Eigentlich hatte ich gestern keinen Filmabend fest eingeplant, doch der Zwergofant wollte schon länger „Charlie und die Schokoladenfabrik“ sehen, da sie in der Schule kürzlich die ersten 30 Minuten geschaut hatten, und das haben wir dann auch direkt umgesetzt. Meine letzte Sichtung lag bereits 18 Jahre zurück und somit war ich gespannt, wie mir der Film inzwischen gefallen würde… 🍫🍭🍬
Zunächst einmal musste ich ein wenig kreativ sein, was den Zugang zum Film angeht: Ich habe natürlich die Blu-ray im Regal stehen, doch gehört diese zur „Tim Burton Collection“ und diese hatte ich damals importiert, sprich es ist keine deutsche Tonspur vorhanden. Nach dem gestrigen O-Ton-Versuch bei „Schöne Bescherung“ wollte ich das bei einem unbekannten Film nicht direkt noch einmal wiederholen. Wir hatten Glück, dass „Charlie und die Schokoladenfabrik“ momentan auf Netflix läuft. Allerdings im 16:9-Vollbild und es lässt sich nicht rausfinden, ob das einfach eine Open-Matte-Version ist oder das ursprüngliche 1,85:1-Bild seitlich gecroppt wurde. Finde ich nach wie vor sehr nervig, dass Streaming-Dienste einfach irgendwas ausstrahlen und es weder Informationen zur Filmfassung noch den technischen Details gibt. Aber das interessiert, abgesehen von ein paar Filmfans, wohl ohnehin niemanden mehr, denn Film verkommt eben auch immer mehr zu Content.
Doch nun endlich zu „Charlie und die Schokoladenfabrik“: Ich habe die erste halbe Stunde geliebt. Das Haus der Familie Bucket ist so wunderbar typisch für Tim Burton, dass es eine wahre Freude ist. Ich mochte auch die Herzlichkeit, mit der die Familie trotz schwieriger Umstände, miteinander umgeht. Speziell die Beziehung zwischen Charlie und Großvater Joseph ist herzerwärmend und das Zappelinchen ist aus dem Schwärmen gar nicht mehr herausgekommen. Als es dann in die titelgebende Schokoladenfabrik geht, wird die Absurdität auf elf gedreht: So fantastisch die Sets hier auch sind, so anstrengend fand ich bei diesem Durchgang Johnny Depps Interpretation von Willy Wonka. Ich kenne zwar die erste Verfilmung mit Gene Wilder nicht, doch Johnny Depps Darstellung war zu gewollt und creepy für meinen Geschmack. Auch die episodisch strukturierte Erzählweise mit einem Raum pro Kind samt Musical-Nummer fand ich etwas ermüdend. Das Finale hat mich dann wieder versöhnt und auch dazwischen gibt es ein paar wirklich unterhaltsame Momente. Vermutlich ist es der erzählerische Ton des Films, der für mich insgesamt zu inkonsistent war.
Fazit
Mir hat Tim Burtons „Charlie und die Schokoladenfabrik“ auch heute wieder viel Spaß gemacht. Auch wenn er mich nicht so sehr überzeugen konnte, wie beim ersten Mal, wurde ich doch mit einem angenehm warmen Gefühl im Bauch aus dem Film entlassen. Nicht zwangsweise ein Weihnachtsfilm, doch kann man ihn gut in dieser Jahreszeit schauen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)
Ich sehe „Schöne Bescherung“ jedes Jahr und bespreche den Film danach auf meinem Blog. Du möchtest die komplette Dosis Griswolds? Du findest alle Besprechungen hier!
Dieses Jahr ist meine Weihnachtsstimmung aus verschiedensten Gründen bisher größtenteils auf der Strecke geblieben. Was kann ich dagegen tun? Natürlich „Schöne Bescherung“ in den Blu-ray-Player einlegen! Damit bin ich dieses Jahr sogar einen Tag früher dran als im Vorjahr. Ob mich der Weihnachtsspaß mit den Griswolds auch bei der 16. auf diesem Blog dokumentierten Sichtung zu überzeugen wusste? 🎄🎅
Die Kinder haben schon häufiger darüber gesprochen, dass sie gerne einmal einen Film auf Englisch schauen wollen. Natürlich sollte es beim ersten Mal kein allzu komplexes Werk sein und am besten eine Geschichte, die sie bereits kennen. Insofern hat sich „Christmas Vacation“ dafür natürlich perfekt angeboten. Ich liebe ja auch die deutsche Synchronisation, welche ein Highlight gelungener Synchronfassungen der 1980er Jahre ist. Doch das englische Original ist einfach nicht zu schlagen. Alleine die Originalstimmen der Schauspieler:innen zu hören ist eine große Freude. Auch für die Kinder hat die englische Tonspur wunderbar funktioniert und sie hatten nur ein paar Fragen zu bestimmten, eher ungebräuchlichen Wörtern.
Wie bereits bei den Sichtungen der Vorjahre sind mir auch heute wieder ein paar neue Details aufgefallen. Meist Elemente aus dem Bildhintergrund, auf die ich zuvor noch nicht geachtet hatte. Neben all dem perfekt getimten Humor, fand ich es auch heute wieder bemerkenswert, wie viel Herz „Schöne Bescherung“ doch besitzt. Ich möchte hier z.B. das Gespräch zwischen Clark und seinem Vater in der Waschküche nennen, welches wirklich rührend ist. Solche Momente heben den Film nach einem Drehbuch von John Hughes auch über seinen reinen Slapstick und so manche Albernheit hinaus. Jedes Jahr ein echtes Highlight und ich werde nicht müde, den Griswolds zuzuschauen. Die Blu-ray war wohl eine der besten Investitionen meiner Filmsammlung:
Auch heute hat „Schöne Bescherung“ wieder ganz neue Facetten gezeigt. Vor allem wird mir diese Sichtung als erster O-Ton-Film mit den Kindern in Erinnerung bleiben. Wir alle haben mehrfach laut gelacht und unsere liebsten Szenen laut kommentiert. Tatsächlich ist bei mir sogar ein wenig Weihnachtsstimmung aufgekommen. Alleine dafür liebe ich „Christmas Vacation“ und werde diese Tradition auf jeden Fall beibehalten: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)
Was für eine Woche. Mein Energie-Level dürfte inzwischen im negativen Bereich sein. Zunächst war ich heute noch einen halben Tag arbeiten, danach habe ich versucht meinen Kopf freizulaufen. Wenig erfolgreich. Dann noch schnell mit dem kränkelnden Zwergofanten den Baum abgesägt und aufgestellt und schon ging es aufs letzte Weihnachtskonzert am Nürnberger Christkindlesmarkt. Abends waren wir eigentlich alle platt und doch wurde der Wunsch nach einem Filmabend laut, dem wir mit „Red One: Alarmstufe Weihnachten“ nachgekommen sind. 🎅
Als der Zwergofant und ich in der Vorweihnachtszeit den Trailer zu „Red One: Alarmstufe Weihnachten“ gesehen haben, waren wir recht angetan. Kurzzeitig stand sogar ein Kinobesuch im Raum, der natürlich zeitlich nicht geklappt hat. Dann kamen die ersten vernichtenden Kritiken und der Film hat an Priorität verloren. Dank Veröffentlichung auf Amazon Prime Video konnten wir ihn nun ohne viel Aufwand nachholen. Was soll ich sagen? Ich bin froh, dass wir es nicht ins Kino geschafft haben. Es liegt bestimmt auch am heutigen, viel zu vollen Tag, der schlaflosen Nacht davor und der damit verbundenen Müdigkeit. Teils konnte ich mich kaum noch wach halten. Frau bullion und das Zappelinchen haben sogar Teile verschlafen. Kein allzu großer Verlust, würde ich behaupten.
Die Prämisse ist ja noch recht witzig, den Weihnachtsmann in die Realität zu holen. Warum das alles dann wie ein generischer Superheldenfilm aussehen muss? Viel zu viel überbordende Action und zu wenig leise Töne? Fand ich anstrengend und ermüdend zugleich. Dabei machen Chris Evans und Dwayne Johnson zusammen durchaus Spaß. Lucy Liu dagegen wirkt komplett verschenkt und J. K. Simmons (u.a. „Whiplash“) bekommt leider kaum etwas zu tun in seinem fast schon Cameo-Auftritt. Die Effekte sind durchwachsen, die Welt wirkt nicht konsistent und der Humor ist nur ganz nett. Da hatte ich mit den beiden vorherigen Jake-Kasdan-Filmen „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ und „Jumanji: The Next Level“ deutlich mehr Spaß.
Fazit
„Red One: Alarmstufe Weihnachten“ ist kein neuer Weihnachtsfilmklassiker. Er macht durchaus Spaß, allerdings werde ich den Film morgen auch schon wieder vergessen haben. Die Kinder wurden ganz gut unterhalten, doch wirklich begeistert waren auch sie nicht. Vielleicht wäre an einem anderen Tag ein Punkt mehr drin gewesen, doch heute war das für mich bestenfalls okay und höchstens Durchschnitt: 5/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)
Heute habe ich mich nachmittags einfach vor den Fernseher gesetzt (die Kinder waren beide ausgeflogen) und einen Film geschaut. Komplett alleine. Einen Film, der erst am Freitag geliefert wurde und den ich schon unglaublich gerne im Kino gesehen hätte. Die Rede ist von „Alien: Romulus“ und damit bereits dem siebten Teil der Filmreihe. Was soll ich sagen? Es war ein großartiges Erlebnis und ich sollte das viel häufiger machen. 👩🚀
Fede Álvarez hat den Look von „Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ komplett verstanden. Was sieht „Alien: Romulus“ doch gut aus! Schon alleine die Minenkolonie auf Jackson’s Star ist großartig gestaltet. Wie gerne hätte ich mich hier länger aufgehalten. Doch auch als es dann auf die titelgebende Raumstation geht, habe ich mich sofort wieder zu Hause in diesem Universum gefühlt. Alles ist dreckig und kaputt. Einfach fantastisch anzusehen! Auch die Crew, die wir dieses Mal verfolgen, fand ich passend zusammengestellt. Hier wurden Erinnerungen an Fede Álvarez „Don’t Breathe“ wach, welcher eine ähnliche Prämisse mit einem blinden Sadisten anstelle eines Xenomorphs bietet. Auch wenn hier einige Klischees geritten werden, so hat die Zusammensetzung für mich doch wunderbar funktioniert. Speziell Rain und Andy stechen natürlich heraus. Eine interessante Dynamik, auch über den weiteren Verlauf des Films. Ob wir die beiden in einer möglichen Fortsetzung wiedersehen?
Als dann die ersten Facehugger auftauchen, setzt Álvarez leider eher auf Masse statt Klasse. Durch die schiere Anzahl und Unübersichtlichkeit der Bedrohung, wollte sich bei mir nicht so recht Spannung einstellen. Zu viel Action, zu wenig Horror. Leider sollte sich dies auch beim Auftauchen der ausgewachsenen Xenomorphs nicht ändern. Auch hier gibt es viel zu viele, welche dann im entscheidenden Moment auch nur zu Kanonenfutter verkommen. Das hatte James Cameron mit „Aliens: Die Rückkehr“ bereits 1986 deutlich besser hinbekommen. Gerade die Szenen mit dem ikonischen Filmmonster fand ich demnach leider am schwächsten. Weil zu wenig auf Spannung und Horror gesetzt wurde und zu viel auf Action. Auch die Bezüge zu den anderen Teilen der Filmreihe waren mir zu offensichtlich. Den CGI-Charakter nur des Rückbezugs wegen hätte es nicht gebraucht, dann das blaue Laserlicht über dem Boden (obwohl keine Eier in der Nähe waren) oder der Spruch von Andy als Gipfel der Ideenlosigkeit: „Get away from her, you bitch!“ Nein, all das hätte es wahrlich nicht gebraucht. Die beständige Legacy-Sequel-Krankheit.
Dank „Prometheus“ ein starkes Finale
Mir hat überraschenderweise das Finale am besten gefallen. Einfach weil hier nicht einfach nur Elemente kopiert wurden, sondern zumindest neu arrangiert. „Alien: Romulus“ bezieht spannenderweise „Prometheus“ und „Alien: Covenant“ in seinen Kanon mit ein. Das hatte ich so nicht erwartet. Somit wurde ich am Ende tatsächlich überrascht, wenngleich man sich fragen kann, inwiefern „Alien: Die Wiedergeburt“ für das Finale mit seinen gewissen Bestandteilen Pate gestanden hat. Hier kam für mich erstmals wirklich Spannung auf und ich fand das Monster auch unheimlicher als alle davor im Film gesehenen. Insgesamt ist der Film leider genauso überladen, wie das Cover des UHD-Blu-ray-Steelbooks:
Auch wenn es laut meiner Besprechung nicht so wirkt, hatte ich doch unfassbar viel Spaß mit „Alien: Romulus“. Der Film atmet fast schon zu sehr den Geist seiner Vorgänger, doch das war fast zu erwarten. Am liebsten hätte ich wohl eine Geschichte ohne beständige Rückbezüge gesehen. Aber das ist in unserer schönen, neuen Legacy-Sequel-Welt wohl nicht möglich. Aber völlig egal. Ich sollte viel häufiger nachmittags Filme schauen. Kein neues Meisterwerk, aber wohl das Beste, was man mit all den Zutaten und dem Erfolgsdruck hat erreichen können: 7/10 Punkte.
Schon verrückt, da schaue ich eine Serie, die ich zuvor nicht wirklich auf dem Schirm hatte, nur weil sie abgeschlossen ist und sich zugleich nicht zu lange zieht, und finde eine neue Lieblingsserie. Die Rede ist von „Sweet Tooth“, welche ich am ehesten als Mischung aus „The Last of Us“ und „His Dark Materials“ bezeichnen würde. Warum ich das so sehen und wieso sie mir so gut gefallen hat, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung der kompletten Serie… 🦌
„Sweet Tooth“ basiert auf einem abgeschlossenen Comic, was ein wirklicher Mehrwert ist. Obwohl sich einzelne Aspekte in beiden Medien durchaus zu unterscheiden scheinen, so ist der grobe Handlungsbogen komplett ausgearbeitet und musste nicht von Staffel zu Staffel weiterentwickelt werden. Die Geschichte ist deshalb sehr rund und läuft konsequent auf ein Finale hinaus. Wie schon angedeutet war „Sweet Tooth“ für mich eine extrem positive Überraschung. Mehr Details erfahrt ihr hier:
Kaum zu glauben, dass dieser Film inzwischen auch schon neun Jahre alt ist. Mein Zeitgefühl ist ziemlich kaputt. Eigentlich hatte ich nicht gehofft, dass diese Woche ein Filmabend drin ist. Da es jedoch komplett geregnet hat, sind wir nach dem ersten Weihnachtskonzert der Kinder nicht mehr auf den Weihnachtsmarkt, sondern haben es uns mit „Jurassic World“ auf dem Sofa bequem gemacht. Warum der Film bei den Kindern extrem gut ankam und wie er mir bei meiner inzwischen dritten Sichtung gefallen hat, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🦖
Bei meinem damaligen Kinobesuch war ich nicht sonderlich begeistert von „Jurassic World“. Mit der zweiten Sichtung vor sieben Jahren hat das Legacy-Sequel schon deutlich dazugewonnen. Ich wusste, worauf ich mich einzulassen hatte, und konnte die teils absurde Action einfach nur genießen. Heute hat das für mich noch besser funktioniert. Ich fand Bryce Dallas Howard und Chris Pratt im Zusammenspiel erneut wunderbar. Auch die Nebendarsteller (u.a. Jake M. Johnson, bekannt aus „New Girl“) haben zum Charme des Films beigetragen. Natürlich gibt es immer noch Elemente, die ich mir von einem „Jurassic Park“-Sequel nicht gewünscht hätte, wie z.B. die trainierten Raptoren. Allerdings konnte auch nicht zum x-ten Mal eine weitere Rettungsaktion o.ä. auf Isla Nublar oder Isla Sorna gezeigt werden. Insofern rechne ich Colin Trevorrow fast schon hoch an, dass er die Geschichte weiterentwickelt hat.
Der Einstieg in „Jurassic World“ mit dem funktionierenden Park ist zudem sehr gelungen. Das hätte ich damals schon gerne gesehen. Wer schon einmal in einem Freizeitpark war, kann sich vorstellen, dass auch ein Dino-Park ziemlich exakt so aussehen würde, wie es der Film es zeigt. Die tierische Eskalation samt menschlichem Bösewicht (gespielt von Vincent D’Onofrio) ist dann zu übertrieben und auch ein wenig albern. Hat mich bei der heutigen Sichtung aber nicht sonderlich gestört, denn der Unterhaltungsfaktor ist extrem hoch und schließlich weiß ich inzwischen, dass sich die Handlung im nächsten Teil noch deutlich weiter von der ursprünglichen Reihe entfernen wird. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ich den zweiten Teil nun auch mit milderen Augen sehe. Das werde ich jedoch erst in ein paar Wochen wissen.
Fazit
War ich heute schon sehr angetan von „Jurassic World“, waren die Kinder regelrecht begeistert. Mit der Animationsserie „Jurassic World: Neue Abenteuer“ kannten sie die Insel bereits und nun war es endlich soweit und sie konnten sie in echt erkunden. Für mich eines der wenigen Legacy-Sequels, die tatsächlich exzellent funktionieren. Auch wenn ich mich erst an den Film und die Entwicklung des Franchises gewöhnen musste. Wunderbare Dino-Unterhaltung: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)
Wie fange ich mit diesem Artikel nur an? Ich habe bereits 2015 über meine ersten Berührungspunkte mit Virtual Reality (VR) geschrieben. Deshalb kann ich auch sehr exakt die Entwicklung dieser Technologie aus Nutzerperspektive bis heute einordnen bzw. den Sprung, den sie gemacht hat. Meine Faszination für VR hat nie abgenommen. Dennoch waren meine Berührungspunkte damit in den letzten Jahren eher begrenzt. Zuletzt habe ich Ende 2023 in der Bavaria Filmstadt mit der ganzen Familie ein VR-Spiel gespielt. Unfassbar begeistert war ich nicht. Die Entwicklung auf dem Heimmarkt hatte ich jedoch stets im Blick. Nachdem Meta Oculus gekauft hatte, kam auch viel Bewegung in den Markt. Mit der Meta Quest 3 schien die Entwicklung nun so weit fortgeschritten, dass ich mich wieder mehr damit beschäftigen wollte. Mir war der Preis von 700 Euro für das große Modell jedoch zu hoch für nur eine Spielkonsole. Mit der Preisreduzierung auf 550 Euro hatte ich schon eher mit dem Gedanken gespielt, dann wurde auch noch die günstigere Meta Quest 3S eingeführt, welche jedoch ausstattungstechnisch schwächer aufgestellt war. Durch eine Rabattaktion rutschte die Meta Quest 3 512 GB kurzzeitig auf 460 Euro und ich habe spontan den Bestellknopf gedrückt. Zu diesem Zeitpunkt sollte ich noch nicht ahnen, wie sehr sich meine Abendgestaltung seitdem ändern sollte…
Die Meta Quest 3 samt Touch-Plus-Controller
Meine kurze Geschichte der Videospiele
Um zu verstehen, was die Meta Quest 3 in mir auslöst, muss ich ein wenig weiter ausholen: Schon seit ich denken kann, habe ich eine Faszination für Videospiele (und damit schließe ich PC-Spiele mit ein). Meine ersten Berührungspunkte waren vermutlich LCD-Spiele, welche nur sehr rudimentäre Bewegungsmuster zuließen. Mit 6 Jahren erlebte ich, wie bei Bekannten ein Nintendo Entertainment System (NES) Einzug hielt. Sehr viel gespielt habe ich damit nicht, doch die Faszination war geboren. Wie bei vielen Kindern der 1980er Jahre war für mich der Nintendo Game Boy das Erweckungserlebnis. Rein geschenketechnisch ist das Weihnachtsfest 1990 bis heute unübertroffen. Es folgte der C64 II von Commodore, mit dem ich nur offiziell Hausaufgaben machte, dann das Super Nintendo Entertainment System (SNES), welches mir komplett neue Welten eröffnete, und schließlich ein PC (Pentium 75), den ich größtenteils zum Spielen nutze. Diese Zeit von 1990 bis 1996 war meine intensivste Videospielzeit. In meinem Artikel „Eine Reise in die Vergangenheit“ habe ich etwas ausführlicher darüber geschrieben. Diese Faszination und Immersion sollte sich danach nie wieder einstellen, dabei habe ich es durchaus versucht.
Die verbleibenden PC- und Videospiele meiner Jugend in der Vitrine
Nach einer längeren Pause (andere Lebensbereiche sind in den Fokus gerutscht), wurde mir gegen 2005 ein Nintendo GameCube geschenkt. Ich steckte mitten im Studium und hatte durchaus Zeit zum Spielen. Auch habe ich mit dem Gerät eine gute Zeit verlebt, doch die Magie des Videospielens sollte sich nicht mehr einstellen. Eine Hochzeit und zwei Kinder später habe ich mir Weihnachten 2018 eine Xbox One S gegönnt. Für knapp zwei Wochen war ich fasziniert von der Technik und den Möglichkeiten, die „GTA V“ oder „Forza Horizon 4“ boten, und habe versucht mich in Spiele wie das neue „Tomb Raider“ oder „Mittelerde: Mordors Schatten“ zu versenken. Doch mehr als 1-2 Stunden habe ich damit nie verbracht. Inzwischen habe ich den Großteil der Spiele wieder verkauft und die Konsole fristet ein trauriges Dasein. 2020 hielt dann die Nintendo Switch bei uns Einzug, welche mir tatsächlich ein paar wundervolle Spielerlebnisse schaffte. Allerdings nie alleine, sondern immer zusammen mit dem Zwergofanten. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle das wundervolle „It Takes Two“, das vermutlich der beste Couch-Coop-Titel ist, den ich je gespielt habe. Darüber hinaus nutzt der Zwergofant die Switch inzwischen hauptsächlich zum „Fortnite“-Zocken mit seinen Freunden.
Die Meta Quest 3 hat die Magie neu entfacht
Wir springen wieder in die Gegenwart: Die Meta Quest 3 ist frisch angekommen (Ende Oktober, sprich gerade einmal vor einem guten Monat) und ich setze sie erstmals auf. Durch unzählige YouTube-Videos (empfehlenswert ist z.B. der Kanal „Die Zockstube VR“) war ich darauf vorbereitet, was mich erwarten würde, und doch wurde ich komplett umgehauen. Alleine die unfassbare Technik, dass Fenster fest fixiert mitten im Raum schweben. Echtzeit-Tracking ohne Latenz oder Ruckler. Alleine das grenzt für mich schon an Magie. Kein Wunder, habe ich doch vor knapp 20 Jahren meine Diplomarbeit über Matchmoving (bzw. Kamera-Tracking) geschrieben und weiß, wie komplex korrektes Tracking ohne Verrutschen ist. Nach dem ersten Aha-Effekt habe ich das vorinstallierte Mixed-Reality-Spiel (MR) „First Encounters“ getestet. Es ist einfach unfassbar: Mitten in deinem Wohnzimmer landet ein Raumschiff, dir wird eine futuristische Waffe in die Hand gedrückt und plötzlich fangen die Wände deines Wohnzimmers an auseinanderzufallen. Kleine, außerirdische Wesen brechen durch die Wände und du musst diese abschießen. Dabei bewegst du dich im kompletten Raum. Virtuelle und reale Elemente verschmelzen zu einem einzigen Erlebnis. All das ohne High-End-PC im Hintergrund, sondern völlig autark in der VR-Brille ohne Kabel oder sonstiges Zubehör gerendert. Unfassbar. Ich habe euch hier ein Video (Quelle: WudiPlays YouTube-Kanal) eingebunden, welches das Prinzip sichtbar macht, das Erlebnis jedoch nicht auch nur annähernd zu vermitteln weiß:
Über die folgenden Tage und Wochen habe ich immer wieder ein paar Demos und Spiele heruntergeladen und getestet. Es gibt unzählige Apps für die Meta Quest 3, teils kostenlos, teils zum Vollpreis. Momentan gibt es das Spiel „Batman: Arkham Shadow“ als Beigabe zur VR-Brille dazu; normalerweise kostet es knapp 50 Euro. Das ist jedoch die Ausnahme. Im Schnitt habe ich zwischen 5 und 15 Euro für eine App gezahlt, was mehr als nur fair ist. Von kompletten VR-Spielen, welche die Umgebung komplett ausblenden, bis hin zu weiteren Mixed-Reality-Erlebnissen ist alles dabei. Seit ich die Meta Quest 3 habe, schmeiße ich diese jeden Tag zumindest einmal an – und sei es nur, um im Feierabend noch eine Runde Tischtennis im Wohnzimmer zu spielen (die Ballphysik ist unfassbar real). Das Eintauchen in die virtuellen Welten begeistert mit ungebrochen und ich habe schon so viele innovative Spielprinzipien gesehen, dass ich die alte Magie wieder spüre. Wer hätte das gedacht?
Die innovativen Touch-Plus-Controller der Meta Quest 3
Ist VR oder MR ein isolierendes Erlebnis?
Ich habe weiter oben schon geschrieben, dass mich zuletzt nur gemeinsame Spielerlebnisse begeistern konnten. Wenn man eine Brille auf dem Kopf hat, und nur alleine die Spielwelt wahrnimmt, dann ist das doch ein isolierendes Erlebnis. In Teilen stimmt das leider auch. Ideal wären bestimmt zwei Brillen, doch das ist alleine aufgrund der Kosten nicht realistisch. Man kann die Inhalte der Meta Quest allerdings sehr einfach auf ein anderes Gerät (z.B. Smartphone oder Tablet) spiegeln. So wechseln wir uns beim Spielen meistens ab und sehen, was die andere Person gerade erlebt. Es ist also auch eine geteilte Erfahrung möglich, was viel Spaß bringt. Im Gegensatz zu normalen Videospielen ist man auch stets in Bewegung. Es gibt Spiele, bei denen kommt man durchaus ins Schwitzen. Selbst solche, bei denen man eher ruhig die Umgebung erkundet, haben immer Bewegungselemente, sprich man steht bzw. geht und führt Aktionen durch Bewegungen der Hände und Arme aus. Das unterstützt die Immersion enorm und gibt mir auch ein besseres Gefühl, als nur auf dem Sofa zu sitzen.
Die Meta Quest 3 mit ihren Kameras und Sensoren von vorne
Wie geht es mit VR und MR nun weiter?
Ich bin nun mehr denn je davon überzeugt, dass VR bzw. MR eine der Technologien der Zukunft sein wird. Die Entwicklung der vergangenen 10 Jahre ist gigantisch und in weiteren 10 Jahren werden sich virtuelle Element völlig nahtlos in unsere Umwelt einfügen können. Schon heute ist die Meta Quest 3 ein unfassbares Stück Technik, das auch noch zu einem erschwinglichen Preis verkauft wird. Spätestens mit der Meta Quest 3S, welche ca. 300 Euro kostet, ist VR bzw. MR im Massenmarkt angekommen. Eine moderne Xbox oder PlayStation kostet mindestens genauso bis doppelt so viel. Ein komplett neues Erlebnis können diese allerdings nicht bieten. Die Meta Quest ermöglicht das. Ich bin davon so beeindruckt und begeistert, wie ich es seit meiner Kindheit nicht mehr war. Ich wiederhole mich: Neben AI (und vermutlich auch in Kombination damit) wird VR und MR eine der bahnbrechenden Technologien der Zukunft werden. Davon von ich überzeugt.
Der Blick in die Meta Quest 3 plus für meine Sehstärke angepasste Linsen
Am Anfang des Artikels habe ich mich noch gefragt, wie ich ihn starten bzw. gestalten soll. Kauftipps für Zubehör? Die Top 10 der Meta-Quest-Spiele? Letztendlich habe ich mich für einen sehr persönlichen Erfahrungsbericht entschieden. Ob ich noch mehr darüber schreiben werde? Das liegt auch an euch: Interessiert ihr euch für VR/MR? Habt ihr selbst schon Erfahrungen damit gemacht? Oder gar selbst eine Brille? Welche Aspekte reizen euch sonst noch? Schreibt es gerne in die Kommentare!
Nachdem ich heute den Garten nun endgültig winterfest gemacht habe, sprich die Gartenmöbel gesäubert und in den Keller geräumt, war der Nachmittag auch schneller vorbei als ich mir gewünscht hätte. Der Rest der Familie war ausgeflogen und kam erst zum Abendessen bzw. kurz danach zurück. Für „Jurassic Park III“ haben wir uns dann jedoch alle auf dem Sofa versammelt. Wie uns der letzte Teil der ersten Dino-Trilogie gefallen hat, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🦕
Es ist schon faszinierend, die unterschiedlichen Teile der Reihe miteinander zu vergleichen: „Jurassic Park“ war perfekt ausgewogen erzählt, „Vergessene Welt: Jurassic Park“ hat sich viel Zeit gelassen und uns mit Figuren und Schauplätzen überschüttet und „Jurassic Park III“? Hier werden Geschichte und Figuren aufs Wesentliche eingedampft und die Handlung hetzt atemlos von Actionszene zu Actionszene. Ein ganz anderer Ansatz, der heute dennoch erstaunlich gut für mich funktioniert hat. Vielleicht habe ich inzwischen auch schon genug Abstand zu dem gewachsenen Franchise und weiß, dass nur der erste Teil diese magische Erfahrung für mich bereithält. Erwartungshaltung. So wichtig.
Vermutlich ist „Jurassic Park III“ auch nur eine Best-of-Sammlung der aus den ersten beiden Teilen wieder verworfenen Actionszenen bzw. Schauplätze: Eine Flussszene mit T-rex hätte es bereits im ersten „Jurassic Park“ geben sollen. Im zweiten Teil sollte ein Angriff von Flugsauriern inszeniert werden, welcher jedoch zugunsten der San-Diego-Sequenz gestrichen wurde. In „Jurassic Park III“ sind diese Szenen wieder versammelt und werden zudem noch durch eine spannende Raptorenjagd sowie den Spinosaurus ergänzt. All das stopft Regisseur Joe Johnsten in 90 Minuten, was über eine halbe Stunde kürzer ist, als Steven Spielberg für die ersten beiden Teile veranschlagt hatte. Der Film fühlt sich dadurch auch anders an, was rückblickend aber vermutlich der richtige Weg für die Reihe war.
Fazit
Ich hatte heute wirklich viel Spaß mit „Jurassic Park III“. Der Zwergofant fand ihn auch gut, mochte aber die ersten beiden Teile lieber. Das Zappelinchen dagegen fand den Film sogar bisher am stärksten. Nun verlassen wir den Park und begeben uns langsam in die Welt. Dies wird jedoch noch dauern, da das kommende Wochenende bereits komplett ausgebucht ist. Extrem unterhaltsame Dino-Action: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)
Nach einer anstrengenden und viel zu langen Woche habe ich mich sehr auf den Filmabend am Freitag gefreut. Da ich mit dem Zwergofanten noch beim Karate-Training war, sind wir erst kurz vor 21 Uhr aufs Sofa gekommen. Dort hat natürlich „Vergessene Welt: Jurassic Park“ auf uns gewartet. Ich war sehr gespannt, wie mir diese Fortsetzung eines meiner absoluten Lieblingsfilme heute gefallen würde. Also auf zur Isla Sorna und Dinos jagen… 🦖
Natürlich wusste ich schon, was auf mich zukommt. Sowohl Michael Crichtons Buchfortsetzung als auch Steven Spielbergs Adaption können dem bahnbrechenden ersten Teil nicht das Wasser reichen. Dieser ist in jeder Hinsicht perfekt. Das fängt schon bei der Handlung an: In der Fortsetzung gibt es viel zu viele Figuren und Handlungselemente. Der Fokus auf das Wesentliche fehlt. Nirgends lässt sich das besser ablesen, als im aufgesetzt wirkenden Finale, in dem der Tyrannosaurus rex durch San Diego poltert. Für sich genommen eine unterhaltsame Sequenz, doch im Kontext des restlichen Films wirkt sie fehl am Platz. Überhaupt besitzt „Vergessene Welt: Jurassic Park“ einen seltsam unausgewogenen Rhythmus. Viele Szenen ziehen sich und andere wiederum sind zu schnell vorbei. Vermutlich fällt das gerade im Vergleich zu „Jurassic Park“ so stark auf, da es kaum einen zweiten Film gibt, der seine Geschichte so perfekt und auf den Punkt zu erzählen weiß.
Trotz meiner Kritik gibt es etliche tolle Szenen in „Vergessene Welt: Jurassic Park“: Natürlich die Truck-Sequenz oder der Angriff der Raptoren im hohen Gras. Auch einige Todesszenen sind mir im Kopf geblieben, wie z.B. der Angriff der Compsognathus auf Dieter (Peter Stormare), dessen Tod nur durch das Blut im Flusslauf angedeutet wird. Aufgrund seiner übertrieben aufgeblähten Figurenansammlung gibt es natürlich auch viele neue Schauspieler:innen zu sehen, von denen mir vor allem der famose Pete Postlethwaite (auch bekannt aus „Alien 3“) im Kopf geblieben ist. Die Hauptfiguren kommen nicht an die des ersten Teils heran und harmonieren dennoch ganz gut miteinander. Man hat hier versucht eine Fortsetzung zu schaffen, die von allem mehr bietet und dabei doch den Kern der Geschichte ein wenig aus den Augen verloren. John Williams hat extra ein neues Theme für „Vergessene Welt: Jurassic Park“ geschrieben, welches großartig zur Isla Sorna passt. Dennoch habe ich mich gefreut, als auch das klassische Theme wieder eingespielt wurde.
Fazit
Tatsächlich fällt „Vergessene Welt: Jurassic Park“ im Vergleich zum nahezu perfekten Vorgänger deutlich ab. Für sich genommen ist es ein guter bis sehr guter Film, der spannende Szenen und eigenwillige Figuren besitzt. Stets unterhaltsam und doch fühlt sich das Pacing nicht immer richtig an. Zweifellos aber eine gelungene Fortsetzung, welche sich über die Jahre, und seit meiner letzten Sichtung, immer weiter in mein Herz gespielt hat: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)
Trotz Urlaub habe ich viel zu lange für den sechsten Band der „The Expanse“-Reihe gebraucht. Dabei hat zu Beginn alles so gut ausgesehen. „Babylon’s Ashes“ ist zugleich der Abschluss der mir bekannten Geschichte, da es der letzte Band ist, der für die TV- bzw. Streaming-Serie umgesetzt wurde. Die Handlung war mir im Grunde bekannt und doch war ich gespannt auf die Erweiterungen, denn die finale Staffel der Serie war nur eine verkürzte mit sechs Episoden. Warum das rückblickend gar nicht so verkehrt war und ich dennoch viel Freude an der Buchvorlage hatte, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🚀
„Knowing that all you can give isn’t enough is its own burden.“
Im Grunde ist „Babylon’s Ashes“ die bisher fehlende zweite Hälfte von „Nemesis Games“. Die Geschichte rund um Marco Inaros und seine Free Navy wird konsequent weitergeführt. Nach den Einzelabenteuern des vorherigen Bandes ist die Crew der Rocinante wieder vereint. Das bringt eine neue Dynamik mit sich, was ich sehr mochte. Es ist im Prinzip eine Kriegsgeschichte, welche am Ende herrlich unspektakulär aufgelöst wird. Das Protomolekül und dessen Auswirkungen auf das uns bekannte Universum spielt, abgesehen von den Ring-Toren, keine große Rolle mehr. Mit Fred Johnson gibt es für unsere Figuren zumindest einen größeren Verlust zu verzeichnen, welcher aber auch Platz für eine neue Spielerin macht: Michio Pa ist eine spannende Figur, welche in den Büchern die Rolle einnimmt, welche in der Serie bei Camina Drummer lag. Das ist zu Beginn etwas verwirrend, doch inzwischen habe ich mich daran gewöhnt.
„Against all evidence, I keep thinking the assholes are outliers.“
Auch wenn ich „Babylon’s Ashes“ immer noch sehr mochte, so bin ich dennoch froh, dass der Handlungsstrang um die Free Navy abgeschlossen ist. Ich mag die eher fantastisch angehauchten Protomolekül-Aspekte in den Geschichten mehr, zumal auch diese reich an zwischenmenschlichen Konflikten sind. In der Serienadaption der Staffel gab es diese Elemente immer noch, weil offenbar eine Kurzgeschichte aus dem „The Expanse“-Universum mit eingewoben wurde. Das hat nicht immer wie aus einem Guss gewirkt, doch mochte ich diese Erweiterung der Handlung. Letztendlich beginnt für mich nun eine komplett neue Geschichte, da ich ab jetzt keinen Wissensvorsprung durch die Serie mehr habe. Ob ich das kommende Buch auch wieder im Sommer am Strand lesen werde?
„Babylon’s Ashes“ hat mir viel Freude bereitet, auch wenn ich es bisher wohl für den schwächsten Band der Reihe halte. Nun werde ich eine kurze Pause einlegen und dann freue ich mich schon darauf, wenn die Reise der Rocinante mit „Persepolis Rising“ weitergeht. Ein gelungener Abschluss des Free-Navy-Erzählstrangs: 8/10 Punkte.