Run, Fatboy, Run (188)

Heute habe ich meinen ersten 10+ km-Lauf in diesem Jahr absolviert. Was für eine Tortur! Dennoch hat es wirklich Spaß gemacht sich einmal wieder etwas zu quälen und eine lange Runde zu laufen. Beinahe ebenso lange hat es gedauert, bis ich mich für die richtige Kleidung entschieden hatte. Mal ist die Sonne da, mal wieder nicht. Mal weht ein eisiger Wind, mal ein laues Lüftchen. Zumindest habe ich nicht den Fehler vom letzten Wochenende gemacht und bin in dicken Winterklamotten gelaufen.

Distance: 11.10 km
Duration: 01:07:39
Avg Speed: 9.88 km/h
Avg Pace: 6:04 min/km
Energy: 900 kcal

Richtig zufrieden bin ich mit der Zeit zwar nicht, dennoch habe ich das Gefühl wohl das beste aus mir herausgeholt zu haben. Mehr war auf dieser Strecke mit den ewigen Steigungen heute einfach noch nicht drin. Zudem fehlt zu meiner stets angestrebten Durchschnittszeit von 10 km/h ja auch wirklich nicht mehr viel. Vielleicht das nächste Mal – dann müssen es ja auch nicht zwingend wieder über 11 km sein…

Im Ohr: Nerdtalk Episode 243

Die Monster AG – OT: Monsters, Inc. (2001)

Gestern Abend stand ich einmal wieder vor dem DVD-Regal und konnte mich partout nicht für einen Film entscheiden. Er sollte aufgrund der vorhergehenden recht kurzen Nacht nicht zu lang sein und zudem den Zuspruch von Frau bullion finden. Da sprang mir die Blu-ray von „Die Monster AG“ ins Auge und in diesem Moment war die Entscheidung schon gefallen. Obwohl ich den Film liebe liegt die letzte Sichtung inzwischen schon mindestens 6 Jahre zurück. Somit war es höchste Zeit für eine Auffrischung…

Bereits bei der Kinosichtung, die inzwischen bereits unglaubliche 11 Jahre zurückliegt, war ich hin und weg. Es folgten Sichtungen auf VHS, DVD und sogar eine Analyse des Films während des Studiums. Langweilig wurde er nie. Mit „Monsters, Inc.“ hat Pixar seinen bis heute kreativsten Film abgeliefert: Während die Geschichten aller anderen Filme irgendwie in unserer Welt – sei es aus der Perspektive von Spielzeugen, Nagetieren oder Robotern der Zukunft – spielen, so wurde hier eine komplette neue Welt geschaffen. Eine Welt mit eigenen Bewohnern, eigenen Regeln und einem komplett neuen Industriezweig: der Schrei-Energie-Gewinnung. Wenn man sich den Film ansieht, wirken all diese Elemente, als würden sie wie selbstverständlich zusammenpassen. Als gäbe es gar keine Alternative – und genau hier liegt die Kunstfertigkeit Pixars: im Welten bauen und Geschichten erzählen.

Natürlich sind auch die grafische Gestaltung und die Animation der Charaktere wieder über jeden Zweifel erhaben. Besonders auf Blu-ray ist es eine Freude die detailreichen Sets und Figuren zu bewundern. Jedes einzelne Element passt perfekt in diese Welt und auch wenn die Technik in den letzten 10 Jahren große Sprünge gemacht hat, was die Darstellungsqualität von Texturen, Haaren usw. angeht, wirkt „Die Monster AG“ zu keinem Zeitpunkt altmodisch oder angestaubt. Ruhige Szenen voller Charaktertiefe wechseln sich dabei mit äußerst rasanten Actionszenen ab. Besonders das Finale im Türenlager ist mit seinen im Sekundentakt wechselnden Locations eine wahre Freude!

Als Vater eines Mädchens, das sich im ungefähr gleichen Alter wie Boo befindet, war ich mehr als überrascht, wie exakt es dem Animationsteam von Pixar gelungen ist die Eigenheiten in den Bewegungsabläufen und dem Verhalten eines Kindes abzubilden. Einfach nur großartig! Auch Sully (John Goodman) und Mike (Billy Chrystal) sind fantastische Charaktere, die mehr Leben besitzen als so manche reale Filmfigur. Die unzähligen Nebencharaktere, die Monstropolis bevölkern, sind zudem bis ins letzte Detail liebevoll gestaltet und man kann in wahrlich jeder einzelnen Szene unzählige kleine Gags und Anspielungen entdecken.

Wie man bis hier wahrscheinlich herauslesen konnte, bin ich von „Monsters, Inc.“ immer noch absolut begeistert. Für mich ist es sogar der bis dato gelungenste Pixar-Film – und das mag bei der beständig hohen Qualität etwas heißen! 2013 soll es eine Fortsetzung bzw. ein Prequel geben und wenn diese nur annähernd so hochwertig werden sollte, wie der 2010 erschienene „Toy Story 3“, dann sollte sich jeder Animationsfreund den Kinostart ganz dick im Kalender markieren. Ich für meinen Teil freue mich so oder so auf ein Wiedersehen mit Mike, Sully und Co. Die perfekte Kinounterhaltung: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

Abenteuer Kind #10: Tatü-Tata

Zugegeben: Ganz so schlimm war es dann doch nicht. Dennoch hinterlässt der erste Besuch der Notaufnahme mit Kind doch einen gewissen Eindruck. Immerhin sind wir recht spät zu dem Vergnügen gekommen, denn – im Gegensatz zu allen anderen Kindern in unserem Bekanntenkreis – ist bei uns zuvor noch nie ein Notfall eingetreten, der ein Krankenhaus erfordert hätte.

Was war passiert? Der Tisch war härter als der Kopf. Das Ergebnis: eine unschöne Platzwunde mitten auf der Stirn. Also schnell die wichtigsten Sachen zusammengepackt und ab in die nächste Kinderklinik – und auch wenn ich mir recht sicher war, dass außer der erschreckend klaffenden Wunde nichts weiter passiert war, so folgte auf die Bestätigung der Kindernotärztin doch große Erleichterung. Während der Wundreinigung und dem anschließenden Klammern war unsere Kleine dann – neben der Ärztin – auch die tapferste Person im Raum. Eine ganz neue Dimension der Empathie.

Letztendlich waren wir um ca. 21:00 Uhr erleichtert wieder zu Hause und um nicht nur eine Erfahrung reicher. Randnotiz: Natürlich ist all dies an einem Abend passiert, an dem sich der Babysitter bereits in den Startlöchern befand…

Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?

Spart euch das Planen – mit Kind(ern) ist jeder Tag ein Abenteuer!

Run, Fatboy, Run (187)

Nachdem ich meinen für gestern geplanten Lauf habe ausfallen lassen, war es heute höchste Zeit mich einmal wieder in die Laufschuhe zu schwingen. Ganz so dynamisch, wie sich das anhört, war der Lauf zwar nicht, doch kann ich letztenlich zufrieden sein. So bin ich endlich die Kopfschmerzen los, die der Arbeitstag so mit sich brachte (und die morgen garantiert wieder auftauchen werden) und ich kann mich über die gelaufene Zeit nicht beklagen.

Distance: 5.07 km
Duration: 00:28:31
Avg Speed: 10.70 km/h
Avg Pace: 5:37 min/km
Energy: 409 kcal

Im Vergleich zum ersten Lauf in diesem Jahr, der sich über die gleiche Distanz erstreckte, war ich immerhin 23 Sekunden pro Kilometer schneller, was durchaus nicht zu verachten ist. Somit komme ich erstmals wieder über die 10 km/h und kann einen ersten kleinen Erfolg verbuchen. Trotz der hohen Luftfeuchtigkeit war der Lauf sogar recht angenehm – so kann es von mir aus gerne weitergehen…

Im Ohr: Spieleveteranen #37: Vitalisierende Kickstarter

Media Monday #35

Oscar-Montag und keine Fragen zum Thema? Das macht mir Wulf vom Medienjournal doch gleich noch sympathischer. Im Folgenden finden sich meine Antworten wie immer fett geschrieben…

  1. Der beste Film mit Jake Gyllenhaal ist für mich David Finchers „Zodiac“ – auch wenn ein Teil von mir „Donnie Darko“ (im Kinocut wohlgemerkt) sagen möchte.
  2. Jon Favreau hat mit „Iron Man“ eventuell seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich bisher nur „Iron Man“ von ihm gesehen habe. Sein bestes Drehbuch ist allerdings eindeutig „Swingers“ – großartige Dialoge!
  3. Der beste Film mit Emma Stone ist für mich „Zombieland“.
  4. Während die meisten von „The Expendables“ ganz begeistert waren oder er sich generell großer Beliebtheit erfreut, konnte ich dem rein gar nichts nur wenig abgewinnen, weil sich der Film trotz Anbiederung an das Genre aufgrund seiner Inzenierung zu wenig nach 80er Jahre Actionkino anfühlt.
  5. In der Hoffnung, dass auch einige Leseratten in der Runde vertreten sind: Fröne ich einmal nicht dem Filmkonsum, lese ich furchtbar gerne Bücher von Douglas Preston und Lincoln Child (u.a. „Formula“), weil es das Autorenduo stets schafft mich zu unterhalten, indem es die Gratwanderung zwischen aburder Mystery, interessanten Charakteren und spannender Kriminalhandlung perfektioniert hat.
  6. Es gibt populäre Beispiele für Fantasy-Adaptionen, sei es im Serien-Segment „Game of Thrones“ oder auf großer Leinwand „Der Herr der Ringe“. Wie steht ihr generell zu dem Genre und als Bonusfrage: Gibt es eine (Fantasy-)Buchreihe, zu der ihr euch ebenfalls eine Adaption (und wenn ja, in welcher Form) wünschen würdet?
    Fantasy gehört neben Science-Fiction zu meinen absoluten Lieblingsgenres und das medienübergreifend. Mit den Verfilmungen von Terry Pratchetts Scheinebwelt-Romanen (u.a. „Going Postal“) hat es eine meiner Lieblingsreihen zumindest auf den kleinen Bildschirm geschafft. Ebenso bin ich von der TV-Adaption von George R. R. Martins „A Game of Thrones“ sehr angetan. Was ich mir wünschte wäre eine Fortführung der Verfilmung von „Der Goldene Kompass“, doch dies bleibt wohl ein Traum, was wirklich schade ist, da ich die Vorlage großartig fand.
  7. Mein zuletzt gesehener Film war „Slither“ und der war wieder sehr unterhaltsam, weil es James Gunn gelungen ist verschiedene Versatzstücke zu einem größtenteils sehr gut funktionierenden Genre-Mix zusammenzufügen.

Slither (2006) (WS1)

Heute Abend stand ich einmal wieder vor dem DVD-Regal und konnte mich nicht wirklich für einen Film entscheiden. Eigentlich absurd, da unzählige unsehene und interessante Filme nur auf ihre Sichtung warten. Dennoch ist die Wahl auf James Gunns „Slither“ gefallen, der mich bereits bei der Erstsichtung gut zu unterhalten wusste. Irgendjemand muss dem in der Blogosphäre um sich greifenden Oscar-Wahn ja Paroli bieten…

Stärker als noch bei der letzten Sichtung sind mir die verschiedenen Subgenres aufgefallen, die James Gunn mit seiner Horrorkomödie abarbeitet. So gibt es Cronenberg’schen Körperhorror à la „Die Fliege“ zu sehen, Tierhorror mit Wuselfaktor, Sci-Fi-Horror und letztendlich hat auch noch der gute alte Zombie seinen Auftritt. Erstaunlicherweise fügt sich all das zu einer recht plausiblen Geschichte zusammen, die oft verstörender ist, als man das von der Prämisse erwartet hätte. Dies betrifft besonders die erste und die letzte Viertelstunde, die sich auf die Beziehung zwischen Starla und Grant konzentriert – und das nicht nur aufgrund der Ekeleffekte.

Natürlich kommt auch der Humor nicht zu kurz, doch besitzt dieser nicht den Stellenwert, wie in anderen Genreparodien – falls man „Slither“ überhaupt als eine solche bezeichnen sollte. Letztendlich lebt der Film von seinen relativ gut ausgearbeiteten Charakteren, der schön eingefangenen Kleinstadtatmosphäre und den gut geschriebenen Dialogen. Die Schauspieler – allen voran Nathan Fillion (Captain Malcolm Reynolds, „Firefly“ und Richard Castle, „Castle“) – sind perfekt besetzt und es ist eine Freude ihnen bei ihrem abstrusen Abenteuer zuzusehen.

Horrorfreunde, die übertriebenem Körperhorror mit deftigen Splattereinlagen etwas abgewinnen können, sind bei dem Film an der richtigen Adresse. Ich für meinen Teil hätte durchaus auf so manche Effektorgie (besonders im Finale) verzichten können, doch hat das dem Spaß keinen Abbruch getan. Auf jeden Fall ist „Slither“ eines der interessanteren Werke im Genre-Einheitsbrei und sollte dem geneigten Horror-Fan zumindest einen Blick wert sein: 7/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (186)

Der zweite Lauf in diesem Jahr – und der langsamste seit Beginn der Aufzeichnungen via GPS. Nicht gerade motivierend. Dabei war es eine bewusste Entscheidung lieber etwas weiter und dafür langsamer zu laufen. Ist mir ja auch geglückt, nur dass die Strecke nicht ganz so lang war, wie ursprünglich gedacht. Durch die vielen Steigungen bin ich jedoch gefühlt mindestens 10 km gelaufen.

Distance: 6.64 km
Duration: 00:41:27
Avg Speed: 9.60 km/h
Avg Pace: 6:15 min/km
Energy: 536 kcal

Wie man es auch dreht und wendet: Es war kein guter Lauf. Ich war für die Temperaturen viel zu dick angezogen. Winterlaufklamotten bei knapp +20°C (!) in der Sonne sind wohl keine so gute Idee. Insofern war ich völlig überhitzt. Schön war es dennoch endlich einmal wieder in der Sonne unterwegs zu sein. Das nächste Mal sollte ich nur zuvor einen Blick aufs Thermometer werfen. Es kann folglich nur besser werden…

Im Ohr: Nerdtalk Episode 242

Howard: Ein tierischer Held – OT: Howard the Duck (1986)

Für den heutigen Filmabend zum Start ins Wochenende habe ich mir ein ganz besonderes Werk ausgesucht. Wie vor einigen Wochen bereits bei der Aufzählung der Top 10 meiner Guilty Pleasures erwähnt, gehörte „Howard: Ein tierischer Held“ in meiner Kindheit bzw. Jugend zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Jede TV-Zeitschrift wurde nach neuerlichen Ausstrahlungen durchsucht, wodurch es der Film auf eine bestimmt stattliche Anzahl an Sichtungen brachte. Die DVD steht inzwischen schon seit geraumer Zeit ungesehen im Regal und somit war ich gespannt, wie sich Howard denn heute so schlägt…

Ich sollte vorausschicken, dass ich den Film bei der heutigen Sichtung zum ersten Mal im englischen Originalton genießen durfte. Dies war zu Beginn etwas ungewohnt, doch hat sich letztendlich ausgezahlt: Es ist unglaublich, wie viel Wortwitz in dem Film steckt. Da jagt tatsächlich ein Oneliner den nächsten. Ebenso dürfte ich den Film heute zum ersten Mal in der ungeschnittenen Fassung gesehen haben. Da wir lange Zeit keinen VHS-Rekorder besaßen, musste ich als Kind stets auf die – meist sonntagnachmittags stattfindende – TV-Ausstrahlung zurückgreifen, die doch um etliche harrsche Szenen erleichtert war. Den Film habe ich dennoch geliebt. Ebenso wie Lea Thompson, die mit ihrem Auftritt in „Howard the Duck“ wohl zu einer der ersten Frauen gehört haben dürfte, die ich wirklich heiß fand.

Doch wie schlägt sich der viel gescholtene Film heute? Ist er letztendlich ein filmisches Desaster, das nur durch Kinderaugen gesehen glänzte? Mitnichten! Ich war ja wirklich skeptisch und während des Prologs auf Howards Heimatplaneten musste ich mich beinahe fremschämen: Das sollte einer der Klassiker meiner Kindheit gewesen sein? Doch schon schnell hatte mich der Film wieder in seinem Bann. Der Humor ist köstlich, die 80er Jahre-Atmosphäre perfekt eingefangen und die Geschichte geht allem so gegen den Strich, dass es eine wahre Freude ist! Wie konnte George Lucas nur jemals davon ausgehen, dass dieser Film ein finanzieller Erfolg werden würde? Für ihn gibt es keine Zielgruppe: Erwachsene finden ihn zu albern, für Kinder ist er zu brutal und zu sehr mit anzüglichen Anspielungen durchsetzt. Die Actionszenen sind völlig übertrieben und chaotisch, die Charaktere grandios over-to-top und der Bösewicht äußerst abstoßend. Seltsamerweise funktioniert der Film dennoch tadellos – zumindest für mich. So viel Spaß hatte ich schon lange bei keiner Sichtung mehr.

Ich bin wirklich froh Howard nach all den Jahren noch eine Chance gegeben zu haben. Der Film ist einfach herrlich! Alleine um den jungen Tim Robbins (Andy Dufresne, „Die Verurteilten“) als völlig hysterischen Wissenschaftsassistenten Phil Blumburtt zu sehen, lohnt sich das Reinschauen. Mal abgesehen von aller Nostalgie und Verklärung ist der Film weit nicht so schlecht, wie er stets gemacht wird. Er nimmt sich selbst nicht ernst und das sollte man auch nicht als Zuschauer, denn wenn man ihn als abgedrehten Genremix mit starkem 80er Jahre-Einfluss sieht, dann dürfte man auf jeden Fall seinen Spaß damit haben. Simply ducktastic: 8/10 Punkte.