White House Down (2013)

Einen guten Monat nach der Sichtung von „Olympus Has Fallen“ habe ich endlich auch Roland Emmerichs Variante des filmischen Angriffs auf das Weiße Haus nachgeholt. Wie sich „White House Down“ im Vergleich zu seinem Stief-Zwilling aus dem gleichen Jahr schlägt, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

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Die Handlung des Films ist bereits im Titel zusammengefasst und entspricht Antoine Fuquas Film nahezu unverändert. Dabei setzt Emmerich deutlich stärker auf Familienunterhaltung, was dem Film die Ernsthaftigkeit nimmt – ein Schachzug, der sich im Verlauf des Films noch als geschickt erweisen sollte. Die Action ist nicht ganz so hart wie im Stief-Zwilling (dennoch war ich erstaunt darüber, was heute alles so als FSK 12 durchgeht) und die Dialoge flotter. Beide Filme fühlen sich wie „Stirb langsam“ im Weißen Haus an, doch ist „White House Down“ näher an dessen Spaßfaktor dran.

Schon bald zeigt sich, dass der Humor, den der Film aus dem Zusammenspiel zwischen Tatum Channing und Jamie Foxx zieht, wirklich funktioniert. Man kann den Film einfach nicht mehr ernst nehmen, wenn der Präsident mitten im Gefecht Sportschuhe aus dem Regal zieht oder die Panzerfaust fallen lässt. Der angeprangerte Patriotismus wird dadurch im Vergleich zu „Olympus Has Fallen“ deutlich abgeschwächt; hinzu kommt, dass die Bösewichte aus den eigenen Reihen kommen, sprich nicht die klassischen Feindbilder heraufbeschworen werden.

„White House Down“ ist weder besonder innovativ inszeniert, noch clever geschrieben. Selbst etliche Effektszenen wirken überaus billig (wenn auch weit nicht so schlimm, wie beim Stief-Zwilling). Doch der Film macht von der ersten bis zur letzten Minute Spaß – und ich nehme es Emmerich auch ab, dass da wirklich nicht mehr dahinter stecken soll. Einfach nur nette Unterhaltung in einem spannenden Setting und mit einem unerwartet sympathischen Heldenduo: 7/10 Punkte.

8 Gedanken zu “White House Down (2013)

    • Ach, ob jetzt 6, 7 oder 8 Punkte ist bei dem Film wohl auch egal. Ich wurde wirklich gut unterhalten und mehr hatte ich auch nicht erwartet. Ich fand ihn auf jeden Fall bedeutend besser als „2012“ (hatte damals knapp 5 Punkte vergeben) und genau den richtigen Stoff für unseren Spielbergle… 😉

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    • Hmm, ich fand „2012“ ziemlich durchwachsen, aber dennoch unterhaltsam. Letztendlich aber höchstens durchschnittlich, zumal ich im letzten Drittel auch eingeschlafen bin – und das ist schon immer kein gutes Zeichen (auch wenn der Film nicht immer etwas dafür kann).

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  1. „Unerwartet sympathisch“ trifft’s vollkommen… und das nicht nur auf das Heldenduo bezogen. Ich war von dem Film echt angetan. Ein schöner, unterhaltsamer Emmerich, der halt einfach auch nicht mehr will als unterhaltsam zu sein. Auf jeden Fall tausendmal besser als „Olympus has fallen“, den ich nach 20 Minuten ausmachen musste, weil ich das auf meinem Fernseher einfach nicht mehr sehen wollte 😉

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    • Ich fand ja, dass auch „Olympus Has Fallen“ durchaus so seine Momente hatte. Allerdings nahm sich der Film viel zu ernst und die Effekte waren eine Zumutung. Da war die Emmerich-Version schon deutlich spaßiger.

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