Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem (2023)

Da sich Frau bullion und das Zappelinchen heute außer Haus rumtreiben, haben der Zwergofant und ich mit „Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem“ einen entspannten Filmnachmittag veranstaltet. Der jüngste Turtles-Film stand ohnehin auf meiner Liste und dies schien mir die perfekte Gelegenheit, um ein wenig Zeit mit den vier ungewöhnlichen Teenagern zu verbringen… 🐢

Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem (2023) | © Paramount Pictures

Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem (2023) | © Paramount Pictures

Kann man Schildkröten melken?

Nachdem wir erst letztes Jahr die Michael-Bay-Adaptionen gesehen haben, und immer noch mit der 2012er Nickelodeon-Serie beschäftigt sind, war es für uns wie nach Hause zu kommen. Dabei hatte uns der Look des Trailers erst ein wenig irritiert. Klar, nach „Spider-Man: A New Universe“ ist diese Art von Comic-Look recht angesagt, doch „Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem“ geht noch zwei Schritte weiter und häufig wirken einzelne Bilder wie grobe Skizzen. Allerdings wie Skizzen, die unglaublich viel Dynamik und Charakter besitzen. Nach den ersten paar Minuten war ich komplett drin in diesem Stil und er könnte nicht besser zu diesem frischen Ansatz der Turtles passen. Denn auch was die Figuren angeht, beschreitet Jeff Rowes Adaption neue Wege, indem er das Teenagertum der vier Schildkröten herausstellt. Auch Splinters Charakter ist ein anderer und April, wie bereits in der oben erwähnten Serienadaption, ebenfalls eine Teenagerin.

Das alles funktioniert wunderbar und ich hatte unfassbar viel Spaß mit dieser Neuinterpretation der Figuren. Einzig die Geschichte wirkt so, als wäre sie schon unzählige Male erzählt worden. Mal wieder geht es um das Ooze und eine Armee von Mutanten. Alles alte Bekannte, was schon wieder schön war. Wenn sich Superfly in bester Kaiju-Manier durch New York City kämpft, dann hat sich bei mir fast schon ein Ermüdungseffekt eingestellt. Dafür war das Finale so übertrieben positiv, dass ich auf dem Sofa einen dicken Seufzer ausgestoßen habe: Die Turtles sind endlich angekommen und werden akzeptiert. Zu schön, um wahr zu sein. Stil und Figuren schlagen die Geschichte somit um Längen und doch passt das alles wunderbar zusammen. Die in der Mid-Credit-Szene angedeutete Fortsetzung darf von uns aus gerne kommen!

Fazit

Sowohl der Zwergofant als auch ich hatten sehr viel Spaß mit „Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem“. So viel gelacht haben wir bisher bei kaum einer Turtles-Adaption. Nach den beiden 90er-Jahre-Filmen wohl meine bisher liebste Adaption (von den Serien einmal abgesehen). Ein großer Spaß und stilistisch wirklich eine Wucht. Gerne mehr davon: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: war mit Frau bullion außer Haus; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2 – OT: The Hunger Games: Mockingjay – Part 2 (2015) (WS1)

Eine weitere wilde Woche geht zu Ende. Nachdem Frau bullion fast die ganze Woche krank war, kommt sie langsam wieder zu Kräften. Ich habe wieder zu viel Zeit auf der Arbeit verbracht und die Kids sind reif für die Ferien. Diese haben wir natürlich mit einem Filmabend und „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2“ eingeläutet. Bei meiner letzten Sichtung fand ich ihn schwächer als den Vorgänger und ich war gespannt, ob sich meine Wahrnehmung geändert hat… 🐦

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2 (2015) | © Studiocanal

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2 (2015) | © Studiocanal

Ein erstaunlich erwachsener Abschluss der Reihe

Erneut war ich erstaunt, dass sich „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2“ nicht mit irgendwelchen Erklärungen aufhält. Es wirkt tatsächlich so, als hätte Regisseur Francis Lawrence seinen Film einfach in der Mitte geteilt. Da wir den ersten Teil erst letzte Woche gesehen haben, ist uns der Einstieg nicht schwer gefallen. Ich fand die Geschichte erneut packend und hatte gar nicht mehr im Kopf, wie actionreich der Abschnitt im Kapitol doch ist. Speziell die Attacke der Mutanten hatte ich wohl verdrängt, denn ich war ob der explodierenden Gewalt genauso schockiert, wie die Kinder. Puh, wenn das einmal keine Albträume gibt. Abgesehen von der Action nimmt sich auch dieser Teil viel Zeit für seine Figuren und die ruhigeren Szenen. Das ist dann wohl der Vorteil dieser etwas aufgesetzt wirkenden Zweiteilung.

Das endgültige Finale hatte ich auch nicht mehr so recht im Kopf. Es ist erstaunlich düster und macht ein paar treffende, wenn auch extrem plakative, Aussagen über Korruption durch Macht. Alle Figuren gehen gezeichnet aus der Geschichte heraus. Selbst die Idylle in der letzten Einstellung wirkt wie von einem dunklen Schleier überzogen. Auch den anderen Figuren ist es wohl nicht besser ergangen, doch der positive Wandel erfordert wohl auch hier persönliche Opfer. Somit es es letztendlich doch eine typische Heldinnengeschichte. Ich kann verstehen, warum gerade das Zappelinchen so begeistert war. Mit Katniss Everdeen hat Suzanne Collins wahrlich eine starke Identifikationsfigur erschaffen. Auch für mich.

Fazit

Heute hat mir „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2“ deutlich besser gefallen als bei der ersten Sichtung. Den Auftakt der Reihe samt Fortsetzung mag ich allerdings immer noch am liebsten. Als Gesamtgeschichte funktioniert „The Hunger Games“ perfekt und ist auch im letzten Jahrzehnt nicht unangenehm gealtert. Fast schon ein Klassiker des modernen Young-Adult-Kinos: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Ahsoka – Staffel 1

Pünktlich zur Ankündigung der zweiten Staffel, sind der Zwergofant und ich mit „Ahsoka – Staffel 1“ fertig geworden. Unsere Sichtung hat sich über einen recht langen Zeitraum gezogen, weil wir selten Zeit finden nur zu zweit vor dem Fernseher zu sitzen bzw. unsere gemeinsame Zeit anders nutzen. Dennoch war diese erste gemeinsame „Star Wars“-Serie ein großes Ereignis für uns. 🚀

Ahsoka – Staffel 1 | © Walt Disney

Ahsoka – Staffel 1 | © Walt Disney

Selbst ohne Vorwissen sehr unterhaltsam

Da ich die Vorgängerserie „Star Wars Rebels“ nie gesehen habe, fehlte mir entsprechendes Vorwissen. Dem Zwergofanten dagegen sind die Figuren durchaus bekannt, auch wenn er nicht jede Episode der Animationsserie gesehen hat. Er konnte mir deshalb gut mit Erklärungen aushelfen und ich war dann auch recht schnell in dieser Welt angekommen. Ahsoka hatte ja bereits in der zweiten Staffel von „The Mandalorian“ einen Auftritt, sprich ein grobes Gefühl für die Figur hat sich bei mir schon eingestellt. Dennoch richtet sich „Ahsoka“ vermutlich vor allem an Fans der animierten Serien, was nicht heißt, dass Neueinsteiger*innen, wie ich es bin, nicht auch Spaß mit der Geschichte haben können. Das liegt vor allem an den gut ausgearbeiteten Figuren sowie den sehr bildgewaltigen Schauplätzen. Das Universum hat sich, nicht überall, aber doch schon in großen Teilen, wie „Star Wars“ angefühlt.

Wie schlägt sich „Ahsoka“ im Vergleich zu den anderen „Star Wars“-Serien? Für mich reiht sie sich im Mittelfeld ein. Irgendwo zwischen der ersten und der dritten Staffel von „The Mandalorian“. Für Fans von „Star Wars Rebels“ oder „Star Wars: The Clone Wars“ dürfte die Serie für noch mehr emotionalen Eindruck sorgen. Insgesamt mache ich, für mich, aber die Beobachtung, dass die Marke „Star Wars“ durch die Flut an Content etwas abgewertet wird. Noch nicht ganz so schlimm, wie bei Marvel, wo ich inzwischen komplett draußen bin, doch die Tendenz ist leider da. Dennoch werde ich versuchen, hier vorerst am Ball zu bleiben. Disney wird aber vorsichtig sein müssen, es nicht zu übertreiben. Ich hätte lieber alle paar Jahre einen richtigen Film, als dutzende Serien bzw. deren Film-Spin-offs.

Fazit

„Ahsoka“ hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn die Geschichte sehr im luftleeren Raum endet. Ohne die angekündigte zweite Staffel, wäre das Finale wirklich unbefriedigend gewesen. Da werden der Zwergofant und ich doch dranbleiben. Für Fans und solche, die es werden wollen: 8/10 (7.5) Punkte. (Zappelinchen: wollte nicht mitschauen; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1 – OT: The Hunger Games: Mockingjay – Part 1 (2014) (WS1)

Der heutige Samstag ist wieder einmal viel zu schnell vergangen und ehe ich mich versehen habe, war es schon abends. Das Programm war mit „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“ gesetzt. Die Kinder haben sich sehr auf den Film gefreut und auch ich war gespannt, waren meine Erinnerungen an die erste Sichtung vor 8 Jahren doch eher blass. Wie also hat der Spotttölpel dieses Mal auf mich gewirkt? 🐦

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1 (2014) | © Studiocanal

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1 (2014) | © Studiocanal

Vom Young-Adult-Abenteuer zum Kriegsfilm

Der Übergang von „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ zum ersten Teil des großen Finales wirkt durchaus hart. Keine große Show mehr, kein Training, kein Kampf in der Arena. Willkommen in der harten Realität, in der Krieg herrscht. Gut die Hälfte von „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“ spielt in eintönigen Bunkern und der Rest des Films findet an Kriegsschauplätzen statt. Das ist ungewohnt und doch ein konsequenter Schritt. Für die Kinder war das Setting schon fast zu trostlos. Dennoch hat sie ein anderer Punkt noch mehr gestört: die Zweiteilung der Geschichte. Auch ich bin immer noch nicht überzeugt, ob diese wirklich nötig gewesen ist. Bestimmt hätte man das Finale auch in gut zweieinhalb Stunden erzählen können.

Sehr spannend fand ich erneut den Aspekt, Katniss als Propagandafigur zu inszenieren. Gerade im Kampf gegen Präsident Snows Propagandamaschinerie besitzt der Film hier viel Potenzial. Unter den Schauspielern, die das Kamerateam verkörpern, befindet sich übrigens Wes Chatham, was mich sehr gefreut hat. Es ist immer schön, jemanden aus „The Expanse“ wiederzusehen. Mit Peetas Rettung und dem Twist, warum Präsident Snow seine Rettung gelingen ließ, endet „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“ recht abrupt. Das wirkt nicht sonderlich elegant und doch freue ich mich nun schon wieder auf die Fortsetzung. Die erzählte Welt hat es mir immer noch angetan.

Fazit

Für mich ist „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“ der bisher schwächste Teil der Reihe. So geht es auch den Kindern und gerade der Zwergofant möchte das an dieser Stelle explizit betont wissen. Dennoch hat uns der erste Teil des Finales insgesamt sehr gut gefallen. Mal sehen, ob wir kommendes Wochenende Zeit für den einstweiligen Abschied von Panem finden werden: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Die Tribute von Panem: Catching Fire – OT: The Hunger Games: Catching Fire (2013) (WS1)

Nach einem recht faulen Samstag sind wir recht spät aufs Sofa gekommen. Der Cousin der Kinder war lange da und die Kids haben schön zusammen gespielt. Dennoch waren sich alle einig, dass wir auch zu fortgeschrittener Stunde noch „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ in den Player schieben. Somit gab es heute schon die nächste Iteration der Hungerspiele zu sehen… 🐦

Die Tribute von Panem: Catching Fire (2013) | © Studiocanal

Die Tribute von Panem: Catching Fire (2013) | © Studiocanal

Ein packender Mittelteil der dystopischen Reihe

Man merkt dem Film inszenatorisch den Wechsel des Regisseurs durchaus an. Die dokumentarische Wackelkamera von „Die Tribute von Panem: The Hunger Games“ wurde deutlich zurückgenommen. Dafür ist sich Francis Lawrence der größeren Tragweite der Geschichte bewusst und setzt auf epischere Bilder. Das passt wunderbar zu dieser Fortsetzung, die ich bisher nur einmal im Kino gesehen habe. Die Romanvorlage war mein Lieblingsteil der Trilogie und auch den Film würde ich, nach heutigem Wissensstand, knapp als den stärksten der Reihe einordnen. Vermutlich liegt das am sich gerade formierenden Widerstand sowie der ausgeklügelten Arena dieser Hungerspiele. Leider wird hier im Film vergleichsweise wenig Zeit verbracht, was dem Zwergofanten etwas sauer aufgestoßen ist.

Durch den stärkeren Fokus auf den Widerstand in den Distrikten, wirkt „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ noch erwachsener als sein Vorgänger. Speziell die Auspeitschszene ist wirklich hart. Das Finale kam mir auch heute etwas überstürzt vor und hat den Zwergofanten, der im Gegensatz zum Zappelinchen die Vorlage nicht kennt, sichtlich verwirrt. Wir haben noch sehr lange geredet, um all die Fragen zu klären, die er hatte. Das Zappelinchen war sehr begeistert und hat sich noch recht genau an die Romanvorlage erinnern können. Der Cliffhanger am Ende war damals im Kino schon hart und ich freue mich darauf, nächstes Wochenende vermutlich schon mit der Filmreihe fortfahren zu können.

Fazit

Auch heute hat mir die Fortsetzung wieder einen Tick besser gefallen, als der ohnehin schon sehr gelungene Vorgänger. Der Zwergofant hat betont, dass er wiederum den ersten Teil etwas mehr mochte. Beim Zappelinchen ist der Fall eindeutig. Einig sind wir uns, dass „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ ein sehr unterhaltsamer und inhaltlich gehaltvoller Film ist, speziell auch abseits der großen Show rund um die Hungerspiele: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Die Tribute von Panem: The Hunger Games (2012) (WS2)

Eine abermals sehr anstrengende Woche ist zu Ende. Auf den heutigen Filmabend und auch den Film der Wahl habe ich mich somit sehr gefreut. Nur wenn ich daran denke, dass „Die Tribute von Panem: The Hunger Games“ bereits 12 Jahre auf dem Buckel hat, dann komme ich mir so richtig alt vor. Wie kann das sein? Er lief doch erst neulich im Kino. Aber nein, die Kinosichtung liegt tatsächlich schon 12 Jahre zurück. Wie ist die Geschichte also gealtert? 🐦

Die Tribute von Panem (2012) | © Studiocanal

Die Tribute von Panem (2012) | © Studiocanal

Ein immer noch extrem mitreißender Film

„Die Tribute von Panem: The Hunger Games“ ist erneut auf meinem Radar gelandet, weil ich das Zappelinchen letztes Jahr genötigt hatte, die Bücher zu lesen. Ich finde die Vorlage des Films sehr gelungen und war der Meinung, dass sie auch der Tochter gefallen könnte. Nach einigen Diskussionen hatte sie sich letztendlich breitschlagen lassen und mochte die Buchreihe auch sehr gerne. Da der Zwergofant inzwischen auch alt genug ist, war nun der perfekte Zeitpunkt, dass wir uns der Adaption zuwenden. Meine letzte Sichtung liegt bereits 11 Jahre zurück und somit war ich auch neugierig, wie mir der Film heute gefällt. Tatsächlich sieht man ihm sein Alter, einmal abgesehen von ein paar Effektszenen, nicht an. Die naturalistische Inszenierung wirkt frisch und die Geschichte ist wunderbar zeitlos.

In unserer heutigen Welt kann man sich leider besser denn je in das Gedankenspiel, in einem totalitären Staat zu leben, hineinversetzen. Das Konzept der Hungerspiele ist natürlich ein sehr fantastisches, doch gerade in der Überhöhung und der damit verbundenen Mediensatire funktioniert „Die Tribute von Panem: The Hunger Games“ immer noch tadellos. Trotz seiner langen Laufzeit vergeht die Zeit wie im Flug und ich hätte den Spielen sowie dem Weg dorthin auch noch länger zugeschaut. Jennifer Lawrence hat mit ihrer Interpretation von Katniss Everdeen eine Ikone geschaffen. Überhaupt mag ich den gesamten Cast sehr gerne und freue mich jetzt schon darauf, ihn in drei weiteren Filme zu begleiten. Auch die Kinder waren begeistert, doch die ziemlich harte Gewaltinszenierung hat Eindruck hinterlassen. In dieser realistisch anmutenden Form war das wohl ein neuer Level. Die Konsequenzen der Gewalt waren stet spürbar und das ist, im Vergleich zu comichaft inszenierter Gewalt, auch eine wichtige Erfahrung.

Fazit

Mich hat „Die Tribute von Panem: The Hunger Games“ auch bei der inzwischen dritten Sichtung wieder begeistert. Wohl der Young-Adult-Fiction-Film überhaupt. Ich freue mich nun schon auf die Fortsetzungen und bin auch auf das Prequel neugierig. Hat den Test der Zeit definitiv gut überstanden: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Sonic the Hedgehog 2 (2022)

Nach einer anstrengenden Woche habe ich mich auf den Filmabend am Freitag gefreut. Meine Stimmung war nicht die beste, doch die Pizza hat geholfen. Danach haben wir uns vor dem Fernseher versammelt, um „Sonic the Hedgehog 2“ zu sehen, auf den wir bereits seit der Sichtung des ersten Teils gewartet haben. Speziell der Zwergofant, denn meine eigenen Erinnerungen sind schon ziemlich verblasst. 🦔

Sonic the Hedgehog 2 (2022) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Sonic the Hedgehog 2 (2022) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Eine (leider zu) actionreiche Fortsetzung

„Sonic the Hedgehog“ hat mich damals positiv überrascht. Der Film war kein Meisterwerk, doch ich mochte die Herangehensweise und den überdrehten Jim Carrey als Dr. Robotnik. Der zweite Teil beginnt ganz im Sinne des Vorgängers: Er führt ein paar neue Figuren ein und wir kehren zu Sonic und seinem Ziehvater Tom (gespielt von James Marsden, den ich seit „Jury Duty“ nicht mehr ernst nehmen kann) zurück. Die erste Hälfte des Films setzt wunderbar das Setting und ich mochte speziell die kleinen Gags als Sonic alleine zu Hause ist. Auch das darauf folgende Abenteuer im Schnee mit Sonic und Tails fand ich noch sehr unterhaltsam. Hier hatte der Film genau das richtige Maß an kinderfreundlicher Action und absurder Komik, welche vor allem durch Jim Carrey in den Film gebracht wird.

Zum Start in die zweite Filmhälfte halten wir uns viel zu lange bei der fingierten Hochzeit auf, welche wie ein Fremdkörper im Film wirkt. Hier hätten gut und gerne 15 Minuten rausgekürzt werden können. Das Abenteuer in der versunkenen Pyramide hat mir wiederum recht gut gefallen, doch dann geht es auf den Showdown zu und dieser erstickt völlig im Effektgewitter. Das fand ich nur noch anstrengend für Kopf und Augen. Leider typisch für den modernen Actionfilm. Mich hat das Finale nur noch gelangweilt und ich war froh, als es letztendlich vorbei war. Sehr schade drum, denn der Film hatte schöne Ansätze und ich mochte auch das Zusammenspiel zwischen Sonic, Tails und Knuckles. Da wäre weniger mehr gewesen.

Fazit

Ich mochte „Sonic the Hedgehog 2“  durchaus. Er hat ein paar schöne Sequenzen und guten Humor. Leider läuft er gut 20 Minuten zu lang und das übertrieben actionreiche Finale ist einfach zu viel des Guten. Die Kinder mochten den ersten Teil auch lieber, doch Spaß hat uns auch das Sequel gemacht: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant:  8/10 Punkte.)

Manifest – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 4)

Als ich vor ein paar Monaten auf der Suche nach einer neuen Serie war, hatte ich nach einigen Einzelstaffeln wieder Lust, länger in eine Serienwelt abzutauchen. So bin ich letztendlich auf „Manifest“ gestoßen. Die Serie ist mir auf Netflix bereits häufiger begegnet und ich hatte schon lange keine Mystery-Serie mehr gesehen. Also warum nicht abtauchen bzw. abheben, um die Passagiere des Flugs 828 zu begleiten? ✈️

Manifest | © NBC & Netflix

Manifest | © NBC & Netflix

Mit vier Staffeln schien mir „Manifest“ genau die richtige Länge zu besitzen, um schön auserzählt zu werden. Nach Absetzung durch NBC hatte Netflix die Serie gekauft und mit einer finalen Staffel, die 20 Episoden umfasst, abgeschlossen. Was soll da noch schiefgehen? Leider jedoch hat sich das „Designated Survivor“-Phänomen eingestellt, aber lest selbst:

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Stowaway: Blinder Passagier – OT: Stowaway (2021)

Obwohl ich nach meinem späten Halbmarathon abends recht platt war, haben wir uns noch auf dem Sofa versammelt und „Stowaway: Blinder Passagier“ ausgewählt, der in Deutschland auf Amazon Prime läuft. Was uns bewegt hat, ausgerechnet diesen Film einzuschalten? Vor ein paar Tagen haben wir das Set des Films bei unserem Ausflug in die Bavaria Filmstadt besucht. Das fanden wir so imposant, dass der Sci-Fi-Thriller schnell einen Platz in unserem Filmprogramm fand. 🚀👩‍🚀

Stowaway: Blinder Passagier (2021) | © Amazon Prime Video

Stowaway: Blinder Passagier (2021) | © Amazon Prime Video

Ein wunderbar intimer Sci-Fi-Thriller

Die Geschichte des Films ist so simpel wie effektiv: Ein blinder Passagier befindet sind, aus nicht näher definierten Gründen, auf einem Forschungsraumschiff, das gerade auf dem Weg Richtung Mars ist. Die Mission soll zwei Jahre dauern und aufgrund eines defekten Bauteils reicht der Sauerstoff nur für die Basis-Crew von drei Personen. Was also tun? Dieses moralische Dilemma ist der Kern des Films. Der Aufbau bis dorthin ist wunderbar langsam und wir lernen die Figuren und das Schiff im Detail kennen. Das hat mir richtig gut gefallen. Ebenso stark fand ich, dass niemand die oder der Böse ist oder es zu völlig übertriebenen Eskalationen kommt. Jede Person auf dem Schiff ist daran interessiert, eine Lösung zu finden. Mehr oder weniger stark motiviert davon, dass auch alle überleben.

Bis zum letzten Drittel passiert nur recht wenig in „Stowaway“. Es wird viel geredet und versucht eine Lösung für das Problem zu finden. Hier kommen auch die wunderbaren Schauspieler*innen zum Zug: Ein starkes Ensemble mit Anna Kendrick,  Toni Collette, Daniel Dae Kim und Shamier Anderson. Insgesamt ein erfrischender Low-Key-Ansatz in der heutigen Welt der übertriebenen Action. Im letzten Drittel folgt eine extrem nervenaufreibende Sequenz, die mich wirklich an die Sofakante rutschen ließ. Hat mir gut gefallen, auch wenn hier (so wie im restlichen Film auch) nicht immer alles logisch erscheint. Das tatsächliche Finale war mir dann zu einfach und kam zu plötzlich. Klar war die Geschichte irgendwie auserzählt, doch fand ich es in dieser Form einfach nicht befriedigend.

Fazit

„Stowaway“ ist ein kleiner, netter Sci-Fi-Thriller, der keine bahnbrechende Geschichte erzählt und der gerade deshalb eine ziemliche Sogwirkung entfaltet. Über weite Strecken hat mir der Film wirklich ausgezeichnet gefallen. Einzig das antiklimaktische Finale samt plötzlichem Ende hat „Stowaway“ in meiner Gunst doch ziemlich nach unten gezogen. Auch der Rest der Familie war davon nicht angetan, doch davon abgesehen sind die Kids ziemlich mitgegangen. Das dürfte auch einer der erwachsensten Filme gewesen sein, die sie bisher gesehen haben. Definitiv einer der besseren für Streaming produzierten Filme: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte;  Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Junior (1994)

Nach einem vollen Tag sind wir abends recht zeitig aufs Sofa gekommen. Die Kinder haben sich eine weitere Arnold-Schwarzenegger-Komödie gewünscht und somit fand „Junior“ den Weg in den Blu-ray-Player. Ich hatte den Film schon ewig nicht mehr gesehen und meine Erinnerungen beschränkten sich auf ein paar wenige Szenen. Auch deshalb war ich umso gespannter auf den Film mit dieser mehr als nur ungewöhnlichen Prämisse… 👶

Junior (1994) | © PLAION PICTURES

Junior (1994) | © PLAION PICTURES

„Junior“ hätte es eigentlich nicht geben dürfen

Die Geschichte liest sich so unglaublich, dass ich kaum glauben kann, dass dieser Film tatsächlich existiert. Er gehört eher in die Welt der Fake-Trailer oder der fiktiven Filme, wie sie z.B. in „Die Simpsons“ parodiert werden. Und doch existiert „Junior“. Arnold Schwarzenegger spielt einen Wissenschaftler, der selbst schwanger wird. Danny DeVito ist sein Gynäkologe. Am Ende kommt ein gesundes Baby zur Welt. Als wäre das nicht schon absurd genug, ist Ivan Reitmans Werk keinesfalls eine überdrehte Satire, sondern eher eine romantische Komödie, die sich und ihre Figuren durchaus ernst nimmt. Das ist vielleicht auch der befremdlichste Aspekt daran.

Ist „Junior“ nun politisch unkorrekt? Oder gar progressiv? Das lässt sich gar nicht so leicht sagen. Am ehesten ist er wohl absurd. Wenn Arnold Schwarzenegger seine mütterliche Seite entdeckt, dann entbehrt das nicht einer gewissen Komik. Doch oft ist der Film auch unfreiwillig komisch bzw. ziemlich cringe, wie die Kids heutzutage sagen. Einfach weil die Geschichte so ernsthaft durchgezogen wird. Dafür muss man Reitman und Co. fast schon bewundern. Neben Schwarzenegger und DeVito gibt es mit Emma Thompson und Frank Langella zwei durchaus hochkarätige Schauspieler*innen zu sehen, die man nicht in einem Film wie „Junior“ erwarten würde. All das macht wenig Sinn und ist dennoch auf seltsame Art und Weise unterhaltsam. Vor allem aber absurd. Habe ich das schon erwähnt?

Fazit

Nicht nur ich war ob der Absurdität von „Junior“ geplättet. Auch die Kinder waren sichtlich irritiert. Schon alleine deshalb ist dieser Film eine Sichtung wert. Weil es ihn gar nicht hätte geben dürfen. Wer gibt denn solch ein Drehbuch frei? Dafür funktioniert all das doch erstaunlich gut und man kommt aus dem Staunen kaum heraus. Nicht meine Lieblingskomödie mit Arnie, doch sicherlich die ungewöhnlichste: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte;  Zwergofant: 6/10 Punkte.)