Batman Begins (2005)

Eine aktualisierte Besprechung des Films habe ich am 29. Januar 2011 veröffentlicht.

Gestern Abend bin ich endlich dazu gekommen, mir Christopher Nolans „Batman Begins“ anzuschauen. Die klassischen Tim Burton-Filme um den schwarzen Ritter haben mir recht gut gefallen, wenngleich die letzte Sichtung auch schon ewig zurückliegt und ich damals mit der düsteren Welt noch nicht so viel anfangen konnte, wie es heute wohl der Fall wäre. Joel Schumachers Versuche habe ich irgendwann einmal im TV verfolgt und glücklicherweise bereits wieder vergessen. Umso höher waren nun die Erwartungen für die aktuelle Adaption, zumal Christopher Nolan mit „Memento“ einen der interessantesten Filme der jüngeren Filmgeschichte abgeliefert hat. Von den überschwänglichen Kritiken einmal ganz zu schweigen.

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„Batman Begins“ setzt da an, wo der Titel vermuten lässt: Am Anfang. Man ist als Zuschauer live dabei, wenn Bruce Wayne zum mystisch angehauchten Superhelden aufsteigt. Wenn er sein Fledermaus-Trauma durchlebt. Wenn seine Eltern umgebracht werden. Nolan erzählt diese Gestaltwerdung in größtenteils ruhigen, doch eindringlichen Bildern. Im Mittelpunkt steht klar Bruce Wayne und seine innere Zerrissenheit. Es vergeht beinahe eine Stunde bis der Held das erste Mal sein Kostüm überstreift und das ist auch gut so. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Film neu, spannend, großartig.

Ab der Verwandlung begibt sich Nolan wieder auf ausgetretenere Pfade: Batman kicks ass! Und das macht er besser denn je. Ich hatte das Gefühl das alles schon einmal in abgewandelter Form gesehen zu haben. Das Besondere des ersten Teils hat irgendwie gefehlt. Dennoch ist auch die weitere Geschichte spannend und äußerst unterhaltsam. Nur mit der Verfolgungsjagd im Batmobil wurde es meiner Meinung nach etwas übertrieben. Das Ende des Films ist dann mehr als befriedigend und breitet bereits die Geschichte des zweiten Teils vor den Füßen der Zuschauer aus: The Joker is back!

Erstaunt hat mich die Vielzahl an Stars, die in dem Film mitwirken. Christian Bale liefert einen grandiosen Bruce Wayne/Batman. Sein Spiel ist nuanciert und bringt eine enorme Tiefe in die bekannte Figur. Michael Caine gibt als Albert eine tolle Vaterfigur ab und ist mehr als reine Staffage. Ebenso Katie Holmes, bei der ich allerdings immer das Problem haben werde, sie als kleine Joey Potter aus „Dawson’s Creek“ zu sehen. Überraschend waren für mich die Auftritte von Morgan Freeman, Gary Oldman und besonders Rutger Hauer. Liam Neeson darf auch nicht vergessen werden, der am Ende gegen seinen bekannten Rollentypus anspielt. Eine wahrlich runde Sache.

Mir hat „Batman Begins“ gestern wirklich viel Spaß bereitet, wenngleich ich mich auch nicht so stark mit der Figur identifizieren kann, wie z.B. mit „Spider-Man“. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf die Fortsetzung, bei der wir anscheinend einen herrlich fiesen Joker erleben dürfen. Hierfür gibt es erst einmal 8/10 Punkte.

14 Gedanken zu “Batman Begins (2005)

  1. Ich finde es faszinierend, wie sich unsere Filmgeschmäcker gleichen. Ich war schon immer großer Batman Fan, er ist sozusagen mein Lieblingssuperheld- habe alle Comics gelesen, jede TV-Show/Animation verfolgt, jeden Film gesehen und finde, dass Batman Begins tatsächlich der beste ist. Liegt vielleicht an meiner Schwäche für Christian Bale, aber auch teilweise an diese „dunklen“ Züge, die nun um Batman schweben und ihn zu etwas absolut mysteriösen machen. Vielleicht ist es auch die Gewissheit über seine Vergangenheit,… aber was weiß ich schon. Ich stimme dir jedenfalls zu, und möchte dir einen weiteren Film ans Herz legen, der zwar nichts mit Batman, aber dafür mit Christian Bale zu tun hat: The Prestige.

    Ich glaube, der könnte dir sehr gefallen.

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  2. Ich finde es auch immer wieder interessant, wenn es zu geschmacklichen Übereinstimmungen kommt – besonders da in meinem Freundes viele meinen popkulturellen Enthusiasmus nicht nachvollziehen können. 😉

    Die Comics sind leider komplett an mir vorübergegangen. Ich war nie ein großer Comicleser, doch das Interesse ist auf jeden Fall da. Mal sehen, vielleicht komme ich doch noch einmal dazu mir die Vorlage anzuschauen.

    „The Prestige“ steht schon auf meiner Must-See-Liste. Im Kino habe ich den Film leider verpasst. Nun muss die DVD nur etwas günstiger werden. Aber der Preisverfall ist heute ja eh rasend schnell, was das angeht.

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  3. Hoffentlich sehen wir zwei uns nicht mal zufällig in einem Elektrofachmarkt, der gerade „The Prestige“ billig anbietet und es ist nur noch eine DVD da. Da könnte es zu Körperverletzungen kommen 😉

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  5. Ja, Batman Begins hat mir auch sehr gut gefallen!

    Die „alten“ Batmanfilme habe ich auch alle schonmal im TV gesehen, die sind mir aber auch nicht mehr so präsent. Glücklicherweise habe ich aber neulich die „Batman Special Edition Collection 1989-1997“ äußerst günstig erstanden, so daß ich mir diese Filme auch nochmal in Ruhe ansehen und dann mal einen Vergleich ziehen werde.

    Ach ja und wenn es um Christian Bale-Filme geht, so könnte ich noch „Equilibrium“ empfehlen, den fand ich auch gut! Auch wenn er einige Logiklöcher aufweist, über die ich ich allerdings gerne mal hinwegsehe, wenn mir der Film ansonsten zusagt …

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  6. Ich hatte mir auch schon überlegt die Box zuzulegen, allerdings stören mich da massiv die Schumacher-Filme. Werde gelegentlich mal schauen Teil 1+2 günstig zu bekommen.

    „Equilibrium“ hat mir bei der ersten Sichtung richtig gut gefallen. Bei der zweiten seltsamerweise nicht mehr. Das Ende mit dem 08/15-Bösewicht war mir zu plump irgendwie. Die Actionszenen sind allerdings immer noch super!

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