Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone – OT: Maze Runner: The Death Cure (2018) (WS1)

Was für eine Woche, was für ein Tag. Die heutige Trauerfeier steckt uns allen noch in den Knochen und nach der Freitagabendpizza sind wir platt aufs Sofa gefallen. Natürlich haben wir mit „Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone“ das Finale unserer aktuellen Trilogie angeschaut. Wir hatten zwar Zweifel, ob wir wach bleiben würden, doch bis auf Frau bullion haben es alle durchgehalten… 💉

Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone (2018) | © 20th Century Fox

Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone (2018) | © 20th Century Fox

Ein actionreicher und emotionaler Abschluss

Im Gegensatz zum direkten Vorgänger konnte ich mich an das Finale kaum noch erinnern. Ich habe ihn bisher auch erst einmal gesehen und selbst die Buchvorlage ist mir inzwischen komplett entfallen. Ich weiß nur noch, dass es große Unterschiede gab und werde mir diese demnächst vom Zwergofanten erklären lassen, der gerade intensiv die Hörbücher der Reihe hört. Neulich habe ich ein wenig mitgelauscht und wäre währenddessen fast eingeschlafen. Auch so ein fordernder Tag. Aber ich schweife ab. Auf jeden Fall liebe ich es, wenn die Kinder Inspiration aus Filmen ziehen und sich danach noch weiter mit der Welt beschäftigen wollen. Damit ist schon viel erreicht.

Ich mochte erneut das hohe Tempo der Geschichte, die unterschiedlichen Schauplätze und dass trotz all der Action dennoch Zeit für emotionale Szenen bleibt. Es mag am heutigen Tag liegen, doch ich hatte ein paar Mal Tränen in den Augen. Im Gegensatz zum ersten Durchgang hat mir auch das Finale am Strand sehr gut gefallen. Alles in allem ein runder Abschluss der „Maze Runner“-Saga. Erwähnenswert finde ich noch, dass Walton Goggins einen nasenlosen Infizierten spielt, der in einem Endzeit-Setting verzweifelt auf der Suche nach einem Serum ist. Kommt euch das auch bekannt vor?

Fazit

Auch wenn ich den Film heute aufgrund der emotionalen Rahmenbedingungen vielleicht etwas zu positiv bewerte, dann ist das so und ich stehe dazu. Doch auch relativ nüchtern betrachtet hatte ich viel Spaß mit dem Film. Ich stehe einfach auf Young-Adult-Dystopien. Wenn ein Film zudem die Kinder so gut abholt, dann muss einfach etwas dran sein. Chapeau, Wes Ball: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste – OT: Maze Runner: The Scorch Trials (2015) (WS2)

Nachdem das Zappelinchen am Freitagabend unterwegs war und der Zwergofant lange Karate-Training hatte, war der Filmabend ausgefallen. Umso mehr haben wir uns heute auf „Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste“ gefreut. Ich hatte den Film als gelungen, aber schwächer als den ersten Teil abgespeichert. Ob sich dieser Eindruck heute bestätigt hat? 🌩️

Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste (2015) | © 20th Century Fox

Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste (2015) | © 20th Century Fox

Ein erstaunlich harter Young-Adult-Zombie-Film

Es ist unfassbar, was für ein Tempo Wes Ball mit „Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste“ an den Tag legt. Über weite Strecken des Films gibt es weder für die Figuren noch uns Zuschauer:innen eine Verschnaufpause. Wie bereits „Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“ sieht auch die Fortsetzung dreimal so teuer aus, wie das eigentliche Budget war. Wes Ball hat wahrlich ein Händchen dafür, imposante Welten zu schaffen. Wenn man auf diesen Endzeit-Look steht, dann ist der Film eine Augenweide. Erneut ohne die stark eingesetzte visuellen Effekte offensichtlich werden zu lassen oder Greenscreen-Aufnahmen zu enttarnen. Stark!

Auch inhaltlich hatte ich heute viel Freude an dem Film. Deutlich mehr als bei meiner letzten Sichtung. Erstaunt war ich, wie hart Richtung Zombie-Reißer sich diese Young-Adult-Geschichte doch entwickelt. Gerade die Szene unten in den Gewölben ist für eine FSK-12-Freigabe doch überraschend hart. Selbst der Look der Infizierten hat mich häufig an „The Last of Us“ denken lassen. Der Zwergofant konnte oft nicht hinschauen, wollte aber unbedingt dranbleiben und wissen, wie es weitergeht. Das Zappelinchen hat bei einem Schockeffekt so laut geschrien, dass wir fast vom Sofa gesprungen sind. Bisher sicher der härteste Film bei unseren Filmabenden. Eine FSK-16-Freigabe hätte mich auch nicht verwundert. Die weitere Geschichte rund um WCKD ist zudem spannend und baut genügend Rätsel und Dynamik zwischen den Figuren auf, dass wir uns sehr auf den dritten Teil freuen.

Fazit

Inzwischen kann ich mich so gut wie gar nicht mehr an die Romanvorlage erinnern. Vielleicht hat mir der Film heute deshalb so viel Spaß gemacht? „Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste“ ist zwar anders als der erste Teil, doch besitzt er weiterhin dessen Essenz. Für die Kinder war er teils etwas anstrengend, doch hat der Spaßfaktor trotz der Cranks definitiv überwogen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte;  Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Solo: A Star Wars Story (2018) (WS1)

Der letzte Ferienabend. Das Zappelinchen war auswärts bei einer Freundin, Frau bullion musste den ersten Schultag vorbereiten und ich habe den Zwergofanten gefragt, was er gerne schauen würde. Seine Wahl ist auf „Solo: A Star Wars Story“ gefallen. Neben „Rogue One: A Star Wars Story“ der letzte Film des Franchises, den er noch nicht kennt. Wie ihm der Film beim ersten und mir beim zweiten Mal gefallen hat?

Solo: A Star Wars Story (2018) | © Walt Disney

Solo: A Star Wars Story (2018) | © Walt Disney

Keine Überraschungen auf ausgetretenen Pfaden

Ich kann mich kurz fassen: Mein Eindruck war ziemlich genau der gleiche, wie bei meiner ersten Sichtung vor fünf Jahren. Es wird eine Vorgeschichte erzählt, die niemand so genau wissen wollte. Alden Ehrenreich macht seine Sache zwar kompetent, doch einen Harrison Ford kann man einfach nicht ersetzen. Der ganze Syndikatsplot wäre schon belanglos genug gewesen, doch dann wird auch noch  krampfhaft versucht, Anknüpfungspunkte zur Rebellion und alten Bösewichten zu finden. Man merkt dem Film hier seine unzähligen Überarbeitungen und Nachdrehs an. Es ist fast schon verwunderlich, was Ron Howard hier noch an konsistenter Geschichte herausgeholt hat. Dennoch muss ich sagen, dass ich an vielen Stellen erneut gegen den Schlaf zu kämpfen hatte. Vielleicht liegt das doch am Film?

Der Zwergofant war um einiges begeisterter als ich. Verständlicherweise. Ich muss auch sagen, dass ich „Solo: A Star Wars Story“ keineswegs schlecht fand. Ich mag die Schauplätze und auch die Schauspieler:innen. Donald Glover als Lando Calrissian ist fantastisch besetzt und Woody Harrelson sehe ich ohnehin stets gerne. Die Action bleibt nachvollziehbar und es kommt doch einiges an „Star Wars“-Atmosphäre auf. Aber richtig gepackt hat mich der Film leider nicht. Zu viel Altbekanntes. Der Film fühlt sich an wie auf der Stelle treten. Das ist mir umso mehr aufgefallen, da wir direkt im Anschluss noch die erste Episode von „Star Wars: Skeleton Crew“ angeschaut haben, die so viel frischer und auch unterhaltsamer wirkte. Erzählt doch bitte mal neue Geschichten in diesem Universum und gebt frischen Figuren eine Chance!

Fazit

Wenn ich so mein Fazit von damals lese, dann bleiben meine Kritikpunkte und die doch versöhnlichen Schlussworte. Ich habe mich gefreut wieder in dieser Welt zu sein bzw. die Begeisterung des Zwergofanten zu spüren. Als Sci-Fi-Gangster-Abenteuer macht „Solo: A Star Wars Story“ einiges richtig. Doch dafür hätte man nicht Han und Chewie aus der Versenkung holen müssen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: war bei einer Freundin; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth – OT: The Maze Runner (2014) (WS2)

Wir nähern uns mit viel zu großen Schritten dem Ende der Ferien und damit auch meines Urlaubs. Der Rest der Familie war den ganzen Tag fürs Sternsingen unterwegs und Frau bullion wird so langsam richtig krank. Wie passend. Ich hatte bis auf meinen Schneelauf und ein wenig Hausarbeit einen recht ruhigen Tag. Abends haben sich alle auf „Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“ gefreut, den ich ich Vorfeld bereits angepriesen hatte. Wie der Film bei den Kindern angekommen ist?

Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth (2014) | © 20th Century Fox

Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth (2014) | © 20th Century Fox

Ein sehr spannendes Young-Adult-Abenteuer

Schon verrückt, dass ich „Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“ inzwischen schon zum dritten Mal gesehen habe. Meine letzte Sichtung liegt gut vier Jahre zurück und ich konnte mich noch an den Großteil des Inhalts erinnern. Somit gab es für mich dieses Mal keine Überraschungen und ich konnte eher den Look und die Dramaturgie des Films genießen. Schon ziemlich unfassbar, was Regisseur Wes Ball hier mit einem überschaubaren Budget von gerade einmal 34 Millionen US-Dollar gezaubert hat. So gut sehen selbst 10 Jahre später nur wenige CGI-lastige Filme mit teils fünfmal so hohem Budget aus. Auch inhaltlich weiß der Film die wichtigsten Stationen der Vorlage abzuhaken und dabei die Atmosphäre des Buches einzufangen.

„Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“ ist exzellent besetzt und einige seiner Jungstars, allen voran Will Poulter, konnten danach noch eine große Karriere hinlegen. Wer zudem wissen will, was aus Thomas Brodie-Sangster, der den kleinen Jungen in Tatsächlich… Liebe“ gespielt hat, geworden ist, sollte sich die Filmreihe auch einmal anschauen. Durch den Mystery-Aufbau der Geschichte saßen sowohl der Zwergofant als auch das Zappelinchen voller Spannung vor dem Fernseher. Der Film hat bei ihnen ziemlich ins Schwarze getroffen und ich bin schon gespannt, wie ihnen die Trilogie im weiteren Verlauf gefallen wird. Ob sie, wie nach der „The Hunger Games“-Reihe, auch die Bücher lesen werden?

Fazit

Auch beim dritten Mal hatte ich wieder viel Spaß mit „Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“. Gerade das Finale, wenn es aus dem Labyrinth rausgeht, hat mir dieses Mal besonders gut gefallen, was Hoffnung für die beiden folgenden Filme macht. Diese werden wir jedoch vermutlich erst nach den Ferien sehen. So einig sind wir uns wertungstechnisch schon lange nicht mehr gewesen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes – OT: The Hunger Games: The Ballad of Songbirds and Snakes (2023)

Wir befinden uns im Jahr 2025! Da habe ich erst mein Filmjahr 2024 verarbeitet und schon steht der erste Film im neuen Jahr an. Obwohl wir heute alle recht müde waren, haben wir uns zu „Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes“ vor dem Fernseher versammelt. Den Film wollten wir schon ewig sehen und ich hatte erst Sorge, dass wir aufgrund der Laufzeit von zweieinhalb Stunden einschlafen würden. Nichts könnte jedoch ferner von der Wahrheit sein… 🐦🐍

Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes (2023) | © LEONINE

Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes (2023) | © LEONINE

Ein gelungenes Prequel mit Origin-Story

Als ich damals von „Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes“ hörte war ich nicht sonderlich neugierig. Die Origin-Geschichte eines Bösewichts hörte sich doch zu sehr nach der „Star Wars“-Prequel-Trilogie an und kommt damit 20 Jahre zu spät. Dann jedoch haben wir im vergangenen Jahr alle „Die Tribute von Panem“-Filme zusammen als Familie geschaut, die Kinder haben beide die Buchreihe gelesen und wir waren doch etwas gehypt. Ins Kino haben wir es zwar nicht mehr geschafft, doch ich habe die Blu-ray ins Filmregal geholt, sobald der Film in angemessenen Preisregionen angekommen war. Ob es tatsächlich am Film lag oder doch am energiespendenden Plätzchenteller, dass tatsächlich niemand (nicht einmal Frau bullion) eingeschlafen ist?

Zunächst einmal war ich vom Look des Films überrascht, denn der Trailer ließ eine CGI-Schlacht vermuten. Bis auf ein paar Establishing-Shots sieht „Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes“ jedoch wunderbar handgemacht und an Schauplätzen gedreht aus. Apropos Schauplätze: Ich wäre beinahe vom Sofa gefallen als ich bemerkt habe, dass ein paar Szenen im Völkerschlachtdenkmal in Leipzig gedreht wurden. Diesem haben wir 2017 einen Besuch abgestattet und in meinem Artikel habe ich noch bemerkt, dass mich das Bauwerk an Film- bzw. Serienkulissen erinnern würde. Nun haben wir es tatsächlich in einem Film gesehen. Sowas liebe ich ja. Auch inhaltlich hat mich der Film positiv überrascht. Klar wird die Origin-Story des Bösewichts Coriolanus Snow wenig überraschend erzählt und doch hat es mich gefreut, dass nicht wieder nur Hunger-Spiele in größer und weiter erzählt werden, sondern die persönliche Entwicklung im Mittelpunkt steht. Auch wenn es am Ende doch etwas schnell geht, bleiben die Motive einigermaßen nachvollziehbar. Zumindest fand ich es glaubhafter als die Wandlung Anakins zu Darth Vader (so sehr ich die „Star Wars“-Prequels auch mag).

Fazit

Es mag an einem weiteren Fresskoma (dieses Mal Plätzchen statt Raclette) gelegen haben, doch ich fand „Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes“ überraschend gelungen. Einerseits trifft Regisseur Francis Lawrence die Welt seiner alten Filme perfekt und andererseits reist er mit uns glaubhaft in die Vergangenheit. Auch den Kindern hat der Film gefallen, wenngleich der Zwergofant begeisterter war als das Zappelinchen. Vielleicht doch die Müdigkeit? So oder so ein gelungener Einstand ins Filmjahr 2025: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Jurassic World: Ein neues Zeitalter – OT: Jurassic World Dominion (2022)

Der zweite Weihnachtsfeiertag liegt hinter uns. Wie kann die Zeit nur so rennen? Es ist unglaublich. Nach einem schönen Spielenachmittag mit der Patin des Zwergofanten, haben wir abends mit „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ unsere Dino-Filmreihe abgeschlossen. Für mich war es das erste Mal, denn das Finale der zweiten Trilogie hatte auch ich bisher noch nicht gesehen. Wie er uns gefallen hat? Lest selbst… 🦕

Jurassic World: Ein neues Zeitalter (2022) | © Universal Pictures Germany GmbH

Jurassic World: Ein neues Zeitalter (2022) | © Universal Pictures Germany GmbH

„The Extinct and the Furious“ in unterhaltsam

Gesehen habe ich nur die Kinofassung, nicht den gut 12 Minuten längeren Extended Cut, da es diesen nicht in 3D gibt. Laut Schnittbericht habe ich nicht allzu viel verpasst und doch werde ich beim nächsten Mal wohl die erweiterte 2D-Fassung schauen. So viel zum Vorgeplänkel. Aufgrund der teils katastrophalen Kritiken hatte ich nicht besonders viel erwartet und wurde deshalb vermutlich umso positiver überrascht. Vielleicht liegt es an meiner angepassten Erwartungshaltung, welche bereits mit „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ neu justiert wurde. Auch wenn Colin Trevorrow einige Nostalgieknöpfe drückte, so war der Film für mich immer ganz klar etwas ganz anderes als mein geliebter „Jurassic Park“. Mein Vergleich in der Zwischenüberschrift zu „The Fast and the Furious“ ist nur ein vermuteter, da ich bisher noch keinen einzigen Film der Reihe gesehen habe. Doch stelle ich mir die späteren Werke genauso vor: Absurde Agentenaction, nur hier eben mit Dinos anstelle von Autos. Davon abgesehen größer, lauter und absurder.

Irgendwie ist es Colin Trevorrow gelungen, trotz der seltsamen Versatzstücke einen wirklich unterhaltsamen Film zu inszenieren. Die Agentenaction auf dem Dino-Schwarzmarkt war da noch das schwächste Element für mich. Ich habe mich tatsächlich gefreut, Laura Dern, Sam Neill und Jeff Goldblum wiederzusehen. Auch wenn es hier nur um reine Nostalgie geht. Ich mochte ihre Auftritte dennoch sehr gerne, weil es einfach tolle Schauspieler:innen sind und mir auch ihre Figuren sehr am Herz liegen. Wenn dann im Finale quasi der T-rex-Angriff aus „Jurassic Park“ nachgestellt wird, dann wirkt es nur etwas befremdlich, dass plötzlich gefühlt 20 Personen um das gecrashte Auto herumstehen. „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ ist in solchen Szenen einfach zu groß und will zu viel. Dennoch habe ich mich nicht geärgert und war erstaunt, wie schnell die knapp zweieinhalb Stunden doch verflogen sind. Ich wurde richtig gut unterhalten und das trotz des Wissens, dass dies kein klassischer „Jurassic…“-Film mehr ist, sondern ein überzüchteter Hybrid aus unzähligen Versatzstücken. Ich habe eine Schwäche für die Reihe, was auch meine Rangliste zeigt:

  1. „Jurassic Park“ (10/10 Punkte)
  2. „Vergessene Welt: Jurassic Park“ (8/10 Punkte)
  3. „Jurassic World“ (8/10 Punkte)
  4. „Jurassic Park III“ (7/10 Punkte)
  5. „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ (7/10 Punkte)
  6. „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ (7/10 Punkte)

Fazit

Dinos, Action und eine gesunde Prise Nostalgie. Damit bekommt man mich doch immer. Die Kinder waren sogar so begeistert, dass ich vermute, dass dies ihr liebster Film der Reihe ist. Dem muss ich morgen noch einmal auf den Grund gehen. Auf jeden Fall ist klar, dass ich bei „Jurassic World Rebirth“, der im Sommer 2025 startet, mit der ganzen Familie im Kino sitzen werde. Das hier war ein schöner Abschluss für die zweite Trilogie: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Jurassic World: Das gefallene Königreich – OT: Jurassic World: Fallen Kingdom (2018) (WS1)

Unglaublicherweise liegt bereits der erste Weihnachtsfeiertag hinter uns. Wie konnte das nur passieren? Habe ich nicht gerade erst Weihnachtsgrüße in die Welt hinaus geschickt? Nach einem zwischen müde und munter schwankenden Tag mit der erweiterten Seite meiner Familie, haben wir uns abends bei „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ vor dem Fernseher versammelt. Auch wenn ich den Film beim ersten Durchgang eher schwach fand, hatte ich mich doch darauf gefreut… 🦖

Jurassic World: Das gefallene Königreich (2018) | © Universal Pictures Germany GmbH

Jurassic World: Das gefallene Königreich (2018) | © Universal Pictures Germany GmbH

Drei Film-Genres zum Preis von einem

Der erste „Jurassic World“ ist bisher mit jeder Sichtung gewachsen. Eigentlich müsste das auch J. A. Bayonas Fortsetzung gelingen, denn schließlich ist der Regisseur sehr talentiert und hat mit u.a. „Sieben Minuten nach Mitternacht“ großartig emotionale Filme geschaffen. Was soll ich sagen? Aufgrund meiner deutlichen angepassten Erwartungshaltung hatte ich heute wirklich viel Spaß mit „Jurassic World: Das gefallene Königreich“. Bayona packt drei unterschiedliche Filme in zwei Stunden: Der erste Teil ist ein Quasi-Remake von „Vergessene Welt: Jurassic Park“, in das noch ein wenig Weltuntergang mit reingemischt wird. Im zweiten Teil bekommen wir es mit einer Art B-Movie-Genetik-Thriller zu tun und im dritten Segment mit einem  recht klassischen Gruselfilm. Kein Wunder, hat J. A. Bayone doch auch den sehr gelungenen Grusler „Das Waisenhaus“ inszeniert.

All das passt nicht immer sonderlich gut zusammen. Jedes Segment fängt seinen Kern doch außerordentlich effektiv ein. Vom actionreichen Katastrophenfilm bis hin zum Monsterfilm im Geisterhaus. Oben auf dem Szenenfoto sieht man, wie der Indoraptor sich an ein Mädchen heranpirscht. Nicht wie ein instinktgetriebenes Tier, sondern wie ein bewusst denkender Geist oder ein Filmmonster. Das fühlt sich weniger wie ein „Jurassic Park“-Film an, doch bekommen wir tatsächlich etwas in dem Franchise noch nicht Dagewesenes zu sehen. Das hat für mich heute tatsächlich gereicht, zumal wir mit Bryce Dallas Howard und Chris Pratt weiterhin zwei charismatische Darsteller:innen haben, die uns durch all den Wahnsinn führen.

Kurzfilm: „Jurassic World: Battle at Big Rock“

Nach der Sichtung des Hauptfilms, haben wir noch den Kurzfilm „Jurassic World: Battle at Big Rock“ eingeschoben, der als Brücke zu „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ fungiert. Bei meiner ersten Sichtung hatte ich etwas mehr darüber geschrieben, doch heute belasse ich es dabei, den Kurzfilm hier einzubetten:

Fazit

Die Enttäuschung der ersten Sichtung ist verflogen und ich hatte viel Spaß mit „Jurassic World: Das gefallene Königreich“. Die Kinder mochten ihn noch deutlich mehr als ich. Es lohnt sich offener an den Film heranzugehen, auch wenn er weit nicht perfekt ist. Frischer Wind im Franchise, ob man das nun mag oder nicht: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Alien: Romulus (2024)

Heute habe ich mich nachmittags einfach vor den Fernseher gesetzt (die Kinder waren beide ausgeflogen) und einen Film geschaut. Komplett alleine. Einen Film, der erst am Freitag geliefert wurde und den ich schon unglaublich gerne im Kino gesehen hätte. Die Rede ist von „Alien: Romulus“ und damit bereits dem siebten Teil der Filmreihe. Was soll ich sagen? Es war ein großartiges Erlebnis und ich sollte das viel häufiger machen. 👩‍🚀

Alien: Romulus (2024) | © 20th Century Studios & LEONINE

Alien: Romulus (2024) | © 20th Century Studios & LEONINE

Im Legacy-Sequel hört dich jeder schreien

Fede Álvarez hat den Look von „Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ komplett verstanden. Was sieht „Alien: Romulus“ doch gut aus! Schon alleine die Minenkolonie auf Jackson’s Star ist großartig gestaltet. Wie gerne hätte ich mich hier länger aufgehalten. Doch auch als es dann auf die titelgebende Raumstation geht, habe ich mich sofort wieder zu Hause in diesem Universum gefühlt. Alles ist dreckig und kaputt. Einfach fantastisch anzusehen! Auch die Crew, die wir dieses Mal verfolgen, fand ich passend zusammengestellt. Hier wurden Erinnerungen an Fede Álvarez „Don’t Breathe“ wach, welcher eine ähnliche Prämisse mit einem blinden Sadisten anstelle eines Xenomorphs bietet. Auch wenn hier einige Klischees geritten werden, so hat die Zusammensetzung für mich doch wunderbar funktioniert. Speziell Rain und Andy stechen natürlich heraus. Eine interessante Dynamik, auch über den weiteren Verlauf des Films. Ob wir die beiden in einer möglichen Fortsetzung wiedersehen?

Als dann die ersten Facehugger auftauchen, setzt Álvarez leider eher auf Masse statt Klasse. Durch die schiere Anzahl und Unübersichtlichkeit der Bedrohung, wollte sich bei mir nicht so recht Spannung einstellen. Zu viel Action, zu wenig Horror. Leider sollte sich dies auch beim Auftauchen der ausgewachsenen Xenomorphs nicht ändern. Auch hier gibt es viel zu viele, welche dann im entscheidenden Moment auch nur zu Kanonenfutter verkommen. Das hatte James Cameron mit „Aliens: Die Rückkehr“ bereits 1986 deutlich besser hinbekommen. Gerade die Szenen mit dem ikonischen Filmmonster fand ich demnach leider am schwächsten. Weil zu wenig auf Spannung und Horror gesetzt wurde und zu viel auf Action. Auch die Bezüge zu den anderen Teilen der Filmreihe waren mir zu offensichtlich. Den CGI-Charakter nur des Rückbezugs wegen hätte es nicht gebraucht, dann das blaue Laserlicht über dem Boden (obwohl keine Eier in der Nähe waren) oder der Spruch von Andy als Gipfel der Ideenlosigkeit: „Get away from her, you bitch!“ Nein, all das hätte es wahrlich nicht gebraucht. Die beständige Legacy-Sequel-Krankheit.

Dank „Prometheus“ ein starkes Finale

Mir hat überraschenderweise das Finale am besten gefallen. Einfach weil hier nicht einfach nur Elemente kopiert wurden, sondern zumindest neu arrangiert. „Alien: Romulus“ bezieht spannenderweise „Prometheus“ und „Alien: Covenant“ in seinen Kanon mit ein. Das hatte ich so nicht erwartet. Somit wurde ich am Ende tatsächlich überrascht, wenngleich man sich fragen kann, inwiefern „Alien: Die Wiedergeburt“ für das Finale mit seinen gewissen Bestandteilen Pate gestanden hat. Hier kam für mich erstmals wirklich Spannung auf und ich fand das Monster auch unheimlicher als alle davor im Film gesehenen. Insgesamt ist der Film leider genauso überladen, wie das Cover des UHD-Blu-ray-Steelbooks:

Fazit

Auch wenn es laut meiner Besprechung nicht so wirkt, hatte ich doch unfassbar viel Spaß mit „Alien: Romulus“. Der Film atmet fast schon zu sehr den Geist seiner Vorgänger, doch das war fast zu erwarten. Am liebsten hätte ich wohl eine Geschichte ohne beständige Rückbezüge gesehen. Aber das ist in unserer schönen, neuen Legacy-Sequel-Welt wohl nicht möglich. Aber völlig egal. Ich sollte viel häufiger nachmittags Filme schauen. Kein neues Meisterwerk, aber wohl das Beste, was man mit all den Zutaten und dem Erfolgsdruck hat erreichen können: 7/10 Punkte.

Sweet Tooth – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 3)

Schon verrückt, da schaue ich eine Serie, die ich zuvor nicht wirklich auf dem Schirm hatte, nur weil sie abgeschlossen ist und sich zugleich nicht zu lange zieht, und finde eine neue Lieblingsserie. Die Rede ist von „Sweet Tooth“, welche ich am ehesten als Mischung aus „The Last of Us“ und „His Dark Materials“ bezeichnen würde. Warum ich das so sehen und wieso sie mir so gut gefallen hat, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung der kompletten Serie… 🦌

Sweet Tooth | © Netflix

Sweet Tooth | © Netflix

„Sweet Tooth“ basiert auf einem abgeschlossenen Comic, was ein wirklicher Mehrwert ist. Obwohl sich einzelne Aspekte in beiden Medien durchaus zu unterscheiden scheinen, so ist der grobe Handlungsbogen komplett ausgearbeitet und musste nicht von Staffel zu Staffel weiterentwickelt werden. Die Geschichte ist deshalb sehr rund und läuft konsequent auf ein Finale hinaus. Wie schon angedeutet war „Sweet Tooth“ für mich eine extrem positive Überraschung. Mehr Details erfahrt ihr hier:

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Jurassic World (2015) (WS2)

Kaum zu glauben, dass dieser Film inzwischen auch schon neun Jahre alt ist. Mein Zeitgefühl ist ziemlich kaputt. Eigentlich hatte ich nicht gehofft, dass diese Woche ein Filmabend drin ist. Da es jedoch komplett geregnet hat, sind wir nach dem ersten Weihnachtskonzert der Kinder nicht mehr auf den Weihnachtsmarkt, sondern haben es uns mit „Jurassic World“ auf dem Sofa bequem gemacht. Warum der Film bei den Kindern extrem gut ankam und wie er mir bei meiner inzwischen dritten Sichtung gefallen hat, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🦖

Jurassic World (2015) | © Universal Pictures Germany GmbH

Jurassic World (2015) | © Universal Pictures Germany GmbH

Eines der gelungensten Legacy-Sequels

Bei meinem damaligen Kinobesuch war ich nicht sonderlich begeistert von „Jurassic World“. Mit der zweiten Sichtung vor sieben Jahren hat das Legacy-Sequel schon deutlich dazugewonnen. Ich wusste, worauf ich mich einzulassen hatte, und konnte die teils absurde Action einfach nur genießen. Heute hat das für mich noch besser funktioniert. Ich fand Bryce Dallas Howard und Chris Pratt im Zusammenspiel erneut wunderbar. Auch die Nebendarsteller (u.a. Jake M. Johnson, bekannt aus „New Girl“) haben zum Charme des Films beigetragen. Natürlich gibt es immer noch Elemente, die ich mir von einem „Jurassic Park“-Sequel nicht gewünscht hätte, wie z.B. die trainierten Raptoren. Allerdings konnte auch nicht zum x-ten Mal eine weitere Rettungsaktion o.ä. auf Isla Nublar oder Isla Sorna gezeigt werden. Insofern rechne ich Colin Trevorrow fast schon hoch an, dass er die Geschichte weiterentwickelt hat.

Der Einstieg in „Jurassic World“ mit dem funktionierenden Park ist zudem sehr gelungen. Das hätte ich damals schon gerne gesehen. Wer schon einmal in einem Freizeitpark war, kann sich vorstellen, dass auch ein Dino-Park ziemlich exakt so aussehen würde, wie es der Film es zeigt. Die tierische Eskalation samt menschlichem Bösewicht (gespielt von Vincent D’Onofrio) ist dann zu übertrieben und auch ein wenig albern. Hat mich bei der heutigen Sichtung aber nicht sonderlich gestört, denn der Unterhaltungsfaktor ist extrem hoch und schließlich weiß ich inzwischen, dass sich die Handlung im nächsten Teil noch deutlich weiter von der ursprünglichen Reihe entfernen wird. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ich den zweiten Teil nun auch mit milderen Augen sehe. Das werde ich jedoch erst in ein paar Wochen wissen.

Fazit

War ich heute schon sehr angetan von „Jurassic World“, waren die Kinder regelrecht begeistert. Mit der Animationsserie „Jurassic World: Neue Abenteuer“ kannten sie die Insel bereits und nun war es endlich soweit und sie konnten sie in echt erkunden. Für mich eines der wenigen Legacy-Sequels, die tatsächlich exzellent funktionieren. Auch wenn ich mich erst an den Film und die Entwicklung des Franchises gewöhnen musste. Wunderbare Dino-Unterhaltung: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)