Die 5 besten Historiendramen für Geschichtsliebhaber*innen

Was waren wir letzte Woche witzig! Wir haben uns die besten Comedy-Serien für einen herzhaften Lacher angeschaut. Diese Gefilde verlassen wir bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG heute und wenden uns den fünf besten Historiendramen für Geschichtsliebhaber*innen zu. Nichts einfacher als das? 🏛️

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #347 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Bizkette1 (Freepik.com)

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #347 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Bizkette1 (Freepik.com)

Das Thema für Ausgabe #347 lautet:

Die 5 besten Historiendramen für Geschichtsliebhaber*innen

  1. „12 Years a Slave“ (2013) – Ein dunkles Kapitel der Geschichte und ein extrem erschütternder Film, der teils wirklich hart anzuschauen ist. Dennoch oder gerade deshalb ist es wichtig, dass auch diese Geschichten in einem populären Unterhaltungsmedium erzählt werden.
  2. Die „Asterix“-Animationsfilme (1967 bis 2018) – Von „Asterix der Gallier“ über den Höhepunkt „Asterix erobert Rom“ bis hin zu „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“, die Filme rund um das gallische Dorf sind voll mit historischen Referenzen. Liebe ich bis heute sehr.
  3. „Downton Abbey“ (2019) & „Downton Abbey II: Eine neue Ära“ (2022) – Wunderbare Wohlfühlhistorienfilme, die ich als Nachklapp zur Wohlfühlserie „Downton Abbey“ sehr zu schätzen weiß. Ich liebe es einfach alle paar Jahre zu den bekannten Figuren zurückzukehren, auch wenn der Geschichtsaspekt vermutlich eher nur ein netter Rahmen ist.
  4. „Königreich der Himmel“ (2005) – Es muss natürlich auch ein historisches Schlachtengemälde Platz auf dieser Liste haben. Auch wenn der Film im Kino nicht sonderlich gut lief, so war der nachgeschobene Director’s Cut im Heimkino doch umso beeindruckender. Toller Film!
  5. „The King’s Speech: Die Rede des Königs“ (2010) – Ein Film, den ich lange ignoriert habe, weil ich seine Geschichte nicht sonderlich interessant fand. Mit meiner Sichtung von „The Crown“ hat sich das jedoch geändert und ich fand ihn letztendlich mitreißend erzählt und toll gespielt.

Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme und/oder Serien sind jeweils über den Titel verlinkt.

Percy Jackson: Die Serie – OT: Percy Jackson and the Olympians – Staffel 1

Auf der Suche nach einer neuen Serie, die wir mit der gesamten Familie schauen können, sind wir letztendlich bei „Percy Jackson: Die Serie – Staffel 1“ gelandet. Mein Vorwissen zur Geschichte ziehe ich aus den beiden Filmadaptionen „Percy Jackson: Diebe im Olymp“ und „Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen“, die ich vor ein paar Jahren gesehen habe. Das Zappelinchen hat dagegen den ersten Band der Buchreihe als Schullektüre gelesen. Somit waren wir alle auf die Serienadaption gespannt. 🏛️

Percy Jackson: Die Serie – Staffel 1 | © Walt Disney

Percy Jackson: Die Serie – Staffel 1 | © Walt Disney

Ein schön inszeniertes Jugendabenteuer in Serie

Ich muss gestehen, mich kaum noch an die Verfilmung erinnern zu können. Nur ein paar Szenen (z.B. der Anfang im Camp oder Medusa) sind mir noch im Kopf und ich weiß, dass ich den Film recht unterhaltsam fand. Die Disney-Adaption in Serienform kann sich viel mehr Zeit für die Geschichte nehmen und verjüngt unsere Held*innen auch deutlich bzw. orientiert sich damit eher an der Vorlage. Ich mochte den Einstieg in die Geschichte wieder sehr gerne. Überhaupt fand ich die erste Hälfte der Staffel deutlich gelungener und auch bedeutsamer für die Gesamtgeschichte. Die Reise unserer Held*innen an sich war seltsam unausgewogen, was das Pacing angeht. Hier hat mich die Serie in ihren schwächsten Momenten an die „Willow“-Serie erinnert. Doch ganz so schlimm war es am Ende doch nicht.

Die Schauspieler*innen machen ihre Sache allesamt gut und auch die Schauplätze sehen durchaus beeindruckend aus. Die Handlung fand dagegen eher verwirrend (wer hat nun was gestohlen und warum?) und auch seltsam nichtssagend. Hier kam dann auch wieder das Pacing-Problem zum Tragen, denn obwohl jede Episode an einem anderen Schauplatz spielt, so bleiben Höhepunkte oder Rhythmuswechsel aus. Ich kann das nur schwer beschreiben, doch wenn ihr die Serie gesehen habt, wisst ihr vielleicht was ich meine. Das alles ist nicht dramatisch, denn „Percy Jackson: Die Serie“ ist über ihre gesamte Laufzeit unterhaltsam und schön anzusehen.

Fazit

Wir hatten viel Spaß mit „Percy Jackson: Die Serie“ und freuen uns, dass sie fortgesetzt werden soll. Ich bin gespannt, ob sich das seltsame Pacing dann auflöst oder es einfach Teil der Serie ist. Vielleicht lag es auch am langen Zeitraum von knapp  zwei Monaten, den wir für die Sichtung gebraucht haben. Die Kinder waren insgesamt etwas begeisterter als ich: 7/10 (7.4) Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1707)

Auch heute habe ich mich wieder zu einer kurzen Mittagsrunde aufgemacht. Das Wetter war durchwachsen, doch immerhin hat es nur genieselt und nicht geregnet. 🌧️

Wieder mal ein kurzer Mittagslauf

Wieder mal ein kurzer Mittagslauf

Distanz: 8.59 km
Zeit: 00:49:16
Anstieg: 71 m
Ø Pace: 5:44 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.5 km/h
Ø Herzfrequenz: 151 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 7.8 °C
Kalorien: 708 kcal

2024: 393 km
Februar: 162 km
KW 8: 16 km

Ich bin ganz gut vorangekommen, doch richtig viel Lust hatte ich nicht. Da kommt es vielleicht gerade recht, dass ich die kommenden zwei Tage ohnehin nicht zum Laufen komme. Auf den Freitagslauf freue ich mich aber jetzt schon. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod #808 – Das perfekte Weihnachtsdinner
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, The Get Up Kids

Review: The Last of Us – Staffel 1 (2023)

Nach dem gegen Ende eher durchwachsenen Serienerlebnis mit „Manifest“, stand mir der Sinn nach qualitativ hochwertigerer Unterhaltung. Für mich stand dafür immer HBO, was Serien wie „The Wire“ oder „Game of Thrones“ zweifelsfrei bewiesen haben. Somit bin ich spät auf den Hype rund um „The Last of Us – Staffel 1“ aufgesprungen. Dabei muss ich vorausschicken, dass ich die Spiele nie gespielt habe, doch ein ganz gutes Verständnis von der gezeigten Welt und der grober Rahmenhandlung hatte. 🍄

The Last of Us – Staffel 1 | © HBO

The Last of Us – Staffel 1 | © HBO

Postapokalyptisches Storytelling par excellence

Bereits die erste Episode „When You’re Lost in the Darkness“ ist ein unglaublicher Ritt in die Dunkelheit. Wir erleben den Ausbruch der Pandemie und den schicksalshaften Auslöser, warum aus der männlichen Hauptfigur Joel der verbitterte Mann wurde, der er nach einem Zeitsprung von 20 Jahren ist. Wir treffen in einer Quarantänezone wieder auf ihn, wo er letztendlich die jugendliche Ellie kennenlernt. Dieses ungleiche Duo macht sich fortan auf den Weg durch die zerstörten USA, um einem MacGuffin-artigem Ziel hinterherzureisen bzw. um einfach nur zu überleben. Joel und Ellies Geschichte ist dabei gespickt mit Begegnungen, von denen die Infizierten, ganz im Gegensatz zu z.B. „The Walking Dead“, nur einen extrem kleinen Teil ausmachen. Im Fokus stehen die zwischenmenschlichen Beziehungen und wie Menschen jeden Alters ganz unterschiedlich vor dem Hintergrund der Apokalypse agieren. Das ist extrem spannend und emotional erzählt, selbst wenn „The Last of Us“ nur bereits bekannte Versatzstücke postapokalyptischer Erzählung aufgreift.

Die erste Episode, die mich dann komplett umgehauen hat, war „Long, Long Time“. In dieser wird eine unwahrscheinliche Liebesgeschichte in Spielfilmlänge erzählt, welche mir noch Tage nach der Sichtung nachgehangen hat. Ein Meisterwerk der Erzählkunst. Nick Offerman (bekannt als Ron Swanson aus „Parks and Recreation“) spielt unfassbar herzergreifend. Konnte es danach noch besser werden? Vielleicht nicht besser, doch auch „Endure and Survive“ hat mich komplett mitgerissen. Das Finale war ein solcher Schlag in die Magengrube, dass ich mich nur schwer davon erholen konnte. Mit „When We Are in Need“ erleben wir kurz vor dem Finale eine Ellie-zentrierte Episode, welche einfach nur eine emotionale Tour-de-Force ist. Apropos Ellie: Bella Ramsey (bekannt aus „Game of Thrones“) ist absolut fantastisch, gerade im Zusammenspiel mit Pedro Pascal (bekannt aus „Narcos“ oder „The Mandalorian“). Ihre Beziehung trägt die Serie, selbst wenn ihre gemeinsame Zeit auf dem Bildschirm eher begrenzt ist. Fantastische Figuren, die wahrlich perfekt ausgearbeitet sind.

Die beste aller Videospielverfilmungen

Das ist vermutlich eine gewagte Aussage für jemanden, der die Vorlage nicht kennt. Allerdings würde die Serie auch perfekt funktionieren, wenn es das Videospiel nicht gäbe und wir hier eine komplett eigenständige Geschichte erzählt bekommen würden. Dabei gibt es durchaus ein paar Sequenzen, die videospielartig wirken bzw. die man ohne die Vorlage vermutlich anders umgesetzt hätte. Ich denke hier z.B. an das Auftauchen des Bloaters, der dann doch eher wie ein weiterer Gegnertyp in einem Videospiel wirkt. Nicht störend, aber doch auffällig. Handlungstechnisch steht die Serie auf jeden Fall für sich bzw. ist „The Last of Us“ als Spiel so gut erzählt, dass es auch in einem anderen Medium perfekt funktioniert. Einzig was ich vom Finale „Look for the Light“ halten soll, weiß ich noch nicht so recht. Es wird, neben den großen Actionszenen und dem verstörenden Twist, einiges zwischen den Zeilen erzählt. Welche Motivation nun eher egoistisch und welche selbstlos getrieben ist, mag einfach erscheinen, doch steckt  einiges mehr an Komplexität dahinter, als sich auf den ersten Blick erschließen mag. Gerade was die Beziehung zwischen Joel und Ellie angeht, wird das noch spannend werden. Die Wartezeit auf die zweite Staffel wird hart.

Fazit

Wie ihr vermutlich schon rausgelesen habt, hat mich „The Last of Us“ begeistert, wie schon lange keine Serie mehr. Die Investition in die Ultra-HD-Blu-ray-Box hat sich definitiv gelohnt, schon alleine aufgrund der sehenswerten Extras. Die letzten zwei Wochen haben sich angefühlt, als hätte ich fast jeden Abend einen kurzen Film gesehen. So intensiv war die Immersion für mich. Für mich eine der besten, wenn nicht sogar die beste, unter den aktuell laufenden Dramaserien: 10/10 (9.6) Punkte.

Run, Fatboy, Run (1706)

An einem verregneten Home-Office-Tag will ein verregneter Mittagslauf gelaufen werden. So will es das Gesetzt. Gesagt, getan. 🌧️

Wieder kalt und regnerisch geworden

Wieder kalt und regnerisch geworden

Distanz: 8.23 km
Zeit: 00:46:08
Anstieg: 61 m
Ø Pace: 5:36 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.7 km/h
Ø Herzfrequenz: 152 bpm
Ø Schrittfrequenz: 157 spm
Temperatur: 7.8 °C
Kalorien: 674 kcal

2024: 385 km
Februar: 154 km
KW 8: 8 km

Meine Motivation hielt sich, auch aufgrund des Wetters, in Grenzen. Dennoch hat der Lauf natürlich gut getan und der Anfang für diese Woche ist damit auch gemacht. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod #808 – Das perfekte Weihnachtsdinner
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Frank Turner, My Chemical Romance

Media Monday #660 – Fastenzeit, Kinovisionär und Laufjubiläum

Die Faschings- bzw. Winterferien sind vorbei. Ich hatte drei Tage frei und diese mehr oder weniger entspannt genossen. Zu Beginn waren die Ausläufer von Frau bullions Erkrankung noch zu spüren und Freitagnachmittag musste ich arbeitstechnisch einspringen. Alles nicht sonderlich ideal. Dafür habe ich mich durchgerungen zu fasten und verzichte seit Aschermittwoch auf Alkohol und Süßkram. Das fällt mir wirklich schwer und ich habe es am Anfang auch körperlich gespürt. Heute war der erste Tag, an dem es einigermaßen ging und ich auch lauftechnisch gut unterwegs war. Mein Ziel ist es bis Ostern durchzuhalten. Um auf andere Gedanken zu kommen, habe ich ganze vier Filme gesehen und kann darüber in meinen Antworten auf die aktuellen Fragen des Medienjournals berichten. Wie habt ihr die Faschingswoche verbracht? 🥳

Media Monday #660

  1. Es gibt großartige Genre-Beiträge und es gibt Filme, die alle Grenzen sprengen. So wie James Camerons „Titanic“, den ich erst vor ein paar Tagen wieder gesehen habe. Nach Sichtung diverser Making-of-Dokumentationen hat sich mir wieder einmal bestätigt, dass der Regisseur einer der großen Kinovisionäre unserer Zeit ist.
  2. Der Anime „Your Name. – Gestern, heute und für immer“ lohnt sich schon alleine für seinen unfassbar detaillierten Stil. Ich habe selten etwas so Beeindruckendes gesehen.
  3. Ich mag gar nicht daran denken, wie gut Arnold Schwarzenegger früher in seinen Komödien rüberkam. Das sollte eigentlich gar nicht funktionieren, doch Filme wie „Twins: Zwillinge“ sind einfach unfassbar unterhaltsam und charmant geworden.
  4. „Die Goonies“ hätte so viel mehr sein oder werden können als nur ein Film. Die Abenteuergeschichte hätte ein ganzes Franchise nach sich ziehen können. Allerdings bin ich auch froh, dass Hollywood damals noch anders getickt hat.
  5. Es ist ja nicht so, dass nur diese fünf Comedy-Serien für herzhafte Lacher sorgen, doch in einer Top 5 muss man sich eben beschränken.
  6. Eine Chance gebe ich der Fastenzeit noch, aber begeistert bin ich nicht davon.
  7. Zuletzt habe ich das Jubiläum zu meinem 1700. dokumentierten Lauf gefeiert und das war wie immer ein Fest, weil ich noch vor ein paar Jahren nie gedacht hätte, jemals so viel und weit laufen zu können.

Meine Filmsammlung hat mit VFW: Veterans of Foreign Wars“ einmal wieder Zuwachs bekommen (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (1705)

Auch heute morgen habe ich mich wieder zu einem 10-km-Lauf aufgemacht. Es war sonnig und recht warm. Das habe ich ziemlich genossen und dass mir unterwegs noch sechs Rehe begegnet sind, war dann das Highlight. 🦌

Ich beende die Laufwoche mit 58 km und Rehen

Ich beende die Laufwoche mit 58 km und Rehen

Distanz: 10.06 km
Zeit: 00:58:05
Anstieg: 95 m
Ø Pace: 5:46 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.4 km/h
Ø Herzfrequenz: 149 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 12.2 °C
Kalorien: 829 kcal

2024: 376 km
Februar: 145 km
KW 7: 58 km

Somit beende ich diese Laufwoche mit 58 km, womit ich sehr zufrieden bin. Die nächsten zwei Wochen werden beruflich eher unruhig, so dass ich noch nicht mit Sicherheit sagen kann, die 200 km im Februar noch vollzumachen. Mal sehen. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Nerdtalk Sendung 639 – Den Headbanger Teufel mit den Fingern zeigen
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Paramore

Twins: Zwillinge – OT: Twins (1988)

Der letzte Filmabend dieses seltsamen Urlaubs, an dem ich dennoch gearbeitet habe, und der auch sonst nicht sonderlich erholsam war: Sehr zur Freude der Kinder habe ich mit „Twins: Zwillinge“ die letzte Schwarzenegger-Komödie in den Player geschoben, die uns noch fehlte. Zumindest wenn man von den kinderfreundlicheren Filmen spricht. Ich hatte den Film schon ewig nicht mehr gesehen und mich darauf gefreut. 👨‍👦

Twins: Zwillinge (1988) | © Pandastorm (WVG Medien GmbH)

Twins: Zwillinge (1988) | © Pandastorm (WVG Medien GmbH)

Fast meine liebste Schwarzenegger-Komödie

Inzwischen haben wir schon einiges an Schwarzenegger-Komödien gesehen: „Last Action Hero“ möchte ich an dieser Stelle einmal außen vor lassen, da der Film doch sehr meta ist und die Action-Komponente betont. Bleiben also noch „Kindergarten Cop“, „Junior“ und „Versprochen ist versprochen“, wobei letzterer als Weihnachtsfilm auch eher rausfällt. Damit sprechen wir von den Ivan-Reitman-Komödien, denn der „Ghostbusters“-Regisseur hat die anderen drei Filme zu verantworten und alle ähneln sich tonal und was ihre Handlung angeht durchaus. „Twins: Zwillinge“ ist der älteste der drei Filme und in diesem hatte Reitman die Formel bereits perfektioniert. Arnold Schwarzenegger als sanfter Riese, der recht naiv durch die Welt stolpert. Während sein Einsatz im Kindergarten oder seine eigene Schwangerschaft in den anderen beiden Filmen die herausfordernden Elemente sind, ist es hier das Zusammenspiel mit seinem Zwillingsbruder, der von Danny DeVito verkörpert wird.

Das alles ist so wunderbar naiv im Stil der 1980er Jahre erzählt, dass es eine wahre Freude ist. Ivan Reitman mischt eine seichte Kleinkriminellengeschichte mit einer recht persönlichen Familiengeschichte. Das funktioniert im Zusammenspiel erstaunlich gut, was ich größtenteils der fantastischen Chemie zwischen Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito zuschreiben will. Auch die beiden Frauenfiguren im Mix tun der Geschichte gut, wenngleich sie leider nur handlungstreibend für die Entwicklung der männlichen Charaktere sind. Die 1980er eben. Das Finale ist dann auch fast schon übertrieben versöhnlich, was mich jedoch nicht weiter gestört hat. Man bekommt hier ziemlich genau das, was man auch erwarten darf.

Fazit

Wir alle hatten mit „Twins: Zwillinge“ einen wirklich guten Abend. Die Kinder haben sehr viel gelacht und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Nun sind wir leider durch mit den Arnold-Schwarzenegger-Komödien und müssen noch ein paar Jahre warten, bis dann die Action-Kracher anstehen. Darauf freue ich mich schon. Doch auch die Komödien haben uns eine sehr gute Zeit beschert: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant:  8/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1704)

Nach einer recht unruhigen Nacht, nach der ich mich morgens dennoch erstaunlich fit gefühlt habe (der Verzicht auf Alkohol hat auch Vorteile), bin ich gegen Mittag zu einer Laufrunde aufgebrochen. Eigentlich wollte ich es kurz halten, aber dann sind es doch die 10 km geworden. 🏃‍♂️

Ein weiterer Zehner mit vollem Kopf

Ein weiterer Zehner mit vollem Kopf

Distanz: 10.07 km
Zeit: 00:57:29
Anstieg: 76 m
Ø Pace: 5:42 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.5 km/h
Ø Herzfrequenz: 155 bpm
Ø Schrittfrequenz: 154 spm
Temperatur: 11.1 °C
Kalorien: 846 kcal

2024: 366 km
Februar: 135 km
KW 7: 48 km

Ich war wieder etwas schneller unterwegs als am Vortag, was vielleicht am großen Frühstück vor dem Lauf lag. Es war auch wieder warm genug für kurze Hosen, was ich immer für einen Gewinn halte. Der Kopf ist nun leider noch nicht viel leerer als in der vorhergehenden Nacht. 😬

Im ersten Ohr: Nerdtalk Sendung 639 – Den Headbanger Teufel mit den Fingern zeigen
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Alkaline Trio, Frank Turner, blink-182

Your Name. – Gestern, heute und für immer – OT: Kimi no Na wa. (2016)

Ein wilder Tag geht zu Ende. Gegen Abend musste ich spontan für ca. zwei Stunden arbeiten und das war nicht von Vorteil für meine Erholung. Frau bullion und das Zappelinchen waren unterwegs und haben Pizza mitgebracht. Danach hatten wir Lust auf einen entspannten Filmabend. Zum ersten Mal seit Wochen hatte ich dafür kein festes Programm. Also habe ich kurzerhand „Your Name. – Gestern, heute und für immer“ vorgeschlagen, den ich schon länger einmal sehen wollte… ☄

Your Name. – Gestern, heute und für immer (2016) | © LEONINE

Your Name. – Gestern, heute und für immer (2016) | © LEONINE

Ein audiovisuelles Meisterwerk

Ich habe schon lange keinen Anime mehr geschaut. Für die Kinder war es sogar das erste Mal. So richtig wusste im Vorfeld wohl niemand, was er von „Your Name.“ zu erwarten hatte. Die Körpertauschgeschichte hat mich sehr an „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ erinnert. Den Twist nach der Hälfte des Films hatte ich so auch nicht kommen sehen. Nachdem die die traumhafte Fantasy-Romanze zu Beginn viele Fragen aufwirft und uns Zuschauer*innen nur mit Brocken abspeist, so macht am Ende alles doch erstaunlich viel Sinn. „Your Name.“ ist somit nicht nur audiovisuell ein Meisterwerk, sondern auch inhaltlich meisterhaft erzählt. Dabei fand ich die erste Filmhälfte rund um das Kennenlernen der beiden Hauptfiguren deutlich gelungener. Der Mittelteil war mir beinahe schon zu dramatisch, dafür fand ich das Finale wieder sehr schön. Wen jedoch schon die Enden bei „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ überfordern, der muss hier richtig stark sein.

Neben der wundervollen Geschichte, kann „Your Name. – Gestern, heute und für immer“ vor allem durch seinen Animationsstil überzeugen. Man könnte sich jedes einzelne Bild an die Wand hängen. Makoto Shinkais Film sieht so unfassbar gut aus, ich bin teils aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen. Die unfassbar detailreichen Hintergründe, die Lichteffekte und die Figuren. All das macht den Film zu einem Kunstwerk. Auch die Montage unterstützt die Geschichte und bringt alle Elemente zu einem großen und gar wunderbaren Ganzen zusammen. Mir wird die Geschichte bestimmt noch länger nachhängen. In jeder Hinsicht großes Kino.

Fazit

So begeistert wie ich auch war, so hatte ich auch befürchtet, dass der, für unsere Sehgewohnheiten ungewöhnliche, Film bei den Kindern nicht sonderlich gut ankommt. Als jedoch die Regeln klar waren, wurden auch sie mitgerissen. Erstaunlicherweise hat „Your Name.“ dem Zwergofanten besser gefallen als dem Zappelinchen. Ich selbst habe nun Lust, selbst wieder tiefer in diese Kunstform einzutauchen. Wirklich extrem sehenswert: 9/10 Punkte.(Zappelinchen: 7/10 Punkte;  Zwergofant:  8/10 Punkte.)