Geistervilla – OT: Haunted Mansion (2023)

Es ist Halloween! War ich bis vor ein paar Jahren noch ein ziemlicher Halloween-Muffel, hat der Tag inzwischen an Bedeutung gewonnen. Das Zappelinchen war bei einer Freundin auf einer Party und der Zwergofant ist mit seinem Cousin um die Häuser gezogen. Danach haben sie sich die beiden bei uns zum Halloween-Dinner  eingefunden und mit „Geistervilla“ gab es einen kindgerechten Gruselfilm. Wie uns dieser so gefallen hat? 👻

Geistervilla (2023) | © Walt Disney

Geistervilla (2023) | © Walt Disney

Beliebige Geister, zu wenig Grusel, netter Humor

Bevor wir den Film gestartet haben, kam für mich der eigentliche Horror: Mein Hexenschuss sitzt mir auch nach drei Tagen noch ziemlich fies im unteren Rücken. Zwischen 17:30 und 19 Uhr hat es jedoch alle paar Sekunden an der Tür geklingelt, woraufhin ich schnell meine Maske aufgezogen und zu den Süßigkeiten gegriffen habe. Dann an der Tür in die Hocke, Kostüme gelobt und Nascherei übergeben. All das x-mal wiederholt. Das hat die Genesung meines Rückens direkt wieder um ein paar Tage zurückgeworfen. Aber wir wurden gut und gerne 200 Teile Süßkram los. Schon verrückt, wie viel hier in der Nachbarschaft los ist. Das gab es vor ein paar Jahren noch nicht. Auf jeden Fall war es ein gelungener Abend und der Aufwand hat sich gelohnt. Auch der Zwergofant und sein Cousin waren begeistert. Hier ein paar Impressionen unserer Halloween-Feier:

Nach dem Abendessen haben wir dann mit dem Film begonnen. Letztes Jahr hatte ich noch „Ghostbusters: Die Geisterjäger“ vorgeschlagen, doch dieses Jahr fiel die Wahl auf einen neueren Film: „Geistervilla“ ist ein recht aktuelles Disney-Abenteuer, das nach „Fluch der Karibik“ und „Jungle Cruise“ bereits die dritte Verfilmung einer Freizeitparkattraktion darstellt. Die Kritiken waren verhalten bis vernichtend und ich muss sagen, dass ich weder begeistert noch genervt war. „Geistervilla“ ist weder sonderlich gruselig, noch lustig. Er plätschert vor sich hin und hat ein paar ganz nette Momente. Gerade die Geister bleiben jedoch erstaunlich blass (haha) und weniger CGI-Action hätte dem Film gut getan. Die Figuren mochte ich ganz gerne und die zwei Stunden sind recht schnell vergangen. Kann man also durchaus machen.

Fazit

Der Halloween-Filmabend war auch dieses Jahr eine nette Sache. Die beiden Jungs hatten viel Spaß mit dem Film und auch ich wurde gut unterhalten. Letztendlich ist es vermutlich genau das, was man von einem kindgerechten Gruselfilm aus dem Hause Disney erwarten kann. Wer das nicht braucht, der verpasst auch nichts: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: war auf einer  anderen Halloween-Party; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Spider-Man: Far From Home (2019) (WS1)

Am Ende des heutigen Tages ist es passiert: Nach wochenlangem Schuften im Keller ist es mir doch noch in den Rücken gefahren. Eine übervolle Umzugskiste zu viel. Nun kann ich mich nur noch in Zeitlupe bewegen und sehe den kommenden freien Tagen mit Skepsis entgegen. Doch zunächst einmal schreibe ich über „Spider-Man: Far From Home“, den wir am heutigen Filmabend endlich gesehen haben. Damit ist auch die dritte Phase des MCU abgeschlossen. 🌍🕷

Spider-Man: Far From Home (2019) | © Sony Pictures Home Entertainment

Spider-Man: Far From Home (2019) | © Sony Pictures Home Entertainment

Spider-Man auf Reise durch Europa

Kaum zu glauben, dass meine letzte Sichtung des Films bereits zweieinhalb Jahre zurückliegt. Mir kommt es noch gar nicht so lange her vor und ich muss zugeben, dass ich zunächst Sorge hatte, die beiden Sichtungen würden zu nahe aufeinander folgen. Glücklicherweise war dem nicht so und ich hatte mindestens genauso viel Spaß mit dem Film, wie beim ersten Durchgang. Peter Parkers Schultrip nach Europa hat sich auch heute eher wie eine Teenie-Komödie angefühlt und das auf beste Art und Weise. Dennoch ist auch der Plot rund um Mysterio spannend und steckt voller Überraschungen. Für mich ist „Spider-Man: Far From Home“ tatsächlich der perfekte Film, um nach dem schweren „Avengers: Endgame“ ein wenig Leichtigkeit ins MCU zurückzubringen und damit auch die dritte Phase abzuschließen.

Neben dem Coming-of-Age-Plot hat mir vor allem die Illusionstechnik und deren Umsetzung gut gefallen. Diese scheint zwar nicht immer logisch, doch hat sie ein paar schöne audiovisuelle Spielereien zu bieten. Weiterhin ist Mysterio nach Thanos ein angenehm kleiner und doch sehr menschlicher Bösewicht.

Marvel Cinematic Universe: Phase 3

Nach Abschluss der zweiten Phase sind wir nun auch schon am Ende der dritten Phase des MCU angekommen und haben für diese exakt fünf Monate benötigt. Hier das neue Ranking aller Filme:

  1. „Avengers: Endgame“ (9/10 Punkte)
  2. „Avengers: Infinity War“ (9/10 Punkte)
  3. „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ (9/10 Punkte)
  4. „The First Avenger: Civil War“ (8/10 Punkte)
  5. „Captain Marvel“ (8/10 Punkte)
  6. „Spider-Man: Far From Home“ (8/10 Punkte)
  7. „Spider-Man: Homecoming“ (8/10 Punkte)
  8. „Thor: Tag der Entscheidung“ (8/10 Punkte)
  9. „Black Panther“ (8/10 Punkte)
  10. „Ant-Man and the Wasp“ (7/10 Punkte)
  11. „Doctor Strange“ (7/10 Punkte)

Fazit

Auch wenn ich während des Films mit Schmerzen zu kämpfen hatte, so konnte mich „Spider-Man: Far From Home“ doch ziemlich gut ablenken. Es ist der letzte Film des MCU, den ich auf Blu-ray im Regal stehen habe. Die letzte 3D-Fassung. Ob die Qualität auch inhaltlich abnimmt? Den Start in die vierte Phase kenne ich noch, doch dann folgt der Aufbruch ins Ungewisse. Hat viel Spaß gemacht: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Avengers: Endgame (2019) (WS1)

Nach einem erfolgreichen Tag, zumindest wenn ich an die Arbeiten im Chaoskeller denke, hatten wir abends Großes vor: Endlich stand mit „Avengers: Endgame“ das Finale der Infinity-Saga auf dem Programm. Schon verrückt, dass wir seit dem Start mit „Iron Man“ im März in nur sieben Monaten durchgekommen sind. Allerdings haben wir auch kaum etwas anderes gesehen. Wie uns das Finale gefallen hat? 💎

Avengers: Endgame (2019) | © Walt Disney

Avengers: Endgame (2019) | © Walt Disney

Der epischste aller epischen Endkämpfe

Unsere Sichtung von „Avengers: Infinity War“ lag inzwischen auch schon wieder einen Monat zurück. Genug Zeit also, um die kleinen Details zu vergessen. Glücklicherweise hatte ich den Film schon einmal gesehen und konnte somit die Lücken für die Kids auffüllen. Die ersten vierzig Minuten sind für einen Marvel-Film doch erstaunlich düster und wir sehen die Auswirkungen des Vorgängerfilms recht schonungslos umgesetzt. Danach beginnt der Zeitreiseplot, der im Grunde so funktioniert, wie das Finale von „Zurück in die Zukunft II“, sprich unsere Figuren reisen in bereits bekannte Szenen der vorangegangenen Filme zurück. Das ist unglaublich unterhaltsam und bisweilen auch überraschend schockierend. Speziell das Zappelinchen wollte das Ableben einer ihrer liebsten Figuren nicht wirklich akzeptieren. Auch wenn „Avengers: Endgame“, und das sollte für niemanden eine Überraschung sein, viele Todesfälle seines Vorgängers wieder rückgängig macht, so ist er doch erstaunlich konsequent, was ein paar der alteingesessenen Held:innen angeht.

Neben den gigantischen Schauwerten sind es vor allem die ruhigen Momente, die mich begeistern. Da kommt es dem Film tatsächlich zugute, dass sich die Russo-Brüder drei Stunden Zeit für ihre Geschichte lassen. Es ist Raum für Emotionen und der Epilog mag zwar ausgewalzt wirken, doch ist es der absolut passende Abschied von unseren liebgewonnenen Figuren. Aber ich mochte die unzähligen Enden ja auch schon bei „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“. Überhaupt ist es schön zu sehen, dass „Avengers: Endgame“ wirklich als Schlusspunkt stehen könnte. Es gibt keine Mid- oder After-Credit-Szene, keine Andeutungen oder gar Cliffhanger. Nein, das MCU hätte mit diesem Film auch enden können. Hat es natürlich nicht und ich bin nun wirklich gespannt, wie es weitergeht. Die nächsten drei Filme kenne ich zwar schon, doch möchte ich dieses Mal auch die wichtigsten Serien mitnehmen. Und auch die Filme weiterschauen. Aber vermutlich nicht mehr so geballt am Stück, wie die ersten drei Phasen des MCU.

Fazit

„Avengers: Endgame“ ist in jeder Hinsicht beeindruckend. Eine wahre Achterbahnfahrt von einem Film. Ich war erneut sehr begeistert und die Kinder ebenso. Allerdings haben sie ziemlich an den gefallenen Held:innen zu knabbern. Ich bin gespannt, wie uns die weitere Reise nun gefallen wird. Für dieses monumentale Werk kann ich beinahe die höchste Punktzahl zücken: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Zathura: Ein Abenteuer im Weltraum (2005)

Wieder einmal geht ein vollgestopfter Freitag zu Ende. Um 19:30 Uhr habe ich den Zwergofanten vom Karate-Training abgeholt, wo er heute zum Schüler der Tages gekürt wurde. Frau bullion und das Zappelinchen waren mit Freundinnen auf einer Autorenlesung und ich habe mit dem Zwergofanten „Zathura: Ein Abenteuer im Weltraum“ angeschaut. Die Verfilmung einer Geschichte des „Jumanji“-Autors hatte ich schon länger auf dem Schirm und die Gelegenheit war heute günstig. 🚀

Zathura: Ein Abenteuer im Weltraum (2005) | © Sony Pictures Entertainment (PLAION PICTURES)

Zathura: Ein Abenteuer im Weltraum (2005) | © Sony Pictures Entertainment (PLAION PICTURES)

Ein wunderbar klassisches Kinderabenteuer

Während der Sichtung habe ich mich gefragt, aus welchem Jahr der Film denn stammt. Mir war bewusst, dass er deutlich nach dem originalen „Jumanji“ entstanden ist und doch konnte ich den Zeitpunkt nicht genau einordnen. Der Grund dafür liegt wohl in der klassischen Inszenierung. Regisseur Jon Favreau (bekannt für u.a. „Iron Man“) setzt auf größtenteils praktische Effekte und auch die Geschichte wirkt wie in den 1990er Jahren verankert. Apropos Geschichte: Diese ist nahezu 1:1 „Jumanji“ aus dem Jahr 1995 nachempfunden, nur dass das neue Brettspiel „Zathura“ heißt und den Dschungel gegen den Weltraum eintauscht. Die Mechanik ist also sehr ähnlich und doch wirkt „Zathura: Abenteuer im Weltraum“ wie ein ganz eigener Film.

Es war lustig Josh Hutcherson als Kinderdarsteller zu sehen, der Jahre später mit „Die Tribute von Panem: The Hunger Games“ weltberühmt wurde. Auch habe ich mich über den Auftritt von Dax Shepard gefreut, den ich seit der grandiosen Serie „Parenthood“ in mein Herz geschlossen habe. Zudem war es toll Tim Robbins einmal wieder zu sehen, auch wenn seine Rolle nicht sonderlich groß ist. Was macht „Zathura: Abenteuer im Weltraum“ nun so gelungen? Neben den praktischen Effekten ist es das kindgerechte Abenteuer, das mich komplett in den Film gezogen hat. Dieses besitzt viel Charme und weiß auch inhaltlich zu überzeugen. Ich mag diese Filmreihe einfach und habe ja selbst einen weichen Punkt für die modernen „Jumanji“-Sequels. Gegen die Hauptreihe ist „Zathura: Abenteuer im Weltraum“ leider etwas untergegangen. Umso froher bin ich, den Film nun endlich nachgeholt zu haben.

Fazit

Mir hat „Zathura: Abenteuer im Weltraum“ wirklich viel Freude bereitet. Auch der Zwergofant war sehr angetan, wobei er gerade die Szenen rund um die Zorgons doch ein wenig zu gruselig fand. Kann ich verstehen. Ich kann den Film allen Freund:innen von „Jumanji“ nur ans Herz legen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: war mit Frau bullion auf einer Autorenlesung;  Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Captain Marvel (2019) (WS1)

Nach einem langen Tag voller Gartenarbeit war ich abends ziemlich platt. Auf dem Programm stand „Captain Marvel“, an den ich mich irgendwie kaum noch erinnern konnte. Vermutlich war meine Aufmerksamkeit bei der letzten Sichtung, die an einem Weihnachtsfeiertag stattfand, durch das Fresskoma deutlich reduziert. Die Vorfreude hielt sich demnach in Grenzen, weshalb ich nun umso begeisterter bin! 🦸‍♀️

Captain Marvel (2019) | © Walt Disney

Captain Marvel (2019) | © Walt Disney

Zwischen Identitätskrise und 90er Buddy-Movie

Durch den chronologisch fragmentierten Aufbau des Films, musste ich mich erst einmal zurechtfinden. Es wird ein Mysterium aufgemacht, das sich erst nach und nach auflöst. Der Ton des Films schwankt dabei zwischen ernst und komisch, was überraschend gut funktioniert. Brie Larson ist eine großartige Besetzung für die alles überstrahlende Heldin und gerade ihr Zusammenspiel mit einem beeindruckend gut verjüngten Samuel L. Jackson ist fantastisch gelungen. In diesen Szenen erinnert „Captain Marvel“ an die großen Buddy-Movies der 1980er und 1990er Jahre. Wie passend! Es grenzt schon an ein Wunder, dass dieser oft humorvolle Plot mit dem bedeutungsschwangeren Krieg-im-Weltall-Handlungsstrang zusammen passt.

Die Figuren bekommen mehr Tiefe als in vielen anderen Marvel-Filmen. Die Wandlung der scheinbaren Bösewichte zu Verbündeten geht ans Herz und die Gags haben mich teils laut zum Lachen gebracht. Auch die Kinder waren extrem begeistert und haben „Captain Marvel“ so gut bewertet, wie kaum einen zweiten MCU-Film. Das ist doch erstaunlich. Wenn Carol Danvers im Finale dann ihre kompletten Fähigkeiten auspackt, ist das nur noch mitreißend. Ich kann gut verstehen, warum Captain Marvel für junge Frauen und, wenn man nach dem Zwergofanten geht, auch junge Männer solch eine wichtige Figur innerhalb des MCU ist. Eine der besten Origin-Geschichten überhaupt und das so spät innerhalb des Franchises. Toll!

Fazit

Mich hat „Captain Marvel“ heute wirklich begeistert. Da hat für mich nahezu alles gepasst. Ich freue mich jetzt schon auf Carol Danvers Auftritt in „Avengers: Endgame“ und auch ihren zweiten Einzelfilm. Ein rundum gelungener Spaß mit fantastischer Superheldin. Stand heute einer meiner liebsten MCU-Filme: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Guglhupfgeschwader (2022)

Endlich ist Wochenende! Nachdem der Zwergofant wieder lange beim Karate-Training war, und ich in der Zwischenzeit Pizza organisiert habe, sind wir recht spät aufs Sofa gekommen. Da Frau bullion Kopfschmerzen hatte, haben wir auf wilde Marvel-Action in 3D verzichtet und uns mit „Guglhupfgeschwader“ einmal mehr dem gemächlichen und doch turbulenten Treiben in Niederkaltenkirchen zugewandt. 🎰

Guglhupfgeschwader (2022) | © Constantin Film Verleih GmbH

Guglhupfgeschwader (2022) | © Constantin Film Verleih GmbH

Im achten Teil gibt es Action und Millionen

Nachdem wir den Vorgänger „Kaiserschmarrndrama“ erst nach längerer Pause gesehen hatten, ging es nun nach nur einer Woche schon wieder auf den Hof der Eberhofers. Interessanterweise stand der Kriminalfall dieses Mal deutlich stärker im Zentrum und war sehr mit den persönlichen Geschichten der Figuren verknüpft. Für Franz galt es die Frage zu klären, ob er denn der Vater von Lotto-Otto ist. Flötzinger dagegen wird scheinbar zum Lotto-Millionär, was für eine der witzigsten Musikmontagen der gesamten Eberhofer-Reihe sorgt. Auch daneben stimmt die Dynamik zwischen den Figuren einfach und selbst der im letzten Teil verstorbene Hund Ludwig wird inhaltlich noch einmal aufgegriffen.

Für mich hat all das wunderbar funktioniert, auch wenn die Reihe inzwischen schon ziemlich aufdreht bzw. Ed Herzog all das genauso inszeniert, wie man es vermutlich von ihm erwartet. Nur mit einer Prise mehr Action und Aufwand. Da wird das Bildformat im Showdown auf Cinemascope gemattet und plötzlich gleicht der Eberhofer-Hof dem Schauplatz in einem Italowestern. Das kann man albern oder übertrieben finden, doch für mich passen auch solche Spielereien wunderbar zu dieser erstaunlich erfolgreichen Krimireihe, die schon immer mehr war als nur ein Kriminalfall mit etwas Lokalkolorit.

Fazit

Insgesamt hat mir „Guglhupfgeschwader“ mindestens genauso gut gefallen, wie der Vorgänger „Kaiserschmarrndrama“. Damit hat die Reihe nach ein paar schwächeren Teilen wieder zu alter Stärke gefunden. Nun bleibt nur noch „Rehragout-Rendezvous“ übrig und wir haben alle aktuellen Filme der Reihe gesehen. Verrückt. Noch verrückter, dass uns die Filme tatsächlich so gut gefallen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Kaiserschmarrndrama (2021)

Heute sind wir recht spät vor den Fernseher gekommen. Der Zwergofant war bis 19:30 Uhr beim Karate-Training und das Zappelinchen und ich haben die Wartezeit für einen Einkauf genutzt. Nach dem Duschen habe ich den Zwergofanten direkt zum Übernachten zu seinen Freunden gebracht, mit denen er sich heute „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ anschauen wird. Bei uns stand mit „Kaiserschmarrndrama“ eine Rückkehr nach Niederkaltenkirchen auf dem Programm. 👨‍🦽

Kaiserschmarrndrama (2021) | © Constantin Film Verleih GmbH

Kaiserschmarrndrama (2021) | © Constantin Film Verleih GmbH

Der siebte Teil wirkt frischer und bringt Spaß

Mit „Leberkäsjunkie“ liegt unsere letzte Sichtung eines Eberhofer-Krimis fast schon ein halbes Jahr zurück. Verrückt. Somit war ich mir nicht ganz sicher, wie schnell wir wieder in diese Welt reinkommen würden. Der Abstand hat uns aber gut getan und nachdem die letzten beiden Filme schon ein wenig angestaubt wirkten, ist gefühlt wieder frischer Wind durch Niederkaltenkirchen geweht. Dabei ist der Kriminalfall erneut dünner als das Haar des Herrn Birkenberger. Abermals macht das gar nichts, denn die Dynamik und Beziehungen der liebgewonnenen Figuren untereinander sind erneut die wahre Stärke des Films.

Ein Handlungsstrang wird sogar richtig rührselig, wenn Ludwig, der Hund der Familie Eberhofer, das Zeitliche segnet. Diese Geschichte bekommt sogar erstaunlich viel Raum. Auslöser dafür war wohl, dass der Ludwig verkörpernde Hund im wahren Leben verstorben ist. Fast schon süß von Regisseur Ed Herzog, das so prominent in den Film einzubauen. Davon abgesehen überwiegt aber der zotige Humor, so manch dummer Spruch und am Ende kommen sich die Figuren sogar etwas näher. Schön.

Fazit

Mit „Kaiserschmarrndrama“ ging es in meinen Augen wieder aufwärts mit Franz Eberhofer und Co. Das Zappelinchen hat sehr viel gelacht und auch ich habe mich wieder richtig wohl in Niederkaltenkirchen gefühlt. Nun bleiben uns noch zwei Filme der Reihe, bevor wir auf dem aktuellen Stand sind. Mal sehen, ob wir bis zum nächsten wieder so lange warten werden: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: hat bei Freunden übernachtet)

Rogue One: A Star Wars Story (2016) (WS1)

Ein Filmabend mitten unter der Woche. Wie konnte das denn passieren? Nachdem wir in unserer „Star Wars“-Filmrunde zuletzt „Star Wars: Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ gesehen haben, ist ein weiterer, geplanter Filmabend leider immer wieder gescheitert. Den Tod von James Earl Jones haben wir letztendlich zum Anlass genommen, mit  „Rogue One: A Star Wars Story“ noch einmal zu den Sternen zurückzukehren. 🚀

Rogue One: A Star Wars Story (2016) | © Walt Disney

Rogue One: A Star Wars Story (2016) | © Walt Disney

Ein mitreißendes Sequel zu „Andor“

Ich beliebe in der Zwischenüberschrift selbstverständlich zu scherzen. Zumindest ein wenig, denn „Rogue One: A Star Wars Story“ hat die Figur des Cassian Andor natürlich erst eingeführt und „Andor“ ist die zugehörige Prequel-Serie. Diese hat mir die Figur noch einmal deutlich näher gebracht und ich war gespannt, wie der Film nun nach Kenntnis der Serie funktionieren würde. Meine letzte Sichtung liegt bereits fünf Jahre zurück und dennoch war mir die Handlung noch ziemlich gut im Kopf. Tatsächlich ist die Geschichte auch gar nicht so relevant, da der Ausgang bestens bekannt ist und der Weg dorthin auch nicht vor Wendungen strotzt. Muss er aber auch gar nicht, denn um die Handlung geht es nur am Rande. So ging es zumindest mir bei der Sichtung. Die wahre Stärke von „Rogue One: A Star Wars Story“ liegt in der Form.

Gareth Edwards hat seinen „Star Wars“-Film so treffsicher im Geiste der Originaltrilogie inszeniert, dass es eine wahre Freude ist. Natürlich könnte (und kann) man ihm übertriebenen Fanservice unterstellen, doch bis auf wenige unschöne Szenen (quasi alle mit der Uncanny-CGI-Version von Grand Moff Tarkin) wirkt „Rogue One: A Star Wars Story“ in großen Teilen als hätte er durchaus damals gedreht werden können. Die Weltraumschlachten sind wunderbar inszeniert und die größtenteils neuen Schauplätze fügen sich wunderbar ins „Star Wars“-Universum ein. Auch die Figuren mag ich gerne, wenngleich sie, gerade im Vergleich zur „Andor“-Serie, doch recht flach bleiben. Vielleicht liegt dieser Eindruck aber auch an der gestrigen Filmrunde, in der wir uns doch viel unterhalten haben. Da fällt es mir schwer, mich zu 100% auf den Film einzulassen. Aber darum ging es auch nicht und das Zusammensein stand im Vordergrund. Vermutlich sollten wir in dieser Runde das nächste Mal eine Komödie zusammen schauen. Das könnte deutlich besser funktionieren.

Fazit

Auch bei der wiederholten Sichtung hat mir „Rogue One: A Star Wars Story“ ausgezeichnet gefallen. Am liebsten hätte ich danach direkt mit „Star Wars: Eine neue Hoffnung“ weitergemacht, da das Finale wirklich auf den Punkt ist und der zweite CGI-Gastauftritt glücklicherweise deutlich gelungener ist als der von Grand Moff Tarkin. Für mich weiterhin der beste unter den Disney-„Star Wars“-Filmen: 8/10 Punkte.

Ant-Man and the Wasp (2018) (WS1)

Heute haben wir den Großteil des Tages auf einem Geburtstag verbracht. Danach ging es zur Schimmelbeseitigung noch in den Keller und abends stand mit „Ant-Man and the Wasp“ die Rückkehr ins MCU an. Ich hatte den Film in recht guter Erinnerung und habe mich somit auf einen entspannten Filmabend gefreut. 🐜🐝

Ant-Man and the Wasp (2018) | © Walt Disney

Ant-Man and the Wasp (2018) | © Walt Disney

Eine sympathische Fortsetzung mit Wespe

Der erste Auftritt von „Ant-Man“ hatte mir zuletzt ausgezeichnet gefallen. Quasi genauso, wie beim ersten Durchgang. Auch fand ich „Ant-Man and the Wasp“ dieses Mal etwas schwächer als den ersten Teil und mir wird vor allem die Mid-Credit-Szene in Erinnerung bleiben. Alles davor ist erneut sehr sympathisch erzählt, gerade wenn es um die persönlichen Beziehungen rund um Scott Lang geht. Der Film ist in diesen erneut sehr komödiantisch, was ich immer noch gerne mag. Die Handlung an sich ist im Grunde eine Rettungsmission, von der ich gerne mehr gesehen hätte. Eine Art „Die Reise ins Ich“, nur eben im Quantenuniversum. Aber letztendlich bekommen wir eher typische Marvel-Action zu sehen. Immerhin mit dem Kniff der Schrumpfung.

Die Szenen, in denen sich Scott und Hope samt Fahrzeugen wild vergrößern und verkleinern, sind auch die unterhaltsamsten des Films. Die Action macht Spaß und selbst die Bösewichte (z.B. Walton Goggins, bekannt aus u.a. „Fallout“) wirken eher sympathisch. In einer Serie wäre „Ant-Man and the Wasp“ wohl eine Filler-Episode gewesen, aber eine wirklich gute. Einzig die Auswirkungen des Quantenuniversums auf das restliche MCU dürften noch spannend werden.

Fazit

Mir hat „Ant-Man and the Wasp“ heute genauso viel Spaß gemacht, wie bei meiner ersten Sichtung vor fünf Jahren. Die Kinder waren noch begeisterter. Sie lieben Ant-Man und auch die anderen Figuren des Films, speziell Luis. Nun nähern wir uns mit großen Schritten dem vorläufigen Finale: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Gravity (2013) (WS2)

Es kommt nicht mehr so oft vor, dass ich Filme häufiger als ein- oder zweimal schaue. Heute habe ich „Gravity“ bereits zum dritten Mal gesehen. Schon alleine dieser Fakt zeigt, dass Alfonso Cuaróns Werk wirklich extrem sehenswert ist. Die Vorstellung damals im IMAX war die beste 3D-Präsentation, die ich bis dato gesehen hatte. Danach folgte die zweite Sichtung auf dem kleinen Fernseher in 2D und nun, 10 Jahre später, auf dem großen Fernseher erneut in 3D. Wie sich der Film gehalten hat? 👩‍🚀🛰️

Gravity (2013) | © Warner Bros (Universal Pictures Germany GmbH)

Gravity (2013) | © Warner Bros (Universal Pictures Germany GmbH)

Tour de Force und Wiedergeburt zugleich

Wie bin ich darauf gekommen, „Gravity“ einmal wieder einzulegen? Kürzlich hat der Zwergofant erzählt, dass es einer seiner größten Träume wäre, einmal einen Weltraumspaziergang zu machen. Daraufhin haben wir etwas über das Thema gesprochen und mir ist natürlich Alfonso Cuaróns Meisterwerk eingefallen. Somit habe ich in den diversen Boxen im Chaoskeller nach der 3D-Blu-ray gesucht und wurde fündig. Schon während der ersten Szene hatte ich wieder eine Gänsehaut. In einer unfassbar virtuos inszenierten Plansequenz fliegen wir mit den Astronaut:innen über die Erde und können die Szenerie in aller Ruhe auf uns wirken lassen. Schon hier ist das 3D ein echter Mehrwert und unterstützt die schwerelose 360-Grad-Visualität des Films. Mit der Ruhe ist es jedoch von kurzer Dauer, denn nachdem die Katastrophe eingetreten ist, lässt uns Alfonso Cuarón keine Sekunde mehr Zeit zum Atmen.

Ich kenne kaum einen zweiten Film, der so aufs Gas drückt wie „Gravity“. Natürlich gibt es auch ruhigere Momente zwischendrin, doch sind diese emotional so aufgeladen, dass sich keine Entspannung einstellen will. In seiner Symbolik ist der Film dabei nicht sonderlich subtil und wir bekommen die Geschichte als Wiedergeburt von Sandra Bullocks Figur in starken Bildern präsentiert. Sie überwindet ihr Trauma und findet zurück ins Leben. Das gelingt ihr auch auf der reinen Inhaltsebene und in dieser erlebt Dr. Ryan Stone eine wahre Tour de Force. Der Zwergofant war so mitgenommen, dass er teils gar nicht zum Fernseher schauen konnte. Normalerweise ist das nur bei gruseligen Szenen der Fall. Nach wie vor ein extrem packender Film, der ohne Schnörkel in knapp 90 Minuten das Nötigste erzählt. Ohne ein Gramm Fett.

Fazit

„Gravity“ ist ein extrem kunstvoll inszenierter und auch erzählter Film. Was er an inhaltlicher Komplexität vermissen lässt, macht er durch seine kongeniale Inszenierung wett. Alfonso Cuarón ist hiermit ein Meisterwerk gelungen, das mich immer wieder in seinen Bann zieht. So man die Möglichkeit hat, sollte man ihn unbedingt in 3D sehen. Ein echter Mehrwert. Die Kinder waren nicht ganz so angetan, wurden jedoch zumindest gut unterhalten: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)