Take Shelter (2011)

Da wir gestern Abend mit den Kindern noch ins Hallenbad gefahren sind (ja, zurzeit sind tatsächlich einmal alle gesund), ist der Freitagsfilm ausgefallen. Heute jedoch war es dann soweit – und das war auch bitter nötig, denn in letzter Zeit sammeln sich viele neue Filme bei mir an. Die Wahl fiel heute auf „Take Shelter“, den ich schon länger auf dem Schirm habe. Immerhin konnte mich Regisseur Jeff Nichols mit „Mud“ extrem überzeugen und auch Michael Shannon und Jessica Chastain versprachen Großes…

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Zunächst einmal muss ich anmerken, dass ich es unfassbar finde, wie unglaublich schlecht das deutsche Verleih-Cover ist. Was habt ihr euch dabei nur gedacht, Ascot Elite? Das lässt den Film wie die letzte B-Movie-Produktion wirken. Aber egal. Soll der Gelegenheitskäufer im Elektrofachmarkt ruhig enttäuscht werden. Es kommt ja schließlich auf den Inhalt an und dieser ist wahrlich famos. Selten habe ich einen Film gesehen, der eine solch unfassbar dichte Atmosphäre heraufbeschwört. Ohne große Effekte, ohne aufgesetztes Drama oder Thriller-Elemente. „Take Shelter“ lebt von seinen Schauspielern und der ruhigen Erzählweise, die sich in der Kameraführung widergespiegelt. Dadurch entsteht eine Sogwirkung, der ich mich nur schwer entziehen konnte.

Neben dem auf den Punkt geschriebenen Drehbuch, ist es wohl vor allem Michael Shannon (Nelson Van Alden, „Boardwalk Empire“) zu verdanken, dass sein Charakter Curtis stets glaubhaft als liebevoller Familienvater und manisch Getriebener rüberkommt ohne dabei Sympathiepunkte zu einzubüßen. Eine großartige Leistung. Auch Jessica Chastain, die im gleichen Jahr auch für „The Tree of Life“ vor der Kamera stand, überzeugt als Ehefrau, die hinter ihrem Mann steht und das ohne jeglichen Realismus über Bord zu werfen. Jeff Nichols hatte hier wahrlich ein Händchen für die richtige Besetzung. Der Film ist voll von Andeutungen und Themen, die unaufdringlich mit der eigentlichen Handlung verknüpft werden. Das Finale ist einerseits mehrdeutig, anderseits aber auch klar in seiner Inszenierung und hat mich ein wenig an die letzten Minuten von „The Sopranos“ erinnert.

Ich bin begeistert und sicher, dass „Take Shelter“ bei mir noch lange nachwirken wird. Ebenso freue ich mich nun schon sehr auf Jeff Nichols „Midnight Special“, auch wenn dieser durchwachsene Kritiken bekommen hat. Filme wie diese sind es, die mich zum Filmfreund machen. Filme, wie man sie leider viel zu wenig sieht – und die deshalb umso wichtiger sind. Famose Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt. Ich kann nur eine große Empfehlung aussprechen: 9/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (410)

Was für eine Woche. Bereits nach den ersten zwei Arbeitstagen hatte ich das Gefühl nie Urlaub gehabt zu haben. Inzwischen hat es sich wieder ein wenig eingependelt und ich bin heute pünktlich gegangen, um den längst überfälligen Lauf anzugehen. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, habe ich einmal wieder meine Stirnlampe ausgepackt und bin durch unser nächtlich verschneite Städtchen gelaufen:

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Distance: 6.13 km
Duration: 00:34:28
Elevation: 32 m
Avg Pace: 5:37 min/km
Avg Speed: 10.67 km/h
Heart Rate: 173 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 556 kcal

Es war kein weiter Lauf, doch habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr den Schnitt von 6:00 min/km geknackt. Dies lag auch an den besseren Verhältnissen: Die Strecke war größtenteils geräumt und es war auch nicht ganz so kalt, wie bei den letzten Läufen. Dennoch bin ich froh, wenn es wieder früher hell wird. Diese Nachtläufe sind nicht so mein Ding. Aber eben besser als nicht zu laufen… 🙂

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 72: Interview Carsten Eich

5 Filme, die ich 2017 im Kino sehen möchte

Was hast du nur getan, werte Gorana? Mit deiner Fragestellung zu Die 5 BESTEN am DONNERSTAG hast du mich dazu gebracht, die Kinostarts 2017 zu recherchieren. Da könnte ich ja locker jeden Monat ins Kino gehen! Dennoch stand meine Top 5 ziemlich schnell fest und ich wäre schon froh, wenn ich die Hälfte der Film auf der großen Leinwand sehe. Aber zumindest war ich dieses Jahr schon einmal im Kino… 🙂

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Das Thema für Ausgabe #28 lautet:

5 Filme, die ich 2017 im Kino sehen möchte

  1. „La La Land“ (Damien Chazelle) – Ich mag Musical-Filme sehr und dieser hier könnte es schaffen das magische Gefühl von „Moulin Rouge“ zu erreichen. (Kinostart: Januar)
  2. „T2 Trainspotting“ (Danny Boyle) – Keine Frage, „Trainspotting“ ist einer der Kultfilme meiner Jugend. Eine so späte Fortsetzung ist immer ein wenig skeptisch zu bewerten, doch Danny Boyle wird das Kind schon schaukeln.  (Kinostart: Februar)
  3. „Alien: Covenant“ (Ridley Scott) – Wenn eine meiner liebsten Filmreihen fortgeführt wird (ich mochte ja sogar „Prometheus“ sehr), bin ich natürlich im Kino. Überhaupt keine Frage. Hoffe ich. (Kinostart: Mai)
  4. „Blade Runner 2049“ (Denis Villeneuve) – Ein ganz ähnlicher Fall wie bei „Alien: Covenant“, nur dass hier auch noch Denis Villeneuve auf dem Regiestuhl sitzt, von dem ich seit „Prisoners“ extrem viel halte. (Kinostart: Oktober)
  5. „Star Wars: Episode VIII“ (Rian Johnson) – Da ich bereits „Star Wars: The Force Awakens“ im Kino gesehen habe und es nicht zu „Rogue One: A Star Wars Story“ geschafft habe, steht die nächste offizielle Episode auf jeden Fall wieder auf meinem Kinoplan. (Kinostart: Dezember)

Game of Thrones – Season 6

Dank der neuen Veröffentlichungsstrategie von HBO bin ich schon Ende 2016 in den Genuss von „Game of Thrones – Season 6“ gekommen und nicht erst im zweiten Quartal 2017. Jetzt, da der Winter in Westeros angekommen ist, passt es natürlich auch perfekt, die Serie in der kalten Jahreszeit zu genießen. Für mich bedeutete die sechste Staffel auch erstmals ohne das Vorwissen der Bücher in die Geschichte einzusteigen, da „The Winds of Winter“ immer noch auf sich warten lässt. Wie dies zum Erlebnis beigetragen hat, lest ihr in der folgenden Besprechung…

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Wo soll ich nur anfangen? Nachdem ich bereits von der fünften Staffel extrem begeistert war, kennt mein Enthusiasmus nach den beiden finalen Episoden der sechsten Staffel kein Halten mehr. Das waren so ziemlich die besten zwei Stunden Unterhaltung, die ich je im TV-Format gesehen habe – zumindest in diesem Maßstab. Aufgrund meiner nahezu parallelen Sichtung von „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ waren mir dessen Schlachtszenen noch bestens im Gedächtnis – und was man in „Battle of the Bastards“ zu sehen bekommt steht diesen in nahezu nichts nach. Wirklich beeindruckend, wie weit das Format der TV-Serie inzwischen gekommen ist. Doch diese vorletzte Episode ist noch nicht das Highlight, feuert die Serie mit „The Winds of Winter“ ein wahres Feuerwerk an Wendungen, Entwicklungen und extrem mitreißenden Szenen ab, so dass ich am Ende nur noch grinsend auf dem Sofa saß.

Und davor? Jeder Handlungsstrang wird sorgfältig und konsequent weiterentwickelt. Es gibt Todesfälle und Rückkehrer. Einblicke in die Vergangenheit und Vermutungen, was die Zukunft für unsere Charaktere bereithält. Die Inszenierung ist nach wie vor auf extrem hohem Niveau und die knapp 10 Stunden sind wie im Flug vergangen. Die Nachricht, dass die kommenden zwei Staffeln nur noch jeweils sieben Episoden beinhalten sollen, stimmt mich nicht gerade hoffnungsvoll. Ich bin mir jedoch sicher, dass die Showrunner die Geschichte in Absprache mit George R. R. Martin noch sinnvoll zu Ende führen werden. Wohin sich „A Song of Ice and Fire“ in den letzten beiden Staffeln noch entwickeln wird, sollte spätestens nach der Enthüllung rund um Jon Snow in „The Winds of Winter“ klar sein – und ich freue mich extrem darauf.

Für mich war die sechste Staffel von „Game of Thrones“ erneut ein Serien-Highlight. Speziell das Finale ist unglaublich episch und sorgt für eine wahrlich spannende Ausgangssituation, was die Weiterführung der Geschichte angeht. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten und beneide jeden, der in drei Jahren die Möglichkeit haben wird die ganze Serie zum ersten Mal an einem Stück zu sehen: 10/10 (9.7) Punkte.

Prädikat: Lieblingsserie

Media Monday #289

Kaum zu glauben, wie schnell die letzten zweieinhalb Wochen Weihnachtsurlaub vergangen sind. Wie jedes Jahr war die Zeit extrem turbulent und doch fanden sich Lücken, um ein wenig zu entspannen. Es wird mir morgen schwer fallen, wenn sich unsere Familie wieder in alle Himmelsrichtungen zerstreut und uns nur knapp eineinhalb Stunden am Abend bleiben. Auch vor den unzähligen E-Mails, die morgen auf mich warten werden, graust es mir etwas. Doch das ist jedes Jahr das gleiche. Ein ewiger Kreislauf. Nun jedoch helfen mir die Fragen des Medienjournals wieder in die Routine zurückzufinden. Auch euch einen guten Start in die neue Woche! 🙂

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  1. Wenn ich so auf meine Liste/meinen Stapel ungesehener Filme blicke hat sich zwischen den Jahren leider nicht viel geändert. Immerhin habe ich dank Flo Lieb „The Tree of Life“ gesehen.
  2. „Blade Runner 2049“ und „Alien: Covenant“ allerdings sind mir auf alle Fälle einen Kinobesuch wert, denn immerhin handelt es sich um die Weiterführungen meiner liebsten Filmreihen.
  3. In Sachen Literatur habe ich mir derweil vorgenommen: nichts. Keine Pläne. Erst einmal „Ready Player One“ zu Ende lesen und dann weitersehen. 
  4. Vielleicht finde ich ja auch endlich die Zeit wieder mehr zu fotografieren (außer Schneefotos vom Laufen)?
  5. Eine Werkschau von Denis Villeneuve würde mich schon alleine deshalb reizen, um die bisherigen Lücken zu schließen.
  6. Mit meiner Tochter ins Kino zu gehen bereitet mir ja seit Kurzem enorme Freude, schließlich bin ich gestern somit in den Genuss von „Vaiana: Das Paradies hat einen Haken“ gekommen. So ein toller Film!
  7. Zuletzt habe ich mich über den 700. Follower bei Twitter gefreut und das war recht spontan, weil ich die Zahl zuletzt gar nicht im Blick hatte.

Run, Fatboy, Run (409)

Der letzte Urlaubstag. In der Nacht hatte es wieder gut 10 cm geschneit, was natürlich wieder Schlittenfahren ganz oben auf die Liste der Freizeitaktivitäten bringt. Zudem steht ein Besuch bei den Großeltern an, was nur noch die nicht mehr ganz so frühen Morgenstunden zum Laufen ließ.

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Da die Gehsteige noch nicht geräumt und die Feldwege ebenso voller Schnee waren, bin ich eine Runde durch den Wald gelaufen. Doch auch hier waren die Wege voller Schnee, was das Vorwärtskommen schwierig gestaltete. Ich hatte das Gefühl oft einen Schritt zu machen und wieder eine halbe Schrittlänge nach hinten zu rutschen. Naja.

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Distance: 7.78 km
Duration: 00:50:36
Elevation: 98 m
Avg Pace: 6:30 min/km
Avg Speed: 9.22 km/h
Heart Rate: 174 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 721 kcal

Insgesamt war es ein guter Lauf durch eine winterlich weiße Landschaft. Warum hat das Wetter nicht vor zwei Wochen so sein können? Aber so ist es ja jedes Jahr. Morgen beginnt wieder der Ernst des Lebens und ich hoffe, dass die Straßenverhältnisse um 7:00 Uhr morgens schon einigermaßen sind…

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 67: Interview Lutz Balschuweit

Vaiana: Das Paradies hat einen Haken – OT: Moana (2016)

Ich habe „Vaiana: Das Paradies hat einen Haken“ am 6. April 2019 erneut gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Wie bereits in der Besprechung des Vorfilms „Inner Workings“ geschrieben, hat es mich am vorletzten Urlaubstag doch noch einmal ins Kino verschlagen. Davor hat es aus verschiedenen Gründen nicht geklappt (selbst „Rogue One: A Star Wars Story“ ging an mir vorüber) und auch der heutige Besuch hing am seidenen Faden: Man sollte sein Auto nicht zwei Wochen unbewegt lassen, wenn es um die -20 °C hat. Lange Rede, kurzer Sinn: Dank Ladegerät für die Autobatterie und gnadenlosem Optimismus haben wir uns dann doch aufgemacht, um „Vaiana: Das Paradies hat einen Haken“ zu sehen…

Vaiana: Das Paradies hat einen Haken (2016) | © Walt Disney

Vaiana: Das Paradies hat einen Haken (2016) | © Walt Disney

Von dem jüngsten Film der Walt Disney Animation Studios hatte ich im Vorfeld viel Gutes gehört, dabei war ich anfangs noch skeptisch, hat mir alles doch zu sehr nach „Die Eiskönigin“ im Inselreich Polynesiens ausgesehen. Eine Prinzessin, ein lustiger Sidekick, Tiere und Gesang. Ich mag diese klassische Disney-Formel ja, doch ob ich dafür einen der seltenen Kinobesuche opfern sollte? Es lief aber auch nichts anderes, was für das Zappelinchen passend gewesen wäre und nachdem wir beim letzten Kinobesuch mit „BFG: Big Friendly Giant“ einen Realfilm ausprobiert hatten, war es durchaus angebracht sie in die Welt des animierten Kinos zu entführen. Dazu kam erstmals das 3D-Erlebnis, was bei meiner Kleinen für so allerlei Verwirrung sorgte. Warum jetzt die Brillen? Gute Frage, geliebte Tochter!

Tatsächlich ist „Moana“ (der Titelwechsel im Deutschen ist wieder einmal sehr befremdlich) ein klassischer Disney-Märchenfilm. Die Struktur ist klassisch, die Geschichte auch und doch wusste mich das Südseeabenteuer zu überraschen. Wie Pixar mit „Merida“ bereits vorgemacht hat, ist auch Vaiana alles andere als die klassische Prinzessin. Nein, sie ist die Tochter des Stammeshäuptlings. Und ja, sie widersetzt sich natürlich den Wünschen ihres Vaters. Sie ist ein starker Charakter, der sich niemandem unterordnet und selbst den vor Selbstbewusstsein strotzenden Halbgott Maui in die Schranken weist. All das mag ein wenig, nun ja, gewollt wirkten, doch ist es kraftvoll und glaubwürdig inszeniert. Ja, Vaiana (oder Moana) ist eine tolle Figur und es macht Spaß, sie bei ihren Abenteuern zu begleiten.

Audiovisuell ist der Film eine Bombe. Gerade wenn man die zurzeit herrschenden Außentemperaturen im zweistelligen Minusbereich bedenkt, war es eine Freude die kunterbunte Inselwelt zu besuchen. Ich mochte auch die Songs, wenngleich der deutsche Text manchmal schon schmerzhaft mit der Brechstange ins Reimschema gepresst wirkte. Da erhoffe ich mir von der englischen Originalversion noch einmal deutlich mehr. Das Wichtigste jedoch: Mein Zappelinchen war begeistert, hat sich an den richtigen Stellen vor Lachen weggeschmissen und an anderen ehrfürchtig Fragen zur Handlung gestellt. So muss das sein.

Fazit

Für mich war „Vaiana: Das Paradies hat einen Haken“ eines der kurzweiligsten Filmerlebnisse, an das ich mich erinnern kann. Die knapp zwei Stunden vergingen wie im Fluge und ich hätte mich gerne noch länger auf Motunui aufgehalten. Das Beste kam jedoch zum Schluss: Mein Auto ist danach ohne Probleme angesprungen. Somit wird mir der Kinobesuch als nahezu perfekter Abschluss des Weihnachtsurlaubs 2016/2017 in Erinnerung bleiben: 9/10 Punkte.

Herz oder Kopf: Inner Workings – OT: Inner Workings (2016)

Da der Zwergofant heute auf einem Kindergeburtstag eingeladen war, musste für das Zappelinchen ein Alternativprogramm her: Somit habe ich es in diesem Winterurlaub doch noch ins Kino geschafft. Wir haben uns „Vaiana: Das Paradies hat einen Haken“ angeschaut, doch davor gab es noch den Vorfilm „Herz oder Kopf: Inner Workings“ zu bewundern…

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Der Titel sagt eigentlich alles: Wir sehen einer ganz normalen Person dabei zu, wie sie ihrem ungeliebten Job nachgeht und dabei allerlei Verlockungen begegnet, die ihr Leben so viel wertvoller machen würden. Herz oder Kopf ist hier wörtlich zu nehmen und uns bietet sich ein Blick auf die inneren Organe, die hier den Ton angeben. Auch wenn es keine Gefühle sind, so musste ich dabei doch unweigerlich an Pixars „Alles steht Kopf“ oder auch „Osmosis Jones“ denken. Obwohl „Inner Workings“ eine charmante Geschichte erzählt, so bleibt sie doch immer vorhersehbar und ist nie wirklich überraschend.

Mir hat Stil und Botschaft gut gefallen und es gab auch den einen oder anderen Gag. Letztendlich hat man sich aber zu sehr auf die Idee verlassen, die zwar gut funktioniert, jedoch emotional auch nicht so zünden konnte, wie das anderen Kurzfilmen gelingt. Dennoch ohne Frage sehenswert und ein netter Bonus: 7/10 Punkte.

Girls – Season 3

In den letzten paar Wochen hat es „Girls – Season 3“ bei mir auf den Bildschirm geschafft. Von der ersten Staffel war ich damals ziemlich begeistert und auch das zweite Jahr mit den Girls konnte mich überzeugen. Nach der dritten Staffel treten allerdings erste Ermüdungserscheinungen auf, was vielleicht weniger an der Serie als an mir liegt. Lasst es uns in dieser Besprechung doch gemeinsam herausfinden…

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Erneut betreten wir das Leben der vier Freundinnen, die sich inzwischen allesamt ein wenig auseinander gelebt haben: Hannah ist abermals mit Adam (Adam Driver, „Star Wars: Das Erwachen der Macht“) liiert und scheint ihr Leben einigermaßen im Griff zu haben. Jessa befindet sich in einer Entzugsklinik, Marnie leidet irgendwie vor sich hin und Shoshanna – ja, was macht eigentlich Shoshanna? Um all diese Probleme kreist das Leben der Charaktere. All das ist abermals sehr unterhaltsam erzählt, doch kam ich irgendwann an den Punkt, dass ich den Figuren zurufen wollte: „Jetzt reißt euch mal zusammen! Ihr habt keine Probleme. Macht etwas aus eurem Leben!“

Ich schätze Lena Dunham so ein, dass dieser Effekt auch zu einem gewissen Teil beabsichtigt ist und es gibt immer mal wieder Szenen, die hinter die Fassade und die Egozentrik der Figuren schauen. Vielleicht bin ich inzwischen auch schon zu alt und spießig, um dieses Lebensgefühl nachempfinden zu können. Vielleicht aber tritt die Serie inzwischen auch ein wenig auf der Stelle. Davon einmal abgesehen funktioniert „Girls“ für mich weiterhin sehr gut. Ich mochte die einzelnen Episoden und fand so manchen Handlungsstrang wirklich toll, wie z.B. die satirischen Spitzen auf gekauften Journalismus und Hannahs Umgang damit.

Insgesamt ist „Girls“ weiterhin eine famose Serie, doch spätestens jetzt sollte Lena Dunham das Steuer herumreißen und eine echte Weiterentwicklung der Figuren anstreben. Ich glaube, dann könnte die Serie auch weiterhin zu den Highlights zählen, die mehr zu bieten habe als nur sehr gute Unterhaltung: 8/10 (8.2) Punkte.

Run, Fatboy, Run (408)

Mein Gewicht steigt unablässig. Die langen TV-Abende fordern langsam aber sicher ihren Tribut. Somit habe ich mich auch heute trotz knapp 20 cm Neuschnee aufgerafft und bin gleich früh laufen gegangen. Eigentlich musste ich mich auch gar nicht groß motivieren, denn mir war der letzte Lauf im Schnee noch in guter Erinnerung. Und heute gab es dazu noch Sonnenschein:

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Die Gehsteige und Straßen waren noch nicht geräumt und somit extrem rutschig. Deshalb habe ich mein Glück über die Felder versucht, doch von Wegen war nichts mehr zu sehen und ich musste mich ziemlich durch den Schnee kämpfen. Puh. Sehr anstrengend. Nebenbei habe ich noch ein paar mögliche Schlittenberge erkundet:

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Distance: 7.18 km
Duration: 00:44:56
Elevation: 45 m
Avg Pace: 6:15 min/km
Avg Speed: 9.59 km/h
Heart Rate: 168 bpm
Stride Frequency: 149 spm
Energy: 649 kcal

Die zwei Kilometer über die Felder ist meine Zeit ziemlich eingebrochen (6:51 min/km) und auch über die rutschigen Gehwege musste ich mich ziemlich konzentrieren. Insgesamt bin ich aber doch zufrieden mit meiner Zeit und  froh heute draußen gewesen zu sein. Bevor es am Montag wieder losgeht, plane ich am Wochenende noch einen Lauf ein – auch wenn es Temperaturen um die -14 °C geben soll. Wer weiß, wann ich unter der Woche wieder dazu komme?

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 66: Auf dem Boot