Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 – OT: Cloudy with a Chance of Meatballs 2 (2013)

Es sind Ferien und somit durfte es auch unter der Woche einen Filmabend im Kreise der Familie geben. Die Wahl fiel auf „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“, dessen erster Teil uns vor ein paar Wochen schon ausgezeichnet zu unterhalten wusste. Ob es eine gute Idee war, den Film hungrig zu sehen? 🍓🍔🥞

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 (2013) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 (2013) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Eine leckere Fortsetzung, die Spaß macht

Ich bin sehr gerne in die Welt des Flint Lockwood zurückgekehrt. Auch mochte ich den Ansatz des Films, eine Monstergeschichte zu erzählen, die an „King Kong“ und Co. erinnert. Dabei wird die beinahe schon hyperaktive Erzählgeschwindigkeit von „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ noch einmal erhöht. Für mich hat das größtenteils recht gut funktioniert, auch wenn ich es dieses Mal ein wenig anstrengender fand. Die Geschichte selbst ist noch flacher als im ersten Teil, was aber aufgrund der geschmacksverstärkenden und bonbonbunten Bilder kaum auffällt.

Herausragend fand ich erneut den Animationsstil, der zwischen cartoonhaft (Figuren und Schauplätze in der Stadt) und fotorealistisch (jegliche Lebensmittel) schwankt, was in der Mischung aber fabelhaft funktioniert. Am Ende geht natürlich alles gut aus und die enthaltene Botschaft ist nett, aber auch recht oberflächlich. So wie der gesamte Film. Nicht sonderlich nährstoffreich, aber eben doch schmackhaft.

Fazit

Das Fazit zu „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“ fällt nicht wirklich eindeutig aus: Der Zwergofant hat den Film geliebt und fand ihn noch besser als den ersten Teil. Das Zappelinchen hat sich von Frau bullion bequatschen lassen, die den Film ziemlich doof fand. Ich selbst mochte ihn nicht so gern, wie den Vorgänger, fand ihn aber immer noch ziemlich gut. Wer also einen kontroversen Film sehen möchte, der sollte hier wohl zugreifen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen – OT: Cloudy with a Chance of Meatballs (2009)

Eine weitere Woche ist zu Ende. Jeden Freitag das gleiche. Puh. Die Entscheidungen der Politik werden immer dämlicher. So langsam ist es zum Verzweifeln. Aber uns bleibt ja immer noch der wöchentliche Filmabend, bei dem wir uns heute für „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ entschieden haben… 🍔🥓🥞

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen (2009) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen (2009) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Ein wirklich abgefahrenes Abenteuer

Ich weiß noch genau, dass ich den Trailer damals im Kino gesehen habe und dachte ‚Wow, was für ein unfassbarer Mist!‘ Tatsächlich ist die Geschichte, runtergedampft auf das Wesentliche, auch ziemlich dämlich. All das sah mir zu sehr nach einem 40-minütigen IMAX-Special aus, als nach einem abendfüllenden Animationsfilm. Dann allerdings habe ich erfahren, dass die Macher hinter „The LEGO Movie“ auch die kreativen Köpfe hinter „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ sind. Meine Neugier war geweckt.

Tatsächlich lässt sich die Handlung auf einem halben Blatt Papier skizzieren, doch ist der Film nur so vollgestopft mit visuellen Gags, haarsträubenden Actionszenen und generell einem unfassbaren Einfallsreichtum. Das Tempo ist wahnwitzig hoch und speziell im letzten Drittel driftet die Handlung dann auch noch in (ja, in was eigentlich?) etwas wie ein Food-Horror-Abenteuer ab. Die Animation besitzt einen ganz eigenen Stil und ich war auch vom epischen Score ziemlich beeindruckt. Da steckt definitiv mehr Geschmack drin, als man nach dem ersten Bissen vermuten würde.

Fazit

Noch kann ich nicht ganz beurteilen, ob „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ wirklich lange satt macht. Für den schnellen Freitagsfilmhunger war er auf jeden Fall eine exzellente Wahl, speziell in 3D, das hier wirklich bombastisch war: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.

Ich: Einfach unverbesserlich 3 – OT: Despicable Me 3 (2017)

Eine weitere Woche neigt sich dem Ende. Wieder ist sie wie im Flug vergangen, wieder war sie nervtötend eintönig. Wieder stehen neue Lockerungen an. Trotz steigender Zahlen. Aber kein echter Fortschritt bei den Impfungen oder Testungen. Es ist zum Verzweifeln. Somit rettet uns nur der wöchentliche Filmabend, bei dem die Wahl heute recht einvernehmlich auf „Ich: Einfach unverbesserlich 3“ gefallen ist. Wenn ich daran denke, dass die Sichtung des zweiten Teils fast schon drei Jahre zurückliegt, dann wird mir ganz anders… 🤯

Ich: Einfach unverbesserlich 3 (2017) | © Universal Pictures Germany GmbH

Ich: Einfach unverbesserlich 3 (2017) | © Universal Pictures Germany GmbH

Eine nette Fortsetzung mit tollem Schurken

Die Geschichte rund um Gru und seinen Zwillingsbruder Dru ist nett anzusehen, aber letztendlich auch eher unspektakulär. Wirklich herausragend fand ich dagegen den Gegenspieler bzw. Schurken Balthazar Bratt, ein Ex-Kinderstar der 80er Jahre. Er bedient wirklich jedes Klischee und seine Auftritte werden stets mit den klischeehaftesten Songs der Ära unterlegt. Sein Design und seine Animation sind so herrlich übertrieben, dass es eine wahre Freude ist. Auch sein Zusammenspiel mit Gru und Dru macht extrem viel Spaß. Viele Tiefe ist aber auch in der Konstellation der Figuren nicht zu erwarten.

Die Minions spielen dieses Mal eine eher untergeordnete Rolle, was aber durchaus begrüßenswert ist. Grus Töchter und seine Frau Lucy haben auch nicht sonderlich viel zu tun. Insgesamt bietet „Ich: Einfach unverbesserlich 3“ mehr vom Gleichen: viel Slapstick, hervorragend animierte Actionszenen und ein wenig fürs Herz. Es ist aber definitiv kein Film, der mir länger im Gedächtnis bleiben wird. Von Balthazar Bratt einmal abgesehen. Herrlich!

Fazit

Für den heutigen Filmabend war „Ich: Einfach unverbesserlich 3“ genau die richtige Wahl. Entspannte Unterhaltung, die speziell den Kindern ausgezeichnet gefallen hat. Und das ist schließlich die Hauptsache. Ich selbst wurde gut unterhalten, nicht mehr und nicht weniger: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.

TMNT: Teenage Mutant Ninja Turtles (2007) (WS1)

Schon wieder Freitag, schon wieder Filmabend. Heute war wieder der Zwergofant an der Reihe, sich einen Film auszusuchen, weshalb „TMNT: Teenage Mutant Ninja Turtles“ den Weg auf den Fernseher fand. Für mich war das bereits die zweite Sichtung und ich war gespannt, wie der Film bei den Kindern ankommen würde… 🐢🐀

TMNT (2007) | © Universum Film GmbH

TMNT (2007) | © Universum Film GmbH

Ein nett animiertes Turtles-Abenteuer

Im Gegensatz zu meiner ersten Sichtung vor gut drei Jahren, habe ich inzwischen die klassischen Abenteuer der vier Kampfschildkröten, inklusive des ungeliebten dritten Teils, noch einmal nachgeholt. Auch schauen wir momentan die Nickelodeon-Serie der frühen 2010er Jahre, welche mein Bild der Turtles durchaus mit geprägt hat. Somit waren die Voraussetzungen ganz andere als damals. Dennoch hat sich an meiner grundsätzlichen Wahrnehmung nichts geändert: Ich mochte das Design und die Kinetik der Action-Szenen. Auch der eher düstere New-York-Look der Seitengassen hat mir gefallen und mich tatsächlich an die alten Filme erinnert.

Immer noch nicht funktioniert hat für mich der Bösewicht samt der ganzen Geschichte um das Portal, die Monster usw. Solch einen Handlungsstrang würde ich eher in einer weiteren „Ghostbusters“-Iteration erwarten. Im Grunde nicht schlecht, aber doch nicht bei den Turtles! Da hätte ich lieber zum x-ten Mal Shredder erlebt oder endlich Krang eingeführt gesehen. Schade, denn so bleibt viel von der an sich gelungenen Atmosphäre auf der Strecke. Zumindest die Foot-Gang spielt eine Rolle.

Fazit

Auch heute mochte ich „TMNT“ und den Kindern hat er, wie zu erwarten, sogar richtig gut gefallen. Ich selbst fand ihn leider etwas schwächer als beim ersten Mal, was wohl meiner momentanen, intensiven Beschäftigung mit dem Franchise zuzuschreiben ist. Zweifellos ein sehenswerter und interessanter Beitrag zur Reihe, aber auch eine ungenutzte Möglichkeit für ein kraftvolles Weiterführen der Geschichte: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Coco (2017)

Weihnachten liegt hinter uns und somit auch die Zeit der weihnachtlichen Filmabende. Da die letzten Tage ein wenig anstrengend waren, wollten wir die Kinder dennoch einmal wieder in die Welt der bewegten Bilder entführen. Trotz größeren Protesten (uh, da geht es ja um tote Menschen!) habe ich „Coco“ in den Player geschoben. Ein Film, der schon viel zu lange unbeachtet im Regal stand. Wie sagte der Zwergofant nach der Sichtung? „Papa, den können wir uns gerne noch einmal anschauen!“

Coco (2017) | © Walt Disney

Coco (2017) | © Walt Disney

Ein in jeder Hinsicht perfekter Animationsfilm

Schon während des Prologs merkt man, wie unfassbar durchdacht dieser Pixar-Film einmal wieder ist. Da ist kein Fitzelchen an Information zu viel, keine Szene unnötig. Die Balance zwischen Humor und einer bedeutsamen Botschaft ist von Anfang an perfekt. Dann dieses Setting: Ein kleines mexikanisches Dorf, der Tag der Toten und die Liebe zu Mariachi-Musik. Wirklich nicht das, was momentan bei den Kids angesagt ist. Und doch (oder gerade deshalb) funktioniert „Coco“ von der ersten Sekunde an. Man nimmt die Figuren und ihre Welt ernst. Es sind echte Charaktere und die Welt wirkt einfach lebendig. Man bekommt einen Einblick in die mexikanische Kultur und diese wird untrennbar mit der Geschichte verwoben. Großartig!

Dann geht es weiter ins Reich der Toten und hier dreht der Film noch einmal richtig auf. Er wird zu einem richtigen Abenteuer, vernachlässigt dabei den Kern der Geschichte jedoch nie. Es geht um Familie und Erinnerungen, eigene Ziele im Leben und die Vereinbarkeit von all dem. Dazu kommt es noch zu einer sehr emotionalen Wendung, die mir am Ende des Films die Tränen in die Augen getrieben hat. Wirklich wunderschön traurig. Miguels Reise ist weit weniger albern als andere Pixar-Filme, ja selbst der erwachsenere und thematisch durchaus verwandte „Onward: Keine halben Sachen“ wirkt nicht ganz so auf den Punkt inszeniert und geschrieben. Am Ende blieben wir aufgrund des famoses Erlebnisses nur sprachlos vor dem Fernseher sitzen. Das hatten wir so geballt auch schon lange nicht mehr.

Fazit

Mit „Coco“ habe ich kurz vor Jahresende noch den besten Film (zumindest wenn es um Neusichtungen geht) des Jahres gesehen. Für mich definitiv unter den Top 5 aller Pixar-Filme. Eine wunderschöne Geschichte, die zudem zum Nachdenken anregt und dennoch famos zauberhaft aussieht, speziell in 3D. Ganz großes Kino: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Klaus (2019)

Nachdem wir heute bereits den Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt haben, waren die Kinder schon sehr in Weihnachtsstimmung. Am Abend war dann irgendwie die Luft raus und wir sind nur noch aufs Sofa gefallen. Somit haben wir mit „Klaus“ ausnahmsweise einen weiteren Filmabend veranstaltet. Von der Netflix-Produktion hatte ich schon viel Gutes gehört und somit auf ein echtes Highlight gehofft… 🎅

Klaus (2019) | © Netflix

Klaus (2019) | © Netflix

Toll animiert, emotional und doch „nur“ gut

Am meisten war mir „Klaus“ im Vorfeld als Retter der 2D-Animation ein Begriff. Und ja, ich muss sagen, dass ich den Stil toll fand. Ein wahrer Augenschmaus. Allerdings gibt es, bis auf die Figuren, gar nicht so viele rein 2D-animierten Elemente, da Hintergründe, Gegenstände und gerade Licht und Schatten offensichtlich computer-gestützt animiert wurden und somit sehr modern wirken. Das ist nicht schlimm, aber für mich ist „Klaus“ damit kein rein klassisch animierter Film, sondern nimmt sich eben das Beste aus beiden Welten. Was „Klaus“ zweifellos besitzt, ist ein eindeutiger Stil, der ihn vom Großteil der heutigen Animationsfilme abhebt. Wahrlich ein frischer Wind.

Inhaltlich mochte ich „Klaus“ auch über weite Strecken. Speziell, wenn er sich dann doch einmal näher an seine Figuren heranwagt. Leider verbringt Regisseur Sergio Pablos sehr viel Zeit damit, die Fehde zweier verfeindeter Familien in Zwietrachtingen auszuführen, was für so manchen grotesken Moment sorgt, mich aber nie wirklich in die Geschichte hineingezogen hat. Ich hätte gerne mehr Zeit mit Klaus und Jesper verbracht, denn hier liegt in meinen Augen das wahre Potenzial der Geschichte.

Fazit

Mir und den Kindern hat „Klaus“ durchaus Freude bereitet. Allerdings hätte ich zuvor erwartet, dass mich der Film inhaltlich mehr zu begeistern weiß. Letztendlich wird er mir vor allem durch seinen Stil im Gedächtnis bleiben. Nur der Zwergofant war mehr von der Welt und speziell Klaus eingenommen. Ein nettes Weihnachtsmärchen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt – OT: How to Train Your Dragon: The Hidden World (2019)

Hilfe, nur noch zwei Wochen bis zu den Weihnachtsferien! Wie soll das alles nur zu schaffen sein? Aber schieben wir diese Gedanken für einen Moment beiseite und widmen uns etwas Erfreulichem, wie „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt“ und dem heutigen Filmabend, mit dem wir das Wochenende eingeläutet haben. Wie uns der Abschluss der drachenstarken Trilogie gefallen hat, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🐉

Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt (2019) | © Universal Pictures Germany GmbH

Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt (2019) | © Universal Pictures Germany GmbH

Ein wunderbarer Abschluss der Trilogie

Nachdem ich erst letzte Woche begeistert war, wie gut doch „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ gealtert ist, so setzt die Fortsetzung technisch noch einmal eine Schippe drauf. Die Grenze zum Realfilm verschwimmt langsam, was aber auch kein Wunder ist, setzen heutige Realfilme doch auf die gleiche Technik, sprich zu einem Großteil auf CGI. Wirklich extrem beeindruckend und ein wahrer Augenschmaus. Gerade auch die Massenszenen mit unzähligen Drachen vor fotorealistischen Hintergründen und dynamischen Kamerafahrten lassen den Film unglaublich immersiv wirken.

Doch auch inhaltlich weiß „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt“ zu überzeugen. Im Grunde geht es um Veränderungen und Loslassen. Eben erwachsen werden und Entscheidungen treffen. Auch wenn es so einige alberne Szenen gibt, wie zum Beispiel den unfassbar witzigen Balztanz Ohnezahns, so ist der Kern der Geschichte doch eher ernst. Gerade am Ende sind dann auch wieder die Tränen geflossen, wobei sich der Epilog durchaus versöhnlich gestaltet. Das Finale ist somit ziemlich endgültig und doch hoffnungsvoll. Gerne hätte ich noch mehr Zeit in dieser Welt verbracht und wünsche mir gleichzeitig, dass der Abschluss der Reihe in dieser Form Bestand haben wird.

Fazit

Was für eine famose Trilogie! Neben den großen Pixar-Klassikern sind diese wohl meine liebsten 3D-animierten Filme. Qualitativ nehmen sich die drei Teile nicht viel und die Entwicklung der Charaktere trägt sich über die gesamte Reihe. Auch das sieht man nicht alle Tage. Ein absolut gelungenes Finale, das ich allen Freunden des animierten Films nur dringend ans Herz legen kann: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Drachenzähmen leicht gemacht 2 – OT: How to Train Your Dragon 2 (2014) (WS1)

Hoch die Hände… ja, es ist schon wieder Wochenende. Die Zeit rennt momentan und ich weiß gar nicht, wie ich alles noch in dieses Jahr packen soll, was in dieses Jahr gehört. Hinzu kommt die Gesamtsituation, aber ich möchte nicht schon wieder über das immer gleiche Thema schreiben. Also zum Film: Nach gut zwei Monaten Pause haben wir uns endlich „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ angeschaut. Dieses Mal auf den speziellen Wunsch des Zwergofanten. 🐉

Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2014) | © Twentieth Century Fox

Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2014) | © Twentieth Century Fox

Eine nahezu perfekte Fortsetzung

Vor dem Hauptfilm haben wir uns noch den Kurzfilm „Dragons: Das große Drachenrennen“ angeschaut. Dieser hat mich eher ziemlich ernüchtert und die Vorfreude ist ein wenig geschwunden. Aber klar, dieser hat weder das Budget, noch den Bombast oder die Finesse, mit der „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ erzählt wird. Nachdem sich bereits meine Begeisterung über den ersten Teil bei der letzten Sichtung noch einmal steigern konnte, ist dieser Effekt auch bei der Fortsetzung eingetreten. Selbst wenn hier auf größer, schneller und weiter gesetzt wird, so wirkt die Geschichte unglaublich gut durchdacht und der gesamte Film sehr erwachsen. Am ehesten würde ich die Wirkung mit „Toy Story 3“ vergleichen, was ich als absolutes Kompliment sehe.

Vielleicht entspringt meine Begeisterung auch der gemeinsamen Sichtung mit den Kindern, die heute komplett mit dem Auf und Ab des Films mitgegangen sind. Von enthusiastischen Ausrufen, lautem Gelächter bis hin zu dicken Krokodilstränen. Es waren einfach alle Emotionen dabei. Und das nicht nur bei den Kindern. Hinzu kommt, dass „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ einfach unglaublich gut aussieht. Gerade in Kontrast zum vorher gesehenen Kurzfilm. Nachdem ältere 3D-animierte Filme, wie z.B. „Shrek“, inzwischen deutlich Staub angesetzt haben, wirkt dieser sechs Jahre alte Film als wäre er erst gestern produziert worden. Sehr beeindruckend.

Fazit

Wie ihr merkt, fand ich „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ heute enorm gelungen (und ich mochte ihn schon bei der ersten Sichtung sehr). Ich freue mich nun schon unbändig auf den dritten Teil. So richtig. Achja, das tolle 3D muss ich auch noch erwähnen: sehr immersiv, gerade in den Flugszenen. Aber damit bin ich (zusammen mit meinen Kids) ja eh alleine auf weiter Flur. Eine wahnsinnig gute Fortsetzung, die auf kompletter Linie zu überzeugen weiß: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Onward: Keine halben Sachen (2020)

Nachdem wir gestern keinen Filmabend mit der ganzen Familie hatten, musste natürlich heute zum Ende der Herbstferien noch einer veranstaltet werden. Pixars „Onward: Keine halben Sachen“ wollten wir eigentlich im Kino sehen, doch dann kam Corona und alle Pläne dieser Art waren dahin. Nun habe ich mir jedoch endlich die 3D-Blu-ray zugelegt und wir haben das Kino einfach nach Hause geholt… 👖💎🐉⚔

Onward: Keine halben Sachen (2020) | © Walt Disney

Onward: Keine halben Sachen (2020) | © Walt Disney

Ein wundervolles Coming-of-Age-Abenteuer

Zunächst einmal ist mir aufgefallen, wie unfassbar perfekt „Onward“ technisch umgesetzt ist. Vielleicht ist mir dieser Umstand deshalb so sehr aufgefallen, weil ich in letzter Zeit mit „Shrek“ und Co. doch einige Animationsfilme gesehen habe, die bereits ein paar Jahre auf dem Buckel haben. „Onward“ sieht in vielen Szenen fotorealistisch aus, was in Kombination mit den fantastischen Elementen für ein extrem immersives Gefühl sorgt. Auch das dezent und doch äußerst effektiv eingesetzte 3D trägt zu dieser Wirkung bei. Audiovisuell ist das moderne Fantasy-Abenteuer somit eine Wucht. Doch wie sieht es inhaltlich aus?

Ach, Pixar. Du schaffst es doch immer wieder, all die richtigen Knöpfe bei mir zu drücken. Eine Coming-of-Age-Geschichte, kombiniert mit dem Tod des Vaters und nostalgisch angehauchtem Eskapismus. Was kann man daran nicht lieben? Der Kniff, nur den Unterleib des Vaters zurückzubringen ist großartig! Die zugehörige Auflösung am Ende hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Oh man, Pixar, wie machst du das nur immer wieder? Hinzu kommt die klassische Heldenreise, die hier beinahe schon als Metakommentar zu lesen ist, und dabei doch unglaublich wahrhaftig wirkt. Durch das Thema und die jugendlichen Protagonisten wirkt „Onward“ deutlich weniger kindlich als viele andere Animationsfilme und ist dennoch für Kinder bestens geeignet. Sowohl das Zappelinchen als auch der Zwergofant waren mehr als begeistert.

Fazit

Ich finde es wirklich schade, dass „Onward“ durch die Corona-Krise so hart getroffen wurde und nun sein Dasein auf Disney+ fristen muss. Freunden von haptischen Medien sei gesagt, dass die Blu-ray-Box inklusive Bonus-Disc gar wunderbar gelungen ist. In jeder Hinsicht eine dicke Empfehlung. Bei der nächsten Sichtung könnte sogar noch locker ein Punkt mehr drin sein: 9/10 Punkte.

Shrek: Der tollkühne Held (2001) (WS1)

Nach einer anstrengenden Woche liegt nun ein forderndes Wochenende vor mir, weshalb mir der Wunsch der Kinder nach einem Filmabend ganz recht kam. Heute konnte sich Frau bullion durchsetzen und wir haben mit „Shrek: Der tollkühne Held“ einen wahren Klassiker des Animationsfilms gesehen. Meine letzte Sichtung liegt bereits 14(!) Jahre zurück und insgesamt hat der grüne Oger bereits 19 Jahre auf dem Buckel. Unfassbar. Dabei war „Shrek“ damals topmodern und der letzte Schrei…

Shrek: Der tollkühne Held (2001) | © Universal Pictures Germany GmbH

Shrek: Der tollkühne Held (2001) | © Universal Pictures Germany GmbH

Eine herrliche Parodie auf animierte Märchenfilme

Sein Alter sieht man „Shrek“ inzwischen deutlich an. Die Texturen wirken verwaschen, die Animationen teils etwas holprig. Von den menschlichen Figuren wollen wir gar nicht erst anfangen. Selbst Fiona, die ich in der letzten Besprechung noch gelobt hatte, wirkt teils wie eine Puppe. Heute sehen in Echtzeit gerenderte Videospiele teils besser aus. Aber das macht nichts, denn schon nach ein paar Minuten hatte ich die Optik vergessen und war, bis auf einzelne Ausnahmen, wieder voll drin in dieser kunterbunten Geschichte mit ihren wunderbaren Gags und den mitreißenden Songs. Es ist schon ein Brett, was hier als Soundtrack abgefeuert wird. Diesem kann man wohl auch einen großen Teil des Erfolgs zurechnen. Gerade wenn man an die frühen 2000er Jahre zurückdenkt. Bombe!

Aus heutiger Sicht überzeugt mich tatsächlich hauptsächlich die Entwicklung der Charaktere und die schöne Botschaft des Films. Neben all den verspielten Gags und den schmissigen Songs verbirgt sich hinter „Shrek“ tatsächlich eine Geschichte über Außenseiter, Selbstliebe und Akzeptanz. Gerade in unserer heutigen Zeit wichtiger denn je. Die Figuren sind extrem liebenswert und auch wenn die Welt ein wenig steril wirken mag, so ist sie doch mit zauberhaften Details durchsetzt.

Fazit

„Shrek“ ist auch nach knapp 20 Jahren immer noch ein herausragender Märchenfilm. Technisch ein wenig in die Jahre gekommen, hat er jedoch fast nichts von seinem Charme verloren. Immer noch sehr extrem sehenswert: 8/10 Punkte.