22 Bahnen (2025)

Heute stand ein besonderer Filmabend auf dem Programm. Das Zappelinchen hatte Frau bullion den Film „22 Bahnen“ auf Blu-ray zum Geburtstag geschenkt und mit einem Drei-Gänge-Menü (siehe Foto unten) verknüpft. Heute sollte es endlich soweit sein und entsprechend stand das Zappelinchen den Großteil des Tages in der Küche, um Essen und Snacks vorzubereiten. Der Zwergofant hat ihr dabei geholfen und nach dem mehr als leckeren Essen haben wir alle uns gemeinsam den Film angeschaut. Wie uns dieser gefallen hat? 🏊‍♀️

22 Bahnen (2025) | © LEONINE

22 Bahnen (2025) | © LEONINE

Eine wirklich gelungene Romanverfilmung

Frau bullion mochte Caroline Wahls Roman „22 Bahnen“ sehr gerne. Entsprechend war sie auf die Verfilmung gespannt. Das Zappelinchen hat das Buch in der Schule gelesen und dort auch bereits den Film gesehen. Nur der Zwergofant und ich hatten noch keine Berührungspunkte mit der Geschichte bzw. wusste ich bereits worum es geht und mir waren auch einige der lauteren Kritikpunkte bekannt. Die Handlung ist eher schwermütig und zeigt die Herausforderungen einer jungen Frau, die sich um ihre jüngere Schwester kümmern muss, weil ihre Mutter Alkoholikerin ist. Weiterhin gilt es einen Schicksalsschlag aus der Vergangenheit zu verarbeiten und eine Perspektive für die eigene Zukunft zu finden. Der Titel „22 Bahnen“ hat den Ursprung in der einzigen freien Zeit, die unsere Protagonistin während des Tages hat.

Auch wenn der Film keine bahnbrechende (Wortspiel unbeabsichtigt) Geschichte erzählt, so mochte ich ihn doch wirklich sehr gerne. Sowohl die stimmungsvolle Inszenierung als auch das Schauspiel, allen voran Luna Wedler als Tilda. Inhaltlich wird die Darstellung von Armut oft kritisiert, was für mich kein großer Punkt war. Armut wird im Film eigentlich nicht so sehr zum Thema gemacht. Der Alkoholismus der Mutter und die daraus resultierende Verantwortung, die Tilda übernehmen muss, steht im Zentrum der Geschichte. Hier ist bei Weitem nicht alles elegant oder perfekt erzählt, doch für mich hat die emotionale Kraft der Geschichte dennoch funktioniert. Vielleicht war ich auch einfach nur platt vom vielen, leckeren Essen:

Fazit

Sowohl den Kennerinnen der Vorlage als auch den Nichtkennern hat „22 Bahnen“ sehr gut gefallen. Das Buch scheint ausführlicher und noch packender zu sein, doch für mich hat auch die Verfilmung wirklich gut funktioniert. Inhaltlich vielleicht zu einfach gedacht, doch emotional haben mich die fantastischen Schauspielleistungen und die durchdachte Inszenierung auf jeden Fall abgeholt: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

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