Veep – Season 1

Wie Stammlesern dieses Blog bekannt sein dürfte, habe ich ein gewissen Faible für US-Politik in TV-Serien. Insofern sah ich der Sichtung von „Veep – Season 1“ voller Vorfreude entgegen – auch wenn man wohl kein zweites „The West Wing“ erwarten sollte…

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Neben meiner Vorliebe für Washington, D.C. sowie Geschichte, die rund um das Weiße Haus spielen, gibt es für mich noch einen weiteren Grund, warum sich für mich das Einschalten bei „Veep“ ganz besonders lohnt: Julia Louis-Dreyfus spielt die Hauptrolle. Als amerikanische Vizepräsidentin überzeugt sie mit der gleichen sympathischen Schusseligkeit, wie bereits als Elaine Benes in „Seinfeld“ oder Christine Campbell in „The New Adventures of Old Christine“ – nur eben auf einem gänzlich anderen Niveau.

Großartig ist, dass man ihrem Charakter, Vizepräsidentin Selina Meyer, gleichzeitig die Kompetenz abimmt, die (zumindest irgendwie) nötig sein könnte, um dieses Amt zu bekleiden. Mit Tony Hale gesellt sich noch ein weiterer Schauspieler zum Ensemble, den ich seit „Arrested Development“ großartig finde, und der auch eine Bereicherung für „Veep“ darstellt. Leider umfasst diese erste Staffel nur 8 Episoden, was bei einer Laufzeit von jeweils ca. 27 Minuten wirklich nicht viel ist. Gerne hätte ich mehr Zeit mit Selina und Co. verbracht, denn Humor und Charaktere sind wahrlich köstlich: 8/10 (8.4) Punkte.

22 Gedanken zu “Veep – Season 1

  1. Für Nachschub ist ja mit den beiden nächsten Staffeln gesorgt und immerhin haben die dann jeweils 10 Episoden. Ich mag die Show und die Charaktere (Jonah Ryan muss man einfach NICHT mögen), wobei Miss Louis-Dreyfus natürlich wieder klasse ist. Sogar wenn sie derb flucht.
    Habe ich hier schon den Satz fallen gelassen, dass man sich angesichts amerikanischer Politik wünscht, sie würde so zustandekommen wie in „West Wing“, sie aber in Wirklichkeit eher wie „Veep“ oder „House of Cards“ entsteht? Letzteres muss selbstverständlich auch noch auf deine Guckliste (und ich muss endlich mal was drüber schreiben).

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    • Ja, auf die nächsten beiden Staffeln freue ich mich auch schon! Werden irgendwann bestimmt nachgeholt. Ich mag bisher eigentlich das gesamte Team bzw. es funktioniert sehr gut zusammen – da ist selbst jemand wie Jonah natürlich herrlich unterhaltsam.

      Hehe, mit deiner Aussage zur US-Politik hast du wohl Recht, auch wenn ich „House of Cards“ tatsächlich noch immer nicht gesehen habe. Zurzeit geht kaum etwas mit den großen Serien voran, obwohl ich neben o.g. Serie auch noch zwei Staffeln „Boardwalk Empire“, ganz frisch „True Detective“ usw. im Regal stehen habe. Da kommen mir so maximal 30-minütige Shows immer ganz Recht. Umso schöner, wenn sie so gelungen sind wie „Veep“!

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  2. Ich habe Veep leider direkt im Anschluss an The West Wing gesehen… Dadurch habe ich es Julia Louis-Dreyfus wohl etwas schwer gemacht kompetent rüber zu kommen. Nach diesem Post werde ich mir die Serie aber nochmal anschauen 🙂

    @Inishmore: Ich folge da einfach Obamas Meinung über Francis Underwood in House of Cards: „this guy’s getting a lot of things done“. Was ich mir wirklich nicht wünsche ist ein Senator wie Gil John Biggs (Alpha House) – Übrigens auch eine interessante Serie zur US-Politik 😉

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    • „Veep“ direkt nach „The West Wing“ ist bestimmt eine harte Umstellung – und eben auch ein anderes Genre. Ich hatte dazwischen noch „Parks and Recreation“ gesehen, das wohl ganz gut für die nötige inhaltliche Distanz gesorgt hat… 😉

      „Alpha House“ wird auch vorgemerkt!

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  3. Erstaunlich niedrige Bewertung, hätte eher eine 9 erwartet 🙂

    Wenn dir das gefiel, kannst du ja auch mal das „Original“ ansehen, „The Thick of It“ – quasi Iannucci’s Vorlauf in Great Britain. Ist noch eine Spur runder/amüsanter. Dann noch „In the Loop“ anschauen, das Kino-Sequel (u.a. mit Chlumsky und „Jonah“ als Quasi-Brücke zu „Veep“) dazu und du hast genug Polit-Satire-Material bis zum Jahresende 😉

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    • Die 9 Punkte wurden ja nur knapp verpasst… 😉

      Ja, den britischen Vorgänger hatte ich auch schon auf dem Schirm. Allerdings kenne ich mich mit UK-Politik noch weniger aus, als mit US-Politik, weshalb ich davon erst einmal Abstand genommen habe. Wird aber irgendwann vielleicht noch nachgeholt, zumal ja alles in einem Universum spielt. Hast du das gesehen?

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      • Da muss ich Flo zustimmen: „In The Loop“ ist ein sehr amüsanter Film, bei dem du gar nicht so sehr Einsichten in die UK-Politik brauchst. Mit James Gandolfini als US-Militär ist ja auch die bekanntere Seite vertreten.

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      • Mensch, nun schon zwei so positive Meinungen. Und dazu noch von zwei so geschätzten Bloggern. Ich befürchte zumindest nach dem Film muss ich nun einmal Ausschau halten… 🙂

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      • Man muss das britische Parlament auch nicht unbedingt verstehen, um „The Thick of It“ zu kapieren. Funktioniert auch so ganz gut. Und „In the Loop“ ist quasi eine Mischung aus „The Thick of It“ und „Veep“ – quasi das Beste/Schlimmste beider Welten.

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      • Klingt gut. Die DVD-Box ist auch nicht zu teuer. Werde ich wohl irgendwann nachholen. Du hast jetzt aber immer noch nicht gesagt, wie es denn dir gefallen hat – nur, dass es ganz gut funktioniert… 😉

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      • Ich nahm an, dass man an der Tatsache, dass ich mir die Serie, den Film und seither auch „Veep“ anschaue, herauslesen kann, dass ich das ganz gut finde 🙂
        Mir gefällt Peter Capaldi ziemlich gut und es wird im Britischen doch etwas bissiger geflucht und beschimpft als in „Veep“, weswegen mit TTOI letztlich auch ein Tick besser gefiel. „In the Loop“ etwas weniger, da es sich im Konflikt mit dem US Cast doch etwas anbiedert, der Film ist quasi ein Mischmasch auf beiden Serien.
        Serie würde ich 8 von 10 geben, Film erhielt 7 von 10.

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      • Bei dir weiß man nie… 😉

        Aber ich werde mir die Serie und den Film auf jeden Fall vormerken. Klingt alles sehr gut und ich mochte ja den Erzählstil und Humor in „Veep“ bereits sehr. Britische Serien gehen auch immer, d.h. danke schon einmal für den Tipp!

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  4. Pingback: Veep – Season 2 | Tonight is gonna be a large one.

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