The Thing (2011)

Da hat man nun eine Woche Urlaub und schafft gerade einmal zwei Filme. Soweit ist es also schon gekommen. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen, habe ich mich heute aufgrund des erfrischenden Handlungsortes für „The Thing“ entschieden. Diese Neuauflage des Genre-Klassikers von John Carpenter aus dem Jahre 1982 schien mir durchaus interessant zu sein, da mir bis zur heutigen Sichtung nicht wirklich klar war, ob es sich nun um ein Remake oder um ein Prequel handelt.

Um es kurz zu machen: Matthijs van Heijningen Jr. hat mit „The Thing“ sowohl Remake als auch Prequel geschaffen. So interessant dieser Ansatz auch erscheinen mag, so groß sind auch seine Schwächen. Remake bedeutet hier nämlich auch Remake und somit birgt der Film für Kenner des Carpenter-Orginals keinerlei Spannung bzw. Überraschungen, denn schließlich wissen wir alle, was von dem Camp der Norweger am Ende des Tages übrig bleibt. Das was man als Zuschauer zu sehen bekommt, ist leidlich spannend inszeniert, die – leider etwas zu CGI-lastigen – Kreaturen sind erneut schön eklig geraten und es kommt zumindest wieder ein gewisses Gefühl der Paranoia auf.

Man kann an dieser Stelle festhalten, dass der Film für neue Besucher der alienverseuchten 1982er Antarktis durchaus ziemlich gut funktionieren dürfte. Für alle anderen hat man etliche Verweise auf den chronologischen Nachfolger eingestreut, die mehr oder weniger aufdringlich in die Handlung eingebaut wurden. Dies mag plump wirken, ich für meinen Teil hatte jedoch meine Freude daran – und das obwohl ich John Carpenters „Das Ding aus einer anderen Welt“ bisher erst einmal bewusst gesehen habe. Besonders die direkte Verknüpfung im Abspann hat bei mir das Bedürfnis geweckt danach auch noch Kurt Russell in die Antarktis zu folgen.

Letztendlich ist der 2011er „The Thing“ ein zweischneidiges Schwert. Zum einen bekommt man einen durchaus brauchbaren, aber eben auch sehr unnötigen, Sci-Fi-Schocker zu sehen und zum anderen einen gewissen Fanservice präsentiert, der leider auch nicht wirklich mehr zu bieten hat. Selbst Freunden des Originals wird die Sichtung keine Schmerzen bereiten, doch letztendlich wird van Heijningen Film – im Gegensatz zu Carpenters Klassiker – nur eine Randnotiz  in der Filmgeschichte bleiben: 6/10 Punkte.

10 Gedanken zu “The Thing (2011)

  1. Auf den Film hatte ich damals im Rahmen der Kinostarts einen kurzen Blick geworfen und mit 6 Punkten bist du tatsächlich schon am oberen Ende meiner Prognose angelangt. Sprich, ich hätte nicht erwartet, dass der Film doch so „gut“ wird, zumal deine Ausführungen irgendwie weniger Punkte erwarten lassen.

    So richtig Lust, mir den Film nun auch einmal anzusehen, habe ich leider jetzt auch nicht bekommen 😉

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    • Der Film ist wirklich nicht schlecht. Handwerklich (bis auf so manche CGI-Effekte) sehr ordentlich, ohne moderne Schnittgewitter o.ä. Zudem merkt man, dass die Macher durchaus Fans des Originals sind und sich der Film über weite Strecken tatsächlich wie ein direkter Vorgänger anfühlt. Dennoch fehlt dem Film die Eigenständigkeit und irgendwie auch der Daseinsgrund. Kann man durchaus sehen, muss man aber nicht.

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  2. Ging in Ordnung, sag ich mal. Die CGI-Effekte waren doch sehr deutlich als solche auszumachen, die Hinführung am Ende noch das Beste. Über die Schock- und Ekelszenen made in Handarbeit beim Carpenter-Streifen geht aber nix.

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    • Ja, die CGIs haben mich auch am meisten gestört. Der Rest (Atmosphäre, Schauspieler usw.) ging meiner Meinung nach doch vollkommen in Ordnung. Da hatte ich weit Schlimmeres befürchtet. Auf jeden Fall um Klassen besser, als andere Horror-Remakes (z.B. „Texas Chainsaw Massacre“, „Halloween“).

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  3. Joar, das passt so alles, sogar die Wertung. Der Film ist kein Desaster, aber halt nur ein müder CGI-Aufguss des tollen Originals (seines Zeichens ja selbst ein Remake, dies hier also das als Prequel getarnte Remake eines Remakes, puh).

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    • Wobei ich Carpenters Film eher als Neuinterpretation der Vorlage sehe und weniger als Remake – dafür unterscheiden sich die beiden Filme doch zu sehr. Den 1951er Film sollte ich mir dennoch einmal ansehen…

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