Brothers & Sisters – Season 2

Ich weiß nicht, ob es an den bereits bekannten Charakteren lag, oder an den sommerlichen Temperaturen, auf jeden Fall hat mir mein zweiter Besuch bei Familie Walker in Kalifornien ausgezeichnet gefallen. Mit „Brothers & Sisters – Season 2“ konnte sich die Serie bei mir nun endgültig etablieren und ich habe die 16 Episoden der Staffel wirklich genossen. Schön zu wissen, dass noch drei volle Staffeln darauf warten von mir gesehen zu werden…

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Fand ich meine erste Begegnung mit Großfamilie Walker zwar recht angenehm, doch letztendlich auch nicht vollends überzeugend, ist mein Widerstand während der zweiten Staffel völlig gefallen. Jeder einzelne Charakter hat inzwischen eine gewisse Entwicklung durchgemacht und hatte somit die Möglichkeit dem Zuschauer ans Herz zu wachsen. Zwar gibt es auch weiterhin typische Elemente einer Soap Opera, doch werden diese spielend von den gut gelaunten Schauspielern aufgefangen. Komödie und Drama gehen dabei Hand in Hand und beide Elemente sind in jeder Episode zu finden.

Vielleicht liegt es an der kürzere Laufzeit, vielleicht auch am Gewöhnungseffekt, doch mir hat die zweite Staffel noch einmal bedeutend besser gefallen, als die erste. Mit Danny Glover (Roger Murtaugh, „Leathal Weapon“) und Chevy Chase (Clark Griswold, „Schöne Bescherung“) gab es zudem zwei Gaststars, die ich immer wieder gerne sehe. Ihr merkt schon: Inzwischen fühle ich mich bei den Walkers ziemlich wohl und deshalb freue ich mich auch wirklich (wenn auch nicht halb so sehr, wie meine bessere Hälfte) auf die verbleibenden drei Staffeln.

Im Staffelfinale werden noch einmal alle Register gezogen. Und damit meine ich wirklich alle. Diese Episode könnte man wohl auch als Lackmustest für alle geneigten Zuschauer sehen. Wer mit den Wendungen klar kommt, der dürfte viel Spaß mit der Serie haben. Ich für meinen Teil freue mich auf weitere Familientreffen und werde wohl bald zu den Walkers zurückkehren: 8/10 (8.4) Punkte.

Media Monday #110

Nach einem erneut ziemlich heißen Wochenende, scheint es ebenso in die neue Woche zu gehen. Ob die aktuellen Fragen des Medienjournals Abkühlung bringen? Ob es diese Woche überhaupt Teilnehmer geben wird? Gibt es im Freibad W-LAN? Oder müsst ihr euren Verpflichtungen nachkommen und sitzt deshalb sowieso am Rechner? Antworten darauf bringt vielleicht dieser Media Monday…

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  1. Bud Spencer und Terence Hill gemeinsam in einem Film – nämlich „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ (oder einem anderen ihrer Filme) – zu sehen war eine der prägendsten Erfahrungen meiner filmischen Jugend, weil ich fortan jeden ihrer gemeinsamen Filme verschlungen habe und sie stets etwas besser fand, als ihre Soloauftritte.
  2. Bei der Hitze kann ich theoretisch gut schlafen. Die Kinder nicht. Ich also auch nicht.
  3. Den am meisten beeindruckenden körperlichen Einsatz, um der Rolle im Film zu entsprechen, hat meines Erachtens Christian Bale für „The Machinist“ gezeigt, denn er war hier wirklich kaum wiederzuerkennen – allerdings bin ich mir auch nicht ganz sicher, ob solch ein Einsatz eher grob fahrlässig, als beeindruckend ist.
  4. Die erst am Wochenende gesehene Doku „Louis Theroux: Gambling in Las Vegas“ wird mir allein aufgrund der Szene, wie eine Frau völlig nüchtern erzählt, dass sie über die letzten Jahre 4 Millionen Dollar verloren hat lange in Erinnerung bleiben.
  5. Wenn ich euch von einem Buch abraten darf, dann wäre das „Schattenmond“, weil George Lucas und Chris Claremont darin eine meiner liebsten Fantasy-Welten völlig zerstört haben. Granz furchtbar.
  6. Könnte ich mir ein beliebiges Film-Requisit wünschen und würde es dann auch bekommen, dann würde ich mich für ein Model der Nostromo oder der Serenity entscheiden.
  7. Mein zuletzt gesehener Film war „Vielleicht lieber morgen“ und der war wirklich sehenswert, weil er das Gefühl als Jugendlicher nicht dazu zu gehören großartig auf die Leindwand bringt.

Run, Fatboy, Run (252)

Eigentlich wollte ich heute wieder mit meiner Großen ins Freibad gehen und abends nur einen kurzen, schnell Lauf nachlegen. Dann kam das Gewitter und die Temperatur ist auf knapp 20 °C gefallen. Kein Badewetter mehr und somit wurde der Freibadbesuch – unter großem Protest – gestrichen. Nun hatte ich Zeit für einen längeren Lauf, der zu Beginn wirklich angenehm war. Nach den ersten Kilometern hatten sich die Wolken jedoch verzogen und es war so heiß und sonnig, wie vor dem Gewitter – nur mit immens höherer Luftfeuchtigkeit.

Distance: 10.63 km
Duration: 01:03:25
Avg Speed: 10.06 km/h
Avg Pace: 5:58 min/km
Energy: 881 kcal

Als ich also so vor mich hin lief, musste ich nicht nur gegen Sonne und Schweiß kämpfen, sondern auch gegen das schlechte Gewissen aufgrund des gestrichenen Freibadbesuchs. Am Ende konnte ich meinen Schnitt von 10 km/h zwar knapp halten, doch viel weiter hätte ich heute nicht laufen können. Da wäre ich mal lieber ins Freibad gegangen. Doch glücklicherweise ist das Zappelinchen nicht nachtragend – und der Sommer beinhaltet ja hoffentlich noch ein paar sonnige Wochenenden…

Im Ohr: Second Unit #67: Beverly Hills Cop

Vielleicht lieber morgen – OT: The Perks of Being a Wallflower (2012)

Auch wenn ich nach dieser Woche noch kaum Energie für einen Film aufbringen konnte, so habe ich mich doch vor die Filmsammlung gestellt und – nach einer langwierigen Entscheidungsphase – die Literaturverfilmung „Vielleicht lieber morgen“ aus dem Regal gezogen. Eine gute Entscheidung, denn selbst ohne die Unterbrechungen in Form von weinenden Kindern (ja, wir haben wieder gut 30 °C in der Wohnung) wäre ich nicht eingeschlafen – und das hätte heute wahrlich nicht jeder Film geschafft…

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Bemerkenswert an „The Perks of Being a Wallflower“ (so der fantastische Originaltitel) ist zunächst, dass Stephen Chbosky – der Autor der Vorlage – nicht nur das Drehbuch verfasst, sondern auch Regie geführt hat. Das sieht man nicht oft in Hollywood und hat sich hier wohl ausgezahlt. Obwohl ich den Roman nicht kenne, wirkt der Film flüssig erzählt und lässt keine Elemente vermissen oder andere zu sehr in den Vordergrund treten. Wirklich rundum gelungen. Neben der Handlung hat Chbosky auch inszenatorisch Großes vollbracht und die Atmosphäre der frühen 90er Jahre dicht und glaubwürdig auf die Leinwand übertragen. Vom fantastischen Soundtrack einmal ganz zu schweigen.

„Vielleicht lieber morgen“ ist auf jeden Fall auch ein Schauspielerfilm. Besonders beeindruckt hat mich das Ensemble der drei jugendlichen Hauptdarsteller: Logan Lerman, Ezra Miller und Emma Watson (Hermine, „Harry Potter“-Reihe) spielen allesamt hervorragend. Doch auch die Nebendarsteller sind nicht zu verachten. So geben u.a. Mae Whitman (Amber, „Parenthood“), Paul Rudd oder Tom Savini (Sex Machine, „From Dusk Till Dawn“) ihr Stelldichein und verleihen ihren Rollen das gewisse Etwas.

Der Film hätte für mich wohl perfekt als Coming-of-Age-Geschichte funktioniert. Ein Außenseiter, der sich nach dem Tod seines besten Freundes wieder in der Welt zurechtfinden muss. Dabei lernt er eine Gruppe von außergewöhnlichen Leuten kennen, die ihm zeigen, dass das Leben lebenswert ist. Emotional, mitreißend und toll erzählt. Leider zieht der Film gegen Ende (Andeutungen gab es schon vorher) noch ein paar Handlungselemente aus dem Hut, die meiner Meinung nach nicht nötig gewesen wären. Zuviel Drama für meinen Geschmack. Teen Angst in Kombination mit dem Tod des Freundes wären für mich Motivation genug für die Geschehnisse gewesen.

Auch wenn „The Perks of Being a Wallflower“ letztendlich nicht so perfekt ist, wie ich zu Beginn gehofft hatte, so macht er wirklich viel Freude. Schauspieler, Atmosphäre und Sountrack sind großartig und auch emotional konnte mich der Film packen. Sicher einer der gelungensten High-School-Filme der letzten Jahre. Sollte man nicht nur als Literatur- und Musikfreund auf jeden Fall gesehen haben: 8/10 Punkte.

Die wilden Siebziger – OT: That ’70s Show – Season 3

Wie bereits angekündigt, habe ich „That ’70s Show – Season 3“ wieder deutlich schneller verschlungen, als die vorangegangene Staffel. Die Qualität hat sich nicht plötzlich (noch mehr) gesteigert, es liegt eher am zurzeit kürzeren Fernsehabend – 20 Minuten-Shows lassen sich eben eher unterbringen als ihre 40 Minuten-Pendants. Davon einmal abgesehen könnte ich die Serie sowieso nahezu am Stück schauen, doch lest selbst…

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Zu Beginn des dritten Jahres in Point Place werden die Ereignisse des Finales der zweiten Staffel aufgegriffen und Red darf hart durchgreifen, was er gut kann und ihm zudem große Freude bereitet. Hydes heldenhafte Tat soll für ihn auch nicht ohne Folgen bleiben und so wirft sich ihm die gerettete Jackie sprichwörtlich an den Hals. Neben diesem amüsanten Handlungsstrang wird Hyde auch mit seiner Vergangenheit konfrontiert, indem sein Vater wieder in sein Leben tritt. Allein anhand der Figur des Steven Hyde zeigt die Serie erneut, wie zielsicher sie zwischen Komödie und Drama (natürlich alles im Rahmen einer Sitcom) wandelt.

Fantastisch fand ich die diesjährige Halloween-Episode, in der nahezu jeder größere Film Alfred Hitchcocks zelebriert wird. Ein großer Spaß, besonders für Filmfreunde. Auch Musikfreunde kommen nicht zu kurz, da Donna einen Job beim örtlichen Radiosender annimmt. Dies sorgt für einige Verwicklungen und stellt insbesondere ihre Beziehung mit Eric auf die Probe – dahinter kann man jedoch klar den Konflikt mit der Wahrnehmung von Rollenbildern erkennen, was sich teils auch in den anderen Paaren (insbesondere den Eltern) widerspiegelt.

Fazit

Trotz teils ernsthafter Themen, ist „Die wilden Siebziger!“ auch im dritten Jahr eine reinrassige Sitcom. Herrlich fand ich z.B. die Beziehung zwischen Fez und seiner Beinahe-Stalkerin oder die überraschende Begegnung von Vater und Sohn während eines romantischen Wochenendes. Es gibt alberne Momente, schöne Momente und – am wichtigsten – Momente, an die man sich noch aus seiner eigenen Jugend erinnern kann, ganz egal ob 70er oder 90er Jahre. Nach dem beinahe schon schwermütigen Finale freue ich mich nun sehr auf die, wenn ich mich recht erinnere, mir noch größtenteils unbekannte vierte Staffel: 9/10 (9.0) Punkte.

Run, Fatboy, Run (251)

Nach einer ziemlich aufregenden Hausbesichtigung, habe ich mich zu einem Lauf aufgemacht, um meine Gedanken zu sortieren. Dabei habe ich mich erstmals seit dem letzten Hundebiss wieder auf diverse Feldwege gewagt – aber auch nur, weil kein Hund in Sicht war. Schlauer bin ich nun nicht, doch die Bewegung hat gut getan.

Distance: 7.48 km
Duration: 00:44:18
Avg Speed: 10.13 km/h
Avg Pace: 5:55 min/km
Energy: 619 kcal

Das Wetter war mit 23 °C, angenehmer Bewölkung und leichtem Wind perfekt für einen Lauf. Somit konnte ich auch meine Geschwindigkeit knapp über 10 km/h halten, was ein zusätzlicher Bonus ist. Insgesamt ein wirklich schöner Lauf, bevor am Wochenende die Temperaturen wieder auf über 30 °C klettern sollen…

Im ersten Ohr: Sneakpod #296 – Frances Ha
Im zweiten Ohr: Celluleute Folge #69: Round Up

Media Monday #109

Nachdem ich die letzten drei Nächte insgesamt(!) nur ca. 8 Stunden Schlaf – Hitzewelle, Dachwohung und kleine Kinder sind keine gute Kombination – abbekommen habe, ist der Elan am Montagmorgen begrenzt. Dennoch stehen unzählige Meetings auf dem Programm, doch die Mittagspause bring Entspannung und meine Antworten auf die aktuellen Fragen des Medienjournals – viel Spaß damit!

media_monday_109

  1. Zuletzt gekauft habe ich mir eine Karte fürs Freibad. Was Filme und Serien angeht, so befanden sich kürzlich die „Jerry Bruckheimer Collection“ (8 Blu-rays) sowie die beiden Doku-Serien „Amazon with Bruce Parry“ und „Louis Theroux: The Strange and the Dangerous“ im Briefkasten.
  2. Von allen Superheldenkräften ist die Temperaturbeeinflussung die zurzeit wohl verlockendste, weil ich damit vielleicht einmal wieder eine Nacht durchschlafen könnte.
  3. Unser Zappelinchen hat mich tief beeindruckt, weil sie es geschafft hat, mich an drei Tagen hintereinander dazu zu überreden, mit ihr ins überfüllte Freibad zu gehen.
  4. Die Drehorte bekannter Filme würde ich schon gerne mal besuchen, weil es einfach ein tolles Gefühl ist vor Ort gewesen zu sein – so können Filme, die in Washington, D.C. oder New York City spielen, seit meinem USA-Besuch 2008 gleich einen Bonuspunkt verbuchen.
  5. Meine Empfehlung für die diesjährige Urlaubslektüre ist die „A Song of Ice and Fire“-Reihe, weil sie Schauplätze in teils arktischer Kälte und teils sengender Hitze bietet. Somit ist für jedes Wetter etwas dabei.
  6. Für jeden Film, der mich wirklich interessiert würde ich selbst bei schönstem Wetter ins Kino eilen, weil weniger das Wetter bestimmend für den Kinobesuch ist, als die Verfügbarkeit eines Babysitters.
  7. Mein zuletzt gesehener Film war „Der Blender: The Imposter“ und der war absolut mitreißend, weil Regisseur Bart Layton wirklich alles aus der faszinierenden Geschichte herausgeholt hat – nicht nur für Dokufans empfehlenswert.

Run, Fatboy, Run (250): Spezialausgabe

Wer einmal wirklich unter erschwerten Bedingungen trainieren will, dem kann ich meine Herangehensweise nur empfehlen: Um 23:00 Uhr nach einem kühlen Radler zeitig ins Bett gehen, damit man am nächsten Tag entspannt zum Laufen aufstehen kann. Von 23:01 bis 2:30 Uhr – bei gut 32 °C in der Wohnung – versuchen das eine Kind zum Schlafen zu bewegen, ohne das andere beständig aufzuwecken. Um 2:55 Uhr endlich einschlafen, damit man um 3:20 Uhr – vom Gewitter geweckt, das natürlich keine Abkühlung bringt – die klappernden Fenster zumachen kann. Um 4:10 Uhr dann endlich einschlafen und sich bis 7:40 Uhr – immerhin dreieinhalb Stunden – im viel zu warmen Bett wälzen. Um 8:30 Uhr laufen gehen.

Distance: 7.24 km
Duration: 00:44:52
Avg Speed: 9.69 km/h
Avg Pace: 6:11 min/km
Energy: 608 kcal

Trotz relativ frühem Start (ich hätte mich wohl gleich um 4:00 Uhr aufmachen sollen) hatte es bereit 27 °C, doch zumindest ein wenig bewölkt und immerhin kühler als 30 °C. Ich musste wieder unzähligen Hunden ausweichen, da es heute kein einziger(!) Hundebesitzer angebracht fand, seine Tölen an die Leine zu nehmen. Insofern war mein Lauf durch häufige Richtungswechel geprägt. Dennoch habe ich damit meinen 25. Lauf in diesem Jahr absolviert, d.h. seit meinem 225. Lauf Ende Dezember sind sieben Monate vergangen. Die Bilanz zeigt, dass 2013 bisher kein sonderlich erfolgreiches Laufjahr für mich ist – besonders was die Geschwindigkeit angeht:

2008 2009 2010 2011 2012
Länge 130,60 143,53 382,31 426,62 291,15
Laufzeit 15:32:00 15:37:00 38:48:45 41:55:03 28:39:25
kCal 12416 11838 32184 33147 22415
min/km 7:05 6:31 6:05 5:53 5:54
2013 Gesamt
Länge 181,78 1555,99
Laufzeit 18:39:01 159:11:14
kCal 13996 125996
min/km 6:09 6:08

Irgendwie bezweifle ich stark, dass ich dieses Jahr noch die nächsten 25 Läufe vollmachen werde, doch wenn ich meinen bisherigen Laufrhythmus beibehalten kann, dann bin ich schon glücklich. Immerhin habe ich in diesem Jahr bisher 26 Tafeln Schokolade oder 60 Flaschen Bier runtergelaufen, was ich wohl einmal gegen den tatsächlichen Konsum rechnen sollte… 😉

Im ersten Ohr: Nerdtalk Episode 308
Im zweiten Ohr: Fortsetzung folgt S03E22 – Alkohol ist nicht genug!

Der Blender: The Imposter – OT: The Imposter (2012)

Nach einer langen Woche habe ich mich dennoch dazu durchgerungen einmal wieder einen Film anzuschauen. Nach den Louis Theroux-Dokus, stand erneut eine Empfehlung des Celluleute-Podcasts auf dem Programm: „Der Blender: The Imposter“ ist nach einiger Verzögerung nun auch bei uns auf DVD erhältlich und ich bin dank eines Gewinnspiels des Zeilenkinos auch endlich in den Genuss gekommen – und ein solcher ist Bart Laytons Film zweifellos.

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Obwohl ich mich sehr auf den Film freute, war ich doch ein wenig skeptisch, da ich einerseits bereits (zu) viel von der Geschichte wusste und andererseits mit Spielszenen in Dokumentarfilmen eher wenig anfangen kann. Doch schon bald sollte sich herausstellen, dass „The Imposter“ trotz vermeindlicher Kenntnis des Ablaufs und der Dramatisierung ausgezeichnet funktioniert. Die Geschichte und ihre Figuren ziehen einen in ihren Bann und man kann aufgrund der abstrusen Geschehnisse teils nur ungläubig den Kopf schütteln. Wäre dies ein fiktiver Film gewesen, so hätte ich das Drehbuch wohl bereits nach ein paar Minuten als unglaubwürdig abgestraft.

Im Grunde handelt der Film von Identitätsdiebstahl, einem Familiendrama und einer damit verwobenen Kriminalgeschichte. Die Konstellation der einzelnen Elemente und die Art, wie die relevanten Personen agieren, hat man so allerdings noch nie gesehen. Unglaublich. Im wahrsten Sinne des Wortes. Durch Laytons geschickte Art Interview- mit Spielszenen zu kombinieren, fühlt man sich oft eher in einen absurden Thriller versetzt. Diese Technik funktioniert erstaunlich gut, da man nie das Gefühl hat zum Narren gehalten zu werden. Die Spielszenen unterstützen einzig und allein das Kopfkino, welches die Talking Heads hervorrufen, und ziehen den Betrachter noch stärker in die Geschichte hinein.

Am Ende bleibt man ein wenig unschlüssig zurück. Beide Varianten der Geschichte scheinen in diesem seltsamen Universum möglich. Eines ist auf jeden Fall sicher: Der titelgebende Blender Frédéric Bourdin schafft es auch den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. In diesem Sinne sei euch ein ungewöhnlicher Dokumentarfilm ans Herz gelegt, der es in Sachen Spannung mit den meisten fiktiven Thrillern aufnehmen kann: 9/10 Punkte.

Bayerischer Wald 2013 #5: Tierpark Lohberg

Am zweiten Tag unserer Reise hat es uns einmal wieder zu den Tieren verschlagen. Im Gegensatz zum Straubinger Tiergarten gab es in Lohberg nur einheimische Tiere zu sehen, was durchaus eine nette Abwechslung war. Zudem hat sich die Anlage gar wunderbar in die umgebende Natur einfügt.

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Erfreulicherweise haben sich selbst die scheuen Tiere, wie z.B. der Luchs blicken lassen. Leider nicht gut genug für ein gelungenes Foto, doch dafür standen Elch und Co. dann umso präsenter parat.

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Auch im großen Wolfsrevier war nach anfänglicher Leere Bewegung zu entdecken. Und der große Uhu? Der dachte vermutlich was die verrückten Menschen in der größten Mittagshitze da durch seinen Park hetzen müssen. Schien ihm aber auch recht gleichgültig zu sein.

wolf_uhu

Am späten Nachmittag hat sich unser Zappelinchen dann noch auf den Rücken eines Pferdes geschwungen, was nicht die erwünschte bzw. befürchtete Wirkung hatte – vom Pferdehype bleiben wir also noch ein wenig verschont… 😉