Silicon Valley – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 6)

Schon vor gut acht Jahren habe ich diese Serie verschlungen. Zum damaligen Zeitpunkt war ich auch in der Tech-Branche angekommen und konnte, wenn auch auf anderem Niveau, durchaus einige Parallelen feststellen. Da „Silicon Valley“ eine HBO-Serie ist, war ich auf den Zugang via DVD-Staffelsets angewiesen, von denen es jedoch nicht alle bis nach Deutschland geschafft haben. Vor ein paar Jahren habe ich mir jedoch die UK-Komplettbox zugelegt und konnte endlich in das Silicon Valley abtauchen. Inzwischen durfte ich selbst die Schattenseiten der Tech-Branche kennenlernen. Wie sich all das auf meine jüngste Sichtung ausgewirkt hat? 💻

Silicon Valley | © HBO

Silicon Valley | © HBO

Nachdem ich die ersten fünf Staffeln von „Silicon Valley“ zwischen September und Dezember 2023 gesehen hatte, brauchte ich für die finale Staffel beinahe ein weiteres Jahr. Kein gutes Zeichen. Warum sich die Serie insgesamt dennoch lohnt und durchaus Spaß macht, könnt ihr in der folgenden Besprechung lesen:

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Geistervilla – OT: Haunted Mansion (2023)

Es ist Halloween! War ich bis vor ein paar Jahren noch ein ziemlicher Halloween-Muffel, hat der Tag inzwischen an Bedeutung gewonnen. Das Zappelinchen war bei einer Freundin auf einer Party und der Zwergofant ist mit seinem Cousin um die Häuser gezogen. Danach haben sie sich die beiden bei uns zum Halloween-Dinner  eingefunden und mit „Geistervilla“ gab es einen kindgerechten Gruselfilm. Wie uns dieser so gefallen hat? 👻

Geistervilla (2023) | © Walt Disney

Geistervilla (2023) | © Walt Disney

Beliebige Geister, zu wenig Grusel, netter Humor

Bevor wir den Film gestartet haben, kam für mich der eigentliche Horror: Mein Hexenschuss sitzt mir auch nach drei Tagen noch ziemlich fies im unteren Rücken. Zwischen 17:30 und 19 Uhr hat es jedoch alle paar Sekunden an der Tür geklingelt, woraufhin ich schnell meine Maske aufgezogen und zu den Süßigkeiten gegriffen habe. Dann an der Tür in die Hocke, Kostüme gelobt und Nascherei übergeben. All das x-mal wiederholt. Das hat die Genesung meines Rückens direkt wieder um ein paar Tage zurückgeworfen. Aber wir wurden gut und gerne 200 Teile Süßkram los. Schon verrückt, wie viel hier in der Nachbarschaft los ist. Das gab es vor ein paar Jahren noch nicht. Auf jeden Fall war es ein gelungener Abend und der Aufwand hat sich gelohnt. Auch der Zwergofant und sein Cousin waren begeistert. Hier ein paar Impressionen unserer Halloween-Feier:

Nach dem Abendessen haben wir dann mit dem Film begonnen. Letztes Jahr hatte ich noch „Ghostbusters: Die Geisterjäger“ vorgeschlagen, doch dieses Jahr fiel die Wahl auf einen neueren Film: „Geistervilla“ ist ein recht aktuelles Disney-Abenteuer, das nach „Fluch der Karibik“ und „Jungle Cruise“ bereits die dritte Verfilmung einer Freizeitparkattraktion darstellt. Die Kritiken waren verhalten bis vernichtend und ich muss sagen, dass ich weder begeistert noch genervt war. „Geistervilla“ ist weder sonderlich gruselig, noch lustig. Er plätschert vor sich hin und hat ein paar ganz nette Momente. Gerade die Geister bleiben jedoch erstaunlich blass (haha) und weniger CGI-Action hätte dem Film gut getan. Die Figuren mochte ich ganz gerne und die zwei Stunden sind recht schnell vergangen. Kann man also durchaus machen.

Fazit

Der Halloween-Filmabend war auch dieses Jahr eine nette Sache. Die beiden Jungs hatten viel Spaß mit dem Film und auch ich wurde gut unterhalten. Letztendlich ist es vermutlich genau das, was man von einem kindgerechten Gruselfilm aus dem Hause Disney erwarten kann. Wer das nicht braucht, der verpasst auch nichts: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: war auf einer  anderen Halloween-Party; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Spider-Man: Far From Home (2019) (WS1)

Am Ende des heutigen Tages ist es passiert: Nach wochenlangem Schuften im Keller ist es mir doch noch in den Rücken gefahren. Eine übervolle Umzugskiste zu viel. Nun kann ich mich nur noch in Zeitlupe bewegen und sehe den kommenden freien Tagen mit Skepsis entgegen. Doch zunächst einmal schreibe ich über „Spider-Man: Far From Home“, den wir am heutigen Filmabend endlich gesehen haben. Damit ist auch die dritte Phase des MCU abgeschlossen. 🌍🕷

Spider-Man: Far From Home (2019) | © Sony Pictures Home Entertainment

Spider-Man: Far From Home (2019) | © Sony Pictures Home Entertainment

Spider-Man auf Reise durch Europa

Kaum zu glauben, dass meine letzte Sichtung des Films bereits zweieinhalb Jahre zurückliegt. Mir kommt es noch gar nicht so lange her vor und ich muss zugeben, dass ich zunächst Sorge hatte, die beiden Sichtungen würden zu nahe aufeinander folgen. Glücklicherweise war dem nicht so und ich hatte mindestens genauso viel Spaß mit dem Film, wie beim ersten Durchgang. Peter Parkers Schultrip nach Europa hat sich auch heute eher wie eine Teenie-Komödie angefühlt und das auf beste Art und Weise. Dennoch ist auch der Plot rund um Mysterio spannend und steckt voller Überraschungen. Für mich ist „Spider-Man: Far From Home“ tatsächlich der perfekte Film, um nach dem schweren „Avengers: Endgame“ ein wenig Leichtigkeit ins MCU zurückzubringen und damit auch die dritte Phase abzuschließen.

Neben dem Coming-of-Age-Plot hat mir vor allem die Illusionstechnik und deren Umsetzung gut gefallen. Diese scheint zwar nicht immer logisch, doch hat sie ein paar schöne audiovisuelle Spielereien zu bieten. Weiterhin ist Mysterio nach Thanos ein angenehm kleiner und doch sehr menschlicher Bösewicht.

Marvel Cinematic Universe: Phase 3

Nach Abschluss der zweiten Phase sind wir nun auch schon am Ende der dritten Phase des MCU angekommen und haben für diese exakt fünf Monate benötigt. Hier das neue Ranking aller Filme:

  1. „Avengers: Endgame“ (9/10 Punkte)
  2. „Avengers: Infinity War“ (9/10 Punkte)
  3. „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ (9/10 Punkte)
  4. „The First Avenger: Civil War“ (8/10 Punkte)
  5. „Captain Marvel“ (8/10 Punkte)
  6. „Spider-Man: Far From Home“ (8/10 Punkte)
  7. „Spider-Man: Homecoming“ (8/10 Punkte)
  8. „Thor: Tag der Entscheidung“ (8/10 Punkte)
  9. „Black Panther“ (8/10 Punkte)
  10. „Ant-Man and the Wasp“ (7/10 Punkte)
  11. „Doctor Strange“ (7/10 Punkte)

Fazit

Auch wenn ich während des Films mit Schmerzen zu kämpfen hatte, so konnte mich „Spider-Man: Far From Home“ doch ziemlich gut ablenken. Es ist der letzte Film des MCU, den ich auf Blu-ray im Regal stehen habe. Die letzte 3D-Fassung. Ob die Qualität auch inhaltlich abnimmt? Den Start in die vierte Phase kenne ich noch, doch dann folgt der Aufbruch ins Ungewisse. Hat viel Spaß gemacht: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Captain Marvel (2019) (WS1)

Nach einem langen Tag voller Gartenarbeit war ich abends ziemlich platt. Auf dem Programm stand „Captain Marvel“, an den ich mich irgendwie kaum noch erinnern konnte. Vermutlich war meine Aufmerksamkeit bei der letzten Sichtung, die an einem Weihnachtsfeiertag stattfand, durch das Fresskoma deutlich reduziert. Die Vorfreude hielt sich demnach in Grenzen, weshalb ich nun umso begeisterter bin! 🦸‍♀️

Captain Marvel (2019) | © Walt Disney

Captain Marvel (2019) | © Walt Disney

Zwischen Identitätskrise und 90er Buddy-Movie

Durch den chronologisch fragmentierten Aufbau des Films, musste ich mich erst einmal zurechtfinden. Es wird ein Mysterium aufgemacht, das sich erst nach und nach auflöst. Der Ton des Films schwankt dabei zwischen ernst und komisch, was überraschend gut funktioniert. Brie Larson ist eine großartige Besetzung für die alles überstrahlende Heldin und gerade ihr Zusammenspiel mit einem beeindruckend gut verjüngten Samuel L. Jackson ist fantastisch gelungen. In diesen Szenen erinnert „Captain Marvel“ an die großen Buddy-Movies der 1980er und 1990er Jahre. Wie passend! Es grenzt schon an ein Wunder, dass dieser oft humorvolle Plot mit dem bedeutungsschwangeren Krieg-im-Weltall-Handlungsstrang zusammen passt.

Die Figuren bekommen mehr Tiefe als in vielen anderen Marvel-Filmen. Die Wandlung der scheinbaren Bösewichte zu Verbündeten geht ans Herz und die Gags haben mich teils laut zum Lachen gebracht. Auch die Kinder waren extrem begeistert und haben „Captain Marvel“ so gut bewertet, wie kaum einen zweiten MCU-Film. Das ist doch erstaunlich. Wenn Carol Danvers im Finale dann ihre kompletten Fähigkeiten auspackt, ist das nur noch mitreißend. Ich kann gut verstehen, warum Captain Marvel für junge Frauen und, wenn man nach dem Zwergofanten geht, auch junge Männer solch eine wichtige Figur innerhalb des MCU ist. Eine der besten Origin-Geschichten überhaupt und das so spät innerhalb des Franchises. Toll!

Fazit

Mich hat „Captain Marvel“ heute wirklich begeistert. Da hat für mich nahezu alles gepasst. Ich freue mich jetzt schon auf Carol Danvers Auftritt in „Avengers: Endgame“ und auch ihren zweiten Einzelfilm. Ein rundum gelungener Spaß mit fantastischer Superheldin. Stand heute einer meiner liebsten MCU-Filme: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Guglhupfgeschwader (2022)

Endlich ist Wochenende! Nachdem der Zwergofant wieder lange beim Karate-Training war, und ich in der Zwischenzeit Pizza organisiert habe, sind wir recht spät aufs Sofa gekommen. Da Frau bullion Kopfschmerzen hatte, haben wir auf wilde Marvel-Action in 3D verzichtet und uns mit „Guglhupfgeschwader“ einmal mehr dem gemächlichen und doch turbulenten Treiben in Niederkaltenkirchen zugewandt. 🎰

Guglhupfgeschwader (2022) | © Constantin Film Verleih GmbH

Guglhupfgeschwader (2022) | © Constantin Film Verleih GmbH

Im achten Teil gibt es Action und Millionen

Nachdem wir den Vorgänger „Kaiserschmarrndrama“ erst nach längerer Pause gesehen hatten, ging es nun nach nur einer Woche schon wieder auf den Hof der Eberhofers. Interessanterweise stand der Kriminalfall dieses Mal deutlich stärker im Zentrum und war sehr mit den persönlichen Geschichten der Figuren verknüpft. Für Franz galt es die Frage zu klären, ob er denn der Vater von Lotto-Otto ist. Flötzinger dagegen wird scheinbar zum Lotto-Millionär, was für eine der witzigsten Musikmontagen der gesamten Eberhofer-Reihe sorgt. Auch daneben stimmt die Dynamik zwischen den Figuren einfach und selbst der im letzten Teil verstorbene Hund Ludwig wird inhaltlich noch einmal aufgegriffen.

Für mich hat all das wunderbar funktioniert, auch wenn die Reihe inzwischen schon ziemlich aufdreht bzw. Ed Herzog all das genauso inszeniert, wie man es vermutlich von ihm erwartet. Nur mit einer Prise mehr Action und Aufwand. Da wird das Bildformat im Showdown auf Cinemascope gemattet und plötzlich gleicht der Eberhofer-Hof dem Schauplatz in einem Italowestern. Das kann man albern oder übertrieben finden, doch für mich passen auch solche Spielereien wunderbar zu dieser erstaunlich erfolgreichen Krimireihe, die schon immer mehr war als nur ein Kriminalfall mit etwas Lokalkolorit.

Fazit

Insgesamt hat mir „Guglhupfgeschwader“ mindestens genauso gut gefallen, wie der Vorgänger „Kaiserschmarrndrama“. Damit hat die Reihe nach ein paar schwächeren Teilen wieder zu alter Stärke gefunden. Nun bleibt nur noch „Rehragout-Rendezvous“ übrig und wir haben alle aktuellen Filme der Reihe gesehen. Verrückt. Noch verrückter, dass uns die Filme tatsächlich so gut gefallen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

The Boys – Season 4

Ich hänge hinterher mit meinem Serienkonsum. Nachdem ich vor ein paar Monaten noch die erste Staffel des Spin-offs „Gen V“ eingeschoben hatte, wollte ich sogleich mit „The Boys – Season 4“ weitermachen. Das habe ich dann auch zeitnah, doch hat sich die Sichtung erstaunlich lange gezogen. Ein wenig ist die Luft vermutlich raus, doch warum die Serie immer noch Spaß macht, lest ihr hier. 🦸‍♀️🦸‍♂️

The Boys – Season 4 | © Amazon Prime Video

The Boys – Season 4 | © Amazon Prime Video

Eine zerfaserte Staffel mit Höhepunkt am Ende

Es fällt mir schwer wiederzugeben, was sich alles in dieser Staffel zugetragen hat. Es gibt unzählige Handlungsstränge abseits der Hauptgeschichte. Das ist einerseits erfrischend und auch herzergreifend (z.B. Hughies Abschied von seinem Vater), andererseits aber nimmt es auch zu viel Fokus vom eigentlichen Geschehen. Gerade langgezogene Abschweifungen, wie Hughie im Sado-Maso-Keller, hätte man sich meiner Meinung nach auch sparen können. Aber ja, auch das ist natürlich „The Boys“. Ebenso wie fliegende Killerschafe. Die Grenze zwischen albern, ultrabrutal und schockierend verschiebt sich fließend. All das funktioniert für mich nicht mehr so gut wie noch in der dritten Staffel oder auch in „Gen V“. Zum Spin-off bleibt mir noch zu sagen, dass die Verbindung eher oberflächlich bleibt und man der Handlung auch gut ohne dessen Kenntnis folgen könnte. Nur die Auftritte von ein paar Figuren des Spinn-offs würden ohne Kontext bleiben.

Richtig gut wird die Serie dann gegen Ende. Die Eskalation mit Homelander nimmt endlich Fahrt auf, der Einsatz des Shapeshifters ist extrem spannend und auch die Dynamik innerhalb der Boys wird interessanter. Da frage ich mich tatsächlich, warum man mit all dem so lange gewartet hat. Vermutlich fühlt sich die Staffel rückblickend auch deshalb ein wenig unrund an. Das Tempo war am Anfang zu gering bzw. wurden die Handlungsstränge zu fragmentiert erzählt. Gegen Ende hat die Staffel ihren Groove gefunden und ich hätte liebend gerne noch weitergeschaut. Das Staffelfinale war wirklich rund und eines der besten, das die Serie bisher zu bieten hatte. Somit wird mir die Staffel insgesamt doch in guter Erinnerung bleiben und ich freue mich jetzt schon auf das große Finale im kommenden Jahr.

Fazit

Auch wenn die Handlung der Staffel insgesamt durchwachsener war als in den Vorjahren, so beeindruckt „The Boys“ weiterhin mit bitterböser Satire, übertriebener Gewalt und auch überraschenden Emotionen. Gerade das Staffelfinale fand ich wirklich stark und macht Lust auf das Finale der Serie: 8/10 (7.9) Punkte.

Perfekt Verpasst – Staffel 1 (2024)

Da habe ich doch tatsächlich einmal wieder eine deutsche Serie geschaut. Warum meine Wahl ausgerechnet auf diese gefallen ist, kann ich gar nicht so genau sagen. Vermutlich eine Mischung aus Werbung, Episodendauer und Kinderkompatibilität. Die Hauptargumente, die für „Perfekt Verpasst – Staffel 1“ sprechen, sind zweifellos die beiden Hauptdarsteller:innen Anke Engelke und Bastian Pastewka. Ob das ausreicht, um die Serie sehenswert zu machen? 💖

Perfekt Verpasst – Staffel 1 | © Amazon Prime Video

Perfekt Verpasst – Staffel 1 | © Amazon Prime Video

Eine sympathische RomCom in Serienform

Was mir von der Serie vermutlich am meisten im Kopf bleibt: Wie idyllisch ist bitte Marburg? Die Serie könnte auch als Tourismusvideo für die mittelhessische Stadt durchgehen. Davon abgesehen lebt die Serie, wie bereits im Intro erwähnt, vor allem von Anke Engelke und Bastian Pastewka. Wer die beiden nicht gerne sieht, der sollte auch einen weiten Bogen um die Serie machen. Dabei muss man fairerweise sagen, dass sie in ihren Rollen, einer egozentrischen Buchhändlerin und einem frisch geschiedenen Familienvater, komplett aufgehen. Die beiden spielen in „Perfekt Verpasst“ echte Figuren und keine Comedy-Acts, wie z.B. zuletzt in „LOL: Last One Laughing“. Das hat mich doch sehr beruhigt und war auch schön anzusehen, denn sowohl Anke Engelke als auch Bastian Pastewka besitzen durchaus auch Talent für ruhigere Töne, was die Serie in meinen Augen sehr angenehm gemacht hat.

Doch worum geht es eigentlich? Die Serie begleitet in acht Episoden zwei Menschen, die schon immer in der gleichen Stadt leben, sich bisher aber immer knapp verpasst haben. Nach Ralfs Scheidung und Marias geplatzter Affäre berühren sich ihre Wege stärker denn je und sie finden, auf Ralfs dreckigem Auto, sogar eine Möglichkeit miteinander zu kommunizieren. Das Ganze wird noch angereichert mit etlichen weiteren Handlungssträngen, wie z.B. Marias Versuch als Autorin Fuß zu fassen und Ralfs neuer Familiensituation. All das ist nicht wirklich neu und auch nicht jeder Witz zündet, doch insgesamt fand ich die Serie extrem sympathisch und wunderbar unaufgeregt erzählt. Auch der emotionale Kern hat mich erwischt und ja, Anke Engelke und Bastian Pastewka machen ihre Sache großartig! Gerade ihr Zusammentreffen in der vorletzten Episode sprüht nur so vor Chemie. Das hat wirklich Spaß gemacht.

Fazit

Auch wenn uns die Serie über mehrere Wochen und eher am Rande begleitet hat, so habe ich mich doch über jede einzelne Episode gefreut. Auch die Kids waren durchaus angetan. Wenn ihr gerne RomComs schaut, und auch deutschem Fernsehen nicht abgeneigt seid, dann solltet ihr ruhig einmal reinschauen. Ich wäre auch bei einer zweiten Staffel wieder am Start, doch eine solche steht noch in den Sternen, zumal diese erste Staffel auch für sich alleine stehen kann: 8/10 (7.9) Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Kaiserschmarrndrama (2021)

Heute sind wir recht spät vor den Fernseher gekommen. Der Zwergofant war bis 19:30 Uhr beim Karate-Training und das Zappelinchen und ich haben die Wartezeit für einen Einkauf genutzt. Nach dem Duschen habe ich den Zwergofanten direkt zum Übernachten zu seinen Freunden gebracht, mit denen er sich heute „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ anschauen wird. Bei uns stand mit „Kaiserschmarrndrama“ eine Rückkehr nach Niederkaltenkirchen auf dem Programm. 👨‍🦽

Kaiserschmarrndrama (2021) | © Constantin Film Verleih GmbH

Kaiserschmarrndrama (2021) | © Constantin Film Verleih GmbH

Der siebte Teil wirkt frischer und bringt Spaß

Mit „Leberkäsjunkie“ liegt unsere letzte Sichtung eines Eberhofer-Krimis fast schon ein halbes Jahr zurück. Verrückt. Somit war ich mir nicht ganz sicher, wie schnell wir wieder in diese Welt reinkommen würden. Der Abstand hat uns aber gut getan und nachdem die letzten beiden Filme schon ein wenig angestaubt wirkten, ist gefühlt wieder frischer Wind durch Niederkaltenkirchen geweht. Dabei ist der Kriminalfall erneut dünner als das Haar des Herrn Birkenberger. Abermals macht das gar nichts, denn die Dynamik und Beziehungen der liebgewonnenen Figuren untereinander sind erneut die wahre Stärke des Films.

Ein Handlungsstrang wird sogar richtig rührselig, wenn Ludwig, der Hund der Familie Eberhofer, das Zeitliche segnet. Diese Geschichte bekommt sogar erstaunlich viel Raum. Auslöser dafür war wohl, dass der Ludwig verkörpernde Hund im wahren Leben verstorben ist. Fast schon süß von Regisseur Ed Herzog, das so prominent in den Film einzubauen. Davon abgesehen überwiegt aber der zotige Humor, so manch dummer Spruch und am Ende kommen sich die Figuren sogar etwas näher. Schön.

Fazit

Mit „Kaiserschmarrndrama“ ging es in meinen Augen wieder aufwärts mit Franz Eberhofer und Co. Das Zappelinchen hat sehr viel gelacht und auch ich habe mich wieder richtig wohl in Niederkaltenkirchen gefühlt. Nun bleiben uns noch zwei Filme der Reihe, bevor wir auf dem aktuellen Stand sind. Mal sehen, ob wir bis zum nächsten wieder so lange warten werden: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: hat bei Freunden übernachtet)

Thor: Tag der Entscheidung – OT: Thor: Ragnarok (2017) (WS1)

Was habe ich mich auf diesen Filmabend gefreut. Nicht so sehr aufgrund des Films, doch vor allem aufgrund der Tatsache, dass diese Woche ein Ende nimmt. Auf dem Programm stand natürlich „Thor: Tag der Entscheidung“ und damit nach „Spider-Man: Homecoming“ der nächste Film aus dem MCU. Obwohl wir alle schon recht müde waren, haben es 75% der Zuschauer:innen geschafft, wach zu bleiben. 🔨

Thor: Tag der Entscheidung (2017) | © Walt Disney

Thor: Tag der Entscheidung (2017) | © Walt Disney

Thor und Hulk kloppen sich auf Deponia

Ich mochte „Thor: Tag der Entscheidung“ schon bei meiner ersten Sichtung. Taika Waititi geht einfach immer, auch wenn man hier schon merkt, dass er sein Ding nur zu so 63,2% durchziehen konnte. Ist halt immer noch ein Marvel-Film. Die Action-Szenen sind etwas zu ausgewalzt und 15 Minuten weniger hätten auch nicht geschadet. Dafür ist der Film mit herrlichen Figuren (z.B. Korg oder der Grandmaster) angereichert und der Humor ist einfach fantastisch. Die Dynamik zwischen Thor und Hulk bzw. Bruce Banner funktioniert auch wunderbar. Zudem ist die von Tessa Thompson gespielte Walküre eine starke Ergänzung für unser Trio bzw. Quartett.

Inszenatorisch gefällt mir „Thor: Tag der Entscheidung“ auch sehr. Mit seinen knalligen Farben und seinem außerirdischen Setting erinnert er mich am ehesten an die „Guardians of the Galaxy“-Filme, wenngleich er an diese auch nicht komplett herankommt. Es zeigt sich allerdings, dass Regisseure mit einer eigenen Stimme, wie eben James Gunn oder Taika Waititi, tatsächlich die besten MCU-Filme hervorbringen. Ein großes, unsinniges und dabei stets unterhaltsames Vergnügen.

Fazit

Auch heute hatte ich wieder viel Spaß mit „Thor: Tag der Entscheidung“. Die Kinder waren ebenfalls angetan und ich bin vor allem gespannt auf den vierten Teil, der ja in eine ähnliche Kerbe schlagen soll. Für uns geht es zunächst jedoch mit „Black Panther“ weiter und dann geht es auch schon Richtung Finale. Hierfür gibt es aber noch: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Spider-Man: Homecoming (2017) (WS1)

Der erste kurze Arbeitswoche nach dem Urlaub ist vorbei. Mit dem zusätzlichen Schimmeldrama im Keller und körperlicher Abgeschlagenheit waren das drei sehr anstrengende Tage. Somit hatte ich mich auf einen Filmabend gefreut, auch wenn wir zu „Spider-Man: Homecoming“ recht spät aufs Sofa gekommen sind. 🕷️

Spider-Man: Homecoming (2017) | © Sony Pictures Home Entertainment

Spider-Man: Homecoming (2017) | © Sony Pictures Home Entertainment

Fantastische Spinne mit Abzügen in der B-Note

Spider-Man ist einer meiner liebsten Superheld:innen. Vielleicht auch, weil er meine erste große Genre-Liebe war. Damals im Jahr 2002 mit „Spider-Man“ von Sam Raimi. Es war eine lange Reise, bis die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft endlich im MCU ankam. Doch 2017 war es endlich soweit und das ist Fluch und Segen zugleich. Tom Holland ist ein fantastischer Spider-Man. Ich mag auch die restlichen Figuren in seiner unmittelbaren Umgebung sehr. Da stimmt einfach alles. Hier ist die Teenie-Version von Spider-Man, abgesehen von „Spider-Man: A New Universe“, endlich einmal glaubhaft umgesetzt. Ich hätte mir auch einen Film angeschaut, der nur von Peter Parkers Abenteuern in New York City handelt. Aber das hatten wir halt schon etliche Male. Somit lag der Fokus stark auf der Integration ins MCU.

Dieser Aspekt ist erwartbar und hat mich nicht mehr so sehr gestört, wie damals bei der ersten Sichtung. Warum der Spinnenanzug nun allerdings plötzlich wie eine weitere Iron-Man-Rüstung funktionieren muss inklusive Künstlicher Intelligenz, die dauernd mit Peter spricht? Das hätte es nicht gebraucht und hat für mich einiges vom Spidey-Charme genommen. So stehen auf der einen Seite die wundervollen, an John Hughes angelehnten, Coming-of-Age-Elemente und auf der anderen Seite die typische MCU-Action. Immerhin gibt es mit Michael Keaton (bekannt aus „Batman“ oder „Dopesick“) als The Vulture einen charismatischen Bösewicht. Die positiven Aspekte überwiegen auf jeden Fall und ich hatte heute richtig viel Spaß mit dem Film.

Fazit

„Spider-Man: Homecoming“ ist nicht nur ein fantastischer Spider-Man-Film, sondern auch ein exzellentes MCU-Abenteuer. Beide Aspekte spielen nicht immer perfekt zusammen und doch funktioniert auch das Gesamtbild. Die Kinder waren weniger begeistert, als ich das vermutet hatte, und doch freuen wir uns schon auf weitere Abenteuer mit der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)