Pitch Perfect 3 (2017)

Ein voller Tag geht zu Ende. Nach dem Weihnachtskonzert, ging es für uns (minus Frau bullion wegen hausinterner Corona-Quarantäne) aufs Sofa und wir haben uns „Pitch Perfect 3“ angesehen. Nach dem großen Chorauftritt des Zappelinchens auch ein sehr passender Film. Nach dem nicht mehr ganz so gelungenen Vorgänger hatte ich mich nicht sonderlich darauf gefreut, doch wurde ich letztendlich gut unterhalten. 🎶

Pitch Perfect 3 (2017) | © Universal Pictures Germany GmbH

Pitch Perfect 3 (2017) | © Universal Pictures Germany GmbH

Ein alberner und doch emotionaler Abschluss(?)

Nach dem Verlassen des College wirkt das erneute Zusammenbringen der Barden Bellas extrem konstruiert: Sie nehmen an einem Wettbewerb Teil, den ein bekannter DJ auf US-Armeestützpunkten in Europa austrägt. So weit, so unglaubwürdig. Dennoch funktioniert auch „Pitch Perfect 3“ wieder dort, wo er zweifellos seine Stärken hat: Die Gesangsszenen sind erneut mitreißend und stark performt. Das macht richtig viel Spaß, speziell wenn man es schafft die alberne Geschichte darum auszublenden. Davon abgesehen ist es schön, die Figuren wiederzusehen und die Schauspielerinnen (allen voran Anna Kendrick) machen ihre Sache erneut richtig gut.

Später wird noch ein völlig hanebüchener Entführungsplot erzählt, bei den John Lithgow (bekannt u.a. aus „Cliffhanger“) den Bösewicht mimt. Rebel Wilson darf als Fat Amy in ein paar Actionszenen brillieren, die zwar extrem quatschig sind, doch auch viel Spaß machen. Am besten funktioniert hat „Pitch Perfect 3“ für mich im emotionalen Finale, das sich bis in den Abspann zieht. Dranbleiben lohnt sich also. Das wäre nun wirklich ein runder Abschluss der musikalischen Filmreihe, auch wenn ein vierter Teil anscheinend noch geplant ist.

Fazit

Auch wenn der Film objektiv betrachtet nicht wirklich gut ist, so sind die Auftritte gewohnt stark und die Figuren nach wie vor sympathisch. Der Plot ist dagegen ziemlich an den Haaren herbeigezogen, was aber auch nicht weiter schlimm ist. Ich hatte meinen Spaß damit und die Kids waren sogar richtig begeistert: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Versprochen ist versprochen – OT: Jingle All the Way (1996)

Da Frau bullion und das Zappelinchen heute noch einkaufen waren (wie passend bei dem Film), sind wir erst kurz vor 21 Uhr aufs Sofa gekommen. Da die kommenden Wochenenden schon verplant sind, wollte ich heute mit dem ersten der beiden Weihnachtsfilme starten und habe deshalb „Versprochen ist versprochen“ in den Player geschoben, der auch perfekt unsere Schwarzenegger-Reihe fortführt. 🎅

Versprochen ist versprochen (1996) | © Walt Disney / LEONINE

Versprochen ist versprochen (1996) | © Walt Disney / LEONINE

Turbo-Man oder Konsumrausch the Movie

„Versprochen ist versprochen“ gehört für mich zu den Schwarzenegger-Filmen, die ich noch nicht sonderlich oft gesehen habe. Als er rauskam, war ich schon etwas zu alt für die Zielgruppe und doch mochte ich ihn schon damals. Meine letzte Sichtung liegt weit über 20 Jahre zurück und ich konnte mich nur noch an die grobe Prämisse erinnern. Während der Sichtung sind dann aber viele Szenen zu mir zurückgekommen. Vermutlich schon alleine deshalb, weil die Weihnachtskomödie so herrlich überzogen ist, dass sie schon mehr einem Comic gleicht. Die komplette Fokussierung auf ein Spielzeug, und damit den Inbegriff des weihnachtlichen Konsums, ist komplett übertrieben und macht den Weg frei für die Holzhammerbotschaft des Films. Aber auch das passt zum stimmigen Gesamteindruck.

Arnold Schwarzenegger spielt einmal wieder sich selbst, dieses Mal im Familien-Setting. Das hat mehr Charme, als ich zugeben möchte. Jake Lloyd (genau, der junge Anakin aus „Star Wars: Die dunkle Bedrohung“) gibt seinen Filmsohn und darf dabei zuckersüß in die Kamera blicken. Mit Jim Belushi als Weihnachtsmann, der illegale Geschäfte betreibt, gibt es auch bei den Nebendarstellern viel zu lachen. Überhaupt ist der Film teils wirklich witzig, was sich aber vor allem aus Slapstick-Humor speist. Muss man mögen. Ich kann damit durchaus etwas anfangen und kombiniert mit der schönen, wenn auch klischeehaften, Familiengeschichte sowie dem Weihnachtsflair ergibt sich daraus ein runder und sehr unterhaltsamer Film.

Fazit

Mit „Versprochen ist versprochen“ haben wir nun den Anfang in die filmische Vorweihnachtszeit gemacht. Spätestens am 23. Dezember wird noch „Schöne Bescherung“ folgen und dann ist es auch schon wieder soweit. Dieser Einstieg war sehr schön und die knapp 90 Minuten (sehr angenehm!) sind wirklich wie im Flug vergangen. Lustigerweise mochte ich den Film noch mehr als die Kinder: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Pitch Perfect 2 (2015)

Heute war ein richtig langer Tag. Ich habe bereits um 7 Uhr mit dem Arbeiten begonnen, da ich nachmittags schon früh Schluss machen wollte. Es wurde nämlich musikalisch und ich bin mit Frau bullion losgezogen, um ihr ein Digital-Piano zu kaufen. Knapp fünf Stunden hat dieses Abenteuer gedauert. Danach hatten wir den Kids einen Filmabend versprochen, bei dem es musikalisch blieb: Nach dem durchschlagenden Erfolg des ersten Teils, haben wir „Pitch Perfect 2“ geschaut. 🎶

Pitch Perfect 2 (2015) | © Universal Pictures Germany GmbH

Pitch Perfect 2 (2015) | © Universal Pictures Germany GmbH

Eine wenig originelle, doch spaßige Fortsetzung

Im Grunde bekommt man noch einmal die Geschichte aus „Pitch Perfect“ nacherzählt, nur dass die Zotigkeit zugenommen und man noch ein paar seltsame Charaktere in den Film geworfen hat. Allen voran die deutsche A-capella-Combo Das Sound Machine, die so klischeehaft daherkommt, dass ich mich zunächst geärgert habe. Allerdings ist das Schauspiel von Flula Borg (übrigens aus dem benachbarten Erlangen) wunderbar überzogen und bildet einen schönen Kontrast zu den Barden Bellas. Diese treten in leicht veränderter Besetzung auf, was ganz gut funktioniert. Am meisten genervt haben mich die deutlich stärker vertretenen Furz- und Dickenwitze. Das wäre nicht nötig gewesen und fand ich eher störend.

Die sonstige Rahmenhandlung um Becas (Anna Kendrick) Praktikum ist erwartbar klischeehaft. Hailee Steinfeld ist eine nette Ergänzung und darf das Repertoire der Bellas um einen Originalsong erweitern. Überhaupt sind es wieder die Auftritte und Songvariationen, welche „Pitch Perfect 2“ sehenswert machen. Über die Handlung sieht man am besten hinweg. Wäre ich nicht so müde gewesen, hätte mich diese vermutlich auch mehr geärgert. So war sie einfach nur da.

Fazit

„Pitch Perfect 2“ fehlt der Charme des ersten Teils, doch diesen versucht der Film durch absurde Figuren und Auftritte wettzumachen. Das funktioniert im Großen und Ganzen recht gut. Die Synchro fand ich übrigens schrecklich und ich kann mir gut vorstellen, dass ich im Original noch einen Punkt mehr gezückt hätte: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Pitch Perfect (2012)

Nach einem langen und vollen Tag, haben wir es heute doch noch aufs Sofa geschafft. Als guter Vater nehme ich das Feedback meiner Kinder natürlich ernst und habe mich deshalb speziell für das Zappelinchen auf die Suche nach einem passenden Film abseits von „Ghostbusters“ und Co. gemacht: Meine Wahl ist auf „Pitch Perfect“ gefallen, weil das Zappelinchen Musik über alles liebt und selbst mit viel Elan im Chor singt. Ob ich mit meiner Vermutung richtig gelegen habe, dass dies genau ihr Film sein könnte? 🎶

Pitch Perfect (2012) | © Universal Pictures Germany GmbH

Pitch Perfect (2012) | © Universal Pictures Germany GmbH

Ein mitreißender Musikfilm mit Herz und Humor

Wie ich überhaupt auf den Film gekommen bin? Ich konnte mich noch dunkel an diverse Besprechungen im Sneakpod erinnern, die allesamt recht positiv waren. Zudem sehe ich Anna Kendrick, so wie kürzlich in „Stowaway: Blinder Passagier“, immer sehr gerne. Ich hatte also die Hoffnung, dass „Pitch Perfect“ ein Film sein könnte, der uns allen ganz gut gefällt oder zumindest keine Schmerzen verursacht. Ich hatte ein Highschool-Setting im Kopf, doch tatsächlich spielte der Film am College. Doch dem Schauplatz kommt gar nicht so viel Bedeutung zu, denn im Vordergrund steht die A-capella-Gruppe, Freundschaft und romantische Verwicklungen. Das alles wird mit viel Herz und Humor miteinander verwoben, so dass „Pitch Perfect“ wirklich viel Spaß macht.

Besonders die musikalischen Auftritte sind beeindruckend und eine große Freude. Zumindest wenn man Musikfilme mag. Dann kennt man auch die Struktur, die man z.B. bereits in „School of Rock“ und anderen Filmen in ähnlicher Form gesehen hat. Die Geschichte ist somit ziemlich nach Schema F erzählt und Überraschungen bleiben aus. Sieht man einmal von den tatsächlich überraschenden Projectile-Vomiting-Szenen ab. Auch wenn ich nicht alles an „Pitch Perfect“ perfekt fand, so funktionieren die wichtigen Elemente doch richtig gut. Bonuspunkte gibt es von mir für den Filme liebenden Love-Interest, der „The Breakfast Club“ als handlungstreibendes Element einführt. John Hughes eben. Passt perfekt zu diesem Film.

Fazit

Wie ihr lesen könnt, hatte ich viel Spaß mit „Pitch Perfect“. Sogar mehr als ich erwartet hätte. Am meisten freut es mich jedoch, wie begeistert das Zappelinchen ist. Da habe ich einen Glücksgriff gelandet, von dem es sogar noch zwei weitere Teile gibt. Famos! Auch der Zwergofant war angetan. Konnte also nicht viel besser laufen, der heutige Filmabend: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Ghostbusters: Legacy – OT: Ghostbusters: Afterlife (2021)

Wilde Wochen sind das zurzeit. Ich verbringe viel zu viel Zeit mit Arbeiten und auch privat stehen einige Termine an. Somit habe ich mich heute schon sehr auf einen entspannten Filmabend gefreut. Größtenteils in Abwesenheit von Frau bullion, denn die ist leider krank. In den Player wanderte „Ghostbusters: Legacy“, den ich schon seit Erscheinen sehen wollte. Wie sich die späte Fortsetzung geschlagen hat?  👻

Ghostbusters: Legacy (2021) | © Sony Pictures Entertainment

Ghostbusters: Legacy (2021) | © Sony Pictures Entertainment

Retro-Charme trifft auf Fanservice-Hammer

Zuletzt habe ich ja erst dargelegt, wie sehr ich sowohl „Ghostbusters: Die Geisterjäger“ als auch „Ghostbusters 2“ liebe. Als 2016 dann das Reboot kam, war der allgemeine Aufschrei groß. Leider auch häufig aus den falschen Gründen. Schon alleine deshalb wollte ich „Ghostbusters: Answer the Call“ lieben. Habe ich letztendlich nicht, aber ich fand ihn unterhaltsam, auch wenn sein Hard-Reboot-Ansatz von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Nun also eine echte Fortsetzung bzw. (und das ist vermutlich keine Überraschung) doch eher ein Soft-Reboot des Klassikers. Die Kritiken waren größtenteils sehr positiv bis überschwänglich. Was hatte ich Lust auf diesen Film!

Schon alleine die Geschichte hinter den Kulissen passt: Jason Reitman, Sohn des legendären Ivan Reitman, der das Original inszeniert hat, sitzt bei der Fortsetzung auf dem Regiestuhl. Dan Aykroyd hat das Drehbuch mitgeschrieben. Was soll da noch schiefgehen? Nach dem Debakel des 2016er Films ist Sony natürlich auf Nummer sicher gegangen und genau so fühlt sich „Ghostbusters: Legacy“ auch an. Im Guten, wie im Schlechten. Ich mochte die neuen Figuren sehr und auch das ländliche Setting. Die Besetzung ist top und mit Carrie Coon (bekannt aus „The Leftovers“) und Paul Rudd (bekannt aus den „Ant-Man“-Filmen) gibt es zwei formidable Stars. Auch die jugendlichen Darsteller*innen konnten mich überzeugen. Podcast ist der Kracher!

Die erste Hälfte ist toll, die zweite nur ein Remake

Die Geschichte allerdings ist, gerade in der zweiten Filmhäfte, eine 1:1 Nacherzählung des ersten Films. Torwächter, Schlüsselmeister, Gozer. Gähn. Warum nicht wenigstens etwas Variation? Auch der Auftritt der vier originalen Geisterjäger, inklusive CGI-Geister-Double von Harold Ramis, hat sich für mich fast schon unangenehm aufgesetzt angefühlt. Klar sollte das der Ritterschlag sein, wenn sich sogar Bill Murray noch einmal für einen Auftritt als Peter Venkman hergibt. Allerdings hat das alles recht uninspiriert gewirkt. Glücklicherweise hat Jason Reitman davor einiges an Eigenständigkeit bewiesen und seine neuen Figuren bringen den Film dann auch nach Hause. Hier wäre weniger Fanservice mehr gewesen.

Damit ist die letzte Scheibe des schönen „Ghostbusters“-Komplett-Sets (zumindest bis kommendes Jahr der vierte Teil ins Kino kommt) im Player gelandet:

Fazit

Ich hatte viel Spaß mit „Ghostbusters: Legacy“ und war mir nach der Hälfte eigentlich sicher, dass dies die Fortsetzung ist, die alle Fans zufrieden stellen wird. Tatsächlich bin auch ich zufrieden, auch wenn ich mir mehr Eigenständigkeit gewünscht hätte. Die Kids hatten viel Spaß mit dem Film, doch sogar der Zwergofant mochte die alten Teile insgesamt lieber. Fest steht jetzt schon, dass wir im April 2024 ein Kino-Date haben werden: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Ghostbusters 2 – OT: Ghostbusters II (1989)

Heute stand der letzte Filmabend des Urlaubs an. Damit haben ich sechs Filme gesehen, was ein wirklich guter Schnitt ist. Nächstes Wochenende ist schon komplett ausgebucht, so dass ich mir für heute „Ghostbusters 2“ gewünscht habe. Sehr zur Freude des Zwergofanten. Ein Augenrollen des Zappelinchens hat mir der Film auch eingebracht. Ich selbst habe diese Fortsetzung schon ewig (sprich ca. 20 Jahre) nicht mehr gesehen und war demnach sehr gespannt auf eine erneute Begegnung. 👻

Ghostbusters 2 (1989) | © Sony Pictures Entertainment

Ghostbusters 2 (1989) | © Sony Pictures Entertainment

Rosa Schleim unter New York City

Im Gegensatz zum ersten Teil „Ghostbusters: Die Geisterjäger“ ist der Nachfolger im filmhistorischen Kontext nicht sonderlich hoch angesehen. Für mich persönlich ist Ivan Reitmans Fortsetzung jedoch mindestens genauso wichtig wie das Original, denn ich kann mich noch genau an Schulhofgespräche über rosa Schleim unter New York City erinnern. Auch Bösewicht Vigo ist mir noch sehr präsent und ich mag die Dynamik zwischen den ehemaligen Geisterjägern immer wieder sehr gerne. Natürlich wird im Prinzip alles nur auf Null gesetzt, um die gleiche Geschichte leicht abgewandelt noch einmal erzählen zu können (siehe auch „Kevin allein in New York“), doch kaum eine Fortsetzung der 1980er Jahre bekommt das für mich so charmant und unterhaltsam hin, wie eben diese hier.

„Ghostbusters 2“ setzt auf die gleichen Stärken wie sein Vorgänger und Billy Murray, Dan Aykroyd, Harold Ramis, Ernie Hudson, Sigourney Weaver, Rick Moranis und Annie Potts bilden ein unfassbar starkes Ensemble. Da macht es auch gar nichts, dass die Handlung in manchen Szenen nicht wirklich fortschreitet. Ich könnte den ikonischen Schauspieler*innen stundenlang beim Fachsimpeln und Sprüche reißen zuschauen. Auch die Effekte konnten mich abermals überzeugen: Der Schleimfluss unter der Stadt hat sich mir als Bild eingebrannt und die Geister sehen abermals fantastisch aus. Auch die Freiheitsstatue am Ende ist imposant, wenngleich inhaltlich auch das schwächste Element des Films. Gesehen haben wir auch bei diesem Teil die UHD Blu-ray, welche für Fans von „Ghostbusters 2“ die erste Wahl sein sollte. So frisch hat der rosa Schleim noch nie gewirkt:

Fazit

Die zweite Begegnung mit den Geisterjägern war für mich erneut ein riesengroßes Vergnügen. Selbst wenn der Film inhaltlich nicht ganz so knackig geschrieben ist, wie sein Vorgänger. Für mich steht er diesem in fast nichts nach. Dem Zwergofant war es übrigens wichtig festzuhalten, dass ihm der zweite Teil sogar etwas besser gefallen hat. Vom Zappelinchen gab es dagegen nur eine Protestwertung. Mal sehen, ob es „Ghostbusters: Legacy“ noch herausreißen kann. Viel Liebe für diese Fortsetzung: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 4/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Alle für Ella (2022)

Der Zwergofant nächtigt heute auswärts, weshalb das Zappelinchen freie Bahn für einen Wunschfilm hatte. Schon seit längerer Zeit wollte sie „Alle für Ella“ sehen und war stets der Meinung, dass dieser zu erwachsen für den Zwergofanten sei. Quasi wie letztes Jahr mit „Das schönste Mädchen der Welt“, der in eine ähnliche Kategorie fiel. Wie also hat uns der Wunschfilm des Abends gefallen? 🎤🎸

Alle für Ella (2022) | © Weltkino Filmverleih GmbH (Vertrieb LEONINE)

Alle für Ella (2022) | © Weltkino Filmverleih GmbH (Vertrieb LEONINE)

Ein netter Teenie-Musikfilm aus Deutschland

Die Geschichte ist super simpel: Eine Girl-Band will an einem Bandwettbewerb teilnehmen und Leadsängerin Ella verliebt sich in den konkurrierenden Rapper, unter dessen harter Rich-Kid-Schale doch ein Herz aus Gold steckt. Die Handlung ist wahrlich nichts Besonderes und lebt vom Charme der vier Freundinnen, die mit allerlei Coming-of-Age-Problemen zu kämpfen haben. In diesen Szenen hat der Film das Herz am rechten Fleck und auch wenn ich mir als 43-jähriger Vater manchmal Cringe! dachte, so konnte ich die Nöte der Jugend tatsächlich noch nachvollziehen. Auch wenn sich Sprache und Look geändert haben, so sind ihre Herausforderungen doch zeitlos und universell. Quasi wie damals.

Die Musik des Films geht ins Ohr und es macht Spaß, den jungen Talenten bei ihrem Werdegang zuzusehen. Sowohl vor als auch hinter der Kamera. Der größte Schwachpunkt war für mich tatsächlich Hauptdarstellerin Lina Larissa Strahl, die zu alt für ihre Rolle wirkte und mich schauspielerisch am wenigsten überzeugen konnte. Im großen Ganzen fällt aber auch dieser Aspekt nur wenig ins Gewicht und der „Alle für Ella“ macht, bis zum vorhersehbaren Finale, viel Spaß.

Fazit

„Alle für Ella“ konnte mich deutlich mehr begeistern als der letzte Wunschfilm des Zappelinchens. Er ist sympathisch und hat das Herz am rechten Fleck. Man sollte kein Meisterwerk erwarten, doch wenn man sich in die Zielgruppe hineinversetzen kann, dann macht der Musikfilm viel Spaß. Durchaus gelungen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant: auf einer Übernachtungsparty)

Ghostbusters: Die Geisterjäger – OT: Ghostbusters (1984)

Es ist Halloween. Traditionell also der Tag, an dem ein Horrorfilm Pflichtprogramm ist. Das Zappelinchen war bei einer Freundin auf einer Halloween-Party, der Zwergofant ist mit seinem Cousin um die Häuser gezogen und wir Eltern haben Süßigkeiten an die Nachbarskinder verteilt. Soweit ist es nach jahrelanger Halloween-Ablehnung also schon gekommen. Als Abschluss des Abends habe ich noch „Ghostbusters“ in den Player geschoben, der mir die perfekte Wahl für die beiden Jungs schien. Ob der Film auch nach knapp 40 Jahren noch zu überzeugen wusste? 👻

Ghostbusters: Die Geisterjäger (1984) | © Sony Pictures Entertainment

Ghostbusters: Die Geisterjäger (1984) | © Sony Pictures Entertainment

Who you gonna call? Ghostbusters!

Es ist schon erstaunlich, dass ich bisher noch keine Besprechung von „Ghostbusters“ auf meinem Blog geschrieben habe. Denn das bedeutet auch, dass ich den Film zuletzt vor über 17 Jahren gesehen habe. Unglaublich! Meine letzte Begegnung mit dem Franchise war tatsächlich der verhasste 2016er „Ghostbusters: Answer the Call“. Nun also die Rückkehr zu den Wurzeln. Ivan Reitmans Klassiker hat mich schon Jahre vor meiner ersten Sichtung beschäftigt, denn er war, zusammen mit der Fortsetzung, stets großes Thema auf dem Pausenhof der Grundschule. Erste und zweite Klasse wohlgemerkt. Ja, meine Freunde waren damals popkulturell deutlich weiter und doch spürte ich, wie groß die Faszination war, die von ihren Erzählungen ausging. Damals waren Spoiler übrigens keine Spoiler, sondern je detaillierter die Nacherzählungen, desto größer wurde der Wunsch, den Film auch endlich zu sehen. Bei mir sollte es noch ein paar Jahre dauern, doch als es dann endlich soweit war, habe ich den Film geliebt. Ebenso wie die Zeichentrickserie „The Real Ghostbusters“, doch um die soll es hier und heute nicht gehen.

Ich war tatsächlich auch skeptisch, ob der Zwergofant denn schon soweit ist, sich mit der Gruselkomödie auseinanderzusetzen. Schließlich gehört er, ganz der Vater, eher zur ängstlichen Sorte, wenn es um Filme geht. Es war somit ein langer Prozess der Hinführung und Auseinandersetzung mit dem Film. Ich hatte ihm mit „Hubie Halloween“ sogar ein harmloses Alternativprogramm angeboten, doch er wollte unbedingt in die Welt der Geisterjäger eintauchen. Nachdem er also mit seinem Cousin um die Häuser gezogen ist (und auch ich alle Kinder der Nachbarschaft mit Süßigkeiten versorgt hatte), ging es endlich los mit dem 1984er „Ghostbusters“.

Ein herrlich altmodischer Geisterspaß

Ich liebe die langsame Einführung in die Geschichte, die Vorstellung der vier Figuren und ihrer Eigenheiten. Die Besetzung ist aus heutiger Sicht natürlich Kult: Bill Murray, Dan Aykroyd, Harold Ramis und Ernie Hudson harmonieren einfach fantastisch miteinander! Doch auch Sigourney Weaver und Rick Moranis sind als Nebendarsteller perfekt gewählt. Was die Handlung angeht, war ich erstaunt, wie wenig Geisterjagden es tatsächlich gibt. Vermutlich habe ich in meiner Erinnerung einiges mit dem zweiten Teil durcheinander geworfen. Sprich wir befinden uns ratzfatz in der Haupthandlung und ehe man sich versieht, ist der Film auch schon wieder vorbei. Verrückt!

Kurz gesagt: Ich hatte wieder enorm viel Spaß mit meinen liebsten Geisterjägern. Die herrlich schrägen Dialoge (die man heute natürlich nicht mehr so schreiben würde), die handgemachten Effekte und der gemütliche Spannungsaufbau. Einfach großartig! Den beiden Kids habe ich dagegen angesehen, dass es ihnen nicht schnell genug ging und die Effekte zu altmodisch waren. Verständlich, denn das wäre so gewesen, als hätte ich mit 10 Jahren einen Film aus den 1950ern gesehen. Zu gruselig war „Ghostbusters“ auf jeden Fall nicht und an so mancher Stelle haben sie beiden Cousins sogar gelacht. Gesehen haben wir übrigens erstmals die brandneue UHD Blu-ray, welche wirklich fantastisch aussieht:

Fazit

Ich habe mich mit „Ghostbusters“ direkt in meine Jugend zurückversetzt gefühlt. Einfach ein Film aus meiner persönlichen Filmhistorie. Liebe ich auch heute noch sehr und hatte enorm viel Spaß damit. Der Zwergofant hat mir danach gestanden, dass er „Gänsehaut“ doch besser fand, was mich jedoch auch nicht verwundert. Ich setze nun alles auf „Ghostbusters: Legacy“ und hoffe, dass wir so lange durchhalten. Für mich jedoch geht es nicht viel besser: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: war auf einer Halloween-Party;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Junior (1994)

Nach einem vollen Tag sind wir abends recht zeitig aufs Sofa gekommen. Die Kinder haben sich eine weitere Arnold-Schwarzenegger-Komödie gewünscht und somit fand „Junior“ den Weg in den Blu-ray-Player. Ich hatte den Film schon ewig nicht mehr gesehen und meine Erinnerungen beschränkten sich auf ein paar wenige Szenen. Auch deshalb war ich umso gespannter auf den Film mit dieser mehr als nur ungewöhnlichen Prämisse… 👶

Junior (1994) | © PLAION PICTURES

Junior (1994) | © PLAION PICTURES

„Junior“ hätte es eigentlich nicht geben dürfen

Die Geschichte liest sich so unglaublich, dass ich kaum glauben kann, dass dieser Film tatsächlich existiert. Er gehört eher in die Welt der Fake-Trailer oder der fiktiven Filme, wie sie z.B. in „Die Simpsons“ parodiert werden. Und doch existiert „Junior“. Arnold Schwarzenegger spielt einen Wissenschaftler, der selbst schwanger wird. Danny DeVito ist sein Gynäkologe. Am Ende kommt ein gesundes Baby zur Welt. Als wäre das nicht schon absurd genug, ist Ivan Reitmans Werk keinesfalls eine überdrehte Satire, sondern eher eine romantische Komödie, die sich und ihre Figuren durchaus ernst nimmt. Das ist vielleicht auch der befremdlichste Aspekt daran.

Ist „Junior“ nun politisch unkorrekt? Oder gar progressiv? Das lässt sich gar nicht so leicht sagen. Am ehesten ist er wohl absurd. Wenn Arnold Schwarzenegger seine mütterliche Seite entdeckt, dann entbehrt das nicht einer gewissen Komik. Doch oft ist der Film auch unfreiwillig komisch bzw. ziemlich cringe, wie die Kids heutzutage sagen. Einfach weil die Geschichte so ernsthaft durchgezogen wird. Dafür muss man Reitman und Co. fast schon bewundern. Neben Schwarzenegger und DeVito gibt es mit Emma Thompson und Frank Langella zwei durchaus hochkarätige Schauspieler*innen zu sehen, die man nicht in einem Film wie „Junior“ erwarten würde. All das macht wenig Sinn und ist dennoch auf seltsame Art und Weise unterhaltsam. Vor allem aber absurd. Habe ich das schon erwähnt?

Fazit

Nicht nur ich war ob der Absurdität von „Junior“ geplättet. Auch die Kinder waren sichtlich irritiert. Schon alleine deshalb ist dieser Film eine Sichtung wert. Weil es ihn gar nicht hätte geben dürfen. Wer gibt denn solch ein Drehbuch frei? Dafür funktioniert all das doch erstaunlich gut und man kommt aus dem Staunen kaum heraus. Nicht meine Lieblingskomödie mit Arnie, doch sicherlich die ungewöhnlichste: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte;  Zwergofant: 6/10 Punkte.)

Gänsehaut 2: Gruseliges Halloween – OT: Goosebumps 2: Haunted Halloween (2018)

Der Tag heute war sehr lang. Morgens habe ich mich recht spontan gegen Grippe impfen lassen und bin danach in die Arbeit gefahren. Da ich nächste Woche Urlaub habe, galt es noch einige Themen zu einem gewissen Punkt zu bringen. Als ich dann endlich nach Hause kam, hat die Impfung ihre Wirkung gezeigt. Mit letzter Energie habe ich es mit den Kindern aufs Sofa geschafft und „Gänsehaut 2: Gruseliges Halloween“ angemacht. Ich konnte mich gerade so wach halten… 🎃

Gänsehaut 2: Gruseliges Halloween (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Gänsehaut 2: Gruseliges Halloween (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Leider nur wie eine Direct-to-Video-Fortsetzung

Der erste Teil hat mir letzte Woche wirklich gut gefallen. Ein schön inszeniertes Gruselabenteuer mit guten Darsteller*innen, netten Figuren und einem durchaus emotionalen Kern. Der zweite Teil wirkt dagegen, sowohl inhaltlich als auch inszenatorisch, wie eine typische Direct-to-Video-Fortsetzung. Es wird quasi 1:1 die Geschichte des Vorgängers wiedergekäut, nur ohne emotionale Bindung zu den Figuren und einer deutlich platteren Geschichte. Auch Jack Black, der erneut den Gruselautor R. L. Stine mimt, hat nur einen Gastauftritt von gerade einmal zwei Minuten. Einzig Ken Jeong (aus „Hangover“ oder „Community“) weiß als bekanntes Gesicht zu überzeugen.

Die Effekte schwanken zwischen recht billig und erstaunlich gelungen. Allerdings werden nur visuelle Gags des Vorgängers aufgewärmt (z.B. riesige Spinne anstelle einer riesigen Gottesanbeterin oder angreifende Gummibären statt angreifenden Gartenzwergen), was auf Dauer ein wenig ermüdend wirkt. Das Teenager-Trio, das gegen die Monsterhorden kämpft, harmoniert ganz gut zusammen und doch ist es kein Vergleich zu den liebgewonnenen Figuren des ersten Teils.

Fazit

„Gänsehaut 2: Gruseliges Halloween“ ist in allen belangen schwächer als der gelungene Vorgänger. Für sich genommen kein schlechter Film, nur eben komplett unnötig und belanglos. Die Kinder hatten ihren Spaß damit und das Zappelinchen fand ihn sogar überaus gelungen. Vielleicht war Körper und Geist in meinem Fall auch zu geschwächt, doch mehr als ganz nett kann ich dem Film nicht zusprechen: 5/10 Punkte.  (Zappelinchen: 8/10 Punkte;  Zwergofant: 7/10 Punkte.)