Avatar: Der Herr der Elemente – OT: Avatar: The Last Airbender – Staffel 1 (2024)

Nach der ersten Staffel von „Percy Jackson: Die Serie“ haben wir uns auf die Suche nach einer neuen Familienserie gemacht. Da kam es gerade gelegen, dass die Netflix-Adaption von „Avatar: Der Herr der Elemente“ plötzlich in aller Munde war. Die Zeichentrickserie war mir durchaus ein Begriff und da auch der Rest der Familie mitgezogen hat, sind wir in die Welt der Luftnomaden, Wasserstämme, des Erdkönigreichs und der Feuernation eingetaucht. 🍃🌊🪨🔥

Avatar: Der Herr der Elemente – Staffel 1 | © Netflix

Avatar: Der Herr der Elemente – Staffel 1 | © Netflix

Man merkt die Mythologie hinter der Serie

Seit ich mich mit der Realserie beschäftigte, habe ich ein paar Artikel bzw. Besprechungen zu „Avatar: Der Herr der Elemente“ gelesen. Nahezu alle sind sich darin einig, dass die Zeichentrickfassung überlegen ist, man sich die Adaption aber durchaus anschauen kann. Ich habe nun den Vorteil, das Original nicht zu kennen. Außer ein paar Ausschnitten kenne ich nur die Netflix-Welt der Serie. Von der ersten Episode war ich wirklich begeistert und ich habe sofort einen Zugang zu den Figuren und der Mythologie der Welt gefunden. Hier merkt man eine inhaltliche Basis, die sich sofort auf die Zuschauenden überträgt. Auch die Kinder waren begeistert und wir haben uns nach dem Piloten darauf gefreut, tiefer in die Welt des Avatars einzusteigen. Rückblickend betrachtet kann ich sagen, dass dass der Pilot für mich auch die stärkste Episode war. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich den Rest schlecht fand.

Über den Verlauf der Staffel lernen wir viele neue Schauplätze und Figuren kennen. Strukturell wirkt das etwas wie Abenteuer-der-Woche, doch fand ich dies charmanter umgesetzt als z.B. bei „Percy Jackson: Die Serie“. Auch fand ich die Welt von „Avatar: Der Herr der Elemente“ audiovisuell schön ausgearbeitet und war teils beeindruckt ob der Bildgewalt. Dabei funktioniert nicht jede Einstellung und manchmal spring einen der Greenscreen förmlich an. Das macht aber nichts, denn ich mochte die Figuren, speziell Aangs Begleiter:innen Katara und Sokka. Hier hätte ich mir noch mehr kleinere zwischenmenschliche Momente gewünscht und dafür weniger große Schlachten. Mit Zuko gibt es noch einen spannenden Gegenspieler, der ausreichend Komplexität mit sich bringt. Insgesamt nicht perfekt, doch für mich, der die Vorlage nicht kennt, eine runde und sehenswerte Geschichte.

Fazit

Über die acht Episoden hatten wir wirklich viel Spaß mit „Avatar: Der Herr der Elemente“. Eingefleischte Fans des animierten Originals würden uns vermutlich erst dieses nahelegen, doch die Kids waren sich ausnahmsweise einmal einig, dass sie auf jeden Fall bei der Realserie bleiben wollen. Nun gut. Dagegen will ich mich einmal nicht wehren. Auch mir hat das Fantasy-Abenteuer viel Freude bereitet: 8/10 (7.7) Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

The Avengers (2012) (WS1)

Heute war es endlich soweit und nach der konzentrierten Vorarbeit der letzten Wochen, stand heute endlich „The Avengers“ auf dem Programm. Ich hatte mich schon sehr auf den Film gefreut und speziell der Zwergofant war völlig aus dem Häuschen. Ich verrate nicht zu viel wenn ich sage, dass dies unser bisheriger Höhepunkt des aktuellen MCU-Durchgangs war. Ein Brett  von einem Film! 🦸‍♂️🦸‍♀️

The Avengers (2012) | © Walt Disney

The Avengers (2012) | © Walt Disney

Ein Höhepunkt des Superheld:innen-Kinos

Bevor ich es vergesse, möchte ich vorab auf die 3D-Präsentation des Films eingehen: Mir haben schon die vorherigen zwei Filme in ihren 3D-Versionen gefallen, doch Joss Whedons Inszenierung im 16:9-Vollbild erweckt die Figuren noch einmal ganz neu zum Leben. Tatsächlich ein Highlight für 3D-Heimkino-Fans. Wenn wir schon bei der Optik sind, dann muss ich auch festhalten, dass „The Avengers“ selbst nach 12 Jahren immer noch unfassbar gut aussieht. Hier hat die Marvel-Qualität noch gestimmt. Speziell die Schlacht von New York City ist ein wahrer Augenschmaus. Vielleicht war das damals auch die stärkste VFX-Zeit als Studios noch etwas mehr Zeit hatten und sich Filme (und Serien!) noch nicht zu schlecht bezahlte Künstler:innen aufteilen mussten? Aber ich schweife ab (und damals war auch nicht alles Gold was glänzt).

Mit Joss Whedon hatte „The Avengers“ auch den perfekten Regisseur am Start, um ein großes Ensemble zu jonglieren. Der von „Buffy the Vampire Slayer“ und „Firefly“ bzw. „Serenity“ bekannte TV-Veteran war damals auch auf dem Höhepunkt seines Schaffens und hat sein Können hier perfekt eingesetzt. Auch sein Glanz ist inzwischen verblasst, doch in diesem Film gelingt ihm das Unmögliche: Jede einzelne Figur hat ausreichend Screentime und durchlebt ihre eigene Geschichte. Spannend wird es immer dann, wenn es zu Interaktionen zwischen den Held:innen kommt und am Ende hatte ich wirklich das Gefühl, dass die Avengers als Team zusammengefunden haben. Somit macht auch die Gruppe eine Entwicklung durch und das bei solch einem actiongeladenen Film hinzubekommen, niemanden hinten runterfallen zu lassen und wirklich jedem Charakter gerecht zu werden: Das ist einfach Kunst.

Marvel Cinematic Universe: Phase 1

Nun bin ich zum zweiten Mal durch mit der ersten Phase des MCU. Mir hat dieser Durchgang noch besser gefallen als der erste. Dies mag auch daran liegen, dass die Kinder komplett mitgehen und beide sehr begeistert sind. Somit ergibt sich eine leicht veränderte Rangliste im Vergleich zum ersten Durchgang:

  1. „The Avengers“ (9/10 Punkte)
  2. „Iron Man“ (8/10 Punkte)
  3. „Captain America: The First Avenger“ (8/10 Punkte)
  4. „Iron Man 2“ (7/10 Punkte)
  5. „Thor“ (7/10 Punkte)
  6. „Der unglaubliche Hulk“ (6/10 Punkte)

Fazit

Mich hat „The Avengers“ bei diesem zweite Durchgang komplett weggeblasen. Der Film macht nicht nur enorm viel Spaß, er ist großartig inszeniert und weiß seine Figuren richtig zu nutzen. Auch wenn mir bewusst ist, dass die Welt und die Action noch größer werden, so kann ich mir das nun gerade kaum vorstellen. Spätestens hier war klar, dass das MCU das Kino verändern würde. Was für ein Film: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Captain America: The First Avenger (2011) (WS1)

Nachdem wir heute den ganzen Tag unterwegs waren (u.a. im Deutschen Museum Nürnberg), habe ich mich nach dem Reinfall gestern wieder auf einen gelungenen Filmabend gefreut. Mit „Captain America: The First Avenger“ sind wir nun auch fast schon durch mit der ersten Phase des MCU. Mir hatte der Film bereits bei der ersten Sichtung gefallen und heute war ich regelrecht begeistert. 🗽

Captain America: The First Avenger (2011) | © Walt Disney

Captain America: The First Avenger (2011) | © Walt Disney

Ein retrofuturistisches Kriegsabenteuer

Nachdem ich mir zuletzt einmal wieder Kritiken der ersten MCU-Phase durchgelesen habe, musste ich mich doch sehr wundern, dass „Captain America: The First Avenger“ häufig am unteren Ende der Skala zu finden ist. Ich musste heute für mich feststellen, dass es neben „Iron Man“ wohl meine liebste Origin-Geschichte ist. Mit Joe Johnston hatte Marvel auch einen Regisseur gefunden, der aus der klassischen Schule eines George Lucas und Steven Spielberg kommt und dabei bereits viel Erfahrung in Sachen Effektkino sammeln konnte (u.a. „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“, „Jumanji“ oder „Jurassic Park III“). Auch bei historischen Stoffen, wie „October Sky“, ist Johnston kein unbeschriebenes Blatt und so kommen hier einige Disziplinen zusammen, die einfach perfekt harmonieren. Ich erwähnte es bereits in meiner ersten Besprechung: „Captain America: The First Avenger“ erinnert stark an die „Indiana Jones“-Reihe oder den Retrofuturismus-Klassiker „Sky Captain and the World of Tomorrow“.

Im Gegensatz zur ersten Sichtung hat bei mir heute jedoch auch der emotionale Kern gezündet, sprich vor allem die Beziehung zu Bucky und speziell auch Peggy Carter (Hayley Atwell ist in dieser Rolle aber auch zum Verlieben). Die Bezüge zum restlichen MCU sind durchaus vorhanden und fügen sich wunderbar in diese Welt ein. Insgesamt mag ich den Look des Films, seine Figuren und das oftmals gemächliche Tempo. Die vielen Actionszenen sind zwar im Kriegssetting verortet, jedoch erinnern sie mich eher an oben genannte Abenteuerfilme, denn an Krieg. Wir befinden uns hier quasi schon in einem Marvel-Paralleluniversum zu unserer Welt und das ist gut so.

Fazit

Sowohl ich als auch die Kinder mochten „Captain America: The First Avenger“ wirklich sehr gerne. Das hätte ich so nicht erwartet. Nun sind wir alle heiß auf die erste große Zusammenkunft der Superheld:innen, welche wir hoffentlich noch in den nächsten Tagen schauen werden. Steve Rogers erster Auftritt wird von mir davor aber noch um einen Punkt aufgewertet: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Thor (2011) (WS1)

Nach einem recht drögen Urlaubstag, an dem sich meine schleichende Erkältung so weit in den Vordergrund gespielt hat, dass ich mir tatsächlich überlege, zum Arzt zu gehen, stand abends mit „Thor“ ein weiterer Filmabend auf dem Programm. Ich konnte mich noch recht gut an meine erste Sichtung des Films erinnern und habe mich auf den Einzug des Fantastischen ins MCU gefreut. 🔨

Thor (2011) | © Walt Disney

Thor (2011) | © Walt Disney

Fantastische Welten halten Einzug ins MCU

Ich sage es gleich zu Beginn: Nach dem eher geerdeten „Iron Man 2“ ist der doch recht ausgeprägte Fantasy-Einschlag nicht bei allen Zuschauenden gut angekommen. Speziell das Zappelinchen konnte damit leider nicht so viel anfangen. Ein interessanter Punkt und ich weiß noch, dass mich dieser seltsame Wandel damals auch überrascht hatte. Kenneth Branagh passt wie die Faust aufs Auge, um die Asgard-Szenen völlig abgedreht und übersteigert zu inszenieren. Dem gegenüber steht die Kleinstadtidylle und ein sehr persönliches Kennenlernen zwischen Jane und Thor. Das alles mag nicht so recht zusammenpassen und besitzt doch unglaublich viel Charme.

Gerade wenn man an die Fortführung des MCU denkt, dann ist „Thor“ auch stilprägend für die kommenden außerirdischen Welten, in die wir Einblick erhalten werden. Der Film hat das damals noch junge MCU ziemlich auf den Kopf gestellt und wichtige Elemente eingeführt, die später noch extrem wichtig werden sollten. Auch S.H.I.E.L.D. bekommt endlich eine größere Rolle und mir ist erst heute aufgefallen, dass Hawkeye in „Thor“ bereits einen Auftritt hat. Das hat mir doch sehr gut gefallen. Auch fand ich es witzig, Joshua Dallas als einen von Thors Weggefährten zu sehen, den ich erst kürzlich über vier Staffeln in der Serie „Manifest“ begleitet habe.

Fazit

Ich mag „Thor“ immer noch, wenngleich ich ihn auch mit den jüngeren Filmen des MCU vergleichen muss. Gegen diese kann er nicht vollständig punkten, zumal auch gerade die Figur des Thor in den späteren Iterationen deutlich mehr an Profil gewinnt. Der Zwergofant war recht angetan, das Zappelinchen eher verwirrt ob der Richtung, die hier eingeschlagen wird. Mit „Captain America: The First Avenger“ wird es demnächst wieder geerdeter werden. Für „Thor“ zücke ich auch heute 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Ghostbusters: Frozen Empire (2024)

Der erste Urlaubstag und wir waren sogleich im Kino. Was haben wir gesehen? Natürlich „Ghostbusters: Frozen Empire“, auf den sich der Zwergofant und ich schon lange gefreut hatten. Nach den verhaltenen Kritiken waren meine Erwartungen nicht allzu hoch, doch die Vorfreude ungebrochen. Schließlich sollte dies auch mein erster „Ghostbusters“-Film im Kino sein… 👻

Ghostbusters: Frozen Empire (2024) | © Sony Pictures Entertainment

Ghostbusters: Frozen Empire (2024) | © Sony Pictures Entertainment

Eine uninspirierte und doch nette Fortsetzung

Erst letztes Jahr habe ich erstmals mit den Kindern alle Filme der Reihe, von „Ghostbusters: Die Geisterjäger“ über „Ghostbusters 2“ bis hin zu „Ghostbusters: Legacy“, gesehen. Letzterer war auch für mich eine Erstsichtung und ich war weit nicht so begeistert, wie viele andere Fans. Ich mochte die neuen Figuren sehr, doch das Ende war mir letztendlich zu sehr auf Nostalgie getrimmt. Warum denn noch einmal exakt das Finale des ersten Teils nacherzählen? Dennoch mochte ich den Film und auch Jason Reitman, der das Vermächtnis seines inzwischen leider verstorbenen Vaters Ivan Reitman fortführte, war eine gute Wahl, um das Zepter zu übernehmen. Für diesen Nachfolger hat er dann nur noch am Drehbuch mitgeschrieben und die Regie dem mir noch unbekannten Gil Kenan überlassen.

Im Gegensatz zum direkten Vorgänger habe ich bisher kaum ein gutes Wort über „Ghostbusters: Frozen Empire“ gelesen. Das verwundert mich etwas, denn der Film besitzt ganz ähnliche Stärken und leider auch ganz ähnliche Schwächen wie sein Vorgänger. Ich mochte die Familie Spengler wieder sehr gerne und selbst das neu ausgestattete Geisterlabor samt Personal hat mir gut gefallen. Phoebe Spenglers innere Reise war zwar etwas platt, aber hat sich auch gut mit dem Plot ergänzt. Der eigentliche Bösewicht lebt viel von dem ihm vorauseilenden Ruf, ist letztendlich aber innerhalb von fünf Minuten plattgemacht. Naja. Fand ich jetzt aber auch nicht schwächer als erneut Gozer auftauchen zu lassen. Bleiben noch die alten Herren und Janine Melnitz, deren Auftritte allesamt wieder etwas forciert wirken. Jedoch nicht ganz so schlimm, wie beim Vorgänger. Das ist jedoch vermutlich Geschmackssache. Ansonsten war das Pacing ziemlich unausgewogen und die Geschichte hätte sich ein fünfjähriges Kind ausdenken können. Eine erwartbar uninspirierte, späte Franchise-Fortsetzung also.

Fazit

Ich muss sagen, dass mir „Ghostbusters: Frozen Empire“ genauso viel Spaß gemacht hat, wie der viel gelobte Vorgänger. Die Kinder haben sich bestens amüsiert, viel gelacht und auch etwas gegruselt. So soll es doch sein. Mir ist bewusst, dass das Film unnötig und auch kein Meisterwerk ist, doch für solch eine durchgeplante Franchise-Fortsetzung fand ich ihn recht gelungen. Kann man einen schönen Kinonachmittag mit verbringen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Percy Jackson: Die Serie – OT: Percy Jackson and the Olympians – Staffel 1

Auf der Suche nach einer neuen Serie, die wir mit der gesamten Familie schauen können, sind wir letztendlich bei „Percy Jackson: Die Serie – Staffel 1“ gelandet. Mein Vorwissen zur Geschichte ziehe ich aus den beiden Filmadaptionen „Percy Jackson: Diebe im Olymp“ und „Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen“, die ich vor ein paar Jahren gesehen habe. Das Zappelinchen hat dagegen den ersten Band der Buchreihe als Schullektüre gelesen. Somit waren wir alle auf die Serienadaption gespannt. 🏛️

Percy Jackson: Die Serie – Staffel 1 | © Walt Disney

Percy Jackson: Die Serie – Staffel 1 | © Walt Disney

Ein schön inszeniertes Jugendabenteuer in Serie

Ich muss gestehen, mich kaum noch an die Verfilmung erinnern zu können. Nur ein paar Szenen (z.B. der Anfang im Camp oder Medusa) sind mir noch im Kopf und ich weiß, dass ich den Film recht unterhaltsam fand. Die Disney-Adaption in Serienform kann sich viel mehr Zeit für die Geschichte nehmen und verjüngt unsere Held*innen auch deutlich bzw. orientiert sich damit eher an der Vorlage. Ich mochte den Einstieg in die Geschichte wieder sehr gerne. Überhaupt fand ich die erste Hälfte der Staffel deutlich gelungener und auch bedeutsamer für die Gesamtgeschichte. Die Reise unserer Held*innen an sich war seltsam unausgewogen, was das Pacing angeht. Hier hat mich die Serie in ihren schwächsten Momenten an die „Willow“-Serie erinnert. Doch ganz so schlimm war es am Ende doch nicht.

Die Schauspieler*innen machen ihre Sache allesamt gut und auch die Schauplätze sehen durchaus beeindruckend aus. Die Handlung fand dagegen eher verwirrend (wer hat nun was gestohlen und warum?) und auch seltsam nichtssagend. Hier kam dann auch wieder das Pacing-Problem zum Tragen, denn obwohl jede Episode an einem anderen Schauplatz spielt, so bleiben Höhepunkte oder Rhythmuswechsel aus. Ich kann das nur schwer beschreiben, doch wenn ihr die Serie gesehen habt, wisst ihr vielleicht was ich meine. Das alles ist nicht dramatisch, denn „Percy Jackson: Die Serie“ ist über ihre gesamte Laufzeit unterhaltsam und schön anzusehen.

Fazit

Wir hatten viel Spaß mit „Percy Jackson: Die Serie“ und freuen uns, dass sie fortgesetzt werden soll. Ich bin gespannt, ob sich das seltsame Pacing dann auflöst oder es einfach Teil der Serie ist. Vielleicht lag es auch am langen Zeitraum von knapp  zwei Monaten, den wir für die Sichtung gebraucht haben. Die Kinder waren insgesamt etwas begeisterter als ich: 7/10 (7.4) Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Your Name. – Gestern, heute und für immer – OT: Kimi no Na wa. (2016)

Ein wilder Tag geht zu Ende. Gegen Abend musste ich spontan für ca. zwei Stunden arbeiten und das war nicht von Vorteil für meine Erholung. Frau bullion und das Zappelinchen waren unterwegs und haben Pizza mitgebracht. Danach hatten wir Lust auf einen entspannten Filmabend. Zum ersten Mal seit Wochen hatte ich dafür kein festes Programm. Also habe ich kurzerhand „Your Name. – Gestern, heute und für immer“ vorgeschlagen, den ich schon länger einmal sehen wollte… ☄

Your Name. – Gestern, heute und für immer (2016) | © LEONINE

Your Name. – Gestern, heute und für immer (2016) | © LEONINE

Ein audiovisuelles Meisterwerk

Ich habe schon lange keinen Anime mehr geschaut. Für die Kinder war es sogar das erste Mal. So richtig wusste im Vorfeld wohl niemand, was er von „Your Name.“ zu erwarten hatte. Die Körpertauschgeschichte hat mich sehr an „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ erinnert. Den Twist nach der Hälfte des Films hatte ich so auch nicht kommen sehen. Nachdem die die traumhafte Fantasy-Romanze zu Beginn viele Fragen aufwirft und uns Zuschauer*innen nur mit Brocken abspeist, so macht am Ende alles doch erstaunlich viel Sinn. „Your Name.“ ist somit nicht nur audiovisuell ein Meisterwerk, sondern auch inhaltlich meisterhaft erzählt. Dabei fand ich die erste Filmhälfte rund um das Kennenlernen der beiden Hauptfiguren deutlich gelungener. Der Mittelteil war mir beinahe schon zu dramatisch, dafür fand ich das Finale wieder sehr schön. Wen jedoch schon die Enden bei „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ überfordern, der muss hier richtig stark sein.

Neben der wundervollen Geschichte, kann „Your Name. – Gestern, heute und für immer“ vor allem durch seinen Animationsstil überzeugen. Man könnte sich jedes einzelne Bild an die Wand hängen. Makoto Shinkais Film sieht so unfassbar gut aus, ich bin teils aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen. Die unfassbar detailreichen Hintergründe, die Lichteffekte und die Figuren. All das macht den Film zu einem Kunstwerk. Auch die Montage unterstützt die Geschichte und bringt alle Elemente zu einem großen und gar wunderbaren Ganzen zusammen. Mir wird die Geschichte bestimmt noch länger nachhängen. In jeder Hinsicht großes Kino.

Fazit

So begeistert wie ich auch war, so hatte ich auch befürchtet, dass der, für unsere Sehgewohnheiten ungewöhnliche, Film bei den Kindern nicht sonderlich gut ankommt. Als jedoch die Regeln klar waren, wurden auch sie mitgerissen. Erstaunlicherweise hat „Your Name.“ dem Zwergofanten besser gefallen als dem Zappelinchen. Ich selbst habe nun Lust, selbst wieder tiefer in diese Kunstform einzutauchen. Wirklich extrem sehenswert: 9/10 Punkte.(Zappelinchen: 7/10 Punkte;  Zwergofant:  8/10 Punkte.)

Sonic the Hedgehog 2 (2022)

Nach einer anstrengenden Woche habe ich mich auf den Filmabend am Freitag gefreut. Meine Stimmung war nicht die beste, doch die Pizza hat geholfen. Danach haben wir uns vor dem Fernseher versammelt, um „Sonic the Hedgehog 2“ zu sehen, auf den wir bereits seit der Sichtung des ersten Teils gewartet haben. Speziell der Zwergofant, denn meine eigenen Erinnerungen sind schon ziemlich verblasst. 🦔

Sonic the Hedgehog 2 (2022) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Sonic the Hedgehog 2 (2022) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Eine (leider zu) actionreiche Fortsetzung

„Sonic the Hedgehog“ hat mich damals positiv überrascht. Der Film war kein Meisterwerk, doch ich mochte die Herangehensweise und den überdrehten Jim Carrey als Dr. Robotnik. Der zweite Teil beginnt ganz im Sinne des Vorgängers: Er führt ein paar neue Figuren ein und wir kehren zu Sonic und seinem Ziehvater Tom (gespielt von James Marsden, den ich seit „Jury Duty“ nicht mehr ernst nehmen kann) zurück. Die erste Hälfte des Films setzt wunderbar das Setting und ich mochte speziell die kleinen Gags als Sonic alleine zu Hause ist. Auch das darauf folgende Abenteuer im Schnee mit Sonic und Tails fand ich noch sehr unterhaltsam. Hier hatte der Film genau das richtige Maß an kinderfreundlicher Action und absurder Komik, welche vor allem durch Jim Carrey in den Film gebracht wird.

Zum Start in die zweite Filmhälfte halten wir uns viel zu lange bei der fingierten Hochzeit auf, welche wie ein Fremdkörper im Film wirkt. Hier hätten gut und gerne 15 Minuten rausgekürzt werden können. Das Abenteuer in der versunkenen Pyramide hat mir wiederum recht gut gefallen, doch dann geht es auf den Showdown zu und dieser erstickt völlig im Effektgewitter. Das fand ich nur noch anstrengend für Kopf und Augen. Leider typisch für den modernen Actionfilm. Mich hat das Finale nur noch gelangweilt und ich war froh, als es letztendlich vorbei war. Sehr schade drum, denn der Film hatte schöne Ansätze und ich mochte auch das Zusammenspiel zwischen Sonic, Tails und Knuckles. Da wäre weniger mehr gewesen.

Fazit

Ich mochte „Sonic the Hedgehog 2“  durchaus. Er hat ein paar schöne Sequenzen und guten Humor. Leider läuft er gut 20 Minuten zu lang und das übertrieben actionreiche Finale ist einfach zu viel des Guten. Die Kinder mochten den ersten Teil auch lieber, doch Spaß hat uns auch das Sequel gemacht: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant:  8/10 Punkte.)

Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs – OT: The Lord of the Rings: The Return of the King – Extended Edition (2003) (WS2)

Es heißt Abschied nehmen. So langsam auch von den Weihnachtsferien, doch vor allem von Mittelerde. Der ausführliche Besuch mit sechs extrem langen Filmen hat meinen gesamten Medienkonsum über die letzten zwei Wochen bestimmt. Heute war folglich „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ an der Reihe. Das große Finale einer großen Filmreihe. Zuletzt hatte ich sie vor gut sieben Jahren gesehen, was mir unwahrscheinlich lange zurückliegend vorkommt. Heute das erste Mal zusammen mit den Kindern. Wie ihnen der Abschluss gefallen hat? 🌋

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (2002) | © Warner Home Video

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (2002) | © Warner Home Video

Ein unfassbar episches und emotionales Finale

Ich kann den Abschied von Mittelerde noch gar nicht so richtig verarbeiten. Vor eineinhalb Wochen haben wir uns mit „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ auf den Weg gemacht. Gut 20 Stunden mit diversen Gefährten liegen hinter uns. So lange saßen die Kinder noch nie vor dem Fernseher. Den Scheibenwechsel haben wir jeweils zum Abendessen genutzt, was eine schöne Einrichtung war. Nun ist dieses Abenteuer zu Ende. Einerseits bin ich ein wenig wehmütig, schließlich habe ich den Plan, die „Der Herr der Ringe“-Trilogie erst nächstes Jahr zu sehen, verworfen, um die gesamte Reise bereits diesen Winter anzutreten. Andererseits freue ich mich unglaublich, dass ich den Kinder eine meiner absoluten Lieblingstrilogien nahebringen konnte.

Der gesamte Film ist über die unfassbaren vier Stunden Laufzeit immer noch fantastisch. Er fühlt sich nie zu lange an und ich hätte mir in so mancher Szene sogar noch mehr Verweildauer gewünscht. Zeit im wunderschönen Mittelerde, Zeit mit liebgewonnenen Figuren. Die Schlacht um Minas Tirith ist gigantisch, keine Frage. Das Herz dieses letzten Abschnitts der Reise liegt jedoch bei Frodo und Sam. Und irgendwie auch Gollum. Gerade das Finale am Schicksalsberg ist so packend, dass die Kinder beide vor Anspannung den Figuren im Fernseher zugerufen haben. Diese konzentrierte Immersion habe ich bei ihnen so noch nicht erlebt. Mir selbst ging es nicht viel anders, denn Peter Jackson zieht hier wirklich alle inszenatorischen Register. Auch die ruhigeren Momente in Minas Tirith, speziell zwischen Gandalf und Pippin, haben wir wieder extrem gut gefallen.

Die unzähligen Abschiede in den letzten 20 Minuten hätte ich wieder durchheulen können. Auch wenn hier so manche Szene ausleuchtungstechnisch nicht komplett überzeugen kann, so sind sie inhaltlich doch unfassbar packend. Dann das Finale an den Grauen Anfurten und der Übergang zu Annie Lennox‘ „Into the West“. Ein Abschied, der dem Film würdig ist und der mich in den kommenden Tagen gedanklich noch häufiger nach Mittelerde führen wird. Ich habe so das Gefühl, dass die Kinder auch noch nicht ganz bereit sind, loszulassen. Wie sie damit umgehen werden?

Fazit

Das war es nun wieder mit dem filmischen Mittelerde. Zumindest für ein paar Jahre. Bei der letzten Sichtung hatte ich noch die Sichtung zusammen mit den Kindern in Aussicht gestellt. Diese ist nun vorbei. Werden sie bereit sein, sich in ein paar Jahren noch einmal mit ihrem alten Herren auf die Reise zu begeben? Oder werde ich dann wieder alleine mit Frau bullion losziehen? Alleine der Gedanke macht mich wehmütig. Ein Gefühl, das perfekt zu diesem Meilenstein von Fantasy-Film passt: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme – OT: The Lord of the Rings: The Two Towers – Extended Edition (2002) (WS2)

Die wilde Zeit der Feierei liegt hinter uns. Silvester haben wir recht ruhig verbracht und nach dem Raclette gab es noch einen ausgedehnten Spaziergang. Gegen 2 Uhr waren wir im Bett und entsprechend träge hat sich der heutige Tag gestaltet. Dennoch war ich laufen und habe über mein Sportjahr 2023 gebloggt. Abends stand mir der Sinn nach Sofa, auf dem wir uns schon um 17 Uhr eingefunden haben, um „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“  zu schauen. Ob die Fortsetzung bei den Kindern besser angekommen ist als „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“? 👁

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (2002) | © Warner Home Video

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (2002) | © Warner Home Video

Ein wirklich starker Mittelteil der Fantasy-Trilogie

Während meiner ersten Sichtungen von „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ fand ich den Film etwas schwächer als den Auftakt und das Finale. Inzwischen hat sich das aber geändert und ich lieben ihn mindestens genauso. Das ging mir bereits bei der letzten Sichtung vor sieben Jahren so und heute fand ich ihn fast noch stärker als den ersten Teil. Dies mag aber auch an der Begeisterung der Kinder liegen und daran, dass ich die drei Filme ohnehin nicht getrennt betrachten kann, sondern sie als ein großes Werk sehe. Im zweiten Teil hat die Welt von Mittelerde deutlich an Komplexität gewonnen und wir begleiten unsere Figuren in verschiedenen Handlungssträngen. Das wirkt deutlich moderner und zeitgemäßer. Wie steht es jedoch um die Inszenierung und die Effekte des über 20 Jahre alten Films?

Peter Jackson ist die Erweiterung der filmischen Mittelerde wahrlich großartig gelungen. Speziell Gollum bleibt hier natürlich im Gedächtnis, der für mich die erste wirklich glaubhafte CGI-Figur war. Auch heute funktioniert er noch exzellent, was zu großen Teilen an Andy Serkis‘ fantastischer Performance liegt. Doch auch Rohan ist in jeder Hinsicht beeindruckend. Gerade das abgelegene Edoras, das nicht via CGI kreiert wurde, sondern tatsächlich auf einen schwer zugänglichen Berg gebaut wurde. So etwas würde man heute nicht mehr machen. Weiter geht es nach Helms Klamm, wo meine Lieblingsschlacht in Mittelerde stattfindet. Hier funktioniert wirklich alles und die Darstellung in Dunkelheit und Regen lässt die Bedrohung nicht nur intensiv wirken, sondern kaschiert auch wunderbar so manchen Effekt. Im Gegensatz zu einigen Tageslichtszenen, könnte man diese Schlacht heute noch 1:1 so inszenieren.

Die knapp vier Stunden sind heute wie im Flug vergangen und die Kinder waren von Anfang mit dabei. Das hätte ich nach der kurzen Nacht ja nicht gedacht. Warum genau ihnen „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ so viel besser gefällt als der Vorgänger, muss ich in den nächsten Tagen noch ergründen. Dann folgt mit „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ auch schon das große Finale, auf das ich mich sehr freue. Diese Sichtung möchte ich in der verbleibenden Urlaubswoche noch unterbringen, die letztendlich sehr auf Mittelerde fokussiert war. Doch andere Filme kann man auch zu jeder anderen Jahreszeit gut schauen. Und überhaupt: Gibt es einen besseren Film zum Einstieg ins Filmsjahr 2024?

Fazit

„Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ hat mich bestens unterhalten. Das Zappelinchen war nicht nur von den vielen Pferden angetan und der Zwergofant war fasziniert und abgestoßen zugleich von Gollum. Mich würde es wundern, wenn zu meinen Lebzeiten ein weiteres so monumentales Werk auf Zelluloid gebannt wird. Peter Jackson hat hier wahrlich ein Epos für die Ewigkeit geschaffen: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm