Terminator: Die Erlösung – Director’s Cut – OT: Terminator Salvation (2009)

Wie so oft in letzter Zeit gab es mit McGs „Terminator: Die Erlösung“ einmal wieder einen Nachklapp zu einer bekannten und beliebten Trilogie mit großer Fansbasis. Milking the Franchise. Dennoch hatte ich mich wirklich auf den Film gefreut und wurde auch entsprechend gut unterhalten.

Zunächst einmal war ich froh, dass man nicht wieder in der Vergangenheit ansetzt und das bekannte Fluchtszenario durchspielt. Seit den Flashforwards in „Der Terminator“ bin ich schon heiß auf die düstere Zukunft. Nun endlich war es soweit. In diesem aktuellen Film befindet sich Skynet allerdings noch im Aufbau, so dass die Welt eher an Endzeitfilme wie „Mad Max“ erinnert, als an die aus den „Terminator“-Filmen bekannten Bilder. Doch was nicht ist, kann ja noch werden.

Leider ist die Geschichte – wie bereits schon in „Terminator 3: Rebellion der Maschinen“ – eher als Alibi für ausufernde Actionszenen zu sehen. Diese sind dafür wirklich sehenswert und machen enorm viel Spaß. Auch die Handlung birgt durchaus Potential, doch leider wurden die Schwerpunkte falsch gesetzt. Was will man als Fan sehen? Natürlich einen aufstrebenden John Connor, wie wir ihn uns seit „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ erhoffen. Leider ist Christian Bales John Conner ein derartiger Unsympath, dass selbst Nick Stahls blasse Interpretation im dritten Teil mehr Sympathien für sich verbuchen konnte.

Neben dem Erzählstrang um John Connor gibt es mit Marcus Wright eine neue Figur, die doch tatsächlich mehr her macht, als die vermeintliche Hauptfigur. Dadurch verschiebt sich die Gewichtung der Mythologie jedoch, was dem Film letztendlich schadet. Gegen Ende wirkt die Geschichte auch leider ziemlich konstruiert, was so manchen Effekt verpuffen lässt. Dafür gibt es noch einen herrlichen CG-Arnie zu sehen, der besonders Fans des ersten Teils Freudentränen in die Augen treiben wird.

Alles in allem ist „Terminator Salvation“ ein unterhaltsamer Actionfilm mit tollem Setting und vielversprechender Zukunft. Die Geschichte ist eher nebensächlich und wer den Film nicht beständig mit den zwei unantastbaren Klassikern vergleicht, kann auf jeden Fall seinen Spaß haben. Hat mir sogar einen Tick besser gefallen, als der zweite Aufguss: 6/10 Punkte.

19 Gedanken zu “Terminator: Die Erlösung – Director’s Cut – OT: Terminator Salvation (2009)

  1. Ich kann da leider nicht groß mitreden. Ist schon fast peinlich, wie wenig ich dieses Jahr im Kino wahr. Meine Highlights waren wohl „The Curious Case of Benjamin Button“ und „Burn After Reading“ – immerhin gab es einige großartige Heimkino-Sichtungen… 😉

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  2. Nachdem ich Terminator im Kino verpasst habe, habe ich mir kürzlich auch die neu erschienene DVD angeschaut und mir hat der Film auch überraschend gut gefallen. Sicherlich nicht überragend, aber schon ganz nett gemacht. Mir hat’s ganz gut gefallen, wie sich das alles in die Zeit kurz bevor der erste Terminator in die Vergangenheit geschickt wird eingepasst ist. Aner die Story und die Schauspieler sind wirklich nicht das Wahre. Bleiben halt famose Actionszenen, die in Ordnung sind.

    Werde mir den Film sicher noch mal anschauen und dann entscheiden, ob er wirklich was taugt. Aber irgendwie würde ich trotzdem gerne weitere Filme in dem Setting sehen.

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  3. Das deckt sich doch tatsächlich mit meinem Eindruck des Films. Christian Bale hat anscheinend bereits für zwei weitere Filme unterschrieben, was letztendlich in einer zweiten Trilogie gipfeln würde. Ich könnte mir vorstellen, dass man dann auch sieht, wie Kyle Reese und der T800 in die Vergangenheit geschickt werden – somit würde sich der Kreis schließen. Ich hoffe mal das geht langsam vorwärts. Nun habe ich auch einmal wieder Lust auf die ersten beiden Teile bekommen.

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  4. Der Film war ganz nett. Die Actionszenen sind über jeden Zweifel erhaben und die Story leider etwas dürftig, aber das habe ich erwartet. Die Endzeitatmosphäre hat mir aber ausserordentlich gut gefallen.
    Hoffe einfach, dass es nur ein schwacher Auftakt für die neue Trilogie war.

    Hier noch ein Interessanter Artikel zu „T4“ und Änderungen am Script:
    http://www.bereitsgesehen.de

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  5. Na, da sind sich anscheinend einmal alle einig. Ich würde mich auch über eine trilogie freuen, bei der es noch mehr von dem tollen Endzeitsetting zu sehen gibt. Der Bericht ist auch wahrlich interessant. Gerade Bale als John Connor hat mir nicht wirklich gefallen. Naja, Hollywood halt.

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  6. Mir hat Bale als John Connor gut gefallen. Aber für mich hatte er zu wenig Screentime.

    Interessant wäre sicher auch die Idee geworden, Marcus als Hauptcharakter zu nehmen und Conner nur per Funk zu hören.

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  7. Echt? Ich fand ihn endlos unsympathisch. Hatte für mich nicht recht viel von John Conner. Ich weiß auch nicht. Bale ist mir in letzter Zeit aber sowiso viel zu gehypt.

    Marcus reiner als Hauptcharakter hätte mir auch viel besser gefallen, doch das war ja leider nicht möglich. Trotz aller Schelte aber wirklich ein unterhaltsamer Film.

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  8. Mit dem Hype hast du schon recht. Schade eigentlich. Hoffe der ganze Ruhm steigt ihm nicht zu Kopf (oder nicht noch mehr), nach all den Blockbustern in letzter Zeit.

    Er sollte mehr Filme wie z.B: „The Machinist“, „Rescue Dawn“ oder wenn es etwas grösser sein muss „Todeszug nach Yuma“ oder „The Prestige“ machen. Natürlich sind auch die beiden „Batman“ Filme mit ihm grosse klasse, aber wieder mal was Kleineres wäre schon schön. 🙂

    Mal schauen ob Bale in den Fortsetzungen mitspielt, da ich mal gelesen habe, er sei nicht so ganz zufrieden mit dem vierten Teil gewesen und wolle aus dem Vertrag aussteigen.

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  9. Ja, in „The Machinist“ und „The Prestige“ fand ich Bale auch klasse. Ebenso hat er mir in „Batman“ recht gut gefallen, doch ist er für mich dennoch weit davon entfernt ein Überschauspieler zu sein. Und als solcher wird er in letzter Zeit ganz gerne dargestellt. Naja, mal sehen. Ich fände es auf jeden Fall schade, wenn er nun aus der „Terminator“-Reihe aussteigt, denn dann gäbe es schon wieder einen neuen John Conner.

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  10. Ich empfand Bale auch nicht wirklich als „Über“-Connor. War mir ebenfalls recht unsymphatisch, hätte man deutlich besser machen können.
    Und mir persönlich ist es egal, obs ne neue Trilogie wird. Meistens bringen die sowieso nix gutes, selbst wenn man (oder eben weil man) es hofft).
    Mir war vor allem viel zu wenig Nacht-Endzeit. Im ersten und 2. sieht man die Zukunft immer nur nachts. Hat mir deutlich besser gefallen.

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  11. Ich denke für die Nachtszenen wäre in den folgenden Filmen noch genug Platz. In diesem Teil hat man ja erst den Anfang des Aufstiegs von Skynet gesehen. Für mich würden die Szenen aus T2 z.B. zeitlich gut in den zweiten oder dritten Teil der neuen Trilogie passen. Dann gerne auch wieder mehr Szenen mit CG-Arnie. Naja, mal sehen, was da draus werden wird.

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