The Lost City: Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2022)

Die erste Arbeitswoche ist geschafft. Nun ist endlich Wochenende. Nachmittags habe ich noch die weihnachtliche Außenbeleuchtung abgebaut und zum Abendessen eine Pizza bestellt. Danach hat es uns aufs Sofa gezogen. Um einen Film zu wählen, der allen gefallen könnte, habe ich „The Lost City: Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ gestartet. Ob die romantische Abenteuerkomödie bei uns zünden konnte? 👑

The Lost City: Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2022) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

The Lost City: Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2022) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Ein 08/15-Remake von „Romancing the Stone“

Es ist schon verblüffend, wie sehr die Prämisse von „The Lost City“ der des 1984er Abenteuerklassikers „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ gleicht: Ein Autorin von Liebesschnulzen wird entführt und in ein tatsächliches Abenteuer gestürzt. Dabei muss sie sich mit einem unerwarteten Begleiter zusammenraufen und am Ende steht natürlich die große Romanze. Für mich schreit alles nach Remake, doch ein solches ist „The Lost City“ offiziell nicht. Schade eigentlich, denn dann wäre die Erklärung, warum das alles so uninspiriert und nach Schema F abläuft, einleuchtender gewesen. Auch wenn Sandra Bullock und Channing Tatum durchaus miteinander harmonieren, so bleibt das Abenteuer doch so seicht und ohne Höhepunkte, dass es fast schon traurig ist. Gerade im Vergleich zum Klassiker mit Kathleen Turner und Michael Douglas, der mit „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“ sogar eine Fortsetzung erhielt.

Die einzigen Highlight der sonst so vor sich hinplätschernden Abenteuergeschichte, waren für mich Daniel Radcliffe als charismatischer Bösewicht und Brad Pitt als als comichafter Actionheld. Gegen beide Charaktere bleiben alle anderen blass und vermutlich hätte man sowohl die beiden Hauptfiguren als auch die Geschichte auf elf drehen müssen, um Eindruck zu hinterlassen. Was hätte alles im Dschungel passieren können? Ich erwarte ja kein zweites „Jumanji: Welcome to the Jungle“, doch ein paar Tiere wären schon nett gewesen. Somit bleibt am Ende nur eine leidlich unterhaltsame Geschichte, die allerdings schon einmal besser erzählt wurde, ohne Höhepunkte.

Fazit

„The Lost City: Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ ist nette Unterhaltung. Die Zeit vergeht und ich konnte ein paar Mal schmunzeln. Am Ende bleibt leider nur Durchschnitt und ich bin sicher, den Film bald schon vergessen zu haben. Dann lieber noch einmal zurück in die 1980er und die deutlich inspiriertere Version der Geschichte erleben: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Review: It Takes Two (2021) | Nintendo Switch

Auch wenn ich in den vergangenen Jahren wieder ein paar Videospiele gespielt habe, so konnte ich mich nie aufraffen, auch darüber zu schreiben. Alleine nehme ich mir überhaupt nicht mehr die Zeit für mein ehemaliges Nummer-Eins-Hobby, doch mit dem Zwergofanten habe ich bereits schöne Stunden mit „Luigi’s Mansion 3“ oder anderen Multiplayer-Titeln verbracht. Was nun das Spiel „It Takes Two“ so großartig macht, dass ich darüber schreiben möchte, lest ihr in der folgenden Besprechung… 👨‍👩‍👧

It Takes Two (2021) | © Hazelight Studios & Electronic Arts

It Takes Two (2021) | © Hazelight Studios & Electronic Arts

Der Name „It Takes Two“ ist Programm

Um den Titel bin ich schon länger herumgeschlichen. Eben weil es nur wenige, wirklich gelungene, Couch-Coop-Titel dieser Art gibt. Ich war mir jedoch nicht sicher, ob das Spiel inhaltlich wirklich für Kinder geeignet ist. Diesen Zweifel kann ich nun komplett wegwischen, denn „It Takes Two“ eignet sich perfekt dafür, zusammen mit Kindern gespielt zu werden. Die Geschichte um ein Elternpaar, das sich trennen möchte, und eine Tochter, die ihre Eltern unabsichtlich und unbewusst in Spielfiguren verwandelt, ist wunderschön erzählt und geht zu Herzen. Im folgenden Verlauf müssen die Eltern (wieder) lernen zusammenzuarbeiten, was sich spielmechanisch widerspiegelt. Das ist so geschickt und großartig gemacht, dass es eine wahre Freude ist. Zu Beginn des Spiels entscheidet man sich für einen Elternteil. Der Zwergofant hat als Cody gespielt und ich als May. Die Fähigkeiten der Spielfiguren unterscheiden sich dabei in jedem Abschnitt und ergänzen sich perfekt. Zum Beispiel kann Cody entzündliches Harz verschießen und May besitzt einen Raketenwerfer, mit dem sie dieses dann zum Explodieren bringen kann. Oder beide haben unterschiedlich gepolte Magnete, die Gegenstände im Level anziehen oder abstoßen, was geschickt kombiniert werden muss. Dies sind nur zwei der unzähligen Spielmechaniken, die „It Takes Two“ aufweist.

Das beste Couch-Coop-Spiel, das ich kenne

Man kann „It Takes Two“ nicht alleine spielen, es ist komplett auf Multiplayer ausgerichtet und findet daher im vertikal geteilten Splitscreen statt; einzige Ausnahmen bilden Levelabschnitte, in denen beide Figuren in einem Screen spielen (z.B. Side-Scroller). Bei all den unterschiedlichen Spielmechaniken ist „It Takes Two“ doch ein sehr stringentes und umfangreiches Spiel. Die Level sind teils ausladend groß und motivieren, die Gegend zu erkunden. Die einzelnen Schauplätze sind extrem liebevoll gestaltet und stark in einer überhöhten Realität verankert: Wir kämpfen uns durch verschiedene Räume des Hauses (z.B. Kinderzimmer oder Dachboden) bzw. den anschließenden Garten. Das macht extrem viel Spaß und erinnert teils an Filme, wie z.B. „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“. Ich kann gar nicht sagen, wie lange wir an „It Takes Two“ gespielt haben. Vermutlich ca. 15-20 Stunden. Man kommt bestimmt auch schneller durch oder kann sich noch mehr Zeit lassen, da es auch unzählige Minispiele zu entdecken gilt. Der Schwierigkeitsgrad ist perfekt gewählt: Man kommt sehr gut voran, doch gibt es durchaus auch ein paar forderndere Jump-and-Run-Sequenzen, die ein gewisses Timing erfordern. Auch Endgegner*innen mussten wir teils mehrmals angehen. Frustrierend war das Spiel jedoch nie, da es sehr gnädig ist, was weitere Versuche angeht, und nahezu unmittelbar vor dem Scheitern speichert. So viel Luxus bin ich als Videospieler der frühen 1990er Jahre überhaupt nicht gewöhnt.

It Takes Two (2021) | © Hazelight Studios & Electronic Arts

It Takes Two (2021) | © Hazelight Studios & Electronic Arts

Am Ende waren sowohl der Zwergofant als auch ich traurig, dass unsere Reise durch „It Takes Two“ vorbei war. Es war eine schöne Tradition, uns abends noch einmal für 30 Minuten hinzusetzen und einen Abschnitt zu spielen. Am Wochenende auch gerne mal für eine Stunde. Beides ist mit dem Spiel möglich. Wahrlich tolles Spieledesign in jeder Hinsicht. Auch formal ist Hazelight Studios ein Meisterstück gelungen: „It Takes Two“ sieht unfassbar gut aus und auch die deutsche Sprachausgabe ist famos geworden. Auf einer PS5 oder Xbox Series X mag das Spiel noch eindrucksvoller wirken, doch muss sich die Nintendo-Switch-Version absolut nicht versteckend und es ist beeindruckend, was aus dieser Konsole herausgeholt wird.

Fazit

Wer bis hierher gelesen hat, kennt das Fazit schon: „It Takes Two“ ist für mich das beste Couch-Coop-Spiel, das ich je gespielt habe. Es ist liebevoll gestaltet und besitzt unfassbar viele innovative Spielmechaniken, so dass es nie langweilig wird. Der Zwergofant und ich wurden stets aufs Neue überrascht und kamen teils aus dem Staunen nicht mehr heraus. Definitiv ein neues Lieblingsspiel, das ich allen Multiplayer-Fans nur ans Herz legen kann. Egal ob mit Kindern, Freund*innen oder Partner*innen. Spielt dieses Spiel, ihr werdet zweifellos begeistert sein: 10/10 Punkte. (Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsspiel

Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs – OT: The Lord of the Rings: The Return of the King – Extended Edition (2003) (WS2)

Es heißt Abschied nehmen. So langsam auch von den Weihnachtsferien, doch vor allem von Mittelerde. Der ausführliche Besuch mit sechs extrem langen Filmen hat meinen gesamten Medienkonsum über die letzten zwei Wochen bestimmt. Heute war folglich „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ an der Reihe. Das große Finale einer großen Filmreihe. Zuletzt hatte ich sie vor gut sieben Jahren gesehen, was mir unwahrscheinlich lange zurückliegend vorkommt. Heute das erste Mal zusammen mit den Kindern. Wie ihnen der Abschluss gefallen hat? 🌋

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (2002) | © Warner Home Video

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (2002) | © Warner Home Video

Ein unfassbar episches und emotionales Finale

Ich kann den Abschied von Mittelerde noch gar nicht so richtig verarbeiten. Vor eineinhalb Wochen haben wir uns mit „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ auf den Weg gemacht. Gut 20 Stunden mit diversen Gefährten liegen hinter uns. So lange saßen die Kinder noch nie vor dem Fernseher. Den Scheibenwechsel haben wir jeweils zum Abendessen genutzt, was eine schöne Einrichtung war. Nun ist dieses Abenteuer zu Ende. Einerseits bin ich ein wenig wehmütig, schließlich habe ich den Plan, die „Der Herr der Ringe“-Trilogie erst nächstes Jahr zu sehen, verworfen, um die gesamte Reise bereits diesen Winter anzutreten. Andererseits freue ich mich unglaublich, dass ich den Kinder eine meiner absoluten Lieblingstrilogien nahebringen konnte.

Der gesamte Film ist über die unfassbaren vier Stunden Laufzeit immer noch fantastisch. Er fühlt sich nie zu lange an und ich hätte mir in so mancher Szene sogar noch mehr Verweildauer gewünscht. Zeit im wunderschönen Mittelerde, Zeit mit liebgewonnenen Figuren. Die Schlacht um Minas Tirith ist gigantisch, keine Frage. Das Herz dieses letzten Abschnitts der Reise liegt jedoch bei Frodo und Sam. Und irgendwie auch Gollum. Gerade das Finale am Schicksalsberg ist so packend, dass die Kinder beide vor Anspannung den Figuren im Fernseher zugerufen haben. Diese konzentrierte Immersion habe ich bei ihnen so noch nicht erlebt. Mir selbst ging es nicht viel anders, denn Peter Jackson zieht hier wirklich alle inszenatorischen Register. Auch die ruhigeren Momente in Minas Tirith, speziell zwischen Gandalf und Pippin, haben wir wieder extrem gut gefallen.

Die unzähligen Abschiede in den letzten 20 Minuten hätte ich wieder durchheulen können. Auch wenn hier so manche Szene ausleuchtungstechnisch nicht komplett überzeugen kann, so sind sie inhaltlich doch unfassbar packend. Dann das Finale an den Grauen Anfurten und der Übergang zu Annie Lennox‘ „Into the West“. Ein Abschied, der dem Film würdig ist und der mich in den kommenden Tagen gedanklich noch häufiger nach Mittelerde führen wird. Ich habe so das Gefühl, dass die Kinder auch noch nicht ganz bereit sind, loszulassen. Wie sie damit umgehen werden?

Fazit

Das war es nun wieder mit dem filmischen Mittelerde. Zumindest für ein paar Jahre. Bei der letzten Sichtung hatte ich noch die Sichtung zusammen mit den Kindern in Aussicht gestellt. Diese ist nun vorbei. Werden sie bereit sein, sich in ein paar Jahren noch einmal mit ihrem alten Herren auf die Reise zu begeben? Oder werde ich dann wieder alleine mit Frau bullion losziehen? Alleine der Gedanke macht mich wehmütig. Ein Gefühl, das perfekt zu diesem Meilenstein von Fantasy-Film passt: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme – OT: The Lord of the Rings: The Two Towers – Extended Edition (2002) (WS2)

Die wilde Zeit der Feierei liegt hinter uns. Silvester haben wir recht ruhig verbracht und nach dem Raclette gab es noch einen ausgedehnten Spaziergang. Gegen 2 Uhr waren wir im Bett und entsprechend träge hat sich der heutige Tag gestaltet. Dennoch war ich laufen und habe über mein Sportjahr 2023 gebloggt. Abends stand mir der Sinn nach Sofa, auf dem wir uns schon um 17 Uhr eingefunden haben, um „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“  zu schauen. Ob die Fortsetzung bei den Kindern besser angekommen ist als „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“? 👁

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (2002) | © Warner Home Video

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (2002) | © Warner Home Video

Ein wirklich starker Mittelteil der Fantasy-Trilogie

Während meiner ersten Sichtungen von „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ fand ich den Film etwas schwächer als den Auftakt und das Finale. Inzwischen hat sich das aber geändert und ich lieben ihn mindestens genauso. Das ging mir bereits bei der letzten Sichtung vor sieben Jahren so und heute fand ich ihn fast noch stärker als den ersten Teil. Dies mag aber auch an der Begeisterung der Kinder liegen und daran, dass ich die drei Filme ohnehin nicht getrennt betrachten kann, sondern sie als ein großes Werk sehe. Im zweiten Teil hat die Welt von Mittelerde deutlich an Komplexität gewonnen und wir begleiten unsere Figuren in verschiedenen Handlungssträngen. Das wirkt deutlich moderner und zeitgemäßer. Wie steht es jedoch um die Inszenierung und die Effekte des über 20 Jahre alten Films?

Peter Jackson ist die Erweiterung der filmischen Mittelerde wahrlich großartig gelungen. Speziell Gollum bleibt hier natürlich im Gedächtnis, der für mich die erste wirklich glaubhafte CGI-Figur war. Auch heute funktioniert er noch exzellent, was zu großen Teilen an Andy Serkis‘ fantastischer Performance liegt. Doch auch Rohan ist in jeder Hinsicht beeindruckend. Gerade das abgelegene Edoras, das nicht via CGI kreiert wurde, sondern tatsächlich auf einen schwer zugänglichen Berg gebaut wurde. So etwas würde man heute nicht mehr machen. Weiter geht es nach Helms Klamm, wo meine Lieblingsschlacht in Mittelerde stattfindet. Hier funktioniert wirklich alles und die Darstellung in Dunkelheit und Regen lässt die Bedrohung nicht nur intensiv wirken, sondern kaschiert auch wunderbar so manchen Effekt. Im Gegensatz zu einigen Tageslichtszenen, könnte man diese Schlacht heute noch 1:1 so inszenieren.

Die knapp vier Stunden sind heute wie im Flug vergangen und die Kinder waren von Anfang mit dabei. Das hätte ich nach der kurzen Nacht ja nicht gedacht. Warum genau ihnen „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ so viel besser gefällt als der Vorgänger, muss ich in den nächsten Tagen noch ergründen. Dann folgt mit „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ auch schon das große Finale, auf das ich mich sehr freue. Diese Sichtung möchte ich in der verbleibenden Urlaubswoche noch unterbringen, die letztendlich sehr auf Mittelerde fokussiert war. Doch andere Filme kann man auch zu jeder anderen Jahreszeit gut schauen. Und überhaupt: Gibt es einen besseren Film zum Einstieg ins Filmsjahr 2024?

Fazit

„Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ hat mich bestens unterhalten. Das Zappelinchen war nicht nur von den vielen Pferden angetan und der Zwergofant war fasziniert und abgestoßen zugleich von Gollum. Mich würde es wundern, wenn zu meinen Lebzeiten ein weiteres so monumentales Werk auf Zelluloid gebannt wird. Peter Jackson hat hier wahrlich ein Epos für die Ewigkeit geschaffen: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Der Herr der Ringe: Die Gefährten – OT: The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring – Extended Edition (2001) (WS2)

Ich hatte mir lange überlegt, ob wir nach erfolgreichen Sichtung von „Der Hobbit“ direkt mit „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ weitermachen sollen. Schließlich bedeutet das drei weitere und sehr lange Filmabende in den Weihnachtsferien. Doch danach würde es auch nicht mehr gehen, denn schließlich gehört die Trilogie für mich eindeutig in die Weihnachtszeit. Da die Kinder schon in der Welt drin waren, und um nicht ein Jahr zu warten, haben wir uns also erneut nach Mittelerde begeben… 💍

Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001) | © Warner Home Video

Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001) | © Warner Home Video

Immer noch der Meilenstein des Fantasy-Kinos

Aufgrund einer weiteren Brettspiel-Session mit „Dorfromantik“ sind wir fast schon zu spät für den doch sehr ausführlichen Film aufs Sofa gekommen. Auch haben wir den Scheibenwechsel erneut für ein Abendessen genutzt. Zu diesem Zeitpunkt war es fast schon 21:00 Uhr und der Film sollte danach noch knapp zwei Stunden laufen. Das muss ich bei den beiden Fortsetzungen definitiv besser planen, zumal „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ auch nicht sonderlich temporeich erzählt ist. Dies habe ich speziell an den Kindern gemerkt, denn bis das Abenteuer letztendlich los ging, ist noch mehr Zeit vergangen als bei „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“. Weiterhin hat es sie etwas verwirrt, dass die Vorgänger moderner inszeniert waren und die Fortsetzung deutlich älter ist. Das soll auch jemand verstehen:

„Papa, ist Gandalf wirklich tot? Ach nee, der muss ja noch leben. Er taucht ja in „Der Hobbit“ wieder auf.“

– Das Zappelinchen nach Gandalfs Absturz in Moria

Ich selbst habe mich auch sieben Jahre nach der letzten Sichtung sofort heimisch in Mittelerde gefühlt. Gerade das langsame Pacing und die viele Zeit für Details liebe ich immer noch sehr. Aber ja, man sieht „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ das Alter langsam an. Ich meine das überhaupt nicht negativ, zumal der Film in der restaurierten UHD-Blu-ray-Version einen durchaus modernen Look besitzt. Peter Jacksons Fantasy-Meilenstein hat einfach schon über 20 Jahre auf dem Buckel und das fällt heute auf. Gerade der jüngeren Generation. Dennoch haben sich die Kinder, speziell der Zwergofant, von der Geschichte mitreißen lassen. Die Verschiebung im Ton des Films war bei ihm wohl das Hauptthema: Weg von der lockeren Abenteuergeschichte, hin zu einer bedrückenden Pflicht, die unsere Helden erfüllen müssen. Der Ring nicht mehr das spannende Gimmick, sondern die pure Bedrohlichkeit:

„Papa, ich hasse diesen Ring! Der ist richtig unheimlich.“

– Der Zwergofant während einer Nahaufnahme des Rings

So nahtlos hintereinander habe ich beide Mittelerde-Trilogien noch nie gesehen. Ich hatte etwas befürchtet, dass „Der Hobbit“ im direkten Vergleich deutlich abfällt. Allerdings muss ich sagen, dass die beiden Filmreihen für mich eher noch gewinnen. Das hat Peter Jackson, und ich weiß, dass dies eine sehr subjektive und nicht weit verbreitete Meinung ist, schon wirklich gut hinbekommen. Die Kinder sind sich übrigens beide sehr einig, dass „Der Hobbit“ die deutlich gelungenere Filmreihe ist. Jedoch habe ich noch Hoffnung auf eine differenziertere Einschätzung, wenn sie den Gesamtkontext der Geschichte kennen.

Fazit

Ich liebe „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ immer noch. Die Faszination, die der Film auf mich ausstrahlt, ist ungebrochen. Meine Kinder sind sich da nicht so ganz einig. Speziell das Zappelinchen konnte die Geschichte nicht sonderlich gut abholen. Allerdings hatte sie auch einen schwierigen Tag. Ich setze alles auf „Die zwei Türme“ und plane eine zeitlich frühere Sichtung ein. Bis dahin wird speziell der Zwergofant bestimmt noch viele Fragen haben. Schon alleine deshalb hat sich die erneute Sichtung gelohnt: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere – OT: The Hobbit: The Battle of the Five Armies – Extended Edition (2014) (WS2)

Nach einem angenehm faulen Tag mit einem sonnigen Lauf und einem Resümee der Weihnachtstage folgte heute mit „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ der Abschluss von Peter Jacksons Fantasy-Saga. Nach dem harten Cliffhanger des Vorgängers waren die Kinder extrem gespannt und auch ich hatte mich auf die erst zweite Sichtung der erweiterten Fassung gefreut… 🐗

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (2014) | © Warner Home Video

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (2014) | © Warner Home Video

Ein actionreicher und auch emotionaler Abschluss

„Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ ist eindeutig der düsterste Teil dieser Mittelerde-Trilogie. Es gibt keine abenteuerlichen Reisen mehr, sondern nur noch Krieg und Gewalt. Diese wurde so sehr nach oben geschraubt, dass ich fast schon Sorge hatte, es könnte zu viel für die Kinder sein. Tatsächlich haben ihnen die Schlachtszenen auch zu viel Raum eingenommen, was ich durchaus nachvollziehen kann. Peter Jackson hat diese ziemlich brutal inszeniert und auch der Handlungsstrang rund um Thorin, der in Erebor langsam aber sicher seinen Verstand verliert, ist nicht sonderlich erbaulich. Als es gegen Ende dann auch einige emotionale Verluste zu beklagen gab, hat das nicht mehr viel vom beschwingten Abenteuer eines „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“.

All das macht den Film nicht schlechter, zumal die Action wirklich bombastisch und abwechslungsreich ist, jedoch ist es eben eine andere Art von Film als die beiden Vorgänger. Im großen Kontext passt es auch, dass sich das Finale eben auf die große Schlacht konzentriert und dabei die Dramatik anzieht. Dafür war mir der Abschied von Bilbo zu abrupt erzählt, aber ich gehöre ja auch zu jenen, welche die unzähligen Enden in „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ lieben. Jede einzelne Minute davon. Nun steht tatsächlich die Frage im Raum, wie wir nun weitermachen. Am liebsten würde ich zeitnah „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ einlegen, doch haben wir in letzter Zeit schon viel Zeit vor dem Fernseher verbracht und die neuen Brettspiele wollen auch gespielt werden. Zur Not einfach nächstes Jahr…

Fazit

Nun ist unser erster Ausflug nach Mittelerde auch schon wieder vorbei. Für mich war er großartig, wie immer. Am meisten habe ich mich über die Begeisterung der Kids gefreut. Sie sind nun langsam bereit für das nächste große Abenteuer. Darauf freue ich mich schon sehr, doch auch die gemeinsame Sichtung von „Der Hobbit“ wird für mich stets einen ganz besonderen Stellenwert besitzen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Der Hobbit: Smaugs Einöde – OT: The Hobbit: The Desolation of Smaug – Extended Edition (2013) (WS3)

Dank einem ausführlichen Weihnachtsbrunch mit der Familie meiner Schwägerin war der zweite Feiertag wieder äußerst kalorienhaltig. Bewegt habe ich mich kaum und dann stand abends mit „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ auch noch ein Filmabend auf dem Programm. Nicht der gesundheitsförderlichste Tag, aber das muss an Weihnachten auch nicht sein. Dafür war die Vorfreude auf den Film groß. Wie er uns gefallen hat, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🐉

Der Hobbit: Smaugs Einöde (2013) | © Warner Home Video

Der Hobbit: Smaugs Einöde (2013) | © Warner Home Video

Packendes Duell zwischen Halbling und Drache

Dies war meine inzwischen vierte Sichtung von „Der Hobbit: Smaugs Einöde“. Den nahezu katastrophalen ersten Kinobesuch in HFR habe ich so gut wie verdrängt. Somit war ich heute guter Dinge und habe mich auf das Abenteuer gefreut. Auch der Rest der Familie war heiß auf den Film, für den wir uns zeitig auf dem Sofa eingefunden haben. Ein sehr fauler Tag, wie ich bereits erwähnte. Im Gegensatz zu „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“, den ich in der ersten Hälfte am stärksten finde, gewinnt die Fortsetzung gegen Ende deutlich. Speziell das Duell zwischen Bilbo und Smaug ist unglaublich packend inszeniert. Kein Wunder, denn die Chemie zwischen Martin Freeman und Benedict Cumberbatch (beide bekannt aus „Sherlock“) ist einfach herausragend. Von den immersiven Bildern erst gar nicht zu reden.

Die Stationen davor (Beorns Hütte, die Reise durch den Düsterwald, die Flucht vor den Waldelben und die Ankunft in Seestadt) wirken im Vergleich deutlich schwächer. Dabei machen auch diese Schauplätze und Actionszenen viel Spaß. Speziell die Flussfahrt in den Fässern finde ich von Mal zu Mal unterhaltsamer. Auch der Handlungsstrang rund um Dol Guldur konnte mich heute überzeugen: Auch wenn die eigentliche Buchvorlage dadurch aufgebläht wirkt, so ist es Peter Jackson doch gelungen, durchaus sinnvolle Anknüpfpunkte an „Der Herr der Ringe“ zu finden. Sein filmisches Universum gewinnt in meinen Augen somit zweifellos. Ob das auch in diesem Umfang nötig gewesen ist? Darüber lässt sich vortrefflich streiten. Auch wenn Rhythmus und so manche Schwerpunkte nicht immer perfekt gesetzt sind, so machen die Stärken des Films für mich doch alles andere wett. Dazu gehört auch Howard Shores abermals fantastischer Score, ohne den Mittelerde für mich nicht Mittelerde wäre.

„Iiihhh, also der Film ist manchmal ganz schön eklig!“

– Zappelinchen und Zwergofant nach dem x-ten abgetrennten Kopf

Fazit

„Der Hobbit: Smaugs Einöde“ ist für mich eine äußerst gelungene Fortsetzung, zumindest wenn man sich für Peter Jacksons Herangehensweise an die Adaption anfreunden kann. Zwergorant und Zappelinchen waren begeistert und haben sich speziell über Evangeline Lillys Tauriel gefreut. Endlich die vermisste Frauenpower! Dennoch hat zumindest dem Zwergofanten, ebenso wie mir, der erste Teil ein wenig besser gefallen. Wir sind uns aber einig, dass dies ein sehr starker Mittelteil der Filmreihe ist: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise – OT: The Hobbit: An Unexpected Journey – Extended Edition (2012) (WS4)

Am heutigen ersten Weihnachtsfeiertag waren wir mit der Familie meiner Schwester und der meines Bruders bei meiner Mutter eingeladen. Ein voller und schöner Tag also. Leider war ich nicht sonderlich erholt, da ich die letzte Nacht sehr schlecht geschlafen hatte. Abends habe ich dennoch alles daran gesetzt, dass wir es pünktlich auf das Sofa schaffen, um „Der Hobbit: Eine unterwartete Reise“ zu schauen. Meinen Kindern das filmische Mittelerde nahezubringen stand ganz oben auf meiner To-Do-Liste für diesen Weihnachtsurlaub. Ob ich erfolgreich war? ⚔

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (2012) | © Warner Home Video

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (2012) | © Warner Home Video

Als „Der Herr der Ringe“-Prequel sehr gelungen

Ich weiß schon, dass mit dieser Aussage nicht viele mitgehen können. Ich selbst habe den Film über die Jahre zu lieben gelernt. Bei meiner inzwischen fünften Sichtung hat mir „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ erneut ausgesprochen gut gefallen. Zuletzt habe ich den Film 2015 gesehen, also vor exakt acht Jahren, was mir unglaublich lange her vorkommt. Ein wenig näher ist meine letzte Sichtung von „Der Herr der Ringe“, welche im Jahr 2016 stattfand. Dies war allerdings nicht mein letzter Besuch in Mittelerde, denn die Amazon-Serie „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ befand sich erst 2022 in meinem Programm. Wenn ich schon beim Aufzählen meiner Mittelerde-Begegnungen bin, kann ich erwähnen, dass „Der Hobbit“ zu meinen Lieblingsbüchern zählt und ich den Roman zuletzt 2016 gelesen habe. Soweit zum Vorgeplänkel. Obwohl ich sehr müde war und ich mich auch nicht sonderlich fit fühlte, war ich sowas von bereit nach Mittelerde zurückzukehren.

Natürlich hatte ich auch Sorge, ob mich meine Erinnerungen trügen. Auch, ob der „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ bei den Kindern gut ankommen würde, zumal das Zappelinchen im Vorfeld nicht sonderlich viel Lust auf den Film hatte. Doch schon nach ein paar Minuten war ich wieder komplett drin in dieser Welt. Auch fühlte ich mich bestätigt und liebe das filmische Prequel, auch wenn es eigentlich die Vorgeschichte ist, immer noch sehr. Der Look ist zwar moderner und irgendwie auch digitaler, doch ist es Peter Jackson durchaus ziemlich gut gelungen, an seine epische „Der Herr der Ringe“-Trilogie anzuknüpfen. Speziell die Szenen in Beutelsend liebe ich über alles. Der Film nimmt sich hier beinahe eine Stunde Zeit und das funktioniert großartig. Ich war erstaunt, dass es den Kindern nicht zu langsam vorwärts ging. Dabei ist nicht alles perfekt an diesem ersten Teil und doch hat Peter Jackson, gerade wenn man die schwierige Produktionsgeschichte bedenkt, alles aus ihm herausgeholt. Er ist für mich keine Sekunde zu lang und dank 3D-Fassung des Extended Cuts gab es einen Blu-ray-Wechsel, den wir für das dritte Frühstück (bzw. Abendessen) des Tages genutzt haben.

Als wir nach dem Film noch kurz diskutiert haben, musste ich bei folgender Aussage des Zwergofanten fast eine Träne verdrücken. Das Zappelinchen hat nur vehement zugestimmt. Was habe ich für tolle Kinder:

„Das ist einer meiner Lieblingsfilme! Schreibst du das bitte in deinem Blog? Doof fand ich nur, dass es keine Frauen im Team gab. Eine gute Abenteuergruppe braucht doch Frauen.“

– Der Zwergofant nach „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“

Fazit

Meine Müdigkeit war bei der Sichtung wie weggeblasen. Das rechne ich „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ hoch an. Am meisten freut mich, dass er bei den Kindern so gut ankam (selbst das Zappelinchen war begeistert) und dass den kommenden beiden Teilen nun nichts im Wege steht. Oh, du schöne Vorfreude! Danach stellt sich nur noch die Frage, ob wir direkt im Anschluss mit „Der Herr der Ringe“ weitermachen sollen oder bis zum nächsten Jahr warten? Ein starker Auftakt: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Schöne Bescherung – OT: Christmas Vacation (1989) (WS14)

Ich sehe „Schöne Bescherung“ jedes Jahr und bespreche den Film danach auf meinem Blog. Du möchtest die komplette Dosis Griswolds? Du findest alle Besprechungen hier!

Die Vorweihnachtszeit ist quasi vorbei. Sie war geprägt von Arbeitsstress und Krankheit. Nicht sonderlich besinnlich. Doch nun ist es soweit: Ich habe endlich frei und Weihnachten steht vor der Tür. Am späten Nachmittag hatten die Kinder einen sehr verregneten Chorauftritt auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt, sprich wir waren nicht sonderlich früh zu Hause. Dennoch wollte ich unbedingt noch „Schöne Bescherung“ sehen. Schließlich ist (für mich bzw. inzwischen auch die Kinder) ohne die Griswolds kein Weihnachten. Viel Spaß mit der nun bereits 15. Besprechung (immerhin einen Tag früher als letztes Jahr) auf diesem Blog! 🎄🎅

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Der beste unter den Griswold-Vacation-Filmen

In diesem Jahr kann ich der Besprechung tatsächlich etwas Neues hinzufügen, schließlich habe ich dieses Jahr, erstmals mit der Familie, die beiden Vorgänger-Griswold-Filme gesehen. „Die schrillen Vier auf Achse“ hat uns (und speziell mir) recht gut gefallen. Im direkten Vergleich richtet sich der Film doch mehr an ein erwachsenes Publikum. Auch mit „Hilfe, die Amis kommen“ hatten wir viel Spaß, selbst wenn es der schwächere der beiden Filme ist. Umso schöner war nun die Rückkehr zur einzig waren Griswold-Familie, was ich speziell auf die Besetzung der beiden Kinder beziehe, die mit Juliette Lewis und Johnny Galecki einfach perfekt besetzt sind. Auch der Humor ist deutlich familienkompatibler und die Geschichte fühlt sich geerdeter an. Vielleicht ist es aber auch nur das Gefühl des nach Hause Kommens, das ich mit diesem Film verbinde. Dieses nostalgische Weihnachtsgefühl eben.

Auch heute sind mir wieder die vielen kleinen Details aufgefallen, wie z.B. die beiden alten Herren, die gemeinsam vor dem Fernseher schnarchen. Oder die fantastische Inszenierung durch Jeremiah S. Chechik, welche ich von Mal zu Mal imposanter finde. Ich kann den Film auswendig mitsprechen und doch freue ich mich jedes Jahr aufs Neue, wenn eine neue Highlight-Szene kommt, ganz egal ob die  Befestigung der Weihnachtsbeleuchtung, die Schlittenfahrt oder die Eichhörnchenjagd ist. Immer wieder allerbeste Unterhaltung.

Fazit

Da es für uns alle ein extrem langer Tag war, ist dieses Jahr nicht nur Frau bullion auf dem Sofa eingeschlafen, sondern auch das Zappelinchen. Der Zwergofant hat sich dagegen mit mir amüsiert, auch wenn bei ihm die Luft ebenso schon raus war. Somit ist auch der heutige Filmabend mit „Schöne Bescherung“ stellvertretend für die gesamte Vorweihnachtszeit 2023, die insgesamt viel zu stressig war. Ab morgen bzw. dann spätestens dem 27.12. wird es auch bei uns endlich ruhiger. Bereit für Weihnachten sind wir nun auf jeden Fall: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: ist gegen Ende eingeschlafen und wollte deshalb keine Punkte geben; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Pitch Perfect 3 (2017)

Ein voller Tag geht zu Ende. Nach dem Weihnachtskonzert, ging es für uns (minus Frau bullion wegen hausinterner Corona-Quarantäne) aufs Sofa und wir haben uns „Pitch Perfect 3“ angesehen. Nach dem großen Chorauftritt des Zappelinchens auch ein sehr passender Film. Nach dem nicht mehr ganz so gelungenen Vorgänger hatte ich mich nicht sonderlich darauf gefreut, doch wurde ich letztendlich gut unterhalten. 🎶

Pitch Perfect 3 (2017) | © Universal Pictures Germany GmbH

Pitch Perfect 3 (2017) | © Universal Pictures Germany GmbH

Ein alberner und doch emotionaler Abschluss(?)

Nach dem Verlassen des College wirkt das erneute Zusammenbringen der Barden Bellas extrem konstruiert: Sie nehmen an einem Wettbewerb Teil, den ein bekannter DJ auf US-Armeestützpunkten in Europa austrägt. So weit, so unglaubwürdig. Dennoch funktioniert auch „Pitch Perfect 3“ wieder dort, wo er zweifellos seine Stärken hat: Die Gesangsszenen sind erneut mitreißend und stark performt. Das macht richtig viel Spaß, speziell wenn man es schafft die alberne Geschichte darum auszublenden. Davon abgesehen ist es schön, die Figuren wiederzusehen und die Schauspielerinnen (allen voran Anna Kendrick) machen ihre Sache erneut richtig gut.

Später wird noch ein völlig hanebüchener Entführungsplot erzählt, bei den John Lithgow (bekannt u.a. aus „Cliffhanger“) den Bösewicht mimt. Rebel Wilson darf als Fat Amy in ein paar Actionszenen brillieren, die zwar extrem quatschig sind, doch auch viel Spaß machen. Am besten funktioniert hat „Pitch Perfect 3“ für mich im emotionalen Finale, das sich bis in den Abspann zieht. Dranbleiben lohnt sich also. Das wäre nun wirklich ein runder Abschluss der musikalischen Filmreihe, auch wenn ein vierter Teil anscheinend noch geplant ist.

Fazit

Auch wenn der Film objektiv betrachtet nicht wirklich gut ist, so sind die Auftritte gewohnt stark und die Figuren nach wie vor sympathisch. Der Plot ist dagegen ziemlich an den Haaren herbeigezogen, was aber auch nicht weiter schlimm ist. Ich hatte meinen Spaß damit und die Kids waren sogar richtig begeistert: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)