The Last Stand (2013)

Mein erster Film im Jahr 2014! Das wurde auch Zeit. Was bietet sich für mein Comeback als Filmblogger also besser an, als das Comeback der 80er Jahre Action-Ikone Arnold Schwarzenegger zu besprechen? Kim Jee-Woons „The Last Stand“ musste im vergangenen Jahr viel Schelte einstecken, was meine Erwartungen auf ein Minimum reduzierte, konnte ich doch schon mit der Sylvester Stallone-Variante „The Expendables“ eher wenig anfangen…

the_last_stand_2013

Jee-Woon verbindet in seinem ersten amerikanischen Film modernes und klassisches Actionkino. Aufbau der Geschichte, das Setting und die Charaktere sind altbekannt. Ich hatte großen Spaß daran Arnie als alternden Sheriff im ruhigen Summerton Junction zu begleiten. Hier wird nicht, wie bei Stallone, versucht nahtlos an die vorangegangene Karriere anzuknüpfen – nein, es wird offensiv damit umgegangen, dass Sheriff Owens bereits seine besten Tage hinter sich hat. Fand ich sympathisch, wenngleich natürlich auch Arnie im Finale ungeahnte Kräfte entwickeln darf. Dennoch für mich die deutliche gelungenere Variante einen Mythos wiederzubeleben.

Modern ist dagegen eindeutig die Inszenierung: da gibt es wilde Kamerafahrten, schnelle (wenn auch nicht hektische) Schnitte und leider auch viel CGI. Insgesamt eine durchaus brauchbare Mischung, wenngleich ich mich wirklich fragen muss, wer denn die miese Ausleuchtung auf dem virtuellen Brückenset verbrochen hat. Hallo Greenscreen! Hätte man nicht irgendwo in der Wüste diese Brücke bauen können? Hat bei mir leider einen äußerst faden Beigeschmack hinterlassen – und das ausgerechnet im Finale!

Schauspielerische Höchstleistungen sind natürlich nicht zu erwarten. Ich fand es nett Zach Gilford zu sehen, der mich zurzeit in der Serie „Friday Night Lights“ begleitet, ebenso mag ich Peter Stormare in nahezu jeder Rolle und Forest Whitaker hat beinahe 1:1 seinen Charakter Jon Kavanaugh aus „The Shield“ aufleben lassen. Herrlich! Angenehm fand ich auch die durchaus vorhandene Härte, wenngleich man die NRA-freundliche Waffenshow natürlich eher kritisch betrachten sollte. Aber das war in den 80er Jahren schließlich auch schon so – und immerhin nimmt sich der Film oft nicht sonderlich ernst, was auch die Logiklöcher nicht ganz so klaffend wirken lässt.

„The Last Stand“ ist sicher nicht die große Offenbarung, doch wer Lust auf ein Arnie-Comeback hat, der verlebt mit dem geradlinigen Actioner auf jeden Fall 100 unterhaltsame Minuten. Ich hatte meinen Spaß und vergebe die folgende Wertung mit knapp einem Symapthiepunkt – der alten Zeiten willen: 7/10 Punkte.

16 Gedanken zu “The Last Stand (2013)

  1. Ich fand den Film auch ziemlich amüsant.
    War sicherlich kein Meisterwerk, aber doch recht nett.
    Bei Peter Stormare kann ich nur zustimmen, den sieht man immer gern in sämtlichen Rollen.

    Gefällt mir

  2. Steht bei mir auf der Liste. Ich erwarte zwar kein Hollywood-Debüt wie jenes von Park Chan-wook, aber Kim Jee-woon hat mich mit seinen Rachefilmen aus Korea doch schon sehr überzeugen können.
    Und so ein bisschen Action mit alten Haudegen darf ich mir zur Abwechslung ruhig auch zu Gemüte führen.

    Gefällt mir

    • Ist „Stoker“ wirklich so gut? Aber ich kenne ja auch seine anderen Filme nicht. Ebenso wenig, wie bei Kim Jee-Woon. Interesse wäre auf jeden Fall da, doch wird sich meine Frau kaum für asiatisches Rachekino begeistern lassen und alleine fehlt mir einfach die Zeit.

      Wenn dir 80er Jahre Action gefällt, dann viel Spaß mit „The Last Stand“ und unserem Arnie… 🙂

      Gefällt mir

  3. Ich fand ihn sogar noch ein wenig stärker und gab „The Last Stand“ bei meiner Erstsichtung 8/10 Punkte. Aber ich bin bei Old School Actioner auch leicht zu begeistern. Auf jeden Fall besser, als sein Ruf.

    Mein Fazit damals: Kompromissloser Action/Thriller der dank seiner temporeichen Inszenierung und Arnolds Selbstironie fantastisch unterhält. Jeder der dem Action-Genre etwas abgewinnen kann, wird die Sichtung nicht bereuen. Gelungenes Arnie-Comeback.

    Gefällt mir

    • Ob 7 oder 8 Punkte ist ja auch nicht viel rum. Ich war auf jeden Fall auch positiv überrascht und hätte das Finale keinen solchen Billig-Look gehabt, wäre ich noch erfreuter aus dem Film gegangen.

      Dein Fazit trifft es auf jeden Fall schon ganz gut! 🙂

      Gefällt mir

  4. Pingback: Media Monday #134 | Tonight is gonna be a large one.

  5. Pingback: Escape Plan (2013) | Tonight is gonna be a large one.

  6. Pingback: Media Monday #205 | Tonight is gonna be a large one.

Deine Meinung? (Indem du die Kommentarfunktion nutzt, erklärst du dich mit der Verarbeitung deiner angegebenen Daten durch Automattic, Inc. sowie den Dienst Gravatar einverstanden.)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.