Mad Love – Season 1

Da bin ich dieses Serienjahr doch tatsächlich über eine Serie gestolpert, die mich anfangs maßlos ärgerte, von der ich letztendlich aber doch nicht losgekommen bin. Handelt es sich bei „Mad Love – Season 1“ deshalb um eine gute Serie? Wohl eher nicht. Worin aber besteht der gewisse Charme, den die Serie bis zu ihrer Absetzung unweigerlich verbreitete?

Zunächst einmal möchte ich etwas näher auf meine unmittelbare Reaktion auf die Pilotfolge eingehen, denn ich dachte zunächst wirklich CBS hat sich einen schlechten Scherz erlaubt. Als hätte die Second Unit von „How I Met Your Mother“ in der Mittagspause eine eigene Sitcom abgedreht. Stimmung, Erzählform und Charaktere wirken wie eine 1:1-Kopie des erfolgreichen Vorbilds. Besonders die Figur des Ben Parr erinnert frapierend an einen uns nicht ganz unbekannten New Yorker Architekten. Wirklich ziemlich dreist.

Was hat mich nun also dazu bewogen dennoch dranzubleiben? Ohne Zweifel die Figuren der besten Freunde unseres glücklichen Paares. Judy Greer (u.a. „Arrested Development“) und Tyler Labine machen – auch wenn ihre Charaktere nicht gerade vor Innovation strotzen – wirklich Spaß. Die Hauptfiguren dagegen bleiben leider ziemlich blass. Umso erstaunlicher, da diese doch mit Jason Biggs und Sarah Chalke von äußerst erfahrenen Komödiendarstellern gespielt werden. Leider jedoch sind ihre Charaktere zu langweilig und vorhersehbar angelegt.

Im Laufe der Staffel steigert sich die Qualität der erzählten Geschichten ziemlich. Auch wenn größtenteils nur das Sitcom 101 abgearbeitet wird, so ist die Serie stets unterhaltsam und die empfundene Verwandschaft zu „How I Met Your Mother“ lässt glücklicherweise ziemlich schnell nach. Nach 13 Episoden ist die Show dann schon wieder vorbei und auch wenn ich sie nicht sonderlich vermissen werden, so bereue ich doch nicht drangeblieben zu sein – eben irgendwie doch ganz nett: 6/10 (6.1) Punkte.

9 Gedanken zu “Mad Love – Season 1

  1. Ich muss dein Durchhaltevermögen loben, aber für mich war da nach ein paar Episoden Schluss. Schade um Sarah Chalke, der ich nach Scrubs ein besseres Engagement gewünscht hätte.

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  2. Ungefähr ab Folge 5 hat sich bei mir auch der unweigerliche Sitcom-Gewöhnungseffekt eingestellt, welcher mir die nachfolgenden Episoden deutlich hochwertiger als noch den Staffeleinstieg erschienen ließ. Sarah Chalke mag ich eigentlich auch, doch hier war sie für mich eher einer der Schwachpunkte.

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  5. Hab kürzlich 2 Folgen aus der Kennenlernphase auf Sixx erwischt und dachte auch gleich: „Als hätte die Second Unit von “How I Met Your Mother” in der Mittagspause eine eigene Sitcom abgedreht.“
    Irgendwie drangeblieben bin ich dann schon, aber weitergucken werde ich wohl bei deiner Vorhersage nicht. In der Zeit kann man auch anderes schauen.
    Schade um die Greer, von der hätte ich nach ihrem Gastauftritt bei Big Bang gern mehr gesehen. *g*

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    • Ja, ist wirklich eine recht dreiste Kopie, der der Erfolg jedoch verwehrt blieb. Rückblickend hatte ich aber durchaus meinen Spaß damit und die 13 Episoden tun ja auch nicht weh.

      Judy Greer soll ja soweit ich weiß eine eigene Show bekommen. Da würde ich auf jeden Fall reinschauen. Wenn jemand Comedy kann, dann Greer. Sah man u.a. ja auch schon in „Arrested Development“.

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      • Also wenns nur 13 Episoden gibt, hab ich langsam fast alle gesehen. Immer so beim zappen. Sixx senden die wohl öfter. Ne, die Serie ist immer kurz davor Spaß zu machen und bleibt dann doch zu platt. Schade eigentlich.

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      • Kenne ich von früher, dass man ganze Staffeln von Serien mitbekommt, obwohl man nur sporadisch einschaltet. Ging mir damals mit „King of Queens“ und RTLII so. Inzwischen schaue ich Serien nur noch gezielt auf DVD, schon alleine, weil ich besonders Sitcoms nicht in der Synchro sehen kann.

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