Aktualisierung: Ich habe „Hilfe, die Amis kommen“ am 2. September 2023 zusammen mit den Kindern erneut gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.
Und ab geht es in den nächsten Urlaub mit der Chaosfamilie Griswold. In „Hilfe, die Amis kommen“ machen Clark, Ellen, Rusty und Audrey Europa unsicher, was für einige komische Verwicklungen sorgt. Klischees werden auf die Spitze getrieben, platteste Gags gezündet und doch darf gelacht werden. Ein typischer Film der „Vacation“-Reihe eben.

Hilfe, die Amis kommen (1985) | © Warner Home Video
Wenn man Kritiken des Films liest, schneidet „European Vacation“ immer deutlich schlechter an, als der erfolgreiche Vorgänger. Ich jedoch hatte mit dem ersten Ableger der Reihe mindestens ebenso viel Spaß, wie mit dem Trip der Griswolds nach Walley World. Natürlich wird hier jedes noch so kleine Klischee durch den Kakao gezogen, doch kommen unsere amerikanischen Freunde auch nicht gerade gut dabei weg. Dabei werden die satirischen Element deutlich hinter dem Klamauk zurückgefahren, was mir persönlich in diesem Fall aber ganz gut gefallen hat.
Besonders schön fand ich, dass man sich als Zuschauer tatsächlich in das besuchte Land versetzt gefühlt hat. Nicht wie bei anderen Filmen oder TV-Serien, in denen man katastrophal sprechende Amerikaner als Franzosen oder Deutsche vorgesetzt bekommt. Für die Deuschland-Episode wurde sogar Willy Millowitsch engagiert, der zwar nur eine winzige Rolle hat, mich aber immer besonders erfreut, da er – Achtung, familiäre Anekdote – nach dem Krieg für einige Zeit im Haus meiner Großmutter wohnte und demnach fest zur Familiengeschichte gehört.
Fazit
Mir hat der zweite Teil der National Lampoon’s Urlaubsfilme mindestens ebenso viel Spaß gemacht, wie der Auftakt der Reihe. An „Christmas Vacation“ reicht jedoch auch der Ausflug nach Europa lange nicht heran. Für einen unterhaltsamen Abend ist der Film allerdings – eine entsprechende Fremdschämresistenz vorausgesetzt – bestens geeignet: 7/10 Punkte.








