Zoomania 2 – OT: Zootopia 2 (2025)

Nach einem recht entspannten und verregnetem Samstag, an dem ich viel zu früh aufgestanden bin, ging es schon recht früh aufs Sofa. Alle waren platt, besonders das Zappelinchen, das einen langen Tag bei einer BRK-Fortbildung hinter sich hatte. Die Wahl für den Filmabend fiel auf „Zoomania 2“, den wir schon gerne im Kino gesehen hätten. Seit gestern läuft der Film auch auf Disney+, so dass wir ihn endlich nachholen konnten… 🐰🦊🐍

Zoomania 2 (2025) | © Walt Disney

Zoomania 2 (2025) | © Walt Disney

Eine charmante und actionreiche Fortsetzung

Der erste Teil von „Zoomania“ hat bei mir etwas gebraucht, um zu zünden. Bei der ersten Sichtung fand ich ihn nur ganz nett, doch bei der zweiten mit den Kindern war ich schon ziemlich begeistert. Bereits damals hatte ich angekündigt, die Fortsetzung unbedingt im Kino sehen zu wollen. Hat leider nicht geklappt. Dennoch haben wir uns sehr auf die heutige Sichtung gefreut. Und was soll ich sagen? „Zoomania 2“ konnte unsere Erwartungen voll und ganz erfüllen. Es ist kaum zu glauben, dass inzwischen zehn Jahre zwischen den beiden Filmen liegen. Es wirkt nicht so. Inhaltlich setzt die Fortsetzung ziemlich genau nach dem ersten Teil an und konzentriert sich dabei vorerst auf die Beziehung zwischen Judy Hops und Nick Wilde. Das fand ich einen schönen Einstieg, noch bevor der große Fall dieser Geschichte aufgerollt wird.

Beeindruckend ist erneut, wie viel es in den einzelnen Bildern zu entdecken gibt: Teils müsste man einzelne Szenen wirklich pausieren, um jeden visuellen Gag mitzunehmen. Die Welt von Zootopia wirkt einfach lebendig und ich fand es famos, in neue Biotope zu reisen. Speziell die Marsh-Market-Szene fand ich großartig! Auch der zweite Teil lebt von seinen visuellen Einfällen und der teils hanebüchenen Action. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Der Kriminalfall an sich ist durchaus spannend und interessant, aber nur wenig überraschend und sehr kindgerecht erzählt. Also genau so, wie es bei solch einem Film sein muss. Ich hatte wirklich viel Spaß mit all dem und würde mir einen dritten Teil auch gerne noch anschauen. Ein solcher wird in der Post-Credit-Szene direkt angedeutet und bei dem Erfolg von „Zoomania 2“ ist es nur eine Frage der Zeit.

Fazit

Wir alle hatten wirklich viel Spaß mit „Zoomania 2“. Ein Kinobesuch hätte sich auf jeden Fall gelohnt, doch auch zu Hause kann man viel Spaß mit Hops & Wilde haben. Die Kinder, und speziell das Zappelinchen, waren extrem begeistert und das ist schließlich alles, was man sich von einem Familienfilmabend wünschen kann. Extrem kurzweilige Unterhaltung mit schöner Botschaft: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Elio (2025)

Heute stand endlich einmal wieder ein Filmabend auf dem Programm. Nach einer der forderndsten Arbeitswochen seit einer Ewigkeit (erstaunlich wie sich das immer noch steigern kann), habe ich mich abends aufs Sofa gefreut. Das Zappelinchen war beim Chorauftritt ihrer Cousine. Nachdem ich den Zwergofanten vom Karate-Training abgeholt hatte, hat sich noch mein Neffe zu uns gesellt und wir haben uns den Pixar-Film „Elio“ angeschaut, den ich schon gerne im Kino gesehen hätte. Wie er uns gefallen hat? Die Kritiken waren ja nicht sonderlich berauschend… 🛸

Elio (2025) | © Walt Disney

Elio (2025) | © Walt Disney

Ein kunterbuntes Sci-Fi-Abenteuer von Pixar

Die Geschichte um den jungen Elio, der seine Eltern verloren hat und sich nun mit seiner Tante zusammenraufen muss, ging mir durchaus zu Herzen. Die Bewältigungsstrategie des Jungen, von Aliens entführt werden zu wollen, bietet so manche witzige Situation. Spätestens wenn es dann wirklich soweit kommt, befinden wir uns in einem wilden und bunten Abenteuer, welches ein hohes Tempo und viele interessante Alien-Rassen zu bieten hat. Alles rund um Bösewicht Lord Grigon hat mich ein wenig an „Lightyear“ erinnert – und ja, in dessen Liga spielt „Elio“ irgendwie auch. Sowohl was das Setting als auch was die Qualität angeht. Beiden Filmen blieb der Publikumserfolg verwehrt und ich fand sie deutlich besser als der Durchschnitt. Kein neues Pixar-Highlight, aber ein nettes Sci-Fi-Abenteuer, das so manch charmanten Gag und eine zu Herzen gehende Geschichte bietet.

Ich mochte sehr, dass sich die Hauptfigur Elio Solís tatsächlich so verhält wie ein Kind. Ein Kind, das in seiner ganz eigenen Welt lebt, was in seiner Ausnahmesituation nur zu verständlich ist. Das ist manchmal anstrengend und fast ein wenig nervig, doch konnte ich mich gut reinfühlen. Wenn das nicht gelingt, dürfte die Kritik schon deutlich harscher ausfallen, auch weil der Rest der Geschichte nicht vor Innovation strotzt und hauptsächlich durch Situationskomik und ihre Figuren zu überzeugen weiß. Dennoch finde ich es insgesamt sehr schade, dass „Elio“ an den Kinokassen so abgestraft wurde. Das hat der Film nicht verdient, zumal er nicht nur eine Fortsetzung ist.

Fazit

„Elio“ mag nicht das Highlight unter den modernen Pixar-Filmen sein, vermutlich gehört er sogar zu den schwächeren Filmen des Studios, doch am Ende bleibt immer noch ein sehr sehenswertes Sci-Fi-Abenteuer. Ich konnte mich gut darauf einlassen und hatte einen famosen Abend. Auch die Kinder hatten ihren Spaß, wenngleich der Zwergofant auch nicht ganz so begeistert war: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: hat den Chorauftritt ihrer Cousine besucht; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Und täglich grüßt das Murmeltier – OT: Groundhog Day (1993)

Was für ein Tag: Nach sieben Stunden Zimmer streichen war ich komplett platt. Dennoch bin ich noch für einen kurzen Lauf vor die Tür. Die Damen des Hauses haben sich danach zu einem Konzert aufgemacht und der Zwergofant hat unterdessen Brotzeit vorbereitet, welche wir bei „Und täglich grüßt das Murmeltier“ vor dem Fernseher eingenommen haben. Den Film wollte ich schon lange einmal wieder sehen und auch der Zwergofant war sehr interessiert daran, das Konzept Zeitschleife kennenzulernen. Wie uns der Besuch in Punxsutawney gefallen hat? ⏰

Und täglich grüßt das Murmeltier (1993) | © Sony Pictures Entertainment (PLAION PICTURES)

Und täglich grüßt das Murmeltier (1993) | © Sony Pictures Entertainment (PLAION PICTURES)

Zurecht einer der großen Komödienklassiker

„Und täglich grüßt das Murmeltier“ ist einer jener Filme, die ich mir als Jugendlicher immer und immer wieder im Fernsehen angeschaut habe. Ich fand das Konzept der Zeitschleife einfach faszinierend und Bill Murray und Andie MacDowell wunderbar zusammen. Auch kann ich mich noch gut daran erinnern, dass ich die diversen Selbstmordversuche ziemlich morbide fand, obwohl sie nur einen kleinen Teil der Geschichte ausmachen. Am Ende war es aber die Zeitschleife, die mich immer wieder zu „Und täglich grüßt das Murmeltier“ zurückbrachte. Kein Wunder, dass mich Jahre später „Replay: Das zweite Spiel“, der erste Roman rund um das Thema Zeitschleife, in seinen Bann zog. Mit diesem verbinde ich auch eine sehr persönliche Geschichte, doch ich schweife ab. Festhalten kann ich, dass Zeitschleifen seit jeher eine große Faszination auf mich ausüben und ich auch jüngere Varianten, wie z.B. „Edge of Tomorrow“, „Happy Deathday“, „Palm Springs“, „Boss Level“ oder „Sechzehn Stunden Ewigkeit“, stets interessant und sehenswert finde.

Da „Und täglich grüßt das Murmeltier“ inzwischen schon 33 Jahre auf dem Buckel hat, war ich gespannt, wie der Film letztendlich beim Zwergofanten ankommt. Er ist es ja schon gewöhnt, ältere Filme zu schauen und hat Bill Murray direkt aus „Ghostbusters“ und „Die Geister, die ich rief…“ wiedererkannt. Er fand die Geschichte faszinierend und war gespannt ob und wie sie sich auflöst. Auch die Botschaft des Films hat er ziemlich auf den Punkt analysiert. Harold Ramis hat mit „Und täglich grüßt das Murmeltier“ eine damals wahrlich untypische Geschichte für Hollywood sehr massentauglich inszeniert. Das ist schon eine wahre Kunst und es ist bewundernswert, wie gut, stringent und effizient das Drehbuch samt dessen Umsetzung geworden ist. Den Charme des Films schreibe ich jedoch den famosen Schauspieler:innen zu, die selbst bis in die Nebenrollen diesen einen Tag in Punxsutawney mit Leben füllen. Die 4K-Restaurierung ist zudem wirklich sehenswert:

Fazit

Auch heute noch macht „Und täglich grüßt das Murmeltier“ so viel Spaß, wie am ersten Tag. Harold Ramis‘ Film ist zurecht einer der großen Komödienklassiker seiner Zeit. Er hat zudem ein filmisches Subgenre etabliert, das mich stets reizt. Diesen Film kann ich tatsächlich immer und immer wieder schauen. Verblüffend, nicht wahr? 9/10 Punkte. (Zappelinchen: war mit Frau bullion auf einem Konzert; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Schöne Bescherung – OT: Christmas Vacation (1989) (WS16)

Ich sehe „Schöne Bescherung“ jedes Jahr und bespreche den Film danach auf meinem Blog. Du möchtest die komplette Dosis Griswolds? Du findest alle Besprechungen hier!

Heute war es endlich soweit. Der letzte große Baustein, um die Weihnachtszeit einzuläuten, wurde gesetzt: Wir haben uns „Schöne Bescherung“ angeschaut. Diese Tradition begleitet uns nun schon seit etlichen Jahren und ich habe mich wieder enorm darauf gefreut. Auch der Zwergofant war Feuer und Flamme. Der Rest der Familie hat es eher über sich ergehen lassen. Hier nun also die inzwischen schon 17. Besprechung des Weihnachtsklassikers auf meinem Blog… 🎄🎅

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Mit den Griswolds das Weihnachtsfest einläuten

Wie bereits im letzten Jahr, haben wir auch heute die englische Originalfassung gesehen. Dennoch habe ich so manchen Dialog auf deutsch mitgesprochen, denn die Synchro ist tatsächlich sehr gelungen. Ich weiß auch nicht, was es ist, doch mir wird „Schöne Bescherung“ einfach nicht langweilig. John Hughes‘ Drehbuch ist wahrlich auf den Punkt geschrieben, die Schauspieler:innen machen ihre Sache perfekt und Jeremiah S. Chechiks Regie trifft den Ton der Geschichte genau. Der Film bewegt sich gekonnt zwischen Anarchie und Herzlichkeit. Das komödiantische Timing ist perfekt und ich habe erneut oft laut gelacht. Zudem ist „Schöne Bescherung“ eine wunderbare Zeitkapsel der ausgehenden 1980er Jahre. Es war eine einfachere Zeit.

Inzwischen ist „Schöne Bescherung“ fraglos der Film, den ich in meinem Leben am häufigsten gesehen habe. Die unzähligen Sichtungen meiner eigenen Kindheit und Jugend gar nicht mitgezählt. Obwohl ich viele Weihnachtsfilme kenne und schätze, so ist es für mich dieser, der den Geist eines chaotischen Familienweihnachtsfestes wunderbar einfängt. Ich würde mir ein LEGO-Set des Griswold-Hauses wünschen. Das wäre wirklich famos. Vielleicht sollte ich mich auch einmal nach der 4K-Fassung des Films umschauen, obwohl ich meine treue Blu-ray ungern missen würde:

Fazit

Nun kann Weihnachten kommen. Auch wenn wir dieses Jahr spät mit der Sichtung von „Schöne Bescherung“ dran gewesen sind, so war diese doch nötig. Ohne die Griswolds hätte für mich ein großer Teil unserer Weihnachtstradition gefehlt. Auch wenn es sich komisch anhört, doch ich freue mich jetzt bereits auf die Sichtung im kommenden Jahr: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Die Geister, die ich rief… – OT: Scrooged (1988)

Heute war es endlich soweit und wir haben uns den ersten Weihnachtsfilm des Jahres angeschaut. Zum ersten Mal stand „Die Geister, die ich rief…“ mit der gesamten Familie auf dem Programm. Ich selbst hatte den Film seit meiner Kindheit nicht mehr gesehen und war demnach gespannt, wie er mir heute noch gefallen würde. Für die Sichtung hatte ich mir Anfang des Jahres extra die 4K Ultra HD Blu-ray zum 35-jährigen Jubiläum des Films zugelegt. 🎄👻

Die Geister, die ich rief… (1988) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Die Geister, die ich rief… (1988) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Dickens‘ Weihnachtsgeschichte in den 1980ern

Ich liebe Filme, die in den 1980ern und frühen 1990ern entstanden sind. Ohne (viel) CGI, dafür wunderbar handgemacht. Diese profitieren ganz besonders von einer 4K-Abtastung. Das Bild ist knackscharf und wirkt herrlich filmisch. Großartig! Auch inhaltlich ist „Die Geister, die ich rief…“ angenehm klassisch, wird doch Charles Dickens‘ Weihnachtsgeschichte einfach modern interpretiert. Modern bedeutet in diesem Fall die kapitalistische Welt (ach, wenn wir damals nur gewusst hätten, wie ultrakapitalistisch sich die Welt noch entwickelt würde) der späten 1980er Jahre. Eine Mischung, die erstaunlich gut funktioniert.

„Die Geister, die ich rief…“ lebt eindeutig von Bill Murray (u.a. bekannt als Dr. Peter Vankman in „Ghostbusters: Die Geisterjäger“), welcher eine herrlich überzogene Vorstellung abliefert. Gefreut habe ich mich auch Karen Allen zu sehen, die mir vor allem als Marion Ravenwood in „Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes“ im Kopf geblieben ist. Die Effekte sind toll und die Botschaft des Films zeitlos. Dazwischen verstecken sich allerdings ein paar angestaubte Gags und sexistische Darstellungen, wie man sie heute nicht mehr schreiben würde. Es ist eben ein Film der 1980er Jahre und als solcher funktioniert er nach wie vor ausgezeichnet.

Fazit

Sowohl die Kinder als auch ich hatten heute viel Spaß mit „Die Geister, die ich rief…“, was an der bewährten Mischung aus klassischer Geschichte und 1980er Hollywood-Magie liegt. Der Film bietet (leicht angestaubten) Humor, tolle Effekte und durchaus einiges an Weihnachtsgefühl. Immer noch sehenswert: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Cars 3: Evolution – OT: Cars 3 (2017)

Eine lange Woche geht zu Ende. Nach dem Feierabend bin ich noch schnell zum Wertstoffhof gefahren, um die restlichen Gartenabfälle loszuwerden. Danach noch Hausputz und abends mit dem Zwergofanten zum Karate-Training. Heute bei -4 °C haben wir allerdings die Räder stehen lassen. Dann gab es noch Pizza für alle. Das Zappelinchen war danach beim Bereitschaftsdienst und für den Rest der Familie stand zunächst der Kurzfilm „LOU“ und mit „Cars 3: Evolution“ nach zwei Wochen endlich wieder einen Filmabend auf dem Programm. 🏁

Cars 3: Evolution (2017) | © Walt Disney

Cars 3: Evolution (2017) | © Walt Disney

Ein runder Abschluss(?) der Animationsfilmreihe

Es ist schon verblüffend, wie Pixar den ungeliebten „Cars 2“ komplett ausklammert. Tatsächlich könnte man sich diesen dritten Teil auch direkt nach „Cars“ anschauen und hätte vermutlich keine offenen Fragen. Inhaltlich steht der Rennzirkus dieses Mal komplett im Fokus. Noch mehr als im ersten Teil und im Vergleich zum direkten Vorgänger sowieso. Für Lightning McQueen geht seine Karriere so langsam zu Ende. Ein Aspekt, den ich wirklich schön erzählt fand. Der rote Flitzer muss dem Nachwuchs Platz machen bzw. seinen neuen Platz in dieser sich verändernden Welt finden. Die Geschichte und Charakterentwicklung passt wirklich gut in den dritten Teil dieser Trilogie. Allerdings bezweifle ich, dass wir dem roten bzw. nun blauen Rennwagen zum letzten Mal begegnet sind.

„Cars 3: Evolution“ sieht fantastisch aus und bietet wohl auch die erwachsenste Geschichte der Reihe. Ich muss jedoch sagen, dass mir der Fokus zu sehr auf den Rennsport gesetzt wurde. Da hatte ich sowohl mit der Doc-Hollywood-Variante des ersten Teils als auch dem völlig überdrehten Agenten-Thriller des Vorgängers mehr Spaß. Gerade weil die Filme so wunderbar unterschiedlich waren. Dieser Film geht auf Nummer sicher, was ich durchaus verstehen kann. Für mich ist er deshalb leider der schwächste Teil der Reihe, dabei aber immer noch wirklich unterhaltsam. Der Zwergofant sieht das übrigens ähnlich. Dafür träumt er nun davon, Rennfahrer zu werden. Selbst als Teenager noch empfänglich für das „Cars“-Franchise.

Fazit

Mir hat „Cars 3: Evolution“ viel Spaß gemacht. Es war schön, die bekannten Figuren wiederzusehen. Allerdings hätte ich mir ein wenig mehr Zeit abseits der Rennstrecke gewünscht. Insgesamt ein schöner Abschluss dieser unfassbar erfolgreichen Pixar-Filmreihe. Schön, dass wir trotz unseres (und da schließe ich den Zwergofanten mit ein) fortgeschrittenen Alters noch einmal reingeschaut haben: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: hatte Bereitschaftsdienst; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

The Fall Guy (2024)

Der letzte Filmabend der Herbstferien. Damit habe ich acht Filme in der letzten Woche gesehen. Wie schön! So könnte es gerne weitergehen. Den Abschluss machte mit „The Fall Guy“ ein Film, den die Kinder schon länger sehen wollten. Ich selbst hatte mich auch darauf gefreut. Was der Film über einen Stuntman zu bieten hat, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🎥

The Fall Guy (2024) | © Universal Pictures Germany GmbH

The Fall Guy (2024) | © Universal Pictures Germany GmbH

Ein Stuntman für alle Fälle (in der Kinofassung)

Natürlich kenne ich die TV-Vorlage „Ein Colt für alle Fälle“. Die Serie war damals typische Nachmittagsunterhaltung. Irgendwo zwischen „Das A-Team“ und „Knight Rider“. Ich wusste allerdings schon im Vorfeld, dass der Film bis auf den Namen der Hauptfigur (eben Colt Seavers) und den Beruf des Stuntman nichts mit der Serie gemein haben sollte. Im Vorfeld unserer Sichtung stand noch die Frage im Raum, ob wir den Extended Cut oder die Kinofassung anschauen sollen. Normalerweise greife ich bei Verfügbarkeit immer zur erweiterten Fassung, doch ein wenig Recherche hat gezeigt, dass diese sich wohl eher wie ein unrunder Rohschnitt anfühlen soll. Nun gut, dann eben doch zur Kinofassung gegriffen, was mir auch ganz recht kam, denn es war schon spät und mit zwei Stunden Laufzeit ist auch diese nicht zu knapp bemessen.

Während der ersten dreiviertel Stunde dachte ich, das wird nichts mehr. Obwohl ich Setting und Schauspieler:innen wirklich mochte, hat sich speziell das Pacing von „The Fall Guy“ komplett falsch angefühlt. Irgendwie kam kein Rhythmus zustande. Sollte ich doch zur falschen Schnittfassung gegriffen haben? Wohl eher nicht, denn viele Szenen haben sich jetzt schon zu lang angefühlt. Ab dem zweiten Akt gewinnt der Film dann deutlich an Tempo und kann ein paar tatsächlich schöne Stuntszenen ausspielen. Auch mochte ich die Geschichte und die Tatsache, dass Stuntleute zu Held:innen werden. Das gibt von mir auf jeden Fall noch einmal Bonuspunkte. Ryan Gosling (erst gestern in „Crazy, Stupid, Love.“ gesehen) und Emily Blunt (u.a. „A Quiet Place“) harmonieren gut zusammen und auch die Nebenrollen sind top besetzt. Glücklicherweise konnte sich „The Fall Guy“ bis zum Finale noch steigern und bot insgesamt gute Unterhaltung:

Fazit

Vermutlich hatten wir uns alle von „The Fall Guy“ mehr erwartet. Am begeistertsten war noch der Zwergofant aufgrund der Stunts. Verstehe ich auch. Bei mir konnte der Film in der zweiten Hälfte einige Punkte wettmachen. Dennoch wäre mehr drin gewesen. Bei der nächsten Sichtung dann doch der Extended Cut. Wer seichte und gute Unterhaltung sucht, sollte ruhig einmal reinschauen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Crazy, Stupid, Love. (2011) (WS1)

Der zweite Filmabend ohne den Zwergofanten in Folge. Er treibt sich abermals auf einer Geburtstagsfeier herum und ich habe nach „Booksmart“ erneut einen Film ausgesucht, der dem Zappelinchen gefallen dürfte. Die Wahl ist auf „Crazy, Stupid, Love.“ gefallen, den ich bei meiner ersten Sichtung herausragend fand. Ob er mich auch 13 Jahre später noch zu begeistern wusste? 💔

Crazy, Stupid, Love. (2011) | © Warner Home Video

Crazy, Stupid, Love. (2011) | © Warner Home Video

Immer noch wundervoll aber auch gealtert

„Crazy, Stupid, Love.“ ist inzwischen 14 Jahre alt. Das sieht man dem Film auch an. Wahnsinn. Damals hatte ich ihn als extrem modern wahrgenommen. Der filmische Look scheint sich seitdem tatsächlich weiterentwickelt zu haben. Wie jedoch sieht es inhaltlich aus? In großen Teilen funktioniert die romantische Komödie immer noch perfekt, was am fantastischen Ensemble liegt: Steve Carell (bekannt aus u.a. „The Office“), Ryan Gosling (u.a. „Drive“ aus dem gleichen Jahr), Emma Stone (u.a. „La La Land“ zusammen mit Ryan Gosling), Julianne Moore uvm. harmonieren so gut miteinander, dass es eine wahre Freude ist. Hinzu kommt (Achtung, Spoiler!) ein Enthüllung, die den letzten Akt einläutet und immer noch fantastisch funktioniert. Das Zappelinchen saß laut schreiend auf dem Sofa und ist gar nicht mehr klargekommen. Einfach herrlich, das zu beobachten. Wann werden wir „The Sixth Sense“ schauen?

Dennoch enthält der Film auch Elemente, die heute nicht mehr so gut funktionieren. Die ganze Babysitter-Geschichte samt Nacktfotos würde man inzwischen wohl anders schreiben. Das fühlt sich alles ein wenig unangenehm und zurecht aus der Zeit gefallen an. Der Hauptplot, dass sich der Womanizer auch ändern kann und die Versöhnung zwischen Cal und seiner Frau, all das hat mir immer noch ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert (auch wenn ich die Rede auf der Schulveranstaltung heute doch sehr cringe fand). Ich mochte die Atmosphäre des Films und dass er eine gute Balance zwischen Humor und Herzlichkeit hinbekommt. Auch das möchte ich zu großen Teilen den Schauspieler:innen zurechnen. War „Crazy, Stupid, Love.“ eine der letzten großen RomComs? Mir kommt es fast so vor. Irgendwie schade, dass das Genre eingeschlafen zu sein scheint. Vielleicht kommt es mir auch nur so vor. Die Zeitreise zurück ins Jahr 2011 lohnt sich auf jeden Fall.

Fazit

„Crazy, Stupid, Love.“ war die perfekte Wahl für diesen Filmabend. Das Zappelinchen hat den Film geliebt und alleine das macht mich glücklich. Ich war nicht so ausnahmslos begeistert, wie beim ersten Durchgang, hatte aber auch wieder sehr viel Spaß damit. Empfehlungen für moderne RomComs nehme ich gerne entgegen. Immer noch wirklich sehenswert: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: war den zweiten Tag in Folge auf einer Geburtstagsfeier)

Booksmart (2019) (WS1)

Der Zwergofant ist auf einer Geburtstagsfeier, sprich das Zappelinchen konnte sich den Film für den heutigen Filmabend aussuchen. Da sie selbst keine Idee hatte, habe ich ihr eine Auswahl zusammengestellt und letztendlich ist ihre Wahl auf „Booksmart“ gefallen. Eine gute Wahl, da ich den Film bei meiner ersten Sichtung wirklich sehr mochte. Wie er uns gemeinsam gefallen hat? 🎒👩‍🎓

Booksmart (2019) | © Weltkino Filmverleih GmbH (Vertrieb LEONINE)

Booksmart (2019) | © Weltkino Filmverleih GmbH (Vertrieb LEONINE)

Eine wundervolle Coming-of-Age-Komödie

Ich muss ja sagen, dass ich zu Beginn ein wenig skeptisch war, da ich Olivia Wildes Regiedebüt als durchaus sexuell aufgeladen in Erinnerung hatte. Mir war es früher oft unangenehm, so etwas mit meinen Eltern zu schauen. Wobei ich so etwas auch nie mit meinen Eltern gesehen habe. Da war die Sex-Szene in „Der Name der Rose“ schon das Wildeste, an das ich mich erinnern kann. Bei „American Pie“ und Co. wäre ich vermutlich im Boden versunken. Allerdings ist a) unsere Beziehung eine andere, als jene zwischen mir und meinen Eltern, und b) ist „Booksmart“ deutlich smarter und wertschätzender erzählt, als es die Welle der Teenie-Komödien der späten 1990er Jahre war. Vielleicht ist es die weibliche Perspektive? Obwohl die beiden Hauptfiguren auch kein Blatt vor den Mund nehmen, wirkt ihre Geschichte authentisch, herzlich und unfassbar witzig. Vielleicht die beste aller Coming-of-Age-Komödien?

Kaitlyn Dever (u.a. bekannt aus „Dopesick“) und Beanie Feldstein klicken so unglaublich gut. Ich habe den beiden ihre Freundschaft zu 100% abgenommen. Wirklich unfassbar gut gespielt. Doch auch die Nebenrollen sind alle famos besetzt und der Film fühlt sich an, als würde man mit den Jugendlichen durch diese letzte gemeinsame Nacht treiben. Trotz aller platten und albernen Szenen wohnt „Booksmart“ eine Sentimentalität inne, die wahrhaftig wirkt, jedoch nie zu viel Raum einnimmt. Der Film ist schnell erzählt und das Tempo ist stets hoch. Zeit zum Durchatmen bleibt kaum. Ich mochte auch sehr, dass keine Figur ihr Klischee zu 100% erfüllt, sondern mehr zu bieten hat als man auf den ersten Blick vermuten würde. Wirklich sehr gelungen. Ich wünschte mir mehr Filme dieser Art. Leider wurde Olivia Wildes zweiter Langfilm „Don’t Worry Darling“ von etlichen Skandalen erschüttert und seit diesem hat man nichts mehr von ihr als Regisseurin gesehen.

Fazit

Mir hat „Booksmart“ auch bei der zweiten Sichtung unglaublich viel Spaß gemacht. Vielleicht noch mehr als beim ersten Mal, was auch an der gemeinsamen Sichtung mit dem Zappelinchen zusammenhängt. Sie hat extrem viel gelacht und es gab keine Schammomente, weder auf der einen noch der anderen Seite. Auch davon abgesehen kann ich den Film nur empfehlen. Herrlich witziges Coming-of-Age: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: war auf einer Geburtstagsfeier)

Beetlejuice Beetlejuice (2024)

Ein sonniger Herbsttag voller Gartenarbeit geht zu Ende. Nachdem ich den Zwergofanten vom Karate-Training abgeholt hatte, gab es noch lecker Pizza und danach mit „Beetlejuice Beetlejuice“ einen weiteren Filmabend. Ich war schon sehr gespannt auf diese Fortsetzung. Ob Tim Burton an den grandiosen ersten Teil anknüpfen konnte? 🪦

Beetlejuice Beetlejuice (2024) | © Warner Home Video

Beetlejuice Beetlejuice (2024) | © Warner Home Video

Als Legacy Sequel von den Toten auferstanden

Um es kurz zu machen: Ja, Tim Burton hat so ziemlich alles aus der späten Fortsetzung von „Beetlejuice“ herausgeholt, was man herausholen konnte. Er trifft den Ton des Originals ziemlich perfekt, der alte Cast ist zu großen Teilen wieder am Start und die Geschichte bietet frische Aspekte und bereichert die Welt der Lebenden und der Toten. Der größte Unterschied zum ersten Teil ist wohl, dass der titelgebende Lottergeist Beetlejuice hier andauernd auftritt und dem Film komplett seinen Stempel aufdrückt. Die damaligen Hauptfiguren, die frisch verstorbenen Maitlands, fehlen im Sequel komplett. Das fand ich einerseits schade, andererseits nutzt Tim Burton diesen Umstand auch, um sich komplett in den Irrsinn seines neuen Protagonisten fallen zu lassen. Somit besitzt „Beetlejuice Beetlejuice“ zwar etwas weniger Herz und dafür noch mehr jenseitiges Chaos.

Mit Monica Bellucci, Justin Theroux, Willem Dafoe und natürlich Jenna Ortega gibt es etliche Neuzugänge zum Cast, die wahrlich viel Spaß mit ihren Rollen haben. Es ist schon ein Kunststück, 36 Jahre nach dem ersten Teil noch einmal so gekonnt den Geist des Originals einzufangen. Hut ab, Tim Burton! Allerdings ist auch keine Szene so ikonisch, wie manche (Stichwort: Day-O) von damals. Nicht jeder Gag zündet und es gibt im Grunde nur mehr von allem. Speziell von den Einblicken ins Jenseits. Macht aber alles nichts, denn „Beetlejuice Beetlejuice“ bietet wunderbare Unterhaltung für alle Fans und solche, die es (z.B. durch Jenna Ortega und „Wednesday“) noch werden wollen. Speziell Michael Keaton möchte ich noch hervorheben, der in die Rolle des Unruhestifters schlüpft, als hätte er sie nie abgelegt. Großartig!

Fazit

Wie mir schon prophezeit wurde, hat mich „Beetlejuice Beetlejuice“ tatsächlich ziemlich begeistert. Wie die meisten Legacy Sequels hätte es auch diesen Film nicht unbedingt gebraucht, doch Tim Burton hat definitiv alles aus der Prämisse, die Geschichte weiterzuerzählen, herausgeholt. Die Kinder fanden ihn übrigens ähnlich gelungen wie den ersten Teil. Ob wir den Lottergeist noch einmal wiedersehen werden? 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)