Geschäftsmodell basiert eben auf der Abo-Funktion und warum sollten sie sich dieses durch DVDs sabotieren? Ich bin tatsächlich sehr gespannt, wie lange sich physische Medien noch halten werden. Es wird immer Sammler geben, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es in fünf Jahren z. B. noch CDs gibt. DVDs vielleicht noch, aber auch nicht mehr im heutigen Umfang.

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      • Ich verzichte ja nicht komplett auf Streaming. So habe ich z.B. „This Is Us“ auch im Stream gesehen. Nur auf Netflix verzichte ich noch, da ich eh noch einen zu großen Backlog an Serien habe.

        Was das Abo-Modell usw. angeht, kann ich Netflix natürlich gut verstehen. Ich arbeite ja selbst in einem Tech-Unternehmen, das sich Gedanken um Abo-Modell usw. machen muss. Dennoch finde ich es nach wie vor gefährlich Film- oder Serien-Content komplett flexibel aus der Cloud zu konsumieren, da man nie weiß, welche Fassung man gerade zu sehen bekommt, wie die technischen Rahmendaten sind usw. Das mag dem egal sein, der Streaming als Ersatz für TV sieht, doch Filmliebhaber werden das anders sehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich da alleine bin.

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