Hard Hit – OT: Balsinjehan (2021)

Nachdem wir bereits letzte Woche einen Filmabend ohne Kinder hatten, war es auch heute soweit. Eigentlich wollte Frau bullion ihren Geburtstag nachfeiern, doch sie ist immer noch nicht 100% fit, so dass sie die Feier verschoben hat. Da ich Lust auf einen Thriller hatte, wanderte „Hard Hit“ in den Player. Das südkoreanische Remake eines spanischen Films ist noch recht frisch in meiner Sammlung und schien die perfekte Wahl für diesen Filmabend zu sein… 📱

Hard Hit (2021) | © Capelight Pictures

Hard Hit (2021) | © Capelight Pictures

Schnörkellos und packend erzählt

Die Geschichte um einen Bankdirektor, der mit einer Bombe in seinem Auto erpresst wird, eine größere Summe Geld auf ein Konto zu überweisen, ist wunderbar simpel und gerade deshalb so effektiv. Durch die Tatsache, dass sich seine Kinder auf der Rückbank befinden und niemand das Auto verlassen darf, erhöht den Spannungsfaktur ungemein. Im weiteren Verlauf besteht die Handlung zu großen Teilen aus Telefonaten und Verfolgungsjagden. Das klingt nicht sonderlich aufregend, hat mich aber doch an meinen Sitz gefesselt. Die Wendung gegen Ende kommt nicht sonderlich überraschend und ist nur konsequent. Das alles dauert nur ca. 90 Minuten, die nahezu in Echtzeit erzählt werden. Sehr aufregend, schnörkellos und auf den Punkt inszeniert.

Durch die Einfachheit der Geschichte weiß ich nicht, ob sie beim zweiten Mal ebenso gut funktionieren würde. Schließlich kennt man dann bereits ihren Ausgang. Ich habe während der Sichtung einmal wieder festgestellt, wie sehr ich das südkoreanische Kino mag, auch wenn „Hard Hit“ nicht annähernd in einer Liga von „Die Taschendiebin“ oder „Parasite“ spielt. Ein unterhaltsamer Thriller ist der Film allemal. Das Mediabook von Capelight ist für den Film eine mehr als würdige Veröffentlichung:

Fazit

Mir hat „Hard Hit“ viel Spaß bereitet. Die 90 Minuten sind wie im Flug vergangen und ich war teils wirklich angespannt. Ich hoffe diese Sichtung als Auslöser zu nehmen, mich einmal wieder mehr mit dem asiatischen Kino auseinanderzusetzen. Wenn ihr auf der Suche nach einem kurzweiligen Thriller seid, dann kann ich euch „Hard Hit“ nur empfehlen: 7/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (1698)

Da ich letzte Woche leider kaum zum Laufen gekommen bin, hatte ich heute einen Halbmarathon eingeplant. Das Wochenziel liegt schließlich bei 40 km und wollte erreicht werden. Leider habe ich letzte Nacht sehr schlecht und wenig geschlafen, was mich aber nicht davon abbringen konnte, meinen Plan in die Tat umzusetzen. 🏃‍♂️

Der zweite Halbmarathon, die ersten 300 km und der erste Lauf in kurzen Hosen 2024

Der zweite Halbmarathon, die ersten 300 km und der erste Lauf in kurzen Hosen 2024

Distanz: 23.03 km
Zeit: 02:15:27
Anstieg: 167 m
Ø Pace: 5:53 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.2 km/h
Ø Herzfrequenz: 153 bpm
Ø Schrittfrequenz: 154 spm
Temperatur: 11.1 °C
Kalorien: 1887 kcal

2024: 309 km
Februar: 78 km
KW 6: 40 km

Aufgrund der steigenden Temperaturen habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr eine kurze Hose angezogen. Das hat sich schon fast sommerlich angefühlt. Kalt war es auf den windigen Passagen dennoch, denn die Sonne hat sich leider nicht blicken lassen. Insgesamt kam ich aber recht entspannt voran und bin sehr zufrieden. 🩳

Im ersten Ohr: Sneakpod #806 – Nimona
Im zweiten Ohr: Frank Turner, The Mountain Goats, Skye Wallace

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2 – OT: The Hunger Games: Mockingjay – Part 2 (2015) (WS1)

Eine weitere wilde Woche geht zu Ende. Nachdem Frau bullion fast die ganze Woche krank war, kommt sie langsam wieder zu Kräften. Ich habe wieder zu viel Zeit auf der Arbeit verbracht und die Kids sind reif für die Ferien. Diese haben wir natürlich mit einem Filmabend und „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2“ eingeläutet. Bei meiner letzten Sichtung fand ich ihn schwächer als den Vorgänger und ich war gespannt, ob sich meine Wahrnehmung geändert hat… 🐦

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2 (2015) | © Studiocanal

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2 (2015) | © Studiocanal

Ein erstaunlich erwachsener Abschluss der Reihe

Erneut war ich erstaunt, dass sich „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2“ nicht mit irgendwelchen Erklärungen aufhält. Es wirkt tatsächlich so, als hätte Regisseur Francis Lawrence seinen Film einfach in der Mitte geteilt. Da wir den ersten Teil erst letzte Woche gesehen haben, ist uns der Einstieg nicht schwer gefallen. Ich fand die Geschichte erneut packend und hatte gar nicht mehr im Kopf, wie actionreich der Abschnitt im Kapitol doch ist. Speziell die Attacke der Mutanten hatte ich wohl verdrängt, denn ich war ob der explodierenden Gewalt genauso schockiert, wie die Kinder. Puh, wenn das einmal keine Albträume gibt. Abgesehen von der Action nimmt sich auch dieser Teil viel Zeit für seine Figuren und die ruhigeren Szenen. Das ist dann wohl der Vorteil dieser etwas aufgesetzt wirkenden Zweiteilung.

Das endgültige Finale hatte ich auch nicht mehr so recht im Kopf. Es ist erstaunlich düster und macht ein paar treffende, wenn auch extrem plakative, Aussagen über Korruption durch Macht. Alle Figuren gehen gezeichnet aus der Geschichte heraus. Selbst die Idylle in der letzten Einstellung wirkt wie von einem dunklen Schleier überzogen. Auch den anderen Figuren ist es wohl nicht besser ergangen, doch der positive Wandel erfordert wohl auch hier persönliche Opfer. Somit es es letztendlich doch eine typische Heldinnengeschichte. Ich kann verstehen, warum gerade das Zappelinchen so begeistert war. Mit Katniss Everdeen hat Suzanne Collins wahrlich eine starke Identifikationsfigur erschaffen. Auch für mich.

Fazit

Heute hat mir „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2“ deutlich besser gefallen als bei der ersten Sichtung. Den Auftakt der Reihe samt Fortsetzung mag ich allerdings immer noch am liebsten. Als Gesamtgeschichte funktioniert „The Hunger Games“ perfekt und ist auch im letzten Jahrzehnt nicht unangenehm gealtert. Fast schon ein Klassiker des modernen Young-Adult-Kinos: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Ahsoka – Staffel 1

Pünktlich zur Ankündigung der zweiten Staffel, sind der Zwergofant und ich mit „Ahsoka – Staffel 1“ fertig geworden. Unsere Sichtung hat sich über einen recht langen Zeitraum gezogen, weil wir selten Zeit finden nur zu zweit vor dem Fernseher zu sitzen bzw. unsere gemeinsame Zeit anders nutzen. Dennoch war diese erste gemeinsame „Star Wars“-Serie ein großes Ereignis für uns. 🚀

Ahsoka – Staffel 1 | © Walt Disney

Ahsoka – Staffel 1 | © Walt Disney

Selbst ohne Vorwissen sehr unterhaltsam

Da ich die Vorgängerserie „Star Wars Rebels“ nie gesehen habe, fehlte mir entsprechendes Vorwissen. Dem Zwergofanten dagegen sind die Figuren durchaus bekannt, auch wenn er nicht jede Episode der Animationsserie gesehen hat. Er konnte mir deshalb gut mit Erklärungen aushelfen und ich war dann auch recht schnell in dieser Welt angekommen. Ahsoka hatte ja bereits in der zweiten Staffel von „The Mandalorian“ einen Auftritt, sprich ein grobes Gefühl für die Figur hat sich bei mir schon eingestellt. Dennoch richtet sich „Ahsoka“ vermutlich vor allem an Fans der animierten Serien, was nicht heißt, dass Neueinsteiger*innen, wie ich es bin, nicht auch Spaß mit der Geschichte haben können. Das liegt vor allem an den gut ausgearbeiteten Figuren sowie den sehr bildgewaltigen Schauplätzen. Das Universum hat sich, nicht überall, aber doch schon in großen Teilen, wie „Star Wars“ angefühlt.

Wie schlägt sich „Ahsoka“ im Vergleich zu den anderen „Star Wars“-Serien? Für mich reiht sie sich im Mittelfeld ein. Irgendwo zwischen der ersten und der dritten Staffel von „The Mandalorian“. Für Fans von „Star Wars Rebels“ oder „Star Wars: The Clone Wars“ dürfte die Serie für noch mehr emotionalen Eindruck sorgen. Insgesamt mache ich, für mich, aber die Beobachtung, dass die Marke „Star Wars“ durch die Flut an Content etwas abgewertet wird. Noch nicht ganz so schlimm, wie bei Marvel, wo ich inzwischen komplett draußen bin, doch die Tendenz ist leider da. Dennoch werde ich versuchen, hier vorerst am Ball zu bleiben. Disney wird aber vorsichtig sein müssen, es nicht zu übertreiben. Ich hätte lieber alle paar Jahre einen richtigen Film, als dutzende Serien bzw. deren Film-Spin-offs.

Fazit

„Ahsoka“ hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn die Geschichte sehr im luftleeren Raum endet. Ohne die angekündigte zweite Staffel, wäre das Finale wirklich unbefriedigend gewesen. Da werden der Zwergofant und ich doch dranbleiben. Für Fans und solche, die es werden wollen: 8/10 (7.5) Punkte. (Zappelinchen: wollte nicht mitschauen; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1697)

Mangels Auto musste ich heute im Home Office bleiben. War auch ganz gut so, denn Frau bullion hat es komplett zerlegt. Somit habe ich morgens die Kids zur Schule gefahren, danach das Auto in die Werkstatt und bin nach Hause spaziert. Da ich mich gestern gar nicht bewegt hatte, musste auch ein Mittagslauf sein. 🏃‍♂️

Verregneter Mittagslauf

Verregneter Mittagslauf

Distanz: 9.21 km
Zeit: 00:51:25
Anstieg: 64 m
Ø Pace: 5:35 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.8 km/h
Ø Herzfrequenz: 154 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 10.0 °C
Kalorien: 758 kcal

2024: 286 km
Februar: 55 km
KW 6: 17 km

Es hat einmal wieder ziemlich geregnet. Somit bin ich nur eine Runde durch die Stadt getrabt. Später geht es noch einmal zurück zur Werkstatt, was den bewegungsarmen Tag gestern zumindest ein wenig ausgleicht. Regen hin oder her. 🌧️

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 336: Rumgeheule und Updategesabbel
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Alkaline Trio, Harvey Danger, blink-182

Top 5 packende Thriller, die dich an deinen Sitz fesseln

Nach einer verdienten Pause, kehrt Die 5 BESTEN am DONNERSTAG endlich zurück! Von dystopischen Serien, die mögliche Zukunftsszenarien erkunden, begeben wir uns zu den fünf packendsten Thrillern, die ihre Zuschauer*innen an den Sitz fesseln. Diese Aufgabe ist mir recht leicht gefallen. Was sagt ihr zu meiner Wahl? Gelungen oder lassen euch die genannten Filme kalt? 🔪

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #345 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Bizkette1 (Freepik.com)

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #345 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Bizkette1 (Freepik.com)

Das Thema für Ausgabe #345 lautet:

Top 5 packende Thriller, die dich an deinen Sitz fesseln

  1. „Misery“ (1990) – Die persönliche, kammerspielartige Variante eines Thrillers. Das macht Rob Reiners Stephen-King-Verfilmung aus. Auch nach über 30 Jahren immer noch extrem packend und ja, ein Film, der mich an meinen Sitz gefesselt hat.
  2. „Prisoners“ (2013) – Mit diesem Thriller ist Denis Villeneuve auf meinem Radar aufgetaucht. Extrem düster und nihilistisch. Dabei unfassbar spannend und mit Figuren, die sich in keine Schublade stecken lassen. Das Finale lässt mir heute noch einen Schauer über den Rücken laufen.
  3. „Searching“ (2018) – Dieser Thriller ist wohl einer der mit innovativsten, die ich je gesehen habe. Der komplette Film läuft in digitalen Benutzeroberflächen ab, was sich zunächst wie ein Gimmick anhört, jedoch ein integraler Bestandteil der Geschichte ist. Dicke Empfehlung!
  4. „Shutter Island“ (2010) – Kaum ein Film schafft es Thriller, Mystery und Horror besser zu verbinden, als Martin Scorseses bildgewordener Albtraum. Hat mich damals im Kino ziemlich zerstört und seitdem schleiche ich ängstlich um eine Wiederholungssichtung herum.
  5. „Zodiac“ (2007) – Es soll tatsächlich Leute geben, die David Finchers Serienmörder-Thriller nicht spannend finden. Für mich unvorstellbar. Die Atmosphäre ist zum Schneiden dicht, die ungreifbare Bedrohung ständig präsent. Für mich einer der besten Genrebeiträge.

Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme und/oder Serien sind jeweils über den Titel verlinkt.

Run, Fatboy, Run (1696)

Heute hat Frau bullion Geburtstag. Ich bin deshalb im Home Office geblieben und werde mich zeitig ausloggen. Da ich die restliche Woche viel im Büro sein werde, habe ich auch gleich die Möglichkeit für einen Mittagslauf genutzt. 🏃‍♂️

Kurzer Home-Office-Lauf an vollem Tag

Kurzer Home-Office-Lauf an vollem Tag

Distanz: 8.60 km
Zeit: 00:47:19
Anstieg: 71 m
Ø Pace: 5:30 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.9 km/h
Ø Herzfrequenz: 153 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 7.2 °C
Kalorien: 707 kcal

2024: 277 km
Februar: 46 km
KW 6: 8 km

Auch wenn ich mich zu Beginn nicht sonderlich fit gefühlt habe, so bin ich doch gut vorangekommen. Hat gut getan, einmal wieder zu laufen.

Im ersten Ohr: Sneakpod #805 – Der Killer
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, blink-182, Frank Turner

Media Monday #658 – Reunited Apart, Viertageswoche und Spotttölpel

Da ist es schon wieder entfleucht, das Wochenende. Kaum aus dem Freitag rausgestolpert, versucht der Montag schon wieder, uns in seinen Bann zu ziehen. Erlebt habe ich nichts Aufregendes: Ein wenig Haushalt, hier und da Schulgedöns, lange Abendende vor dem Fernseher und zwei Läufe im Regen. Ist aber vielleicht auch ganz normal so, denn die Tage unter der Woche sind stets lang und viel zu voll. Ganz akut wartet in den nächsten Tagen noch der Geburtstag von Frau bullion samt Feierlichkeiten. Es bleibt also spannend. Doch nun erst einmal zu den Fragen des Medienjournals und euch damit einen entspannten Wochenstart! 🙂

Media Monday #658

  1. Ich habe nicht oft Gelegenheit Filme ohne Kinder zu schauen, doch am Freitag war es wieder einmal soweit und es stand „She Said“ auf dem Programm. Wirklich sehenswert!
  2. Josh Gads wunderbares Format „Reunited Apart“ hat es nicht verdient, dass es im YouTube-Strudel untergeht. Wer die virtuelle Reunion des „Der Herr der Ringe“-Casts (und vieler anderer Filme) sehen möchte, der sollte auf jeden Fall einmal reinschauen (siehe auch unten).
  3. Schön zu sehen, wie dieser Tage die Menschen für Demokratie und gegen Faschismus auf die Straße gehen.
  4. Die Viertageswoche würde sich gut machen in einer modernen Arbeitswelt.
  5. Ich würde mich nicht wundern wenn „The Crown“ nach der finalen Staffel als eine der erfolgreichsten Netflix-Serien in die Geschichte eingeht.
  6. Laufen ist eine tolle Idee, denn laufen fördert die mentale und physische Gesundheit, was ich diese Woche über 46 km wieder gemerkt habe.
  7. Zuletzt habe ich mit der Familie „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“ gesehen und das war wunderbare Unterhaltung, weil Regisseur Francis Lawrence die Romanvorlage gelungen umgesetzt hat.

One Zoom to Rule Them All | Reunited Apart LORD OF THE RINGS Edition:

Das Mediabook von „Ashfall“ ist einer meiner letzten Neuzugänge für die Filmsammlung (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

The Crown – Staffel 6

Mit diesem Artikel heißt es für mich wieder einmal Abschied nehmen von einer Serie. Nie hätte ich zu Beginn gedacht, dass mich die Geschichte von Elizabeth II. samt Familie so begeistern würde. Auch „The Crown – Staffel 6“ fand ich packend, speziell da ich mich grob an die Ereignisse, so wie sie medial präsentiert wurden, erinnern kann. Warum das Spannungsfeld zwischen Fiktion und Realität für mich damit noch größer wird, lest ihr in der folgenden Besprechung… 👑

The Crown – Staffel 6 | © Netflix

The Crown – Staffel 6 | © Netflix

Der endgültige Untergang der Krone?

Im sechsten Jahr stand erneut kein Wechsel der Besetzung an, was den Einstieg für mich wieder sehr vereinfacht hat. Überhaupt fand ich die jeweils zweiten Staffeln mit neuer Besetzung stets ein wenig stärker als die ersten. Diese finale Staffel fokussiert sich während der ersten vier Episoden nahezu komplett auf Prinzessin Diana und ihren tragischen Tod. Hier ist mir besonders stark aufgefallen, dass die Autor*innen der Staffel oftmals erzählerische Tricks haben einfallen lassen, um verschiedene Seiten bzw. Interpretationen in der Handlung abzudecken, die niemand wissen kann, außer die Personen, die tatsächlich dabei waren. Zum Beispiel, wird so die Frage der Verlobung geklärt. Das wirkt teils etwas konstruiert und auffällig, ist aber auch eine interessante Herangehensweise. Vor allem jedoch dürfte damit allen Zuschauer*innen bewusst werden, dass wir hier eine stark fiktionalisierte Version der Geschichte zu sehen bekommen und eben nicht die tatsächlichen Begebenheiten.

Wirklich stark fand ich auch die Episode „Ruritania“, welche die Beziehung zwischen Tony Blair und Elizabeth II. thematisiert. Leider bleibt es bei dieser einen Episode und wir tauchen nicht mehr so tief in dieses Spannungsfeld ein, wie noch in den ersten Staffeln mit Winston Churchill. Ohnehin wirkt die zweite Hälfte der finalen Staffel sehr fragmentiert, was Themenschwerpunkte angeht: Neben der Tony-Blair-Episode gibt es eine auf Prinz William fokussierte Coming-of-Age-Geschichte und einen emotionalen Abschied von Margarete, der Schwester der Königin. Vielleicht ist „Ritz“ auch die stärkste Episode dieser Staffel, speziell was das Verweben verschiedener Zeitebenen angeht. Das hätten die Autor*innen gerne noch häufiger einbauen können, selbst wenn die Produktion dadurch komplexer geworden wäre. Davon abgesehen wirkt die zweite Staffelhälfte nicht ganz so rund, wobei jede Episode für sich auch toll anzusehen ist. Da kann ich die teils harschen Kritiken nicht nachvollziehen. Allerdings bin ich im Royal Game auch nicht tief drin, sprich ich sehe die Serie eher als „Downton Abbey 2.0“ und als solches funktioniert sie für mich exzellent. Fast hätte ich mir im Finale gewünscht, dass die Königin das Zepter tatsächlich weiterreicht, um auch deutlich zu machen, dass es sich hierbei nur um Fiktion mit realen Bezugspunkten handelt.

Die finale Staffel reiht sich beim mir somit im unteren Mittefeld ein und beschließt ein überraschend gelungenes Drama über die Krone:

  1. „The Crown – Season 2“ (9.3 Punkte)
  2. „The Crown – Season 4“ (9.2 Punkte)
  3. „The Crown – Season 5“ (8.8 Punkte)
  4. „The Crown – Season 6“ (8.6 Punkte)
  5. „The Crown – Season 3″ (8.6 Punkte)
  6. „The Crown – Season 1“ (8.5 Punkte)

Fazit

Mir hat der Abschied von „The Crown“ sehr gut gefallen. Die Schauspieler*innen waren abermals famos, Ausstattung und Inszenierung über jeden Zweifel erhaben. Inhaltlich mochte ich diese letzte Staffel auch sehr. Einzig die fragmentierte Erzählweise wirkte nicht ganz rund. Ich reihe mich somit nicht in das Feld der Kritiker*innen ein, welche das Finale abgestraft haben. Bis zum emotionalen Schluss beste Unterhaltung: 9/10 (8.6) Punkte.

Run, Fatboy, Run (1695)

Die Nacht war wieder viel zu kurz und ich habe erneut viel zu viel ungesundes Zeug in mich reingestopft. Das muss ich am Wochenende wirklich mal wieder reduzieren. Somit war der Schlaf eher wenig erholsam und meine Laufuhr hat mir auch zu Erholung geraten. Da kennt sie mich aber wohl schlecht. 🏃‍♂️

Ich beende diese Laufwoche mit 46 km

Ich beende diese Laufwoche mit 46 km

Distanz: 10.22 km
Zeit: 01:00:12
Anstieg: 97 m
Ø Pace: 5:53 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.2 km/h
Ø Herzfrequenz: 145 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 7.8 °C
Kalorien: 836 kcal

2024: 268 km
Februar: 37 km
KW 5: 46 km

Ich bin eine entspannte 10-km-Runde angegangen und diese war zwar anstrengend und mit einigen Steigungen versehen, aber auch nett. Somit habe ich es diese Woche auf 46 km gebracht. Nächste Woche wird zeitlich deutlich enger und ich werde versuchen die ausgefallenen Kilometer mit einem Halbmarathon am Wochenende auszugleichen. Mal sehen, ob der Plan aufgeht.

Im ersten Ohr: Sneakpod #805 – Der Killer
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Frank Turner, Jimmy Eat World, blink-182