Outlander (2008)

Gestern Abend habe ich mir, obwohl es eigentlich viel zu spät und ich viel zu müde war, Howard McCains „Outlander“ angesehen und trotz erschwerter Rahmenbedingungen hat der Film enorm viel Spaß gemacht. Insofern schade, dass dem Film der Sprung auf die Kinoleinwand verwehrt wurde.

Auf „Outlander“ hatte ich mich schon seit längerer Zeit gefreut. Endlich einmal wieder ein Monsterfilm. Endlich wieder Wickinger. Endlich wieder Sci-Fi. Gleich drei Wünsche auf einmal. Nach den ersten Minuten wurde meine Euphorie dann deutlich gedämpft, da bereits der Einstieg viel zu holprig und belanglos inszeniert war. Da hätte ich mir wahrlich mehr erhofft. Leider schafft es der Film über die gesamte Laufzeit nicht ganz diesen unausgegorenen Charakter loszuwerden. Doch glücklicherweise kann er im weiteren Verlauf durch andere Stärken überzeugen.

Vielleicht habe ich den Film – aufgrund des für solch eine Geschichte doch recht hohen Budgets – zu ernst genommen. Das darf man natürlich nicht. Schon bald eröffnete sich mir jedoch der leicht trashige Charme dieses überteuerten B-Movies und ab diesem Zeitpunkt hatte ich wirklich Spaß damit. Es geht ordentlich zur Sache und das Blut spritzt meterweit. Hinzu kommt ein toll designtes Monster („Das Relikt“ lässt grüßen) und jede Menge Wikinger. Neben dem reinen Unterhaltungswert bietet „Outlander“ dann sogar immer mal wieder eine grandiose Einstellung, welche beinahe schon zu perfekt für diesen Film wirkt.

McCains Interpretation von „Die Legende von Beowulf“ richtet sich ganz klar an Genrefreunde. Alle anderen werden mit diesem Sci-Fi-Monster-Wikingerfilm wohl nur wenig Freude haben. Trotz offensichtlicher Schwächen hat mir dieser Mix sehr viel Spaß gemacht und ich kann mir durchaus die eine oder andere Wiederholungssichtung vorstellen. Mit eineinhalb zugedrückten Augen gibt es von mir 7/10 Punkte.

5 Gedanken zu “Outlander (2008)

  1. Wikinger, Aliens und massig Blut. Das funktioniert, da gebe ich Dir recht. Der Streifen hat mich auch ganz nett unterhalten, für mehr als 4/10 reicht es bei mir aber nicht. Dafür überwogen dann doch die B-Movie-Anteile zu sehr. 🙂

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  2. @KiNGU: Mich hat der Film dann doch weit überdurchschnittlich gut unterhalten. Eine schöne Abwechslung zum sonstigen Einheitsbrei was Genrefilme angeht. Aber das ist eben Geschmackssache.

    Übrigens schade, dass du dein Blog aufgegeben hast. Ich kann es aber durchaus verstehen und müsste lügen wenn ich behauptete, dass mir dieser Gedanke in letzter Zeit nicht auch schon öfter durch den Kopf gegangen ist.

    @Flo Lieb: Ja, ganz genau. Da gibt es keine falschen Verprechungen und keine forcierte Metaebene. WYSIWYG sozusagen. Werde gleich mal deine Kritik ansteuern.

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  3. Ja, Zeit ist wirklich ein großes Problem. Doch für ein Eintrag alle ein bis zwei Wochen reicht es im Moment noch. Mal sehen, wie sich das so im Laufe der Ereignisse diesen Jahres entwickelt…

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