Schon der dritte Filmabend in Folge. Sprich ich habe im Juni schon dreimal so viele Filme gesehen, wie im Mai. So könnte es von mir aus gerne weitergehen. Auf vielfachen Wunsch beider Kinder haben wir endlich mit dem MCU weitergemacht. Die Sichtung von „Spider-Man: Far From Home“ liegt schon fast zwei Jahre zurück und inzwischen kommt schon das übernächste Abenteuer der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft in die Kinos. Doch für uns stand vorerst „Black Widow“ auf dem Programm, den ich bereits 2022 gesehen hatte. Wie uns die Rückkehr gefallen hat?

Black Widow (2021) | © Walt Disney
Weniger (Action) wäre mehr (Film) gewesen
Ergänzen sollte ich noch, dass wir in den letzten zwei Jahren dem MCU nicht komplett den Rücken gekehrt hatten. Inzwischen haben wir mit „WandaVision“, „The Falcon and the Winter Soldier“ und „Loki“ die meisten wichtigen Serien der Phase 4 gesehen. Einzig „Hawkeye“ und „Ms. Marvel“ möchte ich noch nachholen, doch davor widmen wir uns erst einmal den Filmen dieser Phase. Den Anfang machte „Black Widow“, sprich ein Film, der so nicht mehr unbedingt nötig gewesen wäre bzw. der etwas zu spät kommt. Ich liebe Scarlett Johansson in ihrer Rolle, gerade im Zusammenspiel mit den Avengers. Da sich ihre Figur in „Avengers: Endgame“ geopfert hat, bekommen wir hier quasi ein Prequel zu sehen, das wohl nur dazu dient mit Yelena und Alexei zwei im weiteren Verlauf des MCU wichtige Figuren einzuführen.
Die Figurendynamik in „Black Widow“ hat mir wieder außerordentlich gut gefallen. David Harbour (bekannt als Jim Hopper aus „Stranger Things“) ist wunderbar als Red Guardian und überhaupt ist diese geplante Familie ein interessantes Konstrukt mit Spannungspotenzial. Der Plot um den Red Room ist dagegen super dünn und die Actionsequenzen dafür viel zu übertrieben. Schade darum, denn im Kern hat „Black Widow“ eine wirklich packende Geschichte zu erzählen. Auch die Zweikämpfe (z.B. in der geheimen Wohnung) sind imposant choreografiert. Doch der Gefängnisausbruch oder das Finale? Puh, all das ist unübersichtlich inszeniert und die Effekte sehen auch nur so halbgar aus. Weniger wäre hier tatsächlich mehr gewesen.
Fazit
Trotz meiner Kritikpunkte hat mir „Black Widow“ auch beim zweiten Mal viel Spaß gemacht. Ausgerechnet diesen Film für den Start einer neuen Phase zu nehmen, scheint mir rückblickend allerdings nicht sonderlich klug. Aber es ist, wie es ist, und nun befinden wir uns wieder mitten im MCU. Mal sehen, ob wir dran bleiben und rechtzeitig bis „Avengers: Doomsday“ aufgeholt haben: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)
Pingback: Black Widow (2021) | moviescape
Man mag den Eindruck haben, dass der Film an der Stelle willkürlich sein mag. Tatsächlich ist er aber das Kick-off in mehrere verschiedene Richtungen. „Hawkeye“ schließt direkt daran und hier wird einer der bedeutendsten Plots des gesamten MCUs losgetreten. Das ergibt erst rückblickend tatsächlich dann Sinn. Die Post Credit-Scene von „Black Widow“ und die von „Falcon and the Winter Soldier“ kündigen es allerdings schon an, in welche Richtung das geht.
Ansonsten mag ich den Film mit jedem Sehen ein Stück mehr, weil das Motiv der dysfunktionalen Familie hier so gut getroffen wurde.
LikeGefällt 1 Person
Das läuft alles in Richtung „Thunderbolts“ zusammen oder? Zumindest „Hawkeye“ werden wir nun auch zeitnah schauen, auch wenn es wohl eher eine weihnachtliche Serie ist. Ich bin gespannt!
Ich mag den Film auch, gerade der von dir erwähnte Familienaspekt ist stark. Die Action und Effekte dagegen gehören für mich leider zum schwächsten, was das MCU bisher zu bieten hatte.
LikeLike
Yes, genau. Valentina sammelt die Mitglieder der Thunderbolts ein. Und gleichzeitig entstehen die Young Avengers als weitere Gruppe, die innerhalb der Serien eingeführt werden. Das sind zwei zentrale Gruppen, die über Phase 4 und 5 aufgebaut werden.
LikeGefällt 1 Person
Danke für den weiteren Kontext. Da bin ich schon gespannt, wie sich all das weiterentwickeln wird. Alle Serien werde ich wohl nicht schaffen, doch zumindest „Hawkeye“ und „Ms. Marvel“ sind gesetzt, da diese doch einen Bezug zu den Filmen haben.
LikeLike
Nimm mal auf jeden Fall noch Agatha All Along dazu 😉 Aus Gründen. Und weil die Serie genial ist!
LikeGefällt 1 Person
Okay, danke für den Tipp! 😊
LikeLike
Pingback: Media Monday #780 – Radtour, Schwimmbad und fünf Filme | moviescape
Hm ja. Yelena findet ja auch in Hawkeye nochmal ihren Platz und auch allgemein… naja, sie bekommen ja später auch noch ihren Film. Schlecht finde ich ihn nicht, vor allem, weil man ja viel über die Widows usw. mal erfährt.
LikeGefällt 1 Person
Ja, das habe ich auch schön gelesen, dass „Hawkeye“ noch einmal wichtig werden soll. Mal sehen, ob wir den ganzen Marvel-Content bis zum Start von „Avengers: Doomsday“ schaffen.
LikeLike
Pingback: Eternals (2021) | moviescape