TRON (1982) (WS1)

Heute Abend war das Zappelinchen bei einer Freundin auf einem Geburtstag und Frau bullion auf einem Konzert, sprich der Zwergofant und ich hatten einmal wieder einen Jungsabend. Bei der Wahl des Films haben wir uns schwer getan und letztendlich ist der Sci-Fi-Klassiker „TRON“ im Player gelandet. Ein Film, von dem ich dem Junior schon häufig erzählt hatte. Wie er uns gefallen hat, lest ihr hier… 💻

TRON (1982) | © Walt Disney

TRON (1982) | © Walt Disney

Auch heute noch technisch extrem beeindruckend

„TRON“ ist einer der wenigen Filme, die ich bewusst mit meinem Vater gesehen habe. Es war in seinem Büro im Keller, in das er sich immer zum Arbeiten zurückgezogen hat, obwohl er schon längst in Rente war. Auf einem winzigen 4:3-Röhrenfernseher mit vielleicht 38 cm Bildschirmdiagonale. Damals kann ich nicht älter als 10 Jahre gewesen sein. Auch habe ich nicht den gesamten Film gesehen. Dennoch sind die Erinnerungen immer noch sehr präsent. Eben weil es einer der seltenen gemeinsamen Momente war und wir beide über die beeindruckende Technik des Film staunten. Seitdem habe ich „TRON“ noch ein paar Mal erneut gesehen. Zuletzt vor 15 Jahren. Die Fortsetzung „TRON: Legacy“ folgte dann zwei Jahre später.

Wie in meiner damaligen Besprechung geschrieben, sticht „TRON“ vor allem durch seine technischen Aspekte heraus. Damit meine ich nicht nur diesen ersten großen Einsatz von CGI in einem Feature-Film (über 20 Minuten!), sondern auch die damals noch theoretischen IT-Konzepte, die heute alltäglich wirken. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht mehr so aussieht, doch „TRON“ war in vielerlei Hinsicht visionär. Das rechne ich dem Film und vor allem Steven Lisberger bis heute hoch an. Auch Disney hat damals Mut bewiesen und das nicht zu knapp. Das kann man sich heute kaum noch vorstellen. Auch wenn die eigentliche Geschichte doch recht generisch ist und der Look in vielerlei Hinsicht angestaubt wirkt, so kann ich nur plädieren: Schaut hinter die Oberfläche und lasst die Designsprache auf euch wirken. Es steckt mehr in „TRON“ als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Fazit

Auch wenn ich meine Begeisterung für „TRON“ nicht komplett weitergeben konnte, so hatte der Zwergofant auch viel Spaß mit dem Film. Er fand den Look auch nicht so angestaubt, wie ich befürchtet hatte. Nach seiner Reaktion auf den Trailer von „TRON: Legacy“ zu urteilen, dürfte dieser ihm noch einmal besser gefallen. Auch ich freue mich auf die Sichtung der Fortsetzung. Nach wie vor fantastische Unterhaltung: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: war auf einem Teenie-Geburtstag; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH – OT: The Secret of NIMH (1982)

Eine recht anstrengende Woche geht zu Ende. Sie war nicht so katastrophal wie die Vorwoche, doch meine Energie ist ziemlich aufgebraucht. Da das Zappelinchen heute beim Solo-Casting für den kommenden Chorauftritt war, habe ich mit „Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH“ einen Film gewählt, der sie ohnehin nicht interessiert hätte. Was der Zwergofant und ich zu dem Animationsfilm sagen, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🐭

Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH (1982) | © PLAION PICTURES

Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH (1982) | © PLAION PICTURES

Ein mutiger und erwachsener Animationsfilm

Ich mag die Animationsfilme von Don Bluth. Allen voran natürlich „In einem Land vor unserer Zeit“ (in dieser Besprechung habe ich auch eine interessante Dokumentation über das Animationsstudio eingebettet), doch auch „Titan A.E.“ ist einer meiner persönlichen Klassiker. Ob ich „Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH“ schon einmal gesehen habe, kann ich gar nicht so genau sagen. Nach der heutigen Sichtung würde ich fast von nein ausgehen, doch manche Szenen kamen mir durchaus bekannt vor. So oder so ist der Film sehr bemerkenswert. Es war der erste Langfilm des Studios und bietet einerseits extrem hohe Animationsqualität, die Disney in nichts nachsteht, ist dabei aber extrem düster und schreckt auch vor grafischer Gewalt nicht zurück.

Diese Mischung aus süßen Charakteren (natürlich Mäuse) und teils alptraumhaften Schauplätzen sowie existenziellen Ängsten ist ungewöhnlich. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Publikum davon doch sehr irritiert war und der große Erfolg ausblieb. Aufgrund seines geringen Budgets hat der Film die Produktionskosten dennoch mehr als eingespielt. Ich finde den Ansatz sehr faszinierend und habe die Herangehensweise von Don Bluth wirklich genossen. Einzig so manche Feinheiten in der Geschichte (eher realistischer Setting mit ungewöhnlichen Fantasy-Elementen) hätten besser erklärt werden müssen. Davon abgesehen ist der Film sehr rund und gerade visuell wirklich beeindruckend. Hut ab dafür, solch ein Werk für nicht einmal sieben Millionen Dollar Budget umzusetzen.

Fazit

Ich kann jede:r Animationsfilmfreund:in nur empfehlen, sich einmal „Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH“ zu widmen. Schon alleine aus filmhistorischer Sicht. Doch auch als Werk an sich macht die Geschichte rund um Mrs. Brisby viel Spaß und ist moderner als viele heutige Animationsfilme. Dicke Empfehlung: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: war beim Solo-Casting für den Chorauftritt; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

The First Avenger: Civil War – OT: Captain America: Civil War (2016) (WS1)

Der Countdown läuft. Der Urlaub nähert sich dem Ende und ich spüre schon wieder den Stress in mir aufwallen. Hinzu kommt, dass Frau bullion immer noch mit den Nachwirkungen ihrer Operation zu kämpfen hat und alles ab nächster Woche nicht einfacher wird. In bester Eskapismus-Tradition habe ich mich deshalb mit „The First Avenger: Civil War“ zurück ins MCU begeben. 🆚

The First Avenger: Civil War (2016) | © Walt Disney

The First Avenger: Civil War (2016) | © Walt Disney

Mehr „Avengers: Civil War“ als ein alles andere

Ich hatte mich richtig auf die Sichtung gefreut, denn schon beim ersten Mal hatte mir „The First Avenger: Civil War“ ausgezeichnet gefallen. Ich fand ihn nicht nur besser als seinen direkten Vorgänger, sondern auch gelungener als den vorhergehenden letzten  offiziellen „Avengers“-Film. Zu beiden Einschätzungen stehe ich auch noch heute. Die Rahmenhandlung rund um den Konflikt zwischen Iron Man und Captain America finde ich nach wie vor sehr gelungen. Die zentrale Schlacht am Leipziger Flughafen ist einfach nur bombastisch. Das Seitenverhältnis zieht hier von Cinemascope auf 1,85:1 auf, was den Kampf noch einmal immersiver wirken lässt. Ich habe wirklich jede Sekunde davon genossen.

Alles andere darum herum, inklusive Daniel Brühls (seinen Rollennamen habe ich schon wieder vergessen) großer Plan, kommt dagegen nicht wirklich an. Die moralische Frage ist dagegen durchaus relevant und wird hier für einen Marvel-Film ausreichend aufgearbeitet. Beeindruckend ist, dass in „The First Avenger: Civil War“ nicht nur Spider-Man, sondern auch Black Panther ins MCU eingeführt werden. Das wird ganz gerne mal vergessen. Auch Ant-Man erhält den ersten Auftritt zusammen mit den Avengers. Es ist schon ziemlich verrückt, was alles in diesen einen Film gepackt wird. Das ist nicht alles komplett rund, aber doch eine Freude anzuschauen und funktioniert deutlich besser als es hätte dürfen.

Fazit

Auch heute hat mir „The First Avenger: Civil War“ ausgezeichnet gefallen. Wäre dies ein offizieller Avengers-Film gewesen, ich hätte das sofort akzeptiert. Von den Kindern war ausgerechnet das Zappelinchen extrem begeistert, obwohl es anfangs so gar keine Lust auf den Film hatte. Der Zwergofant hätte sich noch mehr Spider-Man gewünscht. Und ich? Ich war sehr zufrieden mit diesem Einstand in die dritte Phase des MCU: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

The Abyss – Special Edition (1989) (WS1)

Der Zwergofant hat mich heute beim Mittagessen nach dem Marianengraben gefragt und ob es dort bemannte Tauchmissionen gibt. Diesen Gesprächsimpuls habe ich zum Anlass genommen, endlich einmal wieder „The Abyss“ zu schauen. Natürlich in der  längeren Special Edition und in der brandneuen 4K-Fassung. Meine letzte Sichtung liegt 17 Jahre zurück und der Film ist bis vor einem Monat in keinem HD-Medium verfügbar gewesen. Ist die neue Fassung also die erhoffte Offenbarung? 🤿

The Abyss (1989) | © Walt Disney / LEONINE

The Abyss (1989) | © Walt Disney / LEONINE

Ein endlich wieder aufgetauchtes Meisterwerk

Ich habe es in meiner letzten Besprechung bereits kurz angerissen: Mit „The Abyss“ verbinde ich ein ganz besonderes Seherlebnis. Ich war schon vor Internet-Zeiten der informierte Film-Nerd im Freundeskreis. Größtenteils gespeist durch die Zeitschrift Cinema und diverse TV-Magazine. So bin irgendwann auch darauf gestoßen, dass James Camerons Film in der Special Edition im Fernsehen läuft. Meine restliche Familie war im Urlaub (ich muss also vermutlich um die 16 Jahre gewesen sein) und habe meine Freunde zum Filmabend eingeladen. Keine exzessive Partys mit Alkohol, sondern Filmabende mit Chips und Süßkram. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie „The Abyss“ im Freundeskreis so ankam und weiß nur noch dass er mich komplett  umgehauen hat. Auch wenn die Erinnerungen an den Abend verschwommen sind, so habe ich die Atmosphäre noch genau im Kopf. Als ich Filmsammler wurde, war die DVD der Special Edition samt der unfassbaren Extras (bis heute eine der besten Making-of-Dokumentationen überhaupt) einer meiner wichtigsten Anschaffungen. Seitdem sind nun gut und gerne zwei Jahrzehnte vergangen. Eine Blu-ray des Films ist nie erschienen und ich warte seit exakt 15 Jahren auf eine Veröffentlichung von „The Abyss“ in HD. Dieses Jahr war es endlich soweit.

Um kurz auf die Technik einzugehen: Ja, „The Abyss“ hat nie besser ausgesehen. Teils wirkt der Film als wäre er erst gestern gedreht worden. Die KI-Überarbeitung ist in manchen Szenen durchaus sichtbar, aber meist nicht störend. Kein Vergleich zur 4:3-Letterboxed-DVD und eine Empfehlung für jeden Fan des Films. Die deutsche Tonspur dagegen klingt durchaus älter, aber das macht auch den Charme des Films aus. Inhaltlich ist James Camerons Unterwasserabenteuer immer noch so packend wie bei meiner ersten Sichtung vor 27 Jahren. Natürlich würde man die Figuren heute anders schreiben und auch an manchen Effekten nagt der Zahn der Zeit. Insgesamt funktioniert „The Abyss“ inszenatorisch aber noch tadellos. Auch inhaltlich ist er relevanter denn je, obgleich die unfassbare Naivität, mit der Cameron die erfolgreiche Drohung der Unterwasser-Aliens inszeniert hat, fast schon süß ist. Seine antimilitärische Haltung verwundert zudem. Für mich ist diese Naivität aber eine Stärke des Films und einer der Gründe, warum er sich einen festen Platz in meinem filmischen Herzen sichern konnte. Speziell nun in der neuen Fassung:

Fazit

Das lange Warten auf die erneute Sichtung von „The Abyss“ hat sich definitiv gelohnt. Der Film sieht besser aus denn je und kann inhaltlich immer noch überzeugen. Meine Begeisterung ist nicht komplett auf die Kinder übergesprungen, doch das hatte ich auch nicht erwartet. Es ist eben doch eine sehr persönliche Geschichte mit mir und der Crew der Deep Core. Für mich immer noch ein Meisterwerk und ich freue mich bereits darauf, sowohl die alten als auch neuen Making-of-Dokus zu sehen: 10/10 Punkte.  (Zappelinchen, das leider die ersten 45 Minuten verpasst hat: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Ant-Man (2015) (WS1)

Ein anstrengender Tag geht zu Ende. Die zweite Urlaubswoche hatte ich mir wahrlich anders vorgestellt und doch bin ich wirklich froh, dass Frau bullion den Schritt gewagt hat uns sich langsam auf dem Weg der Besserung befindet. Nach der Vorfeiertagspizza  (ja, das ist ein Ding) haben wir uns vor dem Fernseher versammelt und mit „Ant-Man“ endlich einmal wieder einen Film zu viert geschaut. 🐜

Ant-Man (2015) | © Walt Disney

Ant-Man (2015) | © Walt Disney

Ein wunderbar spaßiges Abenteuer im MCU

Mir hat „Ant-Man“ bereits bei der ersten Sichtung sehr gut gefallen. Auch heute war das nicht anders. Dennoch hatte ich gerade in der ersten Hälfte so meine Anlaufschwierigkeiten mit dem Film. Warum auch immer. Mit zunehmender Laufzeit steigerte sich auch der Spaßfaktor und speziell der Endkampf im Kinderzimmer zählt für mich immer noch zu den Marvel-Highlights. Eben weil er so klein und persönlich ist. Wie gerne hätte ich hier die komplette Vision von Edgar Wright (bekannt für „Spaced“ oder „Shaun of the Dead“) gesehen, doch dazu ist es ja leider nicht gekommen. Doch auch unter Peyton Reeds Regie ist ein mehr als ordentlicher Film entstanden. Vor allem der Look in den Effektszenen ist besonders. Die perfekte Mischung aus „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ und dem typischen Marvel-Look.

Was die Schauspielleistungen angeht hat mir gerade das Zusammenspiel zwischen Paul Rudd, Michael Douglas und Evangeline Lilly ausgesprochen gut gefallen. Es ist eine Freude ihnen beim Spielen zuzusehen. Auch die Nebenfiguren werden von starken Schauspieler:innen verkörpert. Ganz egal ob Michael Peña, Judy Greer oder Bobby Cannavale. Hier werden schon alle Register gezogen. Auch das ist eben das MCU. Im großen Kontext der Infinity-Saga ist „Ant-Man“ eher eine kleine Origin-Story, doch es kommt immerhin zu einer Begegnung mit dem Falcon, welche in einem irrwitzigen Kampf gipfelt.

Marvel Cinematic Universe: Phase 2

Mit „Ant-Man“ ist nun erneut die zweite Phase des MCU abgeschlossen. Wie bereits nach der ersten Phase, gibt es hier mein Ranking der sechs Filme:

  1. „Guardians of the Galaxy“ (9/10 Punkte)
  2. „Ant-Man“ (8/10 Punkte)
  3. „Avengers: Age of Ultron“ (8/10 Punkte)
  4. „The Return of the First Avenger“ (8/10 Punkte)
  5. „Iron Man 3“ (8/10 Punkte)
  6. „Thor: The Dark Kingdom“ (7/10 Punkte)

Fazit

„Ant-Man“ war erneut ein großes Vergnügen für mich. Noch mehr hat der Film allerdings den Kids gefallen, die wirklich außerordentlich begeistert waren. Das freut mich deshalb besonders, weil das Zappelinchen nach den beiden Ausflügen zu erwachseneren Filmen eigentlich keine sonderliche Lust hatte, schon wieder zum MCU zurückzukehren: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Avengers: Age of Ultron (2015) (WS1)

Wir sind zurück aus unserem Kurzurlaub im Europa-Park (Bericht folgt) und hatten einen entspannten Samstag. Die Kids sind zu den Großeltern geradelt und ich war eine Runde laufen, habe gebloggt und Fotos bearbeitet. Abends stand mit „Avengers: Age of Ultron“ ein Film auf dem Programm, auf den ich mich schon sehr gefreut habe. Zum einen, weil es einmal wieder einen Filmabend gibt, zum anderen weil ich mich kaum noch an den Film erinnern konnte. 🤖

Avengers: Age of Ultron (2015) | © Walt Disney

Avengers: Age of Ultron (2015) | © Walt Disney

Gute Ideen treffen auf ermüdende Action

Nach dem fantastischen ersten „The Avengers“ waren die Erwartungen an Joss Whedon hoch. Leider jedoch blieb „Avengers: Age of Ultron“ hinter eben jenen Erwartungen zurück. Auch ich war bei der ersten Sichtung nicht sonderlich begeistert. Selbst heute fallen mir die Schwächen als erstes auf: Warum muss Ultron unbedingt einen weiteren, generischen Roboter-Körper haben? Warum müssen die Gegner erneut unzählige Roboter sein? Hat man das in „Iron Man 3“ und Co. nicht bereits ausreichend oft gesehen? Auch die Dynamik zwischen den Avengers ist in vielen Szenen nicht mehr so gelungen, wie im ersten Teil. Darüber hinaus musste das Seitenverhältnis unbedingt auf Cinemascope geändert werden, was einiges an Wucht, speziell in der 3D-Präsentation, vermissen lässt. Warum hat der Film für mich heute dennoch deutlich besser funktioniert?

Gerade die ruhigen Szenen haben mir abermals ausgesprochen gut gefallen. Auch die Idee, Hawkeyes Haus und Familie zu zeigen und in mögliche Lebensentwürfe unserer Superheld:innen einzutauchen, fand ich extrem spannend. Davon hätte ich mir mehr gewünscht. Auch Ultron als Bösewicht ist faszinierend und hätte richtig viel Potenzial gehabt. Leider jedoch sehe ich hier direkt die Produzent:innen vor mir, wie sie die immer gleich ablaufenden Action-Szenen diktieren. Alles andere wäre ja zu abstrakt. Tatsächlich hat mir die viel gescholtene Action dieses Mal ganz gut gefallen. Sie sieht immer noch fantastisch aus und ist einfach unterhaltsam. Allerdings war sie auch zu viel des Guten. Kein Vergleich zum ersten „The Avengers“, der deutlich ausgewogener und reicher an Highlights war.

Fazit

Auch wenn „Avengers: Age of Ultron“ kein weiterer, perfekter Meilenstein innerhalb des MCU geworden ist, so setzt er doch ein paar Weichen und schneidet bereits einige Themen an, die im Folgenden noch eine Rolle spielen werden. Ich hatte heute sehr viel Spaß mit dem Film und die Kinder ebenso. Dennoch sind wir uns einig, dass es insgesamt ein kleiner Rückschritt zum ersten Teil ist: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Guardians of the Galaxy (2014) (WS2)

Der erste Urlaubstag liegt hinter mir: Ich war eine Runde laufen und habe ansonsten nur Fotos bearbeitet und Videos sortiert. Eben Dinge, für die ich im Alltag keine Zeit finde. Abends sind wir dann vor dem Fernseher versackt und haben etliche Videos aus der Zeit geschaut, als die Kinder noch klein waren. Danach ging es mit „Guardians of the Galaxy“ nach dem gestrigen Ausflug direkt wieder zurück ins MCU. 🚀

Guardians of the Galaxy (2014) | © Walt Disney

Guardians of the Galaxy (2014) | © Walt Disney

Das Highlight der zweiten Phase des MCU

Nach meiner Erstsichtung vor 10 Jahren im Kino und der Wiederholungssichtung vor acht Jahren, habe ich dem ersten Abenteuer der „Guardians of the Galaxy“ heute bereits zum dritten Mal beigewohnt. Audiovisuell war der Film ein Traum und ich kann kaum glauben, dass er schon 10 Jahre auf dem Buckel hat. Die Effekte sehen teils besser aus, als das was heute in Marvel-Filmen zu sehen ist. Wirklich beeindruckend. Die 3D-Blu-ray ist ein Genuss in jeder Hinsicht. Das Cinemascope-Bildformat öffnet sich in bestimmt der Hälfte aller Szenen auf 16:9-Fullscreen, was in Kombination mit dem herausragenden 3D für einen extrem immersiven Bildeindruck sorgt. Auch der Ton des Films ist fantastisch und der Awesome Mix Vol. 1 weiß im Kontext des Films zu begeistern. Man merkt, dass mit James Gunn (u.a. bekannt für „Slither“) ein extrem fähiger Regisseur am Steuer sitzt.

Auch inhaltlich hat mich „Guardians of the Galaxy“ erneut begeistert: Schon alleine die emotionale Einstiegsszene, dann das Kennenlernen der Crew und ihr glaubwürdiges Zusammenwachsen. All das ist noch ein bis zwei Level über den meisten anderen MCU-Filmen. Gerade die Mischung aus Humor, übersichtlicher Action und echten Emotionen, ist James Gunn fantastisch gelungen. Auch die Figuren sind wunderbar und werden durch großartige Schauspieler:innen zum Leben erweckt. Für mich das bisher rundeste Paket aller bisherigen Marvel-Einzelfilme. Definitiv auch ein Film, den ich mir nicht nur im Rahmen des großen Ganzen ansehen würde.

Fazit

„Guardians of the Galaxy“ ist ein wunderbar spaßiges Weltraumabenteuer. Er sieht nicht nur fantastisch, comichaft und bunt aus, er lässt uns auch nahe an seine Figuren heran und rührt teils zu Tränen. Definitiv der beste Film der zweiten MCU-Phase und vielleicht sogar der stärkste der gesamten Reihe. Ich kann es bereits jetzt kaum wieder erwarten, mit dieser Truppe die nächsten Abenteuer zu erleben. Die Kids waren ganz ähnlich begeistert: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

The Return of the First Avenger – OT: Captain America: The Winter Soldier (2014) (WS1)

Der halbe Mai ist vorbei und heute gab es den ersten Filmabend. So viel wie momentan habe ich selten gearbeitet, doch nun sehe ich zwei Wochen Urlaub entgegen. Ich kann es kaum glauben und bin nach dem Feierabend um 17 Uhr beinahe direkt auf dem Sofa eingeschlafen. Eine Pizza hat mich letztendlich gestärkt, so dass ich für den Filmabend mit „The Return of the First Avenger“ die Rückkehr ins MCU einläuten konnte.

The Return of the First Avenger (2014) | © Walt Disney

The Return of the First Avenger (2014) | © Walt Disney

Actionreiches Spionagekino mit Superheld:innen

„The Return of the First Avenger“ gehört zu den anerkanntesten MCU-Filmen. Weil er eher geerdet ist und eine recht klassische Spionagegeschichte erzählt. Bei meiner ersten Sichtung vor sieben Jahren hatte ich schon viel Spaß mit dem Film, jedoch wollte sich die große Begeisterung nicht so recht einstellen. Wie sieht es heute aus? Ich glaube, ich konnte den Actionkracher noch mehr genießen. Gerade auch aufgrund seiner fulminanten Actionszenen, bei denen ich häufiger an die Straßengefechte aus „Heat“ oder „The Dark Knight“ denken musste. Hinzu kommt mit dem Winter Soldier ein wunderbar persönlicher Antagonist, der dem Captain durchaus ebenbürtig ist. Alles in allem ein wirklich rundes Paket.

Die Kunst des MCU liegt wohl auch darin, unterschiedliche Stile im Rahmen eines größeren Ganzen zu verbinden. Der vorhergehende „Thor: The Dark Kingdom“ war eine ganz andere Art von Film und doch wirken beide Geschichten wie aus einem Guss. Das finde ich immer wieder bemerkenswert. Kevin Feige hat hier wahrlich Großes geleistet und dann noch kommerziell so unfassbar erfolgreich. Mit „Guardians of the Galaxy“ folgt nun einer meiner absoluten Lieblinge aus dem Marvel-Universum und auch der Zwergofant ist schon extrem heiß darauf.

Fazit

„The Return of the First Avenger“ ist wirklich ein sehr gelungener MCU-Beitrag. Den Russo-Brüdern ist ihr Einstand in das Superhelden-Universum so gut gelungen, dass sie ab diesem Zeitpunkt alle ganz großen Filme der Infinity-Saga inszenieren durften. Eines der Highlights der zweiten Phase: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Iron Man 3 (2013) (WS1)

Nach einem herrlich warmen Tag, den ich abermals mit Gartenarbeit zugebracht habe, versammelten wir uns am Abend zu „Iron Man 3“ vor dem Fernseher. Demnach ging es für uns erstmals nach „The Avengers“ zurück ins MCU und die Vorfreude war entsprechend groß. Auch ich war gespannt auf den Film, da ich ihn bei meiner ersten Sichtung teils verschlafen hatte. Heute jedoch war ich putzmunter. 🤖

Iron Man 3 (2013) | © Walt Disney

Iron Man 3 (2013) | © Walt Disney

Ein wunderbarer Abschluss der Trilogie

Dieses Mal von Shane Black inszeniert, wirkt „Iron Man 3“ teils noch humorvoller und doch auch dramatischer als seine Vorgänger. Die Schlacht von New York City steckt Tony Stark noch in den Knochen und wir begleiten ihn nicht nur bei einer Lebenskrise, sondern auch bei der Aufarbeitung einer persönlichen Geschichte aus seiner Vergangenheit. Es tut gut, dass hier der Maßstab deutlich intimer ist, als bei „The Avengers“ und sich die Geschichte eher um das Innenleben Tony Starks dreht. Wie er seine Dämonen bekämpft, ist doch recht typisch für das MCU, auch wenn gerade im Mittelteil des Films eher eine kleine Buddy-Komödie erzählt wird. Zwischen Tony und einem Kind. Shane Black (u.a. „The Nice Guys“) eben.

Der Twist um den Mandarin war mir dieses Mal natürlich schon bekannt und ich fand ihn abermals gelungen. Deutlich besser gefallen hat mir, heute in wachem Zustand, die Action-Sequenz am Hafen. Unfassbar, was hier abgefeuert wird. Wirklich toll inszeniert, stets übersichtlich und unterhaltsam. Bezüge zum restlichen MCU gibt es, bis auf die häufige Bezugnahme auf die Schlacht von New York City, nicht wirklich. Selbst die After-Credit-Szene ist eher ein humorvoller Abbinder und kein Anteasern des nächsten Teils. Auch ganz sympathisch.

Fazit

Mir hat „Iron Man 3“ heute bedeutend besser gefallen als beim ersten Durchgang. Auch die Kinder waren begeistert, speziell das Zappelinchen, der speziell Pepper Potts sehr gut gefällt. Kein Wunder, rettet sie am Ende auch Tony Stark und entwickelt sich zu einer wirklich starken Figur. Shane Black hat hiermit einen wirklich gelungenen Beitrag zum MCU abgeliefert: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Iron Man 2 (2010) (WS1)

Der zweite Osterfeiertag liegt hinter uns und auch diesen haben wir größtenteils mit Schlemmen verbracht. Da es kalt war und den ganzen Tag geregnet hat, sind wir nicht einmal dem obligatorischen Osterspaziergang nachgekommen. Viel essen und wenig Bewegung ist keine gute Kombination. Abends ging es dann mit „Iron Man 2“ auch noch für einen Filmabend aufs Sofa. Was für ein Leben! 🤖

Iron Man 2 (2010) | © Walt Disney

Iron Man 2 (2010) | © Walt Disney

Die Blaupause für eine MCU-Fortsetzung

Nach meiner kürzlichen Sichtung von „Der unglaubliche Hulk“ habe ich versucht mich daran zu erinnern, wie mir denn „Iron Man 2“ beim ersten Mal gefallen hat. Viele Details hatte ich tatsächlich nicht mehr im Kopf. Am ehesten waren mir noch die Szenen beim Grand Prix von Monaco präsent und der generische Schlusskampf mit den Roboter-Drohnen. „Iron Man 2“ wird weithin als einer der schwächsten MCU-Filme betrachtet, was ich zwar nachvollziehen kann, aber dem nicht komplett zustimme. Für mich macht diese Fortsetzung überhaupt erst einen großen Schritt in Richtung Marvel Cinematic Universe, das bisher nur grob angedeutet wurde. Nick Fury und Black Widow bekommen größere Auftritte und ich hatte erstmals das Gefühl, nicht nur einen Einzelfilm zu sehen. Zumindest aus der heutigen Perspektive.

Die eigentliche Filmhandlung ist natürlich sehr plakativ in all seinen Versatzstücken: Tony Starks Zusammenbruch, Whiplash als 08/15-Bösewicht und militärische Ränkespiele. Alles aus dem typischen MCU-Baukasten und nicht einmal sonderlich innovativ zusammengeschraubt, doch stets unterhaltsam. Gerade die Kinder hatten mindestens ebenso viel Freude mit dieser Fortsetzung, wie mit dem originalen „Iron Man“. Selbst Frau bullion ist den kompletten Film über wach geblieben, was schon eine Kunst ist. Hier zeigt sich, dass das MCU damals einfach unfassbar massentauglich war und die ganz breite Schicht erreichen konnte. Wohl auch der Grund für den Erfolg: Superheld:innen waren plötzlich kein Nerd-Kram mehr, sondern Mainstream. „Iron Man 2“ hatte die Formel schon ziemlich perfekt drauf.

Fazit

Ich hatte wieder viel Spaß mit „Iron Man 2“. Für mich kommt die MCU-Formel hier erstmals zusammen, zumindest bevor es dann mit den nächsten beiden Filmen hart auf „The Avengers“ zugeht. Kaum zu glauben, dass der Film schon 14 Jahre auf dem Buckel hat. Die Kids waren begeistert und ich freue mich schon auf unsere weitere Reise: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)