Frühlingstiere

Für den heutigen Tiergartenbesuch hatte ich einen festen Plan gefasst: Endlich ein paar schöne Tierbilder mit meiner neuen Kamera schießen. Die letzte Fototour liegt schon wieder viel zu lange zurück und dank herrlichstem Frühlingswetter standen dem Plan nicht einmal äußere Umstände im Weg.

Wie man sieht, ist die Ausbeute recht spärlich. Man könnte meinen ich hätte es nicht einmal versucht. Habe ich aber und dennoch sind 90% der Bilder nahezu unbrauchbar bzw. zumindest so unstimmig, dass ich einfach nicht zufrieden sein kann.

Trotz künstlerischer Selbstzweifel hatten wir einen wunderschönen Tag und zumindest die privaten Bilder von unserem Zappelinchen sind allesamt perfekt (kann ich ja nun leicht behaupten). Manche Dinge sollte man eben nicht forcieren und so blicke ich getrost in die Zukunft und freue mich auf die nächste Fototour. Achja, eine neue Kategorie habe ich für solche Zwecke nun auch eingerichtet…

Michael Mittermeier – Achtung Baby! (2011)

1996 konnte man auf Deutschlands Pausenhöfen kaum ein Gespräch führen, in dem nicht aus Michael Mittermeiers „Zapped!“ zitiert wurde. Die dazugehörige CD dürfte wohl auch eine der meistkopierten des Jahres gewesen sein. Als Mittermeier 2000 mit „Back to Life“ auf die Bühne zurückkehrte, war das Interesse in meinem Freundeskreis bereits wieder weitgehend abgeebbt.

10 Jahre später: Ich suche verzweifelt ein Geschenk für meine schwangere Frau und als wäre es Schicksal, fällt mir das gerade veröffentlichte Buch „Achtung Baby!“ in die Hand. Als hätte es der Mittermeier Michel nur für uns geschrieben, begleiten uns Zitate daraus durch die nächsten 9 Monate. Es war tatsächlich einer dieser seltenen Geschenke-Volltreffer.

1 Jahr später: Das Zappelinchen ist auf der Welt, vergnügt sich (hoffentlich) gerade mit den Großeltern, während Mama und Papa sich zusammen mit Michael Mittermeier in seinem Live-Programm „Achtung Baby!“ an die Schwangerschaft sowie die aufregende erste  Zeit danach erinnern.

Da ich nur vorgelesene Bruchstücke aus dem Buch mitbekommen habe, war das Programm noch relativ neu für mich. Mittermeier ist es gelungen die vielen kleinen Absonderlichkeiten, die frischgebackenen Eltern selbst gar nicht so bewusst sind, in treffende Worte zu verpacken. Meist waren seine Ausführungen ziemlich unterhaltsam, wenngleich er leider so manch satirische Einsicht für plumpe Zoten opferte. Pointen um der Pointe willen.

Besonders gelungen fand ich aktuellere Bezüge, in denen Mittermeier auch ziemlich spontan mit dem Publikum in Dialog trat. So hat nicht nur Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg sein Fett abbekommen, es wurde auch der plumpe Opportunismus unserer geliebten Kanzlerin in Bezug auf die ausgesetzte Laufzeitverlängerung angeprangert. Hier kam eine Bissigkeit auf, die ich mir durchaus noch länger angesehen hätte. Vielleicht sollte der Michel doch einmal mehr in Richtung Kabarett gehen?

Insgesamt war der dreistündige Auftritt sehr unterhaltsam. Ohne unsere persönlichen Erfahrungen des letzten Jahres hätte das Bühnenprogramm in meinen Augen allerdings ziemlich gelitten. Insofern sollte man schon zur Zielgruppe gehören, um das alles wirklich lustig zu finden. Dann aber steht einem gelungenen Abend nichts im Wege.

Winterspaziergang

Nachdem ich es schon lange geplant hatte, habe ich mich heute endlich einmal mit meiner neuen Kamera aufgemacht, um gezielt ein paar Fotos zu schießen. Dank des herrlichen Wetters, konnte ich das gleich mit einem ausführlichen Spaziergang mit Frau und Töchterlein verknüpfen. Anbei einige Ergebnisse, die mal mehr, mal weniger nachbearbeitet wurden:

Auf jeden Fall lässt sich festhalten, dass es noch einiges an Übung bedarf, bis wirklich jede Aufnahme sitzt. So waren von den 81 geschossenen Bildern nur ungefähr 20 wirklich sehenswert. Mal sehen, ob ich diese Quote irgendwann tatsächlich steigern kann.

Schon vor meiner DSLR habe ich gerne mit Blende und Belichtungszeit herumgespielt, doch waren die Auswirkungen selbst bei der bisherigen, recht guten Bridge-Kamera kaum der Rede wert. Einen großen Chip und damit die Möglichkeit der Tiefenschärfe-Steuerung kann eben nichts ersetzen.

Nun bin ich auf jeden Fall auf den Geschmack gekommen und werde mir irgendwann demnächst wohl meine erste Festbrennweite mit 50mm Brennweite und Blende 1,8 zulegen. Scheint mir optimal für Portraits – und das dürfte in der kommenden Zeit wohl so oder so der häufigste Einsatzzweck der Kamera sein…

…and a Happy New Year!

Wieder ein erstes Mal. Nun der Jahreswechsel, der von uns im kleinen Kreise und ziemlich unspektakulär begangen wurde. Unser Zappelinchen hat den ganzen Trubel verschlafen und sich auch nicht durch das Gekrache stören lassen. Ich selbst habe den Abend genutzt mich etwas mit meiner neuen Kamera auseinanderzusetzen, was teils zu durchaus ansehnlichen Ergebnissen geführt hat.

Euch lieben Lesern wünsche ich hiermit ein gutes Jahr 2011, das hoffentlich nur positive Überraschungen für uns alle bereit hält… 🙂

Konsumrausch 2010

Auch dieses Jahr haben es unsere persönlichen Weihnachtsmänner bzw. Christkinder wieder sehr gut mit uns gemeint. Neben unzähligen Geschenken für unser Wolverinchen, stand meine Ausbeute ganz im Zeichen der Fotografie. So habe ich mir endlich eine DSLR gegönnt, welche anteilig mitfinanziert wurde. Ob die Großeltern, Paten usw. da wohl auf viele schöne Bilder ihres Enkel- bzw. Patenkinds spekulieren?

Neben der Canon EOS 550D samt 18-135 mm Objektiv, durfte ich mich noch über eine praktische Kameratasche, eine schnelle Speicherkarte sowie Ersatzakku und Displayschutz freuen. Weiterhin gab es einen spannenden Thriller, ein Frühstück-im-Bett-Tablett und Kinogutscheine. Doch das größte Geschenk waren wohl drei wunderschöne Weihnachtstage mit unserer Kleinen, die den ganzen Trubel auch tapfer mitgemacht hat.

Der Dank für dieses harmonische erste Weihnachtsfest gebührt der Familie, Freunden und natürlich den stählernen Nerven der Eltern… 😉

Frohe Weihnachten! (2010)

Es ist geschafft! Die vorweihnachtliche Zeit ist überstanden. Drängende Projekte wurden mit Aufbringung letzter Kraftreserven abgeschlossen, das Verkehrschaos ist besiegt und der Einkaufstrubel überlebt. Wie schnell es nun doch letztendlich ging. Kaum zu glauben. Ebenso wenig, dass ich nun zwei komplette Wochen mit meiner kleinen Familie verbingen darf. Kann es ein schöneres Weihnachtsgeschenk geben?

Wie bereits im letzten Jahr möchte ich euch lieben Lesern ein wunderschönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und eine erholsame Zeit zwischen den Feiertagen wünschen. Auch wenn nun erst einmal andere Dinge Priorität haben, so werden wir uns in nächster Zeit bestimmt wieder öfter lesen. Bis dahin bleibt mir nur zu sagen: Frohe Weihnachten!

Euer bullion

…übrigens werden wir in diesem Jahr zum ersten Mal das große Familienessen an Heiligabend ausrichten, deshalb bitte Daumen drücken! 🙂

Abenteuer Kind #7: Wolverinechen

Wenn man mich zurzeit sieht, könnte man denken, dass ich täglich mehrere Messerkämpfe durchzustehen habe. Oder eine nicht sonderlich friedvolle Katze besitze. Wenn ich in den Spiegel blicke entdecke ich beinahe stündlich eine neue Schramme. Wie mag das nur kommen? Die Lösung des Rätsels ist einfach: Unser Zappelinchen hat sich in ein Wolverinechen verwandelt.

Man kann täglich fünfmal ihre Fingernägel schneiden – und doch sind ihre Krallen stets einsatzbereit. Besonders gefährlich sind die friedlichen Momente. Egal ob man schläft, liest oder einfach nur verträumt in die Gegend blickt. Plötzlich sind sie da. Die kleinen Hände. Bewaffnete Hände. So kommt es, dass ich zurzeit oft mit mehr Kratzern im Gesicht rumlaufe, als zu jener Zeit als ich anfing mich zu rasieren – und das mag etwas heißen…

Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?

Trainiert eure Reaktionsfähigkeit. Nur dann habt ihr eine (geringe) Chance.

Winter Wonderland

Ich muss ja zugeben, dass ich der weißen Pest Pracht durchaus etwas abgewinnen kann – zumindest wenn ich mich nicht notgedrungen per Kraftfahrzeug fortbewegen muss. So haben wir uns heute zu einem ausführlichen Schneespaziergang aufgemacht. Allerdings ohne Kinderwagen, da man schon zu Fuß kaum vorwärts kommt. Doch dank der neuen Babytrage war das kein Problem.

Leider hatte ich nur meine Handykamera griffbereit, doch auch mit dieser ließ sich die wunderschöne Winterlandschaft einigermaßen vorzeigbar einfangen.

Wintereinbruch 2010

Endlich lohnt es sich wieder die beliebte Eintragsreihe fortzuführen, welche im Jahr 2006 und 2007 bereits große Erfolge verbuchen konnte. Außerdem kann es ja nicht angehen, dass einzig und allein Don und Frau Bü mit dem Winter Wonderland gesegnet sind. Nein, denn schließlich wollen wir alle Spaß mit dem weißen Etwas haben, das sich in letzter Zeit so gerne auf unseren Straßen und Autos niederlässt.

Eigentlich könnte ich auch nahtlos an Frau Büs Pendlergeschichten anknüpfen, gibt es bei diesen Schneemassen doch vermehrt ein wunderbar skurriles Fahrverhalten zu bestaunen. So habe ich gestern Abend tatsächlich über 20 Minuten für ca. 300 Meter bis zur Autobahnauffahrt benötigt. Für den heutigen Arbeitsweg (40 km) immerhin nur 90 Minuten – Attraktionen, wie senkrecht zur Fahrtrichtung stehende LKWs, inklusive. Allerdings sollte man nicht den Fahrern die Schuld dafür geben, eher dem seltsamen Räumverhalten. So waren heute selbst um 10 Uhr die Straßen teils noch voller Schnee. Auf den Parkplatz ist man dann sogar nur mit Brachialgewalt (da lohnt es sich monatlich gutes Geld für abzudrücken) gekommen. Sicher liegt das nicht in den Händen der Straßenarbeiter – doch irgendwer muss da doch die Planung übernehmen. Es ist eben wie jedes Jahr: Der Wintereinbruch kommt ja auch immer ach so überraschend…

Abenteuer Kind #6: Schlaflos im Kinderzimmer

Ich war stets eher ein Nachtmensch. Lange aufbleiben, lange ausschlafen. Einfach wunderbar! Mit dem Eintritt ins Berufsleben hatte sich mein Schlafrhythmus allerdings notgedrungen an die äußeren Umstände angepasst. Inzwischen war selbst am Wochenende meist um 8:00 Uhr die Nacht vorbei. Dennoch kam ich stets auf ca. 7 Stunden Schlaf und war rundum zufrieden. Dann zog das Zappelinchen in unser Schlafzimmer ein.

Vorweg möchte ich festhalten, dass ich mich nicht beschweren möchte. Es gibt wohl kaum ein zweites Kind, das so ausgeglichen ist und nahezu perfekt durchschläft, wie unser Zappelinchen. Dennoch ist der Schlaf nicht mehr so tief und fest, wie früher und spätestens zwischen 5:00 und 6:00 Uhr wird der Nacht abrupt ein Ende gesetzt. Die Folge ist, dass die 7 Stunden Schlaf auf meist nicht mehr als 5 Stunden geschrumpft sind.

Inzwischen gibt es durchaus Abende, an denen ich vor 21:00 Uhr auf dem Sofa eingedöse. Dazu sollte man wissen, dass mir dies zuvor nie – ungelogen: nie! – passiert ist. Am Wochenende ist es beinahe noch schlimmer. Um die knappe Freizeit entsprechend zu nutzen bleibe ich an freien Tagen meist länger wach, als gut für mich ist. Das Resultat? Noch weniger Schlaf.

Aber wie gesagt: Ich möchte mich nicht beschweren. Wenn ich am Morgen angelächelt werde, ist die Müdigkeit wie weggeblasen und wenn dann keine 10+ Stunden Arbeitstage folgen würden, wäre ich wohl der glücklichste Mensch der Welt…

Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?

Teilt euch eure Kräfte gut ein. Ihr werdet sie brauchen.