Nach einem langen und aufregenden Tag mit einem Haus voller Handwerker sind wir abends schon gegen 19 Uhr aufs Sofa gefallen und haben uns „James Bond 007: Skyfall“ angeschaut. Da die Kinder den Titelsong bereits bei mehreren Chorauftritten gesungen haben, waren sie dadurch ziemlich angefixt. Auch ich hatte mich auf die erneute Sichtung des Films gefreut, der er mir beim letzten Mal doch wirklich gut gefallen hat. Somit ging es zurück nach Skyfall… 🏚️

James Bond 007: Skyfall (2012) | © Warner Bros (Universal Pictures)
James Bond kehrt extrem stilsicher zurück
Nach „Casino Royale“ und „Ein Quantum Trost“ ist die Rachegeschichte abgeschlossen. Dieser James Bond erinnert eher an die klassischen Auftritte, auch wenn er tiefer in die Beziehungsebene geht, als man das gewohnt ist. Sam Mendes‘ Inszenierung ist deutlich weniger rau und mehr auf Hochglanz getrimmt. Das ist teils wirklich beeindruckend und eine Freude anzuschauen. Wenn es am Ende zu den Wurzeln der Bond-Dynastie zurückgeht, dann wirkt das unerwartet klein und persönlich. Ich mochte die „Rambo“-Anleihen und fand es einen einerseits klassischen aber auch modernen Weg, um Daniel Craigs James Bond für die kommenden Filme aufzugleisen.
Nicht so gut gefallen hat mir die Legacy-Sequel-Krankheit, zuvor angedeutete Elemente auch für die oberflächlichsten Zuschauer:innen auszubuchstabieren: Eve Moneypenny zum Beispiel. Oder auch Ralph Fiennes als neuer M. Das hat doch etwas ermüdend gewirkt und hätte „Skyfall“ nicht nötig gehabt. Der Abschied von Judy Dench war dagegen wundervoll und hat der Schauspielerin Tribut gezollt. Auch Javier Bardem als Silva hat mir erneut gut gefallen, weil er einerseits ein comichafter, andererseits aber auch ein geerdeter Bond-Bösewicht ist. Die Schauplätze und Action-Set-Pieces werden mir dagegen, wie bereits nach der letzten Sichtung, eher weniger präsent im Kopf bleiben.
Fazit
Mir hat „Skyfall“ auch heute wieder viel Spaß gemacht. Dennoch fand ich ihn nicht ganz so gelungen, wie beim ersten Mal. Die Kinder hatten sich auch mehr erhofft und das Zappelinchen fand sogar „Ein Quantum Trost“ gelungener. Nun bin ich gespannt auf die verbleibenden Bond-Filme mit Daniel Craig als 007, die ich bisher auch noch nicht gesehen habe: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)
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Ich fand ihn eigentlich auch ganz gut.
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Das freut mich. Aber warum nur eigentlich?
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Weil mir Erinnerungen an Skyfall fehlen. 😆
Wäre er sch… gewesen, hätte ich den Rest wahrscheinlich nicht mehr geschaut.
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Ah, naja, dann kann es ja nicht so schlimm gewesen sein. Aber auch nicht so gut. 😉
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Deswegen eigentlich. 🙂
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Für mich definitiv der zweitbeste Craig-Bond sowie eine enorme Verbesserung gegenüber „Quantum“ – und einer der bestaussehendsten Bonds überhaupt, was man vom Nachfolger, trotz gleichem Regisseur, leider nicht sagen kann. Da macht Roger Deakins halt den Unterschied. Mein Hauptproblem mit „Skyfall“ ist tatsächlich eher ein externes: Wir springen nach Bonds Origin nun direkt zu einem Film, in dem er praktisch zum alten Eisen gehört. Ich hatte immer das Gefühl, dass da noch mindestens ein, zwei Filme zwischendrin fehlen. Trotzdem gehört dieser Film auch noch irgendwie zur Origin, da hier ja nun die noch fehlenden Figuren etabliert werden: Q, Moneypenny und Craigs „eigener“ M, Judy Dench hat er ja quasi von Pierce Brosnan geerbt. Ein paar Handlungsprobleme und etwas zu viel Plot Convinience gibt es auch, aber es ist ja nicht so, als ob das nur bei diesem Film eine Schwäche wäre 😉
„Skyfall“ (der Song) gehört ebenfalls zweifelsohne zu den besten, Thomas Newmans Score hingegen überzeugt mich weit weniger, über Strecken klingt er einfach zu wenig nach Bond. Auch ist es sehr schade, dass Newman die Skyfall-Melodie nur ein Mal tatsächlich zitiert, was aber zugegebenermaßen nicht wirklich seine Schuld ist, da der Song wohl ziemlich spät fertig wurde. Eine zentrale Identität fehlt aber trotzdem; abseits von ein paar Tracks ist „Skyfall“ kein Score, dem ich oft zurückkehre.
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Ich habe gerade „Spectre“ gesehen und verstehe schon, was du meinst. Er wirkt visuell flacher und weniger durchkomponiert als „Skyfall“. Aber ich fand ihn auch alles andere als schlecht fotografiert: Alleine die Plansequenz zu Beginn fand ich durchaus beeindruckend und so manche Actionszene ebenso. Deine Beobachtung, dass noch ein Film dazwischen fehlte, muss ich leider teilen. „Spectre“ wirkt quasi wie der erste richtige Bond nach der Origin-Geschichte.
Zum Score kann ich wieder nur wenig sagen, da habe ich einfach kein Ohr für und jedes angespielte Bond-Theme klingt für mich sehr ähnlich. Dafür fand ich den Titelsong toll. Auch der von „Spectre“ hat mir gefallen.
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