Run, Fatboy, Run (249)

Nachdem ich am Wochenende aufgrund der erneuten Hitzewelle nicht laufen war, habe ich die aufziehenden Wolken genutzt, um mich einmal wieder auf die Strecke zu wagen. Immerhin hatte es nur 28 °C und es ging ein angenehmer Wind, was mir nach den weit über 30 °C inklusive brennender Sonne heute Nachmittag richtig angenehm vorkam. Aber dies soll ja kein Eintrag zum Wetter werden.

Distance: 6.32 km
Duration: 00:37:34
Avg Speed: 10.09 km/h
Avg Pace: 5:56 min/km
Energy: 524 kcal

Auch wenn ich mir dieses Mal eine eher kürzere Strecke ausgesucht habe, bin ich mit der Zeit doch einmal wieder zufrieden. Endlich wieder die 10 km/h geknackt. Da es am Wochenende wieder extrem heiß (über 35 °C) werden soll, muss ich den nächsten Lauf entweder sehr früh angehen oder auf kommende Woche verschieben. Immerhin steht Lauf #250 kurz bevor…

Im Ohr: Sneakpod #295 – Pacific Rim

Louis Theroux: The Collection

Über diverse Erwähnungen im Celluleute-Podcast, bin ich auf den Dokumentarfilmer Louis Theroux aufmerksam geworden. Da der seit den 1990er Jahren aktive Journalist bereits unzählige Dokumentationen produziert hat, war es gar nicht so leicht einen Einstieg zu finden. Letztendlich bot sich „Louis Theroux: The Collection“ an, welche eine Auswahl seiner Werke von 1995 bis 2003 umfasst und nicht nur einen wirklich unterhaltsamen Einblick in die seltsame Welt unterschiedlicher Subkulturen bietet…

louis_theroux_1

Normalerweise bespreche ich keine konkreten Veröffentlichungen (DVDs oder Blu-rays), sondern den jeweiligen Film bzw. die jeweilige Serie an sich. In diesem Fall muss ich jedoch davon abweichen, da die Dokumentationen von Louis Theroux sehr unüberschaubar veröffentlicht werden. Es gibt unzählige und teils vergriffene Einzelausgaben, Sammelboxen mit mehreren Dokus, doch keine seiner Doku-Reihen ist bisher komplett erhältlich. So habe ich – nach ein wenig Recherche – „Louis Theroux: The Collection“ als Einstieg gewählt, was sich als sehr gute Entscheidung erwiesen hat, bietet die Box doch einen guten Überblick über Therouxs bisheriges Schaffen.

Zunächst ein paar Worte zu Louis Theroux (übrigens Cousin von Schauspieler und Drehbuchautor Justin Theroux) selbst: Wenn man die Liste an Themen liest, die im Mittelpunkt der ca. 45- bis 60-minütigen Dokumentationen stehen, dann könnte man das Schlimmste erwarten: Einblicke ins Porno-Geschäft, das Leben von leidenschaftlichen Swingern, überzeugten Neo-Nazis und ein Bordell rufen Assoziationen zu Möchtegern-Krawall-Dokus à la RTL2 hervor. Nichts könnte jedoch ferner liegen, denn Louis Theroux nähert sich den Individuen seiner Beobachtungen mit teils erschreckend viel Respekt und gibt ihnen nahezu unbegrenzten Freiraum sich zu äußern. Durch sein beinahe schon passives Auftreten entlockt er seinen Interview-Partnern teils Aussagen, die oft schockierend, lustig oder einfach nur absurd sind. Dabei führt er sein Gegenüber nie vor und ist sich selbst auch nicht zu fein in oft peinlichen Situationen gefilmt zu werden.

Im Folgenden findet ihr eine Besprechung der unterschiedlichen Doku-Formate, die in dieser Sammlung vorliegen:

Weiterlesen

Media Monday #108

Als ich heute um 6:30 Uhr das Haus verlassen habe, hatte es bereits knapp 20 °C. Da es bei euch wahrscheinlich nicht viel anders aussieht, hat Wulf die aktuellen Fragen des Medienjournals diese Woche kürzer gehalten, um uns nicht zu lange an den Rechner zu binden. Ein ehrbarer Gedanke, der meine PC-Zeit heute jedoch leider kaum reduzieren wird…

media_monday_108

  1. Warum eigentlich Sommer-Blockbuster? Macht das Sinn, zur wärmsten Zeit des Jahres krawallige Kracher rauszuhauen?
    Vielleicht kann das erhitzte Hirn im Sommer nicht mehr als Blockbuster-Kino aufnehmen? Vielleicht sehnt man sich als Zuschauer auch insgeheim nach der klimatisierten Kühle des Kinosaals? Vielleicht ist den Hollywood-Executives die Hitze einfach zu Kopf gestiegen? Ich bin ja eher für die Blockbuster der Vorweihnachtszeit zu haben…
  2. Statt mit Filmen könnte man sich ja schließlich viel eher mal mit der Unterhaltung der eigenen Kinder beschäftigen – im Klartext bedeutet das zurzeit Planschen, sich mit Wasser vollspritzen lassen, auf dem Trampolin rumspringen usw.
  3. Dem Hobby ganz abtrünnig werden geht aber auch nicht. Eure beste Sommer-Sonne-Gute-Laune-Filmempfehlung?
    Sommer und Wasser gehen bei mir Hand-in-Hand. Insofern spielt dieses Element auch bei meinen Sommer-Sonne-Gute-Laune-Filmempfehlungen eine große Rolle: „Fluch der Karibik“ und „Der weiße Hai“ (ganz aktuell gibt es eine schöne Besprechung auf Συμπάρανεκρομενοι) sind zwei gar gegensätzliche, doch stets gerne gesehene Sommer-Blockbuster. Oder „Die Goonies“ und „Stand by Me“, die gehen einfach immer.
  4. Und natürlich dürfen auch die neuesten Folgen der Serie „The Shield“ nicht vernachlässigt werden, denn die flirrende Hitze des Gang-Distrikts von L.A. passt perfekt zur abendlichen Sommeratmosphäre.
  5. Der schönste Blog-Artikel der letzten Woche indes, den jeder gelesen haben sollte, war das Erreichen der 10.000 Klicks der ERGOThek – immer wieder schön zu sehen, wenn tolle Blogs ihre Leser finden. Also schaut mal rein!

A Song of Ice and Fire, Book 4: A Feast for Crows (George R. R. Martin)

feast_for_crowsGeorg R. R. Martin hat es mir mit diesem Buch wirklich nicht leicht gemacht. Ganze 10 Monate habe ich benötigt, um mich durch die knapp 1000 Seiten zu kämpfen – auch wenn ich nach der Hälfte zugegebenermaßen erst einmal Suzanne Collins „Die Tribute von Panem“-Trilogie eingeschoben habe. Die Pause nach gut 3500 Seiten „A Song of Ice and Fire“ hat gut getan und danach konnte mir die zweite Hälfte von „A Feast for Crows“ auch wieder viel Freude bereiten. Das fünfte Buch kann also kommen…

Bereits beim Vorgänger „A Storm of Swords“ konnte man sich als Leser nicht über eine zu geringe Auswahl an Charakteren beschweren. Übersicht in Westeros zu behalten war somit nicht immer einfach, doch aufgrund der immer wiederkehrenden Erzählstränge und teils Überschneidungen in der Handlung, konnte ich den jeweiligen Charakter stets in den Gesamtzusammenhang einordnen. In diesem Buch gelingt das – besonders zu Beginn – nicht immer: Martin führt etliche neue Figuren ein und widmet diesen auch eigene Kapitel, obwohl sie teils nicht wirklich wichtig zu sein scheinen und im weiteren Verlauf kaum vorkommen. Besonders die Handlung in Dorne und auf den Iron Islands hat mich oft aus der eigentlichen Geschichte rausgerissen und teils sogar gelangweilt.

Die neuen Charaktere werden auch selten beim Namen genannt, d.h. ihr Kapitel-Titel wird, anders als bei den anderen Figuren, häufig umschrieben, was die Einordnung nicht leichter macht. Martin hätte diese Handlungsstränge, die durchaus noch wichtig werden können, einfach in die bestehenden mit eingliedern sollen. Berichte aus Dorne bzw. von den Iron Islands hätten auch anders nach King’s Landing gelangen können. Meiner Meinung nach wäre hier weniger mehr gewesen und man hätte die Erzählstränge nicht auf „A Feast for Crows“ und „A Dance with Dragons“ aufteilen müssen. Den Cliffhanger von „A Storm of Swords“ zudem erst ein paar Seiten vor Ende aufzulösen, zeugt zudem von schriftstellerischem Selbstbewusstsein – und funktioniert erstaunlicherweise sogar recht gut.

Beeindruckend fand ich es erneut, wie Martin mit seinen Charakteren umspringt. Ich hätte nie gedacht, dass Jaime einmal so sympathisch werden könnte und auch Brienne hat deutlich an Profil gewonnen. Da man von Tyrion, Daenerys und John Snow nichts mitbekommt, fallen meine bisherigen Lieblingserzählstränge heraus, doch dafür konnten mich Jaime, Brienne und Cercei – was für ein grandioses Finale! – entschädigen. Arya und Sansa habe ich auch stets gerne begleitet, wenngleich ihre Geschichten größtenteils etwas auf der Stelle getreten sind. Nicht vergessen darf man auch Samwell, der einen schönen Handlungsbogen spendiert bekommt und für die Geschichte wichtiger sein dürfte, als ursprünglich angenommen.

Insgesamt ist „A Feast for Crows“ das bisher schwächste Buch der Reihe, was vor allem daran liegt, dass sich Martin ein wenig übernommen hat. Die zweite Hälfte fand ich deutlich stärker und freue mich nun auch auf „A Dance with Dragons“, das ich – entgegen meiner ursprünglichen Planungen – doch sofort im Anschluss lesen werde. Lasst euch also vom zähen Beginn nicht abschrecken, denn gegen Ende macht auch der vierte Band der Saga wirklich viel Spaß: 8/10 Punkte.

Bayerischer Wald 2013 #4: Sommerrodelbahn

Nach dem doch eher beschaulichen Ausflug ins Glasdorf, ging es zur Rodelbahn. Zunächst hatten wir nur ein Ticket gekauft, da unser Zappelinchen doch eher skeptisch war. Ihr erster Kommentar nach der Fahrt war allerdings ‚Papa, nochmal!‘ – folglich haben wir daraufhin noch eine 6er Karte verbraten…

rodeln

Nach ausgiebigem Gerodel war der Tag auch fast vorbei und wir haben ihn im Hotelpool ausklingen lassen. Am nächsten Morgen sollte es wieder tierisch werden…

Bayerischer Wald 2013 #3: Glasdorf

Der Bayerische Wald ist für seine Glaskunst bekannt und somit hatten wir uns am ersten Tag unseres Aufenthalts für einen Besuch im nahegelegenen Glasdorf entschiedenen. Dessen schön angelegter Park bot nicht nur allerlei obskure Glaskunst, sondern auch etliche Spielmöglichkeiten für unser Zappelinchen.

Neben tatsächlichen Ziegen, Eseln und sonstigen Getiers, gab es auch diese mehr oder weniger nett anzusehenden Schweine zu bewundern. Überhaupt scheint man auf Rostskulpturen zu stehen, die es in jeder erdenklichen Form gab – hier eben nur mit Glas verziert.

glas_sonne

Der Tag war sonnig und ich habe unzählige Glaskunstwerke fotografiert, die ich euch an dieser Stelle aber erspare. Unsere nächste Station war dann eine Sommerrodelbahn, mit der nicht nur unsere Große viel Spaß hatte…

Run, Fatboy, Run (248)

Da morgen Abend schon verplant ist und auch die Tage danach eher voller zu werden drohen, war ich heute laufen. Warum verdient das eine besondere Erwähnung? Weil es schon wieder knapp 30 °C hat und der Lauf (zu bestimmt 75% auf Asphalt und in der Sonne) nicht wirklich angenehm war. Zwar bin ich bewusst langsam gelaufen, doch ehrlich gesagt wäre auch nicht viel mehr drin gewesen.

Distance: 7.03 km
Duration: 00:44:44
Avg Speed: 9.42 km/h
Avg Pace: 6:22 min/km
Energy: 595 kcal

Die Zeit ist somit noch schlechter als beim letzten Lauf und so langsam bräuchte ich dringend einmal wieder ein Erfolgserlebnis. Aber ich sollte mich nicht beschweren, denn immerhin war ich laufen. Gespannt bin ich schon auf meine aktuelle Jahresbilanz, wenn in nur zwei Läufen die nächste Spezialausgabe ansteht, d.h. dann war ich dieses Jahr erst 25 mal laufen. Kommt mir nicht gerade häufig vor…

Im ersten Ohr: Sneakpod #294 – The East
Im zweiten Ohr: Celluleute Folge #67: Mini Round Up

Bayerischer Wald 2013 #2: Kinderhotel

Nach dem Zwischenstopp im Straubinger Tiergarten sind wir bei unserem Hotel angekommen. Aufgrund der unbeständigen Wetterlage in diesem Jahr (entweder 10 °C und Dauerregen oder 35 °C bei brennender Sonne), hatten wir uns für ein Kinderhotel entschieden.

kinderhotel_2

Kinderhotel bedeutet unzählige Indoor- und Outdoor-Spielplätze, ein kindgerechtes Hallenbad und Kinderbeutreuung. Letztere haben wir nicht in Anspruch genommen, da es dank des perfekten Wetters (25 °C bei leichten Wolken) mehr als genug zu unternehmen gab.

aussicht

Das Hotel liegt auf gut 900 Meter und inmitten der Natur. Auch ein Waldwipfelpfad befindet sich in umittelbarer Nähe, doch dazu in einem späteren Eintrag mehr…

Media Monday #107

Nach einem herrlichen Urlaub ist der darauf folgende Montag immer besonders hart. Gut also, dass es die Fragen des Medienjournals gibt, die zwischen überquellenden Postfächern sowie alten und neuen Projekten einen kleinen Lichtblick darstellen. Also falls ihr es noch nicht gemerkt habt: Ich bin wieder im Lande…

media_monday_107

  1. Der neue Film von Guillermo del Toro namens „Pacific Rim“ sieht nach unterhaltsamen Actionkino aus, das jedoch Gefahr laufen könnte von seinem Gigantismus erdrückt zu werden.
  2. Jeder einzelne Cameo (u.a. Jim Parsons oder Neil Patrick Harris) im 2011er „Die Muppets“ war einer der besten Cameo-Auftritte.
  3. SchauspielerIn Jason Segel würde ich gern mal in einem waschechten Action-Film sehen.
  4. „Babylon A.D.“ hält sich für tiefgründiger als er eigentlich ist, denn die sozialkritischen und pseudoreligiösen Elemente wirken wie Fremdkörper in der forcierten Coolness dieses Actionschwachsinns.
  5. Ich würde gerne mal ein Buch lesen, das mich so restlos in seine Welt zieht, wie ich es nur aus Kindheitstagen kenne.
  6. Zu einem guten Krimi gehört für mich ein interessanter Ermittler, ein starker Bösewicht und – am wichtigsten – Spannung.
  7. Mein zuletzt gesehener Film war „Vertical Limit“ und der war schlechter als ich ihn in Erinnerung hatte, weil das tolle Setting die miesen Effekte und Schauspieler leider nicht komplett relativieren konnte.

Run, Fatboy, Run (247)

Nach fast zwei Wochen voll Schlemmerei und allerlei lustiger Beschäftigungen, war es an der Zeit meinen Körper wieder an den Alltag zu gewöhnen. Also habe ich mich an meinem letzten freien Tag aufgerafft und auf die Laufstrecke gewagt. Wie zu erwarten ging es nicht allzu schnell voran, was ich aber auf die Hitze schiebe. Und nicht auf meinen Trainigsstand. Kann ja gar nicht sein.

Distance: 7.12 km
Duration: 00:43:52
Avg Speed: 9.74 km/h
Avg Pace: 6:09 min/km
Energy: 596 kcal

Über die Zeit möchte ich gar nicht reden, da sie wirklich nicht gut ist. Aber ich habe auch eine gute halbe Minute pausiert, da jemand nach dem Weg fragte. Wird die Pause bei Runtastic eigentlich aus dem Ergebnis herausgerechnet? Auf jeden Fall ist der Anfang wieder gemacht und nun kann der Alltag wieder einkehren. Leider. Seufz.

Im Ohr: Nerdtalk Episode 306