A Star Is Born (2018)

Während unseres Urlaubs haben wir regelmäßig das Musikspiel Hitster gespielt und der Song „Shallow“ kam zur großen Begeisterung des Zappelinchens an die Reihe. Sie liebt dieses Lied und da wir „A Star Is Born“ noch nicht gesehen hatten, habe ich noch im Urlaub kurzerhand die Blu-ray bestellt. Da der Zwergofant heute bei seiner Patin übernachtet, war dies eine gute Gelegenheit, den Film einzulegen… 🎸🎹

A Star is Born (2018) | © Warner Bros (Plaion Pictures)

A Star is Born (2018) | © Warner Bros (Plaion Pictures)

Ein packende Drama mit fantastischer Musik

Ich muss sagen, dass ich die vorhergehenden drei(!) Verfilmungen des gleichen Stoffs  sowie das Original noch nicht gesehen habe. Auch Bradley Coopers Adaption hat es nur aufgrund von „Shallow“ in unser Programm geschafft. Dennoch war ich sehr gespannt darauf und hätte zu Beginn nicht erwartet, wie sehr mich „A Star Is Born“ packen sollte. Zunächst einmal hat Bradley Cooper den Film nicht nur inszeniert und produziert, nein er spielt auch noch die männliche Hauptrolle. Sehr beeindruckend. Ihm zur Seite steht Lady Gaga, die ich bisher nur von ihren Pop-Songs kenne und die hier wirklich eine herausragende Schauspielleistung bietet. Ansonsten hat es mich sehr gefreut, Sam Elliot und Andrew Dice Clay in weiteren Rollen zu sehen. Neben all den fantastischen Schauspieler:innen spielt die Musik die Hauptrolle. Gerade „Shallow“ ist schon wirklich ein großartiger Song, der auch bei mir Gänsehaut auslöst.

Inhaltlich bekommen wir eine recht typische Geschichte über Aufstieg und Fall in der Musikindustrie zu sehen. Die Liebesgeschichte zwischen Jackson Maine (Bradley Cooper) und Ally Campana (Lady Gaga) wirkt authentisch und auf schmerzhafte Art und Weise nachvollziehbar. Ich habe einige Besprechungen gelesen, in denen die Beziehung als unfassbar toxisch angeprangert und der gesamte Film deshalb verdammt wird, doch das finde ich zu kurz gegriffen. Ja, Jackson verhält sich toxisch und Ally wird teils in die Rolle der Retterin gedrängt, doch sind die Figuren und ihre Beziehung zueinander komplexer als nur dieser Aspekt. Es entsteht eine ungesunde gegenseitige Abhängigkeit, welche leider nicht zum Happy End führt und, aufgrund der  Geister der Vergangenheit und der Drogen, auch nicht führen kann. Das Finale wirkt gerade deshalb umso stärker nach.

Fazit

„A Star Is Born“ erzählt zwar keine sonderlich originelle Geschichte, doch wie Bradley Cooper sie inszeniert und wie stark er sich in sie einbringt (er spielt und singt selbst nach monatelangem Training), ist absolut beeindruckend. Auch wenn einige tolle Songs in dem Film vorkommen, so sticht „Shallow“ doch eindeutig heraus. Das Zappelinchen war begeistert und wir drei saßen nach dem Film geplättet auf dem Sofa: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: hat bei seiner Patin übernachtet.)

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