The O.C. – Season 3

Nachdem ich die ersten beiden Staffeln der Serie innerhalb kürzester Zeit gesehen habe, zog sich die Sichtung von „The O.C. – Season 3“ im direkten Vergleich doch ein wenig hin. Ich kann gleich verraten, dass dies leider auch an der fallenden Qualität der Serie liegt, doch insgesamt hatte ich auch weiterhin viel Spaß mit den Problemen der Reichen und Schönen aus Orange County. Spoiler sind zu erwarten.

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Bereits mit dem Ende der zweiten Staffel hat sich „The O.C.“ in eine Richtung entwickelt, die mir nicht sonderlich gut gefallen hat: Die Serie wurde übertrieben dramatisch und hat unsere Hauptfiguren in abstruse Situationen gebracht und so agieren lassen, wie man es ihnen zuvor nicht zugetraut hätte. Leider entwickelt sich auch die dritte Staffel in diese Richtung weiter und speziell die Handlungsstränge der Eltern waren mir häufig zu übertrieben dramatisch. Bisher waren Kirsten und Sandy Cohen die moralischen Stützpfeiler und nun plötzlich Alkoholismus und schmierige Geschäfte. Das hat für mich nicht gepasst und der Serie doch einiges an Attraktivität genommen. Wie sieht es bei den Teenagern aus?

Mit Johnny Harper gibt es einen Neuzugang zur Gang, der sich schnell zur tragischsten Figur der Serie entwickelt. Bevor er auf Marissa, Ryan und Co. gestoßen ist, hatte er eine große Sportkarriere vor sich und schien mir ein ganz glücklicher Typ zu sein. Innerhalb nur weniger Episoden sorgen Johnnys neue Bekanntschaften dafür, dass er schwer verletzt wird, seine Sportkarriere aufgeben muss, in Depressionen verfällt und letztendlich tödlich verunglückt. Neben diesem dramatischen Höhepunkt gibt es wieder allerlei Beziehungsdrama zwischen Ryan und Marissa sowie Summer und Seth, was auf Dauer auch ein wenig anstrengend wird, aber zumindest größtenteils unterhaltsam bleibt. Auch die restlichen positiven Aspekte (Auftritte von bekannten Indie-Bands oder Seths Wortwitz) werden leider ziemlich heruntergefahren. Die Serie hat ihren Zenit inzwischen auf jeden Fall überschritten.

Das Finale der Staffel stellt für mich dann leider noch einmal einen Tiefpunkt dar, entledigt man sich darin doch eines Charakters in bester Soap-Opera-Manier bzw. so wie ich mir das eben vorstellte. Jeglicher Aufbau zuvor fällt in sich zusammen, was besonders tragisch ist, hätte es davor doch bereits eine gute Möglichkeit gegeben die Figur aus der Serie zu schreiben, ohne abermals einen überdramatischen Todesfall zu inszenieren. Wirklich sehr extrem schade, dass die Autoren hier den billigsten und effekthascherischsten Ausweg genommen haben.

Insgesamt hatte ich wieder viel Spaß mit meinem inzwischen schon dritten Jahr in Newport Beach. Leider hat sich die Serie in dessen Verlauf immer stärker in Richtung Soap Opera entwickelt, einem Format, das sie während ihrer ersten Staffel noch aufs Korn genommen hat. Ich bin inzwischen tatsächlich froh, dass ich nun nur noch 16 Episoden vor mir habe, denn meine Hoffnungen für diese sind leider eher gering. Gespannt bin ich dennoch, wie die Autoren mit der veränderten Situation umgehen werden und wie sich unsere Gruppe sortiert: 7/10 (6.9) Punkte.

17 Gedanken zu “The O.C. – Season 3

  1. Ich bin auch gespannt, wie dir die finale Staffel munden wird, denn die hat mir auch wieder mehr zugesagt als diese doofe dritte Staffel, die ich damals ähnlich erlebt habe wie du, vermutlich aber sogar noch etwas schlechter bewertet hätte. Und Johnny hat mich vom ersten Moment an genervt…

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    • Ja, es gab viele nervige Momente, insgesamt hatte ich aber dennoch meinen Spaß damit. Bei Johnny fand ich eher die Umstände doof. Keine gute Storyline. Die vierte Staffel wirkt zumindest zu Beginn wieder gelungener.

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  2. Glaube der Tenor ist einhellig, dass das 3. Jahr das schwächste ist. Die Johnny-Figur fand ich total uninteressant und Cam Gigandet kann ich generell nicht ab. Der Alkoholismus von Kristen und das Ehe-Drama trugen ihren Teil dazu bei.

    Wie die Vorredner jedoch bereits erwähnten ist die vierte Staffel wieder ziemlich gut, was sich vor allem Autumn Reeser verdankt. Da wirkt sogar Chris Pratt in seiner frühen Rollen erträglich (auch wenn der Summer-Campus-Nebenplot öde wie sonst was war).

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    • Ja, da kann ich dir in allem nur beipflichten, gerade auch was die forciert wirkenden Probleme der Cohens angeht. Die vierte Staffel macht mir bisher wieder viel Spaß und ich bin guter Dinge, dass dies so bleiben wird… ☺

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