Planet der Affen: New Kingdom – OT: Kingdom of the Planet of the Apes (2024)

Nach dem gefühlt ersten richtigen Urlaubstag, an dem ich etwas Zeit gefunden habe, draußen zu lesen, haben wir abends noch mit einer Freundin des Zappelinchens auf der Terrasse Pizza und Flammkuchen gegessen. Das war sehr entspannt und obwohl wir deshalb recht aufs Sofa gekommen sind, habe ich noch „Planet der Affen: New Kingdom“ angemacht, denn ich war neugierig auf die Fortführung der Reihe… 🦍

Planet der Affen: New Kingdom (2024) | © Walt Disney / LEONINE

Planet der Affen: New Kingdom (2024) | © Walt Disney / LEONINE

Der Aufbruch in eine weitere Affen-Trilogie

Wie hier in den letzten Wochen zu lesen war, bin ich ein großer Fan der Reboot-Trilogie. Ich kenne kaum eine moderne Blockbuster-Reihe, die so auf den Punkt geschrieben ist und deren Figurenentwicklung so konsequent durchgezogen wird. Wirklich großes Kino. Bei „Planet der Affen: New Kingdom“ ist nicht mehr Matt Reeves am Start, der sich sich vermutlich komplett auf das „The Batman“-Sequel konzentriert, sondern Wes Ball. Dieser hat mit der „Maze Runner“-Trilogie bereits einiges an Erfahrung, was postapokalyptische Welten angeht, sammeln können. So ist es kaum verwunderlich, dass auch „Planet der Affen: New Kingdom“ fantastisch aussieht und die untergegangene Welt der Menschen einige Schauwerte zu bieten hat.

Wie sieht es jedoch inhaltlich aus? Mit über 140 Minuten ist „Planet der Affen: New Kingdom“ zu lang geraten. Auch der inhaltliche Fokus fehlt, welcher einer der stärksten Punkte der Reboot-Trilogie war. Unterhaltsam ist es zwar durchaus, eine neue Generation von Affen zu begleiten, doch konnte mich die Geschichte emotional einfach nicht so abholen, wie ich mir das von einem weiteren Teil der Reihe erwartet hatte. Durch das Auftauchen der Menschen wurden teils, auch ganz bewusst durch bestimmte Bilder, Erinnerungen an den 1968er „Planet der Affen“ wach und bei der unterirdischen Schatzkammer musste ich sogar an „Rückkehr zum Planet der Affen“ denken. Dennoch bleibt es bei vagen Erinnerungsfetzen und das ist gut so. Der Konflikt zwischen Noa, Proximus und Nova hat ein paar spannende Ansätze, welche jedoch nie greifbar werden. Die Auflösung des Konflikts im Finale ist auch komplett verpufft. Gerade auch im Hinblick auf Caesars ursprüngliche Regeln. Die folgende Wendung am Ende des Films ist wenig überraschend und ich bin gespannt, wo sich folgende Teile in der Gesamtwertung einordnen werden:

  1. „Planet der Affen: Revolution“ (9/10 Punkte)
  2. „Planet der Affen: Survival“ (9/10 Punkte)
  3. „Planet der Affen: Prevolution“ (8/10 Punkte)
  4. „Planet der Affen: New Kingdom“ (7/10 Punkte)

Fazit

Mir hat „Planet der Affen: New Kingdom“ wirklich viel Spaß gemacht. Gerade den Abenteueraspekt mochte ich sehr. Der Konflikt zwischen Noa, Proximus und Nova dagegen hat Potenzial geboten, welches jedoch kaum eingelöst wurde. Insgesamt nur ein guter Film, der an die Reboot-Trilogie qualitativ nicht anschließen kann. Auch die Kinder waren nicht so angetan, wie sie gehofft hatten: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Rush Hour 2 (2001)

Nach einem Tag bei den Schwiegereltern samt Lauf zurück nach Hause, haben wir uns abends noch um die Kaninchen der urlaubenden Nachbarn gekümmert und sind danach platt aufs Sofa gefallen. Mit „Rush Hour 2“ haben wir uns direkt die Fortsetzung des Films angeschaut, der erst am Vorabend über unseren Fernseher geflimmert ist. Ob uns das Sequel überzeugen konnte? 🎰

Rush Hour 2 (2001) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Rush Hour 2 (2001) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Eine völlig erwartbare Fortsetzung des 90er Hits

Im Gegensatz zu „Rush Hour“ hatte ich die Fortsetzung nie gesehen. Ich weiß gar nicht wieso, doch es hat sich einfach nicht ergeben. Letztendlich ist der Film auch genau so, wie man ihn sich vorstellt. Ein etwas anderes Setting, ein wenig mehr Action und eine inzwischen eingespielte Dynamik zwischen Jackie Chan und Chris Tucker. All das wirkt leicht angestaubt, gerade so manche Gags, doch funktioniert der Film immer noch erstaunlich gut. Auch die kurze Laufzeit von 90 Minuten, und damit noch einmal acht Minuten weniger als der ohnehin schon knackige Vorgänger, kommt dem positiven Eindruck zugute. Kurzweilige Buddy-Cop-Unterhaltung.

Was funktioniert am besten? Weiterhin die Dynamik zwischen Chris Tucker und Jackie Chan. Das muss sie aber auch, denn ohne diese wäre es sicher beim ersten Film geblieben. Auch die Action ist erneut famos und macht Lust darauf, sich wieder mehr mit Jackie Chans Kampfkunst auseinanderzusetzen. Nicht umsonst ist er ein Meister seines Fachs. Die Handlung selbst bleibt wenig komplex und ist nur der Aufhänger für die wilde Jagd durch Hongkong und später Las Vegas.

Fazit

Ich hatte wieder erstaunlich viel Spaß mit dem ungleichen Duo. Auch die Kinder waren begeistert und haben fast noch mehr gelacht als beim ersten Teil. Insgesamt einfach more of the same, aber das muss in diesem Fall ja nichts Schlechtes sein. Nun freue ich mich noch auf den dritten Teil und dann ist auch diese Trilogie schon wieder vorbei: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Rush Hour (1998)

Gestern Abend sind wir eher spät vor den Fernseher gekommen, so dass ich einen kürzeren Film aus dem Regal gezogen habe: Die Wahl ist auf „Rush Hour“ gefallen, mit dem ich einen entspannten Kinoabend als Teenager verbinde. Obwohl ich den Film über die Jahre immer mal wieder gesehen habe, sind mir die Fortsetzungen bis heute unbekannt. Wie gut er gealtert ist und wie er den Kindern gefallen hat?

Rush Hour (1998) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Rush Hour (1998) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Eine nach wie vor unterhaltsamer Buddy-Cop-Film

Wie bin ich ausgerechnet auf „Rush Hour“ gekommen? Die Kinder waren von Jackie Chan in „Karate Kid: Legends“ ziemlich begeistert. Darauf hin habe ich ihnen natürlich von Jackie Chan als Kampfkunststar erzählt. Da seine Filme schlecht greifbar sind und größtenteils auch erst ab 16, habe ich kurzerhand die „Rush Hour“-Trilogie für einen schmalen Taler bestellt. Das war letztendlich wohl auch der perfekte Einstiegt, denn die beiden hatten wirklich viel Spaß mit dem Film und oft lauf gelacht. Zu Beginn hatte ich ein wenig Sorge, dass „Rush Hour“ für die beiden zu altmodisch wirken könnte. Mode, Technik, Sprüche usw. All das ist schon ziemlich in die Jahre gekommen und auch die Prämisse des ungleichen Duos, dessen Komik sich viel durch Vorurteile speist, würde man heute vermutlich weniger offensiv inszenieren.

Was zweifellos weiterhin wunderbar funktioniert, ist die Dynamik zwischen Chris Tucker und Jackie Chan. Man merkt, dass zwischen den beiden eine wunderbare Chemie herrscht und da ist es auch nicht weiter schlimm, dass die restliche Handlung gerade so den Mindestanforderungen entspricht. In den Actionszenen kann Jackie Chan natürlich auftrumpfen, wenngleich man hier auch nur eine abgeschwächte Form seiner Kunst zu sehen bekommt. Für mich hat das alles doch immer noch recht gut funktioniert und ich war erstaunt, wie kurz und knackig der Film mit seinen gut 90 Minuten doch geworden ist. Viel Fett ist hier wirklich nicht dran. Genau richtig für solch einen Buddy-Cop-Film mit Culture-Clash-Fokus.

Fazit

Ich hatte wieder eine gute Zeit mit „Rush Hour“, auch weil der Film eine wunderbare Spät-90er-Jahre-Atmosphäre besitzt. Die Kinder waren ziemlich begeistert und der Zwergofant hat sich sogar überlegt, direkt 9 Punkte zu vergeben. Die nächsten Filmabende sind auf jeden Fall gesichert, wenn die Zeit einmal wieder knapp ist. Hat Spaß gemacht: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Peter Hase 2: Ein Hase macht sich vom Acker – OT: Peter Rabbit 2: The Runaway (2021)

Aufgrund diverser Ostervorbereitungen sind wir erst recht spät zur Ruhe gekommen. Das Zappelinchen hatte sich recht spontan entschlossen, mit ihrer Patentante in die Osternacht zu gehen, so dass wir mit „Peter Hase 2: Ein Hase macht sich vom Acker“ auf einen waschechten Kinderfilm zurückgreifen konnten. Eine überraschend gute Wahl, denn so viel haben der Zwergofant und ich schon lange nicht mehr bei einem Filmabend gelacht. 🐰

Peter Hase (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Peter Hase (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Eine enorm witzige Fortsetzung des Hasenfilms

Seit wir den Vorgänger „Peter Hase“ gesehen haben, sind bereits drei Jahre ins Land gezogen. Auch damals haben wir Ostern zum Anlass genommen, auch wenn der Film rein gar nichts mit dem Fest zu tun hat. Ich wusste nur noch, dass ich ihn damals überraschend lustig und sympathisch fand. Auch in die Fortsetzung bin ich schnell reingekommen. Dieses Mal geht es für Peter Hase in die Stadt, wo er zwielichtige Gestalten kennenlernt. Im Grunde bekommen wir es mit einer Gangstergeschichte zu tun, die sich im letzten Drittel zu einem Heist-Movie wandelt. Das alles ist so charmant und witzig erzählt, dass es eine wahre Freude ist.

Parallel zur Hasenhandlung begleiten wir die von Rose Byrne und Domhnall Gleeson gespielten Elternfiguren der Hasensippe bei dem Versuch das Buch „Peter Hase“ zu verlegen. Hier wird der Film fast schon meta und kratzt teils deutlich an der vierten Wand. Das fand ich nicht unbedingt nötig und hat der Geschichte ein wenig die unschuldige Albernheit genommen, die ihr innewohnt. Davon abgesehen sieht der Film toll aus, die Tiere sind fantastisch animiert und die Handlung ist mitreißend. Einzig die vielen Pop-Songs waren mir, wie bereits beim Vorgänger, fast schon zu viel.

Fazit

Mich hat „Peter Hase 2: Ein Hase macht sich vom Acker“ wirklich positiv überrascht. Der Humor ist nicht sonderlich nuanciert, doch in seiner Plakativität enorm witzig. Wir haben viel gelacht und ich würde mir auch noch gerne einen dritten Teil anschauen. Funktioniert auch für ältere Kinder und Erwachsene gut: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: war mit ihrer Patin in der Osternacht; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Ein Minecraft Film – OT: A Minecraft Movie (2025)

Wir waren zum ersten Mal in diesem Jahr im Kino! Nachdem wir aufgrund von Krankheiten und Terminen schon einige Filme verpasst hatten, war der Besuch von „Ein Minecraft Film“ allerdings Pflicht. Zumindest für den Zwergofanten, der sich schon lange und intensiv mit der Videospielvorlage beschäftigt hat. Auch mich hat er schon ein paarmal versucht in diese Welt einzuführen, was mehr oder weniger gut funktioniert hat. Am Sonntagnachmittag bin ich also mit fünf Kindern ins Kino aufgebrochen, um zwei Filme zu sehen. Wie es dazu kam, lest ihr hier… 🟩⚔️

Ein Minecraft Film (2025) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Ein Minecraft Film (2025) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Ein Kinoausflug ins Land der bunten Blöcke

Neben dem Zwergofanten habe ich noch seine zwei Cousins eingepackt, die den Film auch unbedingt sehen wollten. Das Zappelinchen dagegen hatte mit ihrer Cousine schon länger einen Kinobesuch geplant und da „Ein Minecraft Film“ und „Ein Mädchen namens Willow“ recht zeitgleich liefen, habe ich das große Auto vollgepackt und bin mit fünf Kids ab ins Kino. Davor haben wir jedoch noch Station bei einer großen Fast-Food-Kette gemacht, bei der es momentan Menüs zum Film gibt. Im Kino angekommen habe ich die Kids noch mit Popcorn und Getränken versorgt, bevor sich unsere Wege getrennt haben: Mit den Jungs bin ich in „Ein Minecraft Film“ abgebogen, während die Mädels noch kurz auf ihre Vorstellung warten mussten. Im Kinosaal war die Spannung schon groß und nach der Werbung ging es dann endlich los.

Nach einem kurzen Intro, bei dem wir Steve und die Oberwelt kennenlernen, biegen wir erst einmal in Richtung Realität ab und erleben dort eine Komödie, wie sie doch recht typisch für Jared Hess ist. Der Regisseur von u.a. „Napoleon Dynamite“ hat einen sehr speziellen Stil, den ich nicht sofort mit einer Mainstream-Videospielverfilmung verknüpft hätte. Es ist wirklich unglaublich, wie absurd der Humor teils daherkommt. Bei meiner ersten Begegnung mit Jared Hess konnte mich das noch nicht sonderlich begeistern, doch heute fand ich es fantastisch. Der Humor ist albern und oft zotig, die Figuren völlig überzeichnet und die Welt kein realistisches Abbild der Realität. Ich mochte das wirklich sehr. In der Oberwelt angekommen, verläuft der Film schon eher auf gewohnten Bahnen und ich musste teils an „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ denken, was auch an Jack Black liegen mag.

Die Welt ist ist liebevoll gestaltet und, wie ich aus nachfolgenden Gesprächen mit dem Zwergofanten und seines Cousins erfahren habe, voller Anspielungen auf die Vorlage. Die Spielmechanik muss, bis auf ein paar offensichtliche Fehler, wie man mir erklärte, wirklich gut abgebildet worden sein. Übrigens sitzen die Jungs gerade oben vor der Switch und bauen neue Welten. Das hat der Film auf jeden Fall erreicht. Ich selbst wurde definitiv gut unterhalten. Überraschend gut. Das hatte ich so nicht erwartet. Viele der absurden Gags haben mich zum Lachen gebracht. Da stört es auch nicht, dass es keine wirkliche Geschichte gibt. Mit einem weniger speziellen Regisseur hätte hier leicht generische Langeweile herrschen können. Jared Hess war anscheinend genau der richtige Mann für den Job, auch wenn seine Wahl nicht sonderlich naheliegend war. Hat (für mich) bestens funktioniert.

Fazit

Nach dem Film waren alle Kinder begeistert (die jungen Damen hatten auch viel Spaß mit „Ein Mädchen namens Willow“). Ich kann durchaus verstehen, dass „Ein Minecraft Film“ inzwischen ein mittelgroßes Phänomen ist. Auch wenn es mit Sicherheit nicht mein Lieblingsfilm wird, so bin ich doch sehr positiv überrascht und freue mich, dass ich durch den Film einen weiteren Einblick in ein Hobby der Kinder erhalten habe. Ein rundum gelungener Tag: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: hat mit ihrer Cousine „Ein Mädchen namens Willow“ in einem anderen Saal geschaut; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels – OT: Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull (2008) (WS1)

Nach dem ersten kompletten Draußentag des Jahres, inklusive Abendessen auf der Terrasse, haben wir uns abends zu „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ vor dem Fernseher versammelt. Erneut ohne Zappelinchen, das leider keinerlei Interesse an der Filmreihe zeigt. Ich selbst war ziemlich gespannt auf den Film, da meine bisher einzige Sichtung, damals im Kino, inzwischen schon unfassbare 17 Jahre zurückliegt. 💎💀

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Eine späte und in Teilen erfolgreiche Fortsetzung

„Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ wurde damals ziemlich gescholten. Damit war die Wahrnehmung ähnlich wie auch bei „Star Wars: Die dunkle Bedrohung“. Es war schon immer gefährlich, späte Fortsetzungen zu beliebten Filmreihen zu drehen. Finanziell erfolgreich sind sie allerdings meist doch, sonst würde es heute nicht zu einer Flut an Legacy-Sequels kommen. Doch zurück zu Indy: Ich hatte damals viel Spaß mit dem Film, auch wenn ich ihn nicht perfekt fand. Am meisten haben mich wohl die Aliens bzw. die interdimensionalen Wesen gestört. Das hat für mich nicht so richtig zu den bisherigen Abenteuern gepasst. Heute jedoch muss ich zugeben, dass Spielberg Indy schon recht geschickt in die 1950er Jahre geschickt hat und das mit allem was dazu gehört: Kalter Krieg, Kommunisten, Atombombe und eben auch Aliens. Eine konsequente Weiterentwicklung der ursprünglichen Pulp-Serial-Idee von Goerge Lucas. Zu gerne würde ich immer noch die Umsetzung von „Indiana Jones and the City of Gods“ sehen, wie Frank Darabonts Drehbuchentwurf hieß.

Auch heute hat mir „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ in Teilen wieder gut gefallen. Speziell die erste Hälfte finde ich immer noch richtig stark. Das Zusammenspiel zwischen Harrison Ford und Shia LaBeouf funktioniert für mich ausgezeichnet und ich hätte die Figur des Mutt Williams gerne weiterhin gesehen. Auch so manche handgemachte Actionszene oder die Erkundung des Grabes fand ich toll. Cate Blanchetts Bösewichtin Irina Spalko funktionierte für mich teils, doch kratzt sie manchmal schon an der Comichaftigkeit. Am meisten gestört hat mich wohl der Look des Films: Er wirkt in (zu) vielen Szenen zu digital. Das fängt bei offensichtlichen Greenscreen-Szenen an und hört bei völlig albernen Tarzan-Einlagen auf. Dazwischen befindet sich dann noch die Actionszene im Dschungel, welche vermutlich an die Panzerszene aus „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ angelehnt sein soll, in vielen Einstellungen aber einfach nur peinlich wirkt und wie ein Videospiel aussieht. CGI in den 2000er Jahren war wirklich schwierig. Schade, dass Spielberg sich so stark darauf fokussiert hat.

Fazit

„Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ ist bisher eindeutig der schwächste Teil der Reihe. Mit Abstand. Harrison Fort ist allerdings fantastisch darin und was er hier mit 65 Jahren geleistet hat, ist beeindruckend. In Teilen kommt zwar durchaus Indy-Feeling auf, welches dann in anderen Szenen leider schnell wieder zunichte gemacht wird. Unnötig und inzwischen dennoch Teil der Reihe: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: hatte keine Lust den Film mit anzuschauen; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Vaiana 2 – OT: Moana 2 (2024)

Eine extrem fordernde Woche geht zu Ende. Wie jeden Freitagabend habe ich auch heute den Zwergofanten zum Karate-Training gefahren. Seit der Zeitumstellung fahre ich währenddessen nicht mehr nach Hause, sondern gehe eine Runde über die Felder spazieren und schaue mir danach den Rest des Trainings an. Danach haben wir noch die bestellte Pizza abgeholt und uns im Anschluss endlich „Vaiana 2“ angeschaut. Den Film hätten wir schon unglaublich gerne im Kino gesehen, doch leider waren damals alle abwechselnd krank. So ging es erst heute wieder in die Südsee… 🌊

Vaiana 2 (2024) | © Walt Disney

Vaiana 2 (2024) | © Walt Disney

Leider nur eine nett anzusehende Fortsetzung

Mit „Vaiana“ verbinde ich ganz besondere Erinnerungen: Es war nach „BFG: Big Friendly Giant“ der zweite Kinofilm, den ich damals vor acht Jahren mit dem Zappelinchen zusammen im Kino geschaut habe. Nicht nur deshalb fand ich den Film toll, es war auch der beste Disney-Film, den ich seit langer Zeit gesehen hatte. Beim zweiten Durchgang vor sechs Jahren war ich ebenso begeistert und entsprechend heiß auf die Fortsetzung. Inzwischen hatte sich die Vorfreude etwas gelegt, denn ich habe viele durchwachsene Kritiken gelesen. Auch der Fakt, dass die Geschichte zunächst als Serie umgesetzt werden sollte und man sich wohl ziemlich kurzfristig entschieden hat, aus dieser einen Kinofilm zu machen, sorgte bei mir nicht gerade für Begeisterung. Das für Streaming typische Bildformat von 2,00:1 ist wohl ein Überbleibsel davon. Ob mich der Film dennoch zu überzeugen wusste?

Ich sag es mal so: „Vaiana 2“ wäre nicht nötig gewesen. Für mich fängt er die Magie des Vorgängers nicht wirklich ein. Der Look ist famos, keine Frage. Auch habe ich mich gefreut, die liebgewonnenen Figuren wiederzusehen. Alles darüber hinaus? Das ist leider nur bestenfalls nett. Die Geschichte ist nahezu ein Remake des ersten Teils. Nur mit schlechterem Pacing und mehr Figuren. Auch die Songs haben bei mir nicht gezündet, was besonders schade ist, denn die von „Vaiana: Das Paradies hat einen Haken“ hatte ich noch tagelang danach im Ohr. Vielleicht fehlt hier einfach das Talent eines Lin-Manuel Miranda? Das liest sich nun alles katastrophal, doch ist es nicht. Mich hat „Vaiana 2“ durchgehend nett unterhalten. Aber eben auch nicht mehr. Spätestens bei der Mid-Credit-Szene und dem lieblosen Abspann davor hatte ich das Gefühl, dass Disney hier auf Teufel komm raus ein Sequel nachschieben wollte. Es macht den Vorgänger nicht kaputt, aber bietet auch keinen wirklichen Mehrwert. Dennoch habe ich wieder sehr gerne Zeit mit Vaiana, Maui und Co. verbracht. Das war schön.

Fazit

Wenn ich den Vorgänger nicht so sehr lieben würde, wäre ich vielleicht nicht so enttäuscht gewesen. Die Kinder waren deutlich begeisterter, speziell das Zappelinchen (leider schon wieder recht angeschlagen), das zu Beginn eher keine große Lust auf einen Filmabend hatte. Frau bullion war nach 10 Minuten schon eingeschlafen, was auch kein gutes Zeichen ist. Mit viel gutem Willen eine nette Fortsetzung: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Transformers (2007) (WS2)

Trotz Urlaub schlafe ich momentan definitiv zu wenig. Die Handwerker standen heute wieder sehr früh vor der Tür, doch immerhin ist die Installation unserer PV-Anlage nun vorerst abgeschlossen. Nach den ersten zwei Waschmaschinenladungen wurde auch „Transformers“ beim heutigen Filmabend durch 100% Solarstrom betrieben. Den Film wollte der Zwergofant schon ewig sehen und da heute sowohl Frau bullion als auch das Zappelinchen (unabhängig voneinander) im Kino waren, gab es wilde Roboter-Action für die Zurückgebliebenen… 🤖🚚

Transformers (2007) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Transformers (2007) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Visuell beeindruckend und ermüdend zugleich

Wie in dem Artikel über meine Obsessionen während der 80er beschrieben, gehörten die wandelbaren Plastikroboter zu meinen liebsten Spielzeugen. Wer mehr darüber erfahren möchte, dem kann ich die zweite Staffel von „The Toys That Made Us“ ans Herz legen, in der der Ursprung dieses Franchises wunderbar aufgearbeitet wird. Als „Transformers“ damals ins Kino kam, war ich einer der ersten Besucher. Danach war ich ziemlich enttäuscht. Gerade mit den kindischen Gags und der nicht vorhandenen Handlung konnte ich nichts anfangen. Dafür fand ich die Effekte beeindruckend und selbst Michael Bays Inszenierung empfand ich als passend für das Franchise. Drei Jahre später, bei der zweiten Sichtung, wusste ich deutlich mehr mit „Transformers“ anzufangen. Und wie sah es heute zusammen mit dem Zwergofanten aus?

Während der ersten Stunde hätte ich sogar gewettet, dass sich der Film punktemäßig noch einmal steigern würde. Es ist nahezu unglaublich, dass „Transformers“ inzwischen schon 18 Jahre auf dem Buckel hat. Die Effekte sehen nach wie vor unfassbar gut aus. Gerade die Interaktionen zwischen Optimus Prime, Bumblebee und Co. mit ihren menschlichen Mitstreiter:innen sind großartig und waren bestimmt ein hartes Stück Arbeit. Da gibt es viele modernere Filme, die das bedeutend schlechter aussehen lassen. Auch inhaltlich mochte ich den groben Unfug, der uns von Shia LaBeoufs Figur Sam Witwicky als dramatisch verkauft wird. Ich mag seine Rolle und seine Beziehung zu den Autobots. Wo „Transformers“ bei mir abermals auseinanderfällt sind die Actionszenen, welche gerade Richtung Finale einfach zu ermüdend wirken. Viel zu viel. Viel zu laut. Viel zu hektisch. Das war mir dann doch wieder zu anstrengend.

Fazit

Ich hatte heute durchaus wieder viel Spaß mit „Transformers“ und war natürlich besonders gespannt, wie der Film dem Zwergofanten gefallen würde. Er war tatsächlich ziemlich begeistert, hätte am Ende aber auch mit weniger Action leben können. Dafür wollte er direkt wissen, ob es noch Fortsetzungen gibt. Ich glaube, für die nächsten Duo-Filmabende steht das Programm: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: war mit einer Freundin im Kino; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

James Bond 007: Ein Quantum Trost – OT: Quantum of Solace (2008) (WS1)

Beim heutigen Filmabend ging es weiter mit unserer James-Bond-Sichtung und es stand „James Bond 007: Ein Quantum Trost“ auf dem Programm. Meine Erinnerungen daran waren eher schwach ausgeprägt und ich konnte mich nur noch an ein paar Set-Pieces und die überaus hektische Inszenierung der Action-Szenen erinnern. Hat der Film tatsächlich mehr zu bieten?

James Bond 007: Ein Quantum Trost (2008) | © Warner Bros (Universal Pictures)

James Bond 007: Ein Quantum Trost (2008) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Eine durchaus gelungene Fortsetzung der Reihe

Ich kann es direkt vorwegnehmen, dass mir „Ein Quantum Trost“ dieses Mal besser gefallen hat als bei meiner ersten Sichtung vor 12 Jahren. Speziell die hektische Inszenierung hat mich nicht mehr so sehr gestört. Ich wusste die Kinetik zu schätzen und mochte auch die geerdete Brutalität. Passend für diese Rachegeschichte. Die Handlung selbst wirkt zunächst komplizierter als sie eigentlich ist. Im Grunde geht es um eine Hatz von A nach B nach C nach D und das bringt 007 an ein paar durchaus beeindruckende Schauplätze. Hat mir wirklich gut gefallen. Dennoch mag ich die Filme der Reihe lieber, in denen sich etwas mehr Zeit gelassen wird.

Olga Kurylenko ist ein tolles Bond-Girl, auch weil die Beziehung platonisch bleibt. Dafür fand ich Gemma Artertons Figur leider verschenkt und auch Bösewicht Dominic Greene ist kein Vergleich zu Le Chiffre. Auch das Finale in der Wüste hat mir dieses Mal besser gefallen, wenngleich ich mich doch gefragt habe, wie so ein Hotel gebaut sein muss, dass es gefühlt voller explosiver Bomben ist, hat es denn erst einmal Feuer gefangen. Aber nun gut, es ist eben immer noch ein James-Bond-Film. Da muss man Logik vermutlich nicht als Maßstab nehmen, selbst wenn Marc Forster sich Mühe gibt, den Film realistischer wirken zu lassen als die alten Filme der Reihe.

Fazit

„Ein Quantum Trost“ ist eine gelungene Fortsetzung, welche inhaltlich jedoch nur „Casino Royale“ abrundet, der in jeder Hinsicht stärker ist. Dennoch hatte ich meinen Spaß mit dem Film und die Kids waren auch wieder angetan. Am meisten freuen sie sich nun aber auf „Skyfall“, zu dem sie durch den Song einen größeren Bezug haben. Gute Unterhaltung: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Der Schuh des Manitu (2001)

Der letzte Arbeitstag vor dem Urlaub hatte es noch einmal in sich. Ich war im Büro und  irgendwann fühlte ich mich richtig krank. Das wäre nun ja wieder typisch. Aber mal abwarten, wie es morgen aussieht. Abends war das Zappelinchen bei einer Freundin und ich mit dem Zwergofanten beim Karate-Training. Auf der Fahrt erwähnte er, dass er gerne „Der Schuh des Manitu“ sehen würde, was mich doch etwas verwundert hat, wollte Frau bullion die Kids doch schon einmal an den Film heranführen. Das hatte damals aber nicht wirklich funktioniert. Und heute? 🤠

Der Schuh des Manitu (2001) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Der Schuh des Manitu (2001) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ein Komödienerfolg aus längst vergangenen Tagen

Es ist aus heutiger Sicht schon unglaublich, wie erfolgreich „Der Schuh des Manitu“ damals war. Entstanden aus der Sketch-Comedy-Show „Bullyparade“ wurde der Film zum größten deutschen Kinoerfolg aller Zeiten. Ebenso unvorstellbar, dass nie eine Fortsetzung dazu kam. Das wird sich dieses Jahr mit „Das Kanu des Manitu“ ändern. Ich bin wirklich gespannt, wie sich dieses späte Sequel heute schlagen wird. Aus offensichtlichen Gründen ist „Der Schuh des Manitu“ nämlich nicht sonderlich gut gealtert. Schon alleine die Prämisse eine Parodie auf die „Winnetou“-Filme zu sein ist aus der Zeit gefallen, denn wer aus der heutigen Generation kennt diese noch? Ich habe als Kind noch Karl May gelesen, aber diese Zeiten sind längst vorbei. Es gibt keine „Bullyparade“ mehr im TV, weshalb auch der Bezug zu Michael ‚Bully‘ Herbig fehlt. Also wird es nur ein weiteres Legacy-Sequel? Man darf gespannt sein.

Doch nun zurück zu „Der Schuh des Manitu“: Ich hatte auch heute wieder viel Spaß mit dem Film, dabei funktionieren weit nicht (mehr) alle Gags. Wie schon damals fand ich Michael Herbigs Regie sehr beeindruckend, denn er trifft den den Spaghetti-Western-Look in allen Szenen rund um Santa Maria wirklich perfekt. Hier funktionieren auch die Gags noch wunderbar, denn der Kontrast zwischen dem ernsthaften Spiel Sky du Monts und den völlig absurden Situationen (der Gipfel ist die Darbietung von „Superperforator“) birgt einfach unglaublich viel Humorpotenzial. Auch wenn man eine Figur wie Winnetouch heute nicht mehr so schreiben und inszenieren würde (ich bin wirklich sehr auf „Das Kanu des Manitu“ gespannt), so funktioniert sie für mich auch heute noch. Vermutlich weil sie nicht abwertend geschrieben wurde, sondern wertschätzend humorvoll. Aber das sieht die Generation, die nicht mit „Der Schuh des Manitu“ aufgewachsen ist, vielleicht auch ganz anders. Letztendlich zündet weit nicht mehr jeder Gag, andere dagegen sind immer noch wunderbar. Am Ende ist der Film mit seinen 80 Minuten Laufzeit auch schnell wieder vorbei und bleibt für mich nahezu konstant sympathisch. Selbst nach all den Jahren.

Fazit

„Der Schuh des Manitu“ heute noch einmal zu sehen fühlt sich an wie eine Zeitreise in längst vergangene Tage. Obwohl der Zwergofant keinen Kontext (Karl May, Bully usw.) besitzt, so konnte er doch viel lachen. Slapstick und absurder Humor zünden einfach immer. Somit war der zweite Anlauf erfolgreich. Auch wenn ich „Das Kanu des Manitu“ vermutlich nicht im Kino sehen werde, bin ich doch gespannt, ob er ein Erfolg wird. Das Original ist zurecht eine Erfolgsgeschichte: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: war bei einer Freundin; Zwergofant: 7/10 Punkte.)