Barry Seal: Only in America – OT: American Made (2017)

Was gibt es über den heutigen Samstag zu sagen? Nicht viel: Die Kids waren viel außer Haus, ich habe mich zu einem langen Lauf aufgemacht, ein paar Geburtstagsdinge erledigt und am Abend noch zwei Brettspiele gespielt. Das war es dann auch. Dennoch sind wir erst gegen 21 Uhr aufs Sofa gekommen. Mit „Barry Seal: Only in America“ stand der Film glücklicherweise schon fest, da ich auf diese für mich neue Geschichte rund um das Medellín-Kartell gespannt war… ✈

Barry Seal: Only in America (2017) | © Universal Pictures Germany GmbH

Barry Seal: Only in America (2017) | © Universal Pictures Germany GmbH

Eine (zu) leichtfüßige Gaunergeschichte

Eigentlich hat mich der Film nie sonderlich interessiert. Bis Barry Seal in der Serie „Narcos“ aufgetreten ist. Ich erinnerte mich an das Tom-Cruise-Vehikel und wollte mehr über diese Figur erfahren. Im Gegensatz zur genannten Serie ist „American Made“ (so der Originaltitel) allerdings wie eine eine lockere Gaunergeschichte erzählt. Ich musste eher an „Catch Me If You Can“ denken, als an die Gräueltaten der Drogenbarone rund um Pablo Escobar. Und irgendwie funktioniert das alles auch ganz gut. Mit Tom Cruise ist Barry Seal natürlich als ewig strahlender Sonnyboy besetzt, der (so scheint es) kinderleicht an das große Geld kommt. Der Film rennt durch das beinahe 10 Jahre umfassende Abenteuer, als gäbe es kein Morgen. Alles ist in Bewegung, die Flugzeuge düsen über Kolumbien hinweg und Tom Cruise grinst.

So amüsant auch der Aufstieg Barry Seals anzusehen ist, so kommt der Film doch erst mit seinem Fall so richtig in Fahrt. Das Ende mag letztendlich auch nicht so richtig zur komödiantischen Inszenierung der vorangegangenen 90 Minuten passen. Aber vielleicht war Barry Seal auch einfach so: Immer unbedarft, bis ihn letztendlich sein unausweichliches Schicksal eingeholt hat.

Fazit

Vermutlich hätte mir „Barry Seal: Only in America“ besser gefallen, hätte ich nicht direkt zuvor die komplette Serie „Narcos“ gesehen. Im direkten Vergleich wirken Barry Seals Abenteuer unfassbar oberflächlich und zahm. Für sich betrachtet durchaus unterhaltsam, aber lange in Erinnerung bleiben wird mir der Film nicht: 6/10 Punkte.

19 Gedanken zu “Barry Seal: Only in America – OT: American Made (2017)

      • Jaaaa, ich muss dir voll zustimmen. Waren wirklich genau meine Gedanken: typisch, platter Hollywoodstreifen. Wenigstens war er halt witzig. Tom Cruise macht halt leider quasi nur noch diesen oberflächlichen Kram, obwohl er sicher mehr könnte.

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      • Ja, er spielt irgendwie immer den gleichen Charakter. Funktioniert für mich meist sehr gut, auch hier, doch zum Film hat es nur bedingt gepasst.

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      • Geht mir auch so. Er bedient halt dieses eine Genre bzw. diese Erwartungshaltung. Wenn man nen gescheiten Actionfilm sehen will, findet man bei ihm immer das Passende. Ich bin momentan etwas mehr auf Storykino aus, was sich aber auch regelmäßig bei mir ändert 😅

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      • Ich hänge eh meist ein paar Jahre mit Filmen hinterher, da ich es nicht mehr so oft ins Kino schaffe. Da kann ich mir das Programm ganz gut selbst zusammenstellen, mit unterschiedlichen Genres usw. Alle paar Jahre mal ein neuer „Mission: Impossible“ oder so, das mag ich durchaus ganz gerne. 🙂

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      • Kennt man 😬 ich war zuletzt zu John Wick 3 im Kino, den MUSSTE ich sehen und konnte nich auf den DVD Release warten.
        Oft ist es auch so, dass ich mich einfach für eine/n Schauspieler/in interessiere und dann gucke ich der Reihe nach die Filme durch, in denen er/sie dabei ist.

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      • Verstehe ich. Gibt auch bei mir Filme, zu denen ich dann doch ins Kino gehe. Wird aber seltener, zumal der letzte Film dieser Art (der letzte „Star Wars“) leider ein Reinfall war.

        SchauspielerInnen reizen mich selten so konsequent, bei Regisseuren oder Filmreihen selbst ist das oft anders.

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      • Mit Star Wars kenn ich mich null aus. War das der mit Adam Driver?

        Versteh ich, ich wollte quasi schon immer Regisseurin werden, naja 😅

        Ich mag halt, wie gut manche Gefühle transportieren können. Natürlich kommt es da auch total auf den Regisseur an. Mit dem steht und fällt alles. Prominentes Beispiel ist für mich Keanu Reeves. Ich finde, bei ihm merkt man sofort, ob er mit der Art des Regisseurs was anfangen konnte, oder nicht. Wohingegen zB Jake Gyllenhaal einfach grundsätzlich abliefert. Der ist so committed, dass er schauspielerisch die Hütte abreißt, komme was wolle. 🤔🤷🏻‍♀️😬

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      • Ja, das war der dritte mit Adam Driver, wenn wir schon bei herausragenden Schauspielern sind… 😉

        Auch für mich gibt es ein paar wirklich famose SchauspielerInnen, zu denen Jake Gyllenhaal zählt oder Adam Driver oder Natalie Portman. Die liefern einfach immer ab, keine Frage.

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      • Trotz Adam Driver konnte der Star Wars Film nicht überzeugen? Schade.

        Ich hatte ihn erstmals in Marriage Story gesehen und dachte nur, wow.
        Jake finde ich auch klasse, der hat’s echt drauf, möchte mir auch noch mehr Filme mit ihm anschauen, hab noch lang nicht alle durch.
        Mit Natalie hab ich gar nicht soo viel gesehen. Ist sie nicht in Leon der Profi?

        Wer mich auch immer wieder überzeugt ist Penn Badgley aus You. Der ist echt ein guter Typ, wenn man seine Interviews anschaut, der ist ist helles Köpfchen, der sich auch viele Gedanken zu seinen Rollen macht. Leider sind ein paar seiner Filme in Deutschland nicht verfügbar, warum weiß ich aber auch nicht.

        Ach, Natalie und Jake waren doch zusammen in Brothers, oder? Der war echt gut.

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      • Yep, der Film war einfach nicht wirklich gut. Schade, aber kann man auch nicht schönreden.

        Ich kenne Adam Driver ursprünglich aus der Serie „Girls“. Seine beste Rolle war für mich bisher in „Paterson“. Ein wirklich toller Film!

        Ja, Natalie Portmans erste große Rolle war in „Léon: Der Profi“. Seitdem hat sie aber noch viele andere unfassbar starke Auftritte hingelegt.

        Penn Badgley sagt mir gar nichts. Werde aber einmal die Augen offen halten.

        „Brothers“ habe ich auch noch nicht gesehen. Weiß nur, dass es ein Remake eines dänischen Films ist.

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  1. Ich glaube mir ging es ganz ähnlich wie dir. Mir war der Film insgesamt auch etwas zu leichtfüßig, aber eigentlich kann man ihm das ja gar nicht wirklich verübeln, weil die Gangster ja in den meisten dieser Filme glorifiziert werden und das angerichtete Leid meist ausgeblendet wird. Hm..

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    • Ich finde aber schon, dass bei den großen Vorbildern wie „GoodFellas“ das Bild nicht ganz so rosig gezeichnet wird. Und gerade hier sind halt Escobar und Co. komplett blasse Randfiguren, was aber auch bestimmt meiner aktuellen Sichtung von „Narcos“ geschuldet ist. War nicht schlecht, aber richtig warm bin ich mit dem Film nicht geworden.

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  2. Pingback: Media Monday #449 | moviescape.blog

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