Predators (2010)

Nachdem ich die Kinoauswertung verpasst hatte, war heute endlich der richtige Tag mich an Nimród Antals „Predators“ heranzuwagen. Auch wenn ich dem Franchise nicht so viel abgewinnen kann wie der „Alien“-Reihe, so weiß ich die ersten beiden Auftritte dieser Sci-Fi-Ikonen dennoch zu schätzen. Insofern war ich äußerst gespannt, inwieweit Produzent Robert Rodriguez der Reihe seinen Stempel aufzudrücken vermochte.

Meine Erwartungen waren trotz Vorfreude nicht sonderlich hoch, was unter anderem auch mit dem letzten offiziellen Auftritt der Predatoren im miserablen „Aliens vs. Predator: Requiem“ zusammenhängt. Seit dem ikonografischen Original mit Arnold Schwarzenegger waren immerhin bereits 23 Jahre vergangen und wie mau Anbiederungen an das 80er Jahre Actionkino ausfallen können, durfte ich ja erst vor knapp zwei Wochen mit Sylvester Stallones „The Expendables“ bewundern. Was also hat das (Beinahe-)Remake letztendlich zu bieten?

Zunächst einmal ist mir der herrlich altmodische Score aufgefallen, der tatsächlich sowohl an den Erstling als auch an „Alien“ erinnert. Sehr gelungen. Die Einführung der Charaktere fand ich auch schön, wenngleich man es – wie sollte es anders sein? – nur mit Abziehbildern zu tun hat. Der Cast (u.a. Danny Trejo und Laurence Fishburne in Nebenrollen) ist zwar brauchbar, doch sind die männlichen Hauptrollen mit Adrien Brody und Topher Grace (Eric Foreman, „That ’70s Show“) eher fragwürdig besetzt. Besonders Brody nimmt man den abgebrühten Söldner leider nicht wirklich ab.

Auf der positiven Seite gibt es blutige Kämpfe (der Schwertkampf ist wahrlich toll anzusehen), herrliche Landschaftsaufnahmen und etliche Auftritte der fiesen Predatoren zu vermerken. Negative Aspekte sind dagegen die äußerst sprunghafte Charakterentwicklung, welche besonders gegen Ende unsäglich aufgesetzt wirkt sowie einige Längen im Mittelteil. Doch insgesamt überwiegen glücklicherweise die sehenswerten Elemente mit teils schönen Reminiszenzen an das Schwarzenegger-Vehikel von 1987.

Hardcore-Fans des Franchise werden bestimmt über den Film jammern, doch mir hat er überraschend gut gefallen. Natürlich darf man nicht zuviel erwarten, doch wer nur 107 Minuten harte Sci-Fi-Action mit bekannten Monstern sucht, der sollte auf jeden Fall einmal reinschauen. Kein ganz großer Wurf, doch trotz seiner Mankos durchaus sehenswertes Genrekino und somit gibt es knappe 7/10 Punkte.

15 Gedanken zu “Predators (2010)

  1. Hm, da steht bei mir die O-Ton Sichtung noch aus aber damals im Kino war ich dann doch ein kleines bisschen enttäuscht. Schön fand ich das sich die Geschichte sehr an der klassischen Geschichte des Originals orientiert hat, aber gerade gegen Ende nervte mich das ganze dann doch arg.
    Insgesamt definitiv ein ganz ordentlicher Film und ich will nicht ausschließen, dass der bei mir im O-Ton auch noch auf die 7 klettert.

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  2. @C4rter: Ich habe den Film auch im O-Ton gesehen und mich hat auf der Audiospur einzig und allein Adrien Brodys „The Dark Knight“-Gedenkstimme genervt. War aber bestimmt dennoch sehenswerter als die Synchro. Das Ende fand ich auch nicht so prickelnd, zumal sich ja nahezu jeder Charakter als egoistisches Arschloch herausgestellt hat. Insgesamt habe ich mich aber dennoch ziemlich gut unterhalten, so dass ich wohl am liebsten 6.5 Punkte vergeben hätte…

    @donpozuelo: Ja, der Yakuza-Typ war klasse. Besonders der Schwertkampf war sehr schön inszeniert. Davon hätte ich gerne noch mehr gesehen.

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  3. Und genau das ist meiner Ansicht nach das Problem: Es wurde zwar Brody gecastet, seine Rolle entspricht aber der des typischen Arnie-Söldners. Das geht in meinen Augen nicht wirklich zusammen. Gegen Brody ist aber grundsätzlich natürlich nichts einzuwenden.

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    • Ja, aber muss die typische Söldner-Rolle immer ein typischer Muskelprotz ausfüllen? Ich fand das mal schön gegen den Strich gecasted, zumindest hab ich mich nicht dran gestört (im Gegensatz zu Topher Grace).

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      • Nein, aber ich hätte mir dennoch ein paar untypischere Eigenschaften gewünscht, die den Charakter besser geformt hätten. Diese wortkarge Einzelgänger-Mentalität war für mich da einfach unpassend – inbesondere da sich das Drehbuch nicht entscheiden konnte, ob es ihn nun als Helden oder Arschloch dastehen lassen soll.

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