Underworld: Aufstand der Lykaner – OT: Underworld: Rise of the Lycans (2009)

Zum Wochenendauftakt habe ich mir Patrick Tatopoulos „Underworld: Aufstand der Lykaner“ angesehen. Da ich die ersten beiden Teile recht gerne mag, waren die Erwartungen durchaus hoch. Leider jedoch konnte der jüngste Spross dieses Franchise sie nicht auch nur annähernd erfüllen.

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Bereits im Vorgänger „Underworld: Evolution“ gab es einige Szenen zu sehen, die in der Vergangenheit spielten. Diese machten wirklich enorm viel Spaß und zählen für mich zu den stärksten des gesamten Films. Insofern dachte ich, dass beim Prequel – welches die komplette Vorgeschichte erzählt – ja eigentlich nichts schief gehen kann. Falsch gedacht.

Zunächst einmal bekommt man rein gar nichts Neues präsentiert. Es wird hier nur die Vorgeschichte, welche bereits im ersten Teil innerhalb eines fünfminütigen Flashbacks erzählt wird, auf ca. 80 Minuten ausgebreitet. Für den Zuschauer gibt es somit keinerlei Überraschungen und trotz der relativ kurzen Laufzeit habe viel zu oft auf die Uhr schauen müssen. Wirklich kein gutes Zeichen.

Was dem Film an erzählerischer Finesse mangelt, kann leider auch die Inszenierung nicht wett machen. Die Düsteroptik mag anfangs noch überzeugen, doch irgendwann verliert sich die gesamte Welt nur noch in blauschwarzem Einerlei. Die Kämpfe sind zudem hektisch geschnitten und lassen jegleiches Gespür für eine effektive Montage vermissen.

Auf Seite der Schauspieler weiß allein Michael Sheen als Lucian zu überzeugen. Rhona Mitra ist nur ein schwacher Ersatz für Kate Beckinsale und Bill Nighy, den ich sonst sehr gerne sehe, verliert sich völlig in einem schrecklicken Anfall von Overacting. Regisseur Patrick Tatopoulos hätte wahrlich beim Kreaturendesign bleiben sollen.

Eine nette, jedoch leider gänzlich unepische Atmosphäre sowie einige visuell starke Szenen können den Film dann leider auch nicht vor der völligen Bedeutungslosigkeit retten. Selbst für Fans nur mit äußerster Vorsicht zu genießen: 3/10 Punkte.

7 Gedanken zu “Underworld: Aufstand der Lykaner – OT: Underworld: Rise of the Lycans (2009)

  1. Ganz sooo schlecht habe ich ihn ja nicht gesehen (wir erinnern uns – 6/10), denn einigermaßen unterhalten konnte mich der Film. Aber deine Kritikpunkte sind durchaus nachvollziehbar!

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  2. Nee, für mich war das absolut nix. War vielleicht auch nicht in der richtigen Stimmung für den Film. Aber so oder so wäre nicht mehr als ein unterdurchschittliches Filmerlebnis dabei rausgesprungen. Dann lieber noch einmal der erste Teil.

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  3. Auch ich würde den Film punktemäßig nicht ganz so harsch bewerten, aber ansonsten steckt in deiner Besprechung sehr viel Wahrheit drin. Wirklich widersprechen will ich eigentlich nur in der Sache Nighy, der mir gut gefallen hat. Ansonsten aber versagt der Film in vielerlei Hinsicht. Am bedauerlichsten ist dabei wirklich das sich Patrick Tatopoulos nicht traut in Sachen Inszenierung mal ordentlich auf den Putz zu hauen. Das geht ja schon beim Score los: Bei all dem epischen Potential das in der Story steckt hätte man doch wirklich mal das volle Orchester bemühen können. 🙂

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  4. Ich empfand den Film nicht grad so schlecht, aber mehr als 5/10 Punkten würde ich auch nicht geben. Hatte aber von Anfang an nichts Weltbewegendes erwartet.

    Aber trotzdem schade, das Material hätte durchaus Potential gehabt.

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  5. @C.H.: Das ist genau der Punkt. Tatopoulos hat das epische Potential dieser Romeo und Julia Variante in keinster Weise genutzt. Auch die Begrenzung auf nur eine Location hat der Geschichte, welche ja bekanntermaßen weitreichende Konsequenzen nach sich zieht, wirklich geschadet. Von der nur durchschnittlichen audiovisuellen Umsetzung einmal ganz zu schweigen.

    @DarKesT: Wenn man sich nicht zu viel erwartet, kann man den Film bestimmt als gelungener wahrnehmen, als ich dies getan habe. So aber bleibt für mich nur ein aufgeblasener Flashback, dessen Wirkung mal eben nur verpufft.

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