Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings (2021) (WS1)

Auch heute haben wir den Filmabend wieder viel zu spät begonnen. Das Zappelinchen hatte eine Freundin zu Besuch und diese ist spontan noch zum Abendessen geblieben. Danach war es schon Richtung 21 Uhr, bevor wir mit „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ den nächsten Schritt in der Phase 4 des MCU unternommen haben. Damit sind wir auch beim letzten Marvel-Film angekommen, den ich bereits gesehen habe. Nun wird es für uns alle spannend… 🐉

Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings (2021) | © Walt Disney

Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings (2021) | © Walt Disney

Knackige Kampfkunst im Marvel-Universum

Schon beim Prolog ist mir wieder aufgefallen, wie schlecht die CGI gealtert sind bzw. wie schlecht diese einfach aussehen. Die virtuellen Umgebungen sind klar als solche zu erkennen und die Schauspieler:innen wirken wie in der Anfangszeit von Bluescreen-Effekten wie ausgestanzt. Man merkt, dass hier nicht mit Liebe am Detail an den VFX gearbeitet wurde, sondern dass eine überhetzte Produktions-Timeline im Hintergrund stand. Wirklich sehr schade für so viel Geld (Budget: 1,5 Millionen USD). Später wird es dann glücklicherweise besser und gerade die Kampfszenen, z.B. im Bus in San Francisco oder am Hochhaus in Macau, machen wirklich Spaß. Hier wirkt es als würde frischer Wind ins MCU kommen. Auch die Figuren haben mir erneut ausgesprochen gut gefallen, gerade Awkwafina im Zusammenspiel mit Simu Liu. Auch die intimeren Szenen in der Familie fand ich wunderbar.

Als es dann gegen Ende regelrecht fantastisch wird, hatte mich der Film wieder etwas verloren. Zu übertrieben wirkt der Endkampf. Die übliche Marvel-Krankheit eben. Die Verknüpfung von „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ zum Rest des MCU ist eher gering, was ich auch nicht schlimm fand. Der Zwergofant meinte sogar, dass dies gar kein Marvel-Film hätte sein müssen. Da hat er durchaus einen Punkt und vielleicht wäre dies, ohne die üblichen Marvel-Krankheiten, auch ein besserer Film geworden. So bleibt am Ende eine weitere Origin-Geschichte, die leider etwas hinter ihrem Potenzial zurückbleibt. Sympathisch fand ich all das dennoch.

Fazit

Insgesamt hatte ich wieder viel Spaß mit „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“. Die relativ späte Uhrzeit hat alle Zuschauer:innen immer mal wieder gähnen lassen, doch konnte uns der Film bis zum Schluss bei der Stange halten. Kein MCU-Highlight, aber eine nette Ergänzung. Nun beginnt für uns Marvel-Neuland und darauf freue ich mich schon sehr: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Black Widow (2021) (WS1)

Schon der dritte Filmabend in Folge. Sprich ich habe im Juni schon dreimal so viele Filme gesehen, wie im Mai. So könnte es von mir aus gerne weitergehen. Auf vielfachen Wunsch beider Kinder haben wir endlich mit dem MCU weitergemacht. Die Sichtung von „Spider-Man: Far From Home“ liegt schon fast zwei Jahre zurück und inzwischen kommt schon das übernächste Abenteuer der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft in die Kinos. Doch für uns stand vorerst „Black Widow“ auf dem Programm, den ich bereits 2022 gesehen hatte. Wie uns die Rückkehr gefallen hat?

Black Widow (2021) | © Walt Disney

Black Widow (2021) | © Walt Disney

Weniger (Action) wäre mehr (Film) gewesen

Ergänzen sollte ich noch, dass wir in den letzten zwei Jahren dem MCU nicht komplett den Rücken gekehrt hatten. Inzwischen haben wir mit „WandaVision“, „The Falcon and the Winter Soldier“ und „Loki“ die meisten wichtigen Serien der Phase 4 gesehen. Einzig „Hawkeye“ und „Ms. Marvel“ möchte ich noch nachholen, doch davor widmen wir uns erst einmal den Filmen dieser Phase. Den Anfang machte „Black Widow“, sprich ein Film, der so nicht mehr unbedingt nötig gewesen wäre bzw. der etwas zu spät kommt. Ich liebe Scarlett Johansson in ihrer Rolle, gerade im Zusammenspiel mit den Avengers. Da sich ihre Figur in „Avengers: Endgame“ geopfert hat, bekommen wir hier quasi ein Prequel zu sehen, das wohl nur dazu dient mit Yelena und Alexei zwei im weiteren Verlauf des MCU wichtige Figuren einzuführen.

Die Figurendynamik in „Black Widow“ hat mir wieder außerordentlich gut gefallen. David Harbour (bekannt als Jim Hopper aus „Stranger Things“) ist wunderbar als Red Guardian und  überhaupt ist diese geplante Familie ein interessantes Konstrukt mit Spannungspotenzial. Der Plot um den Red Room ist dagegen super dünn und die Actionsequenzen dafür viel zu übertrieben. Schade darum, denn im Kern hat „Black Widow“ eine wirklich packende Geschichte zu erzählen. Auch die Zweikämpfe (z.B. in der geheimen Wohnung) sind imposant choreografiert. Doch der Gefängnisausbruch oder das Finale? Puh, all das ist unübersichtlich inszeniert und die Effekte sehen auch nur so halbgar aus. Weniger wäre hier tatsächlich mehr gewesen.

Fazit

Trotz meiner Kritikpunkte hat mir „Black Widow“ auch beim zweiten Mal viel Spaß gemacht. Ausgerechnet diesen Film für den Start einer neuen Phase zu nehmen, scheint mir rückblickend allerdings nicht sonderlich klug. Aber es ist, wie es ist, und nun befinden wir uns wieder mitten im MCU. Mal sehen, ob wir dran bleiben und rechtzeitig bis „Avengers: Doomsday“ aufgeholt haben: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Vacation: Wir sind die Griswolds (2015) (WS1)

Den wunderschönen 1. Mai haben wir komplett draußen verbracht. Abends ist Frau bullion mit unserem Patenkind auf ein Konzert gegangen und ich habe mit den Kindern einen Film geschaut. Die Auswahl war groß, doch letztendlich haben sie sich mit „Vacation: Wir sind die Griswolds“ für eine Komödie entschieden. Da ich bei meiner ersten Sichtung sehr viel gelacht hatte, war auch ich froh über ihre Wahl. 🚙

Vacation: Wir sind die Griswolds (2015) | © Warner Bros. (PLAION PICTURES)

Vacation: Wir sind die Griswolds (2015) | © Warner Bros. (PLAION PICTURES)

Auch beim zweiten Mal ein großer Spaß

Nachdem die Kinder die Familie Griswold durch unzählige Sichtungen von „Schöne Bescherung“ sowie den originalen „Die schrillen Vier auf Achse“ und „Hilfe, die Amis kommen“ kennen, haben sie auch schnell in diese späte Fortsetzung reingefunden. Ich rechne es dem Autoren- und Regie-Duo John Francis Daley und Jonathan Goldstein hoch an, dass sie sich für eine Fortsetzung und kein Reboot der Reihe entschieden haben. Quasi ein frühes Legacy-Sequel. Wer bei John Francis Daley und Jonathan Goldstein aufhorcht, der tut dies zurecht, denn beide zeichnen sich auch für den grandiosen „Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben“ verantwortlich. Auch wenn diese 2015er Komödie oft belächelt wird, so zeigte sich ihr Talent jedoch schon damals. Humor und Action werden besser aufgebaut, als man dies erwarten würde. Ich hatte heute wieder enorm viel Spaß mit Rusty Griswolds Familientrip.

Ed Helms und Christina Applegate harmonieren wunderbar zusammen und ich wünschte mir, dass es noch mehr Filme mit den beiden gegeben hätte. Die Kinder sind dagegen teils gewöhnungsbedürftig, doch gibt es auch bei diesen eine Entwicklung, was für solch eine platte Komödie schon beachtlich ist. Es zündet nicht jeder Gag, doch das ist okay, denn es gibt so unglaublich viele Gags! Sowohl die Kinder als auch ich haben unfassbar viel gelacht. Schon alleine der Tartan Prancer ist herrlich doof und auch Chris Hemsworth als Wettermann ist einfach nur absurd witzig. Die Gastauftritte von Chevy Chase und Beverly D’Angelo sind am Ende noch das Salz in der Suppe. Für mich hätte es kein besseres Legacy-Sequel der „Vacation“-Reihe geben können.

Fazit

Bereits bei meiner ersten Sichtung hatte mich „Vacation: Wir sind die Griswolds“ positiv überrascht und er funktioniert auch beim zweiten Mal tadellos. Auch wenn er oft platt ist, und so mancher Witz unter der Gürtellinie, verkauft der Film sein Publikum nicht für dumm und hat das Herz am rechten Fleck. Die Kinder haben sich köstlich amüsiert und ich ebenso. Vielleicht sollten wir häufiger Komödien schauen? 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Die Unfassbaren 2: Now You See Me – OT: Now You See Me 2 (2016)

Der April schickt sich an, gar kein so schlechter Monat für Filme zu werden. Immerhin war ich schon zweimal im Kino und mit „Die Unfassbaren 2: Now You See Me“ gab es gestern den vierten Film bevor das erste Drittel des Monats hinter uns liegt. Natürlich tragen die Osterferien ihren Teil dazu bei, welche allerdings schon viel zu bald wieder hinter uns liegen. Wie uns der Film gefallen hat? Das lest ihr in der Besprechung. 🃏

Die Unfassbaren 2: Now You See Me (2016) | © LEONINE

Die Unfassbaren 2: Now You See Me (2016) | © LEONINE

Hyperaktives „Ocean’s Eleven“ mit Zauberei

Ich muss ja zugeben, dass ich mir nicht sonderlich viel von dieser Fortsetzung erwartet hatte. Schon den ersten Teil „Die Unfassbaren: Now You See Me“ fand ich nur ziemlich unterhaltsam, doch war die Geschichte schon fünf Minuten nach dem Film vergessen. Somit musste ich auch wirklich überlegen, was denn nun die inhaltliche Grundlage für den zweiten Teil ist. Glücklicherweise kamen die Erinnerungen dann doch wieder, auch wenn nur einzelne Elemente zum Verständnis nötig waren. Mit Lizzy Caplans Lula May stößt ein neues Mitglied zu den Reitern, welches Isla Fishers Henley Reeves ersetzt. Es sagt viel über die Charaktertiefe der Figuren aus, dass dieser Tausch gar nicht weiter ins Gewicht fällt. Allerdings sehe ich Lizzy Caplan schon seit „Cloverfield“ oder „Party Down“ sehr gerne, weshalb ich sie als wunderbare Ergänzung zum Ensemble empfand.

Ansonsten muss ich sagen, dass mir „Die Unfassbaren 2: Now You See Me“ immer noch sehr viel Spaß gemacht hat. Der Film legt ein unglaublich hohes Tempo vor, bietet zwar unrealistische, doch immerhin unterhaltsame Heist-Sequenzen, und die Zeit vergeht wie im Flug. Die Auflösung am Ende ist wieder sehr unglaubwürdig, doch hatte ich das Gefühl, dass die Filmreihe nun wirklich ihren Rhythmus gefunden hat. Mit Walter Mabry gibt es einen wunderbar überzogen von Daniel Radcliffe gespielten Bösewicht. Als Epilog folgt dann noch ein Ausblick, in welche Richtung sich wohl der dritte Teil entwickeln wird. Auf diesen freue ich mich nun tatsächlich schon sehr. Wer hätte es gedacht?

Fazit

Erstaunlicherweise hat mir auch „Die Unfassbaren 2: Now You See Me“ fast schon unfassbar viel Spaß gemacht. Der erste Teil mag noch ein wenig runder sein, doch mochte ich gerade den überbordenden Unsinn, den der zweite Teil erzählt (z.B. Woody Harrelson in einer Doppelrolle). Die Kinder mochten den ersten Teil lieber, doch ich konnte für mich keinen großen Unterschied feststellen, was den Unterhaltungswert angeht: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Fallout – Staffel 2 (2025)

Nach der zweiten Staffel von „The Last of Us“, ging es direkt mit der zweiten Staffel einer postapokalyptischen Videospielverfilmung weiter: Auf „Fallout – Staffel 2“ hatte ich mich durchaus gefreut, auch wenn meine ganz große Begeisterung, die direkt nach der Sichtung der ersten Staffel durchaus vorhanden war, etwas abgeklungen war. Knapp zwei Jahre Abstand waren vielleicht doch etwas lang… ☢️

Fallout – Staffel 2 | © Amazon Prime Video

Fallout – Staffel 2 | © Amazon Prime Video

Mehr Handlungsstränge und weniger Fokus

Ich komme direkt mit einem etwas seltsam anmutenden Vergleich: Die zweite Staffel von „Fallout“ verhält sich zur ersten Staffel, wie die zweite Staffel von „Wednesday“ zur deren erster Staffel. Für mich hat auch hier der Fokus gefehlt. Es gab zu viele Handlungsstränge ohne wirkliche Verbindung oder Weiterentwicklung. Da war die Balance im ersten Jahr deutlich gelungener. Durch das wilde Hin- und Herspringen habe ich als Zuschauer zu wenig Zeit mit einzelnen Figuren verbracht, bevor es schon wieder weiterging zu einem Handlungsstrang, den man zuletzt zwei Episoden zuvor verlassen hatte. Das fand ich sehr anstrengend. Disclaimer: Dieser Eindruck mag aber auch daran liegen, dass ich bei nahezu jeder Episode mit dem Schlaf zu kämpfen hatte und teils sogar für ein paar Minuten weggenickt bin. Inwiefern dies der Serie direkt anzukreiden ist, oder eher meinem momentanen Gesamtzustand, kann ich schwer sagen.

Auf der Habenseite steht weiterhin das famose Produktionsdesign und der generell stimmige audiovisuelle Gesamteindruck. Einzig die Songs der 1950er/60er Jahre wirken auf Dauer, so innovativ dieses Konterkarieren in der ersten Staffel auch gewesen sein mag, etwas ermüdend. Auch die Figuren mochte ich weiterhin, speziell Walton Goggins als Ghoul hat mir immer besser gefallen. Auch die Kapitalismus- und Militarismuskritik ist scharf und böse, blitzt aber zu selten in dieser Form auf bzw. wird von anderen, teils eher ermüdenden, Handlungssträngen überlagert. Am Ende der zweiten Staffel hat sich handlungstechnisch gar nicht so viel weiterentwickelt. Vielleicht habe ich aber auch wichtige Details verpasst? Das mag ich gar nicht ausschließen. Das Gefühl der Ermüdung kann ich jedoch nicht abschütteln.

Fazit

War ich von der ersten Staffel noch überaus begeistert, so hat mich die zweite Staffel doch etwas enttäuscht. Momentan bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob ich in eine dritte Staffel überhaupt reinschauen würde. Trotz Müdigkeit kämpfe ich bei anderen Serien nicht so sehr mit dem Schlaf. Definitiv keine schlechte Staffel, aber das seltsame Pacing hat sie für mich zu anstrengend gemacht und das bei recht zielloser Geschichte: 7/10 (7.2) Punkte.

Die Unfassbaren: Now You See Me – OT: Now You See Me – Extended Edition (2013) (WS1)

Das Filmjahr 2026 ist bisher kein sonderlich erfolgreiches, zumindest wenn ich mir die Anzahl an Filmsichtungen so anschaue. Da war ich im Filmjahr 2025 zu diesem Zeitpunkt schon deutlich weiter. Heute jedoch haben wir „Stranger Things“ einmal links liegen lassen und uns mit „Die Unfassbaren: Now You See Me“ einem Film zugewandt, auf den die Kinder wirklich heiß waren. Warum und wieso? Das erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🎩

Die Unfassbaren: Now You See Me (2013) | © LEONINE

Die Unfassbaren: Now You See Me (2013) | © LEONINE

Alles nur ein großer Zaubertrick

Im vergangenen Jahr waren wir doch häufiger im Kino. Dort haben wir den Trailer zu „Die Unfassbaren 3: Now You See Me“ gefühlt vor jedem Kinofilm gesehen. Die Kinder sind darauf ziemlich angesprungen. Bei mir war die Begeisterung nicht sonderlich groß. Zwar hatte ich diesen ersten Teil bereits vor 12 Jahren einmal gesehen, doch mehr als ganz nett fand ich ihn damals nicht. Auch der zweite Teil ist bisher an mir vorübergegangen, so dass der dritte keine wirkliche Option war. Vor kurzem hat dann der Zwergofant mit seiner Patin eine Show der Ehrlich Brothers besucht, was Magie im Film wieder stärker auf den Radar gebracht hat. Mein erster Gedanke ging Richtung „Prestige: Die Meister der Magie“, doch dann ist mir dieser Film wieder eingefallen. Das Doppelpack der ersten beiden Teile gab es gerade günstig und somit war der heutige (und vermutlich auch der nächste) Filmabend besiegelt.

Ich muss sagen, dass ich heute sogar mehr Spaß hatte, als beim ersten Durchgang. Die große Zaubershow ist weiterhin grober Unfug und mich nervt auch der starke CGI-Einsatz, der die Illusionen von vornherein unglaubwürdig macht. Die Figuren sind zu flach, doch das Tempo ist hoch, der Score mitreißend und die Geschichte so absurd, dass sie schon wieder Spaß macht. Die Kinder saßen ziemlich gebannt vor dem Fernseher und waren ziemlich begeistert. Schon unfassbar, dass selbst dieser Film inzwischen schon wieder 13 Jahre auf dem Buckel hat. An die Auflösung am Ende konnte ich mich nicht mehr erinnern und vielleicht war das auch ganz gut so. Ist schon ziemlich an den Haaren herbeigezogen all das. Dem Unterhaltungswert schadet das glücklicherweise kaum. Alle 12 Jahre kann man sich „Die Unfassbaren: Now You See Me“ also durchaus einmal anschauen.

Fazit

„Die Unfassbaren: Now You See Me“ ist mit Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Isla Fisher, Dave Franco, Mark Ruffalo, Mélanie Laurent, Michael Caine und Morgan Freeman überragend gut besetzt. Leider jedoch gehen die Schauspielgrößen in dem abstrusen Drehbuch ziemlich unter. Hat mir dennoch Spaß gemacht und die Kinder waren wirklich angetan. Was will man mehr? 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Predator: Badlands (2025)

Momentan befinden wir uns komplett im „Stranger Things“-Fieber und haben gestern die zweite Staffel abgeschlossen. Nach noch einer Episode „Scrubs“ ist der Rest der Familie ins Bett verschwunden. Ich war noch nicht müde. Was also tun? Dank Fastenzeit war es keine Option bei Whisky, Kartoffelchips und Schokolade vor YouTube zu versumpfen. Also habe ich kurz vor 22 Uhr noch „Predator: Badlands“ eingeschaltet. Ob auch ich lieber ins Bett hätte gehen sollen?

Predator: Badlands (2025) | © 20th Century Studios

Predator: Badlands (2025) | © 20th Century Studios

Der Predator zwischen „Star Wars“ und MCU

Nach meiner kürzlichen Sichtung von „Predator: Killer of Killers“ hatte ich mich sehr auf den jüngsten Realfilm des Franchises gefreut, zumal ich auch Dan Trachtenbergs „Prey“ fantastisch fand. Im Vorfeld hatte ich schon viele sehr positive Besprechungen gelesen, so dass auch meine Vorfreude groß war. Mit Dek steht erstmals ein Yautja (so wird die kämpferische Rasse seit dem Vorgängerfilm offiziell genannt) als Protagonist im Zentrum. Ich habe Vergleiche zu „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ gelesen, doch laufen diese für mich ins Leere, denn James Cameron hatte bewusst mit Erwartungen gespielt und diese überraschend gebrochen. In „Predator: Badlands“ war seit dem ersten Teaser klar, wohin die Reise geht. Ein frischer Ansatz, was ich grundsätzlich schon einmal begrüßenswert finde. Ob dieser jedoch zur „Predator“-Reihe passt?

Tatsächlich fand ich es schwierig noch tiefer in die Welt der Yautja einzusteigen. Beim animierten Vorgänger fand ich das interessant, doch hier war mir die Darstellung des Heimatplaneten ein wenig zu öde geraten. Wie diese Rasse jemals hochentwickelte Raumschiffe oder Waffen hat herstellen können? Aber nun gut, vermutlich auch nicht wichtig. Ab dem Besuch des Todesplaneten Genna macht der Film richtig Spaß. Der Ansatz, Dek mit Thia (toll gespielt von Elle Fanning) eine ungleiche Partnerin an die Seite zu stellen, wirkt frisch und ungewohnt. Auch die Monster-Action macht Spaß und hat mich am ehesten an „Predators“ oder „Kong: Skull Island“ erinnert. Auch den kleinen Twist rund um Bud und den Kalisk mochte ich. Leider läuft am Ende alles auf eine große Materialschlacht mit Weyland-Yutani-Synthetics hinaus, was ich ein wenig ermüdend fand. Auch der Kampf gegen den Loading-Mech hat sich eher anstrengend angefühlt. Am Ende schließt sich der Kreis auf dem Heimatplaneten der Yautja. Natürlich gibt es auch einen Schlussgag, bei dem ich nur eine verpasste Chance sehe: Warum man hier nicht die fliehenden Überlebenden aus „Predator: Killer of Killers“ eingeführt und somit eine Brücke geschlagen hat? Dafür gibt es nur einen mauen Mutter-Witz. Insgesamt ist „Predator: Badlands“ für mich einer der schwächeren Teile der Reihe. Hatte Shane Black zu sehr am Ausgangsmaterial geklebt, so entfernt sich Dan Trachtenberg fast schon eine Spur zu weit davon. Somit ergibt sich die folgende, neue Rangliste:

  1. „Predator“ (1987) | 9/10 Punkte
  2. „Prey“ (2022) | 8/10 Punkte
  3. „Predator: Killer of Killers“ (2025) | 8/10 Punkte
  4. „Predator 2“ (1990) | 7/10 Punkte
  5. „Predators“ (2010) | 7/10 Punkte
  6. „Predator: Badlands“ (2025) | 7/10 Punkte
  7. „Predator: Upgrade“ (2018) | 7/10 Punkte

Fazit

Ich hatte viel Spaß mit „Predator: Badlands“ und mir dennoch mehr davon erhofft. Am gelungensten fand ich den Mittelteil, am schwächsten das Finale. Der Ton des Films ist ungewohnt für die Reihe, doch weiß ich noch gar nicht, wie ich das einordnen will. Auf jeden Fall ein spannender Beitrag, der mich jedoch nicht komplett abzuholen wusste. Was Dan Trachtenberg wohl als nächstes zaubert? 7/10 Punkte.

Havoc (2025)

Was macht man als Filmliebhaber, der in den letzten Jahren alle harten Filme verpasst hat, weil er nur noch Filme mit der Familie schaut (und das wohlgemerkt freiwillig und gerne), an einem freien Abend? Natürlich noch einen zweiten Film raussuchen. Nachdem ich bereits „Predator: Killer of Killers“ geschaut hatte, habe ich direkt noch Gareth Evans‘ „Havoc“ nachgeholt. Wie mir die Schlachtplatte gefallen hat? 🚔

Havoc (2025) | © Netflix

Havoc (2025) | © Netflix

Düstere und ultrabrutale Comic-Action

Mit „The Raid: Redemption“ hat Gareth Evans einen modernen Klassiker inszeniert und eine ganze Welle an beinharten Actionfilmen aus dem asiatischen Raum losgetreten. Der ultrabrutale Höhepunkt war bisher wohl „The Night Comes for Us“, welcher in verschiedenster Hinsicht Maßstäbe gesetzt hat. Mit „Havoc“, der sich jahrelang in der Produktionshölle befand, ist Gareth Evans wieder zu der Art Film zurückgekehrt, mit der er seinen ersten großen Erfolg feiern durfte. Dieses Mal befinden wir uns jedoch in einer nicht näher benannten amerikanischen Großstadt, die am ehesten an Gotham City erinnert. Kein Wunder, dass sich Tom Hardy hier wohlfühlt. Die Stadt wirkt wie ein überstilisierter Sündenpfuhl, was durch den übermäßigen CGI-Einsatz noch unterstrichen wird. Dabei muss ich allerdings sagen, dass ich diesen weit nicht so schlimm fand, wie man teils lesen kann. Die Künstlichkeit der Bilder passt irgendwie zur comichaft übertriebenen Atmosphäre.

Die Geschichte ist im Prinzip ein 08/15-Gangsterdrama mit korrupten Polizisten und ein paar jungen Erwachsenen, die zwischen die Fronten geraten. Im Grunde lebt „Havoc“ von zwei großen Actionszenen, welche atemlos und atemberaubend inszeniert sind. Das hat Gareth Evans wirklich drauf und wenn man Spaß an comichaft überzogener Gewalt hat, dann macht sowohl der Kampf im Nachtclub als auch das Finale in der Waldhütte enorm viel Spaß. Tom Hardy passt perfekt in diese Rolle und man merkt, dass er ein erfahrener Kampfsportler ist. Die Kämpfe sind wahrlich brachial und schmerzhaft anzusehen. Auch hier fällt das CGI-Blut in manchen Momenten auf, doch für mich war das nicht schlimm oder groß ablenkend. Geschmerzt hat mich eher so mancher Dialog oder wie sich die Geschichte teils entwickelt. Hier ist wenig Substanz vorhanden, was schade ist. Somit wird mir außer den ultrabrutalen Kampfszenen nur wenig in Erinnerung bleiben. Diese aber auf jeden Fall.

Fazit

„Havoc“ ist ein Film, bei dem der Name Programm ist. Lasst euch von den teils zu harten Kritiken nicht abschrecken. Der Film ist wahrlich nicht perfekt und hat so seine Probleme, doch darüber hinaus bietet er harte Action-Unterhaltung, wie man sie von Gareth Evans gewöhnt ist. Ich hatte meinen Spaß damit: 7/10 Punkte.

Die drei ??? und der Karpatenhund (2025)

Heute hat meine Schwägerin ihren Weihnachtsgutschein eingelöst und ihre drei Kinder waren bei uns. Nach viel Pizza war die Frage, ob lieber ein Film- oder  ein Spieleabend gewünscht sei und die Wahl fiel quasi auf beides: Zunächst haben wir uns „Die drei ??? und der Karpatenhund“ angeschaut und dann noch ein paar Runden „Stadt Land Vollpfosten“ in der Girls Edition gespielt. Wie hat uns der Film gefallen? 🌴

Die drei ??? und der Karpatenhund (2025) | © Sony Pictures

Die drei ??? und der Karpatenhund (2025) | © Sony Pictures

Ein ausführlicher Besuch in Rocky Beach

Vor ziemlich exakt drei Jahren hatten wir uns noch den Vorgänger „Die drei ??? – Erbe des Drachen“ noch im Kino angeschaut. Damals hatte ich noch bemängelt, dass die deutschen Schauspieler:innen in der kurzen Rocky-Beach-Sequenz ein wenig fehlplatziert wirkten. Danach wechselte der Schauplatz und es ging nach Transsylvanien, wo sich alles schon viel natürlicher angefühlt hat. „Die drei ??? und der Karpatenhund“ spielt nun jedoch komplett in Rocky Beach, was abermals befremdlich ist, denn Florian Lukas oder Jördis Triebel wirken einfach nicht sehr amerikanisch. Aber nun gut, das muss man als Zuschauer:in eben als gegeben hinnehmen. Wenn dann noch Ulrich Tukur auftaucht, ist klar, dass man sich hier in der Welt der Hörspiele befindet und nicht den tatsächlichen USA. Glücklicherweise muss man sagen.

Der Fall um den Karpatenhund hat einen netten Aufbau, befinden wir uns doch zu jeder Zeit im Mikrokosmos einer Wohnanlage. Ich kenne die Vorlage nicht, kann mir aber gut vorstellen, dass dies auch im Hörspiel sehr gut funktioniert. Der Fall ist teils durchaus spannend und nett konstruiert. Die Auflösung am Ende fand ich ein wenig zu einfach, aber man darf eben auch nicht vergessen, dass es sich hierbei um Kinder- bzw. Jugendkrimis handelt. Unterhaltsam ist all das durchaus und ich fand die Geschichte insgesamt wohl sogar einen Tick runder als „Die drei ??? – Erbe des Drachen“. Die Schauspieler der drei Detektive machen ihre Sache erneut gut, doch drängt nun vermutlich schon die Zeit, denn irgendwann werden sie zu alt für Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews sein. Gut, dass „Die drei ??? – Toteninsel“ schon nächste Woche in den Kinos anläuft.

Fazit

Die fünf Kinder hatten viel Spaß mit „Die drei ??? und der Karpatenhund“. Das Zappelinchen war sogar ziemlich begeistert. Es wurde viel gelacht und gefühlt kiloweise Süßigkeiten gefuttert. Ein erweiterter Filmabend also. Auch ich mochte die Fortsetzung durchaus, wenngleich wir so langsam aus dieser Art von Geschichte herauszuwachsen scheinen (vielleicht hängt dieser Eindruck auch mit der parallelen Sichtung von „Stranger Things“ zusammen). Gute Unterhaltung: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – OT: Fantastic Beasts and Where to Find Them (2016) (WS1)

Das Winterwunderland hält uns weiter voll im Griff. Fast könnte man von verzögerter Weihnachtsstimmung sprechen. Somit haben wir uns heute zum zweiten Filmabend des Jahres vor dem Fernseher versammelt und „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ eingelegt. Nach unserem „Harry Potter“-Marathon im Dezember ging es also zurück in die magische Welt. Wie uns die Reise gefallen hat? 🧳

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016) | © Warner Home Video

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016) | © Warner Home Video

Ein (zu) effektgeladenes Prequel mit Charme

Ich habe „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ vor acht Jahren schon einmal gesehen. Damals hat mir der Film recht gut gefallen, wenngleich er für mich auch nicht an die Hauptreihe anschließen konnte. Ich kann direkt vorwegnehmen, dass mein Eindruck nach der heutigen Sichtung ein recht ähnlicher ist: Ich mochte die erste Hälfte sehr gerne, die sich hauptsächlich um die Ankunft Newt Scamanders in New York City dreht. Seine phantastischen Tierwesen sind tatsächlich ziemlich fantastisch und auch die Dynamik mit seinem neuen No-Maj-Freund hat mir wieder wirklich gut gefallen. Es sind die kleinen Details der Zauberwelt, die ich mochte: Das magische Tischdecken, die Unterschiede zwischen der amerikanischen und der britischen Zauberwelt usw. Dort hatte mich David Yates‘ Film, der zudem ausgesprochen gut aussieht. Ein perfektes Prequel also?

Inhaltlich ist das wohl der Punkt, der mich am meisten stört: „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ wirkt etwas unentschlossen, ob er nun eine große Prequel-Geschichte rund um Gellart Grindelwald erzählen soll oder doch eher einen kleinen und verspielten Ausflug in die Welt der phantastischen Tierwesen. Zudem war mir der Action-Anteil im letzten Drittel deutlich zu hoch. Weniger CGI-Bombast wäre definitiv mehr gewesen. Auch kann ich die FSK-Einstufung einmal wieder nicht nachvollziehen. Mit sechs Jahren hätten sowohl ich als auch meine Kinder Albträume gehabt. Am Ende kommt es natürlich zur großen Überraschung, welche aber auch irgendwie verpufft. Mal sehen, wie der Prequel-Aspekt nun in den folgenden Filmen ausgebaut wird. Ich befürchte nämlich, dass die Reise genau dorthin gehen wird.

Fazit

Ich hatte größtenteils wieder viel Spaß mit „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“. Auch erkenne ich an, dass es schwierig ist, dem Erfolg der „Harry Potter“-Filme nachzueifern. David Yates hat vieles richtig gemacht, doch ob das alles wirklich nötig gewesen ist? Das kann man sich gerade bei Prequels immer fragen. Den Kindern hat der Film deutlich besser gefallen, doch auch ich freue mich nun auf die beiden weiteren Teile: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)