
Californication | © Showtime

Californication | © Showtime
Noch vor Ausstrahlung der vierten Staffel bin ich mit „Battlestar Galactica: Razor“ auf die Galactica bzw. die Pegasus zurückgekehrt. Der TV-Film reiht sich nahtlos in die Serie ein und wird von mir daher auch in dieser Kategorie aufgeführt. Zeitlich gesehen ist er innerhalb der zweiten Staffel – kurz nachdem Captain Lee Adama das Kommando über die Pegasus übernimmt – angesiedelt.

„Razor“ erzählt die Geschichte eines Überbleibsels aus dem ersten Zylonen-Krieg, eines Hybriden mit Forschungsdrang. Dieser fängt an eine Bedrohung für die Flotte der verbleibenden Menschen darzustellen und muss demnach zerstört werden. Admiral William Adama hat zudem ein persönliches Interesse an der Auslöschung des Hybriden, welches in seiner Vergangenheit begründet liegt. Dieser Handlungsstrang wird durch – für „Battlestar Galactica“-Fans – höchst interessante Rückblenden aus dem ersten Zylonen-Krieg illustriert.
Des Weiteren wird eine neue Figur – Kendra Shaw – eingeführt, deren persönliches Schicksal wir vom Auftreffen auf der Pegasus bis zum bitteren Ende begleiten. Dieser Handlungsstrang ist sehr emotional und man bekommt einen tieferen Einblick in das Leben auf der Pegasus, inklusive der Motivation von Admiral Helena Cain.
Neben der abgeschlossenen Handlung innerhalb des TV-Films, gibt es wichtige Informationen, die den weiteren Verlauf der Serie beeinflussen dürften. Eine Sichtung kann ich allen Freunden der Serie somit nur ans Herz legen. Insgesamt fand ich „Razor“ wieder um einiges runder, als die letzten Folgen der dritten Staffel. Es gibt nur wenige langatmige Szenen und die Geschichte schreitet mit großen Schritten und bombastischen Action-Szenen voran. Hat mir sehr gut gefallen: 8/10 Punkte.
Mangels Nachschub an klassischem Sitcom-Material, habe ich mir auf eine ausführliche Empfehlung hin „’Til Death – Season 1“ angesehen. Bereits im Vorfeld konnte die Serie bei mir durch ein bekanntes Gesicht Punkte sammeln: Brad Garret (Robert Barone, „Everybody Loves Raymond“) spielt eine der Hauptrollen – und da ich einer der wenigen Deutschen bin, die „Alle lieben Raymond“ tatsächlich lustig finden, stellt diese Besetzung einen deutlichen Mehrwert für mich dar.

In „’Til Death“ geht es um das Eheleben. Das anfängliche Eheleben – und das routinierte Eheleben. Beide Gegebenheiten werden durch zwei Paare verkörpert, die in mehr oder weniger friedlicher Nachbarschaft leben. Die Starks – das ältere Ehepaar – kämpfen mit der Routine und den Kleinigkeiten des Lebens, während die Woodcocks – die Grünschnäbel in Sachen Ehe – erst einmal richtig zusammenwachsen müssen. Da trifft es sich gut, dass Eddie Stark stets mit guten Ratschlägen zur Stelle ist. Doch auch die Woodcocks wissen mit neuen Ideen das Leben ihrer alteingesessenen Nachbarn durcheinander zu würfeln.
Das ganze hört sich nun nicht besonders innovativ an – ist es auch nicht, wenn ich ehrlich bin. Man hat bereits dutzende Sitcoms über das Eheleben gesehen. Allein die direkte Gegenüberstellung ist hier neu. Das Wichtigste ist aber, dass es funktioniert. Wie bei den meisten Sitcoms lebt „’Til Death“ vor allem vom Cast: Der bereits erwähnte Brad Garret darf Eddie Kaye Thomas (der – Pardon! – Heimscheißer aus „American Pie“) unter die Fittiche nehmen. Die beiden weiblichen Darstellerinnen ergänzen das Quartett ziemlich perfekt, wenngleich ihre Rollen auch etwas kleiner angelegt zu sein scheinen.
Qualitativ sind die Geschichten durchwachsen. Teils gelungen, teils etwas vorhersehbar. Die Gags können dagegen meist überzeugen, wenngleich auch hier die Sitcom-Routine öfter durchscheint, als wohl von den Machern beabsichtigt. Das Wichtigste ist jedoch: Die Serie macht Spaß. Die Charaktere machen Spaß und man kehrt gerne wieder zu ihnen zurück – und sei es nur um überspitzte Situationen des eigenen Ehelebens wiederzuerkennen.
Kein wirklich großer Wurf, aber stets nette Unterhaltung mit einem äußerst gut aufgelegten Cast. Ich werde dran bleiben: 7/10 Punkte.
Von den aktuellen Serien sind in letzter Zeit besonders „Chuck“ und „Pushing Daisies“ gelobt worden. Lob, das beide Serien auch wirklich verdient haben. Leider bleiben andere Shows oft auf der Strecke. Ich möchte deshalb die Gelegenheit nutzen und etwas Werbung für „Journeyman – Season 1“ machen.

„Journeyman“ handelt von Dan Vasser (Kevin McKidd, „Rome“), einem unfreiwillig Zeitreisenden. Dan arbeitet als Journalist und hat Familie. Beide Lebensbereiche geraten ins Wanken, als er spontane Zeitreisen unternimmt. Ungewollt. Ungeplant. Unbeeinflussbar. Sowohl das Wo, als auch das Wann. Bei seinen Reisen trifft Dan auf seine angeblich verstorbene Ex-Freundin. Auch eine Reisende. Sie weist ihn in die Regeln des Reisens ein: Dan hat Aufträge zu erfüllen. Er muss Menschen beeinflussen, damit sie im weiteren Verlauf der Zeit bestimmte Dinge tun oder lassen. Diese Aufträge sind – wie Dan schon bald lernen muss – wichtig und es darf nicht von ihnen abgewichen werden. Doch schon bald beeinflussen die Reisen sein Privatleben und immer öfter stößt er auf seine eigene Vergangenheit…
Vermutlich muss man Zeitreisen mögen, um Gefallen an „Journeyman“ zu finden. Ich mag Zeitreisen und muss sagen, dass ich mit zunehmender Laufzeit immer beigeisterter vom Konzept der Serie war. Die Geschichte um Dan Vasser wird sehr ernsthaft erzählt – ohne aufgesetzt zu wirken. Die Charaktere sind alle wichtig für die Serie und machen eine Wandlung durch. Ich hatte nie das Gefühl irgendeine cheesy Sci-Fi-Serie zu sehen. Wenn man die Serie mit einem Film vergleichen möchte, fällt mir am ehesten „Frequency“ ein. Nicht nur aufgrund der Zeireisethematik, sondern vor allem weil die Charaktere im Vordergrund stehen – und nicht die Science Fiction.
Wer nach einer gut geschriebenen und mitreißenden Serie mit Sci-Fi-Elementen sucht, der ist bei „Journeyman“ perfekt aufgehoben. Ich hoffe sehr auf eine zweite Staffel: 8/10 Punkte.
Einige Zeit nach dem mit der deutschen TV-Ausstrahlung der ersten Staffel verbundenen Hype, habe ich die Sichtung von „Rome – Season 1 & 2“ abgeschlossen. Die bis dato teuerste TV-Serie stellt in so mancherlei Hinsicht eine Besonderheit in der Serienwelt dar und zeigt, dass das Prinzip von Brot und Spiele heute aktueller ist denn je.

Von „Rome“ hatte ich eine – im Vergleich zu anderen Serien – sperrigere Handlung erwartet. Historienfilme sind meist etwas weitschweifiger und weniger direkt als ihre zeitgenössischen Pendants. Doch mitnichten. Die Serie ist absolut zugänglich was Handlung, Sprache und Inszenierung angeht. Dagegen war HBOs „Carnivàle“ verkopftes Kunstkino. Was „Rome“ von anderen Serien abhebt ist ganz klar die bombastische Ausstattung. Unglaublich wie detailiert Kostüme und Sets gestaltet sind. Ein deutlicher Mehrwert gegenüber anderen Serien.
Was die reine Handlung angeht, so muss sich „Rome“ anderen Serien jedoch klar geschlagen geben. Geschichte wird hier nur stark komprimiert gezeigt. Die Figuren und ihre Beziehungen zueinander stehen klar im Vordergrund. Historie wird mit Fiktion bunt vermischt. Es kommt zu plötzlichen Zeitsprüngen, Entfernungen scheinen keine Rolle zu spielen und manche Handlungen wirken einfach beliebig. Die historischen Personen wirken teils wie aus einem überzeichneten Cartoon und allein die perfekt gecasteten Schauspieler wissen ihnen Leben einzuhauchen.
„Rome“ ist letztendlich nichts mehr als eine perfekt ausgestattete Seifenoper, die ihre Zuschauer mit Sex und Gewalt bei der Stange hält. Sicher war die damalige Zeit grausam und die Moralvorstellungen lassen sich nicht mit den heutigen Vergleichen – doch kommt so manche Sex- oder Gewaltszene nicht über den Selbstzweck hinaus. Besonders im Kontrast zu den etwas soapig angelegten Handlungssträngen komme ich nicht umhin zu denken, dass solche Szenen einfach nur der Befriedigung der Sensationsgier dienen. Brot und Spiele eben.
Trotz meiner kritischen Anmerkungen muss ich zugeben, dass das Konzept funktioniert. Man lässt sich von der Handlung einlullen, nur im im nächsten Moment wieder von Sex und/oder Gewalt überrascht zu werden. Das ist wahrlich unterhaltsam und durch die fantastische Inszenierung auch wirklich nett anzusehen. Die Geschichte bietet zudem genügend prominente Figuren und Gegebenheiten, die einen Wiedererkennungswert bieten. Alles in allem ein äußerst unterhaltsames Serienpaket – wenngleich auch weit davon entfernt wirkliche Substanz oder Langzeitwirkung zu bieten: 8/10 Punkte.
Mit „Dexter – Season 2“ kehrt eine der besten TV-Serien der letzten Jahre auf den Bildschirm zurück. Anders als bei Sichtung der ersten Staffel hatte ich dieses Mal ganz bestimmte Erwartungen. Erwartungen, die erfüllt und teils sogar übertroffen wurden. Darkly dreaming Dexter is back!

Erneut steht ein Serienkiller im Zentrum der Handlung. Dieser wurde auf den schönen Namen Bay Harbour Butcher getauft. Konkurrenz für Dexter? Ein neuer Freund? Mitnichten. Die Resultate von Dexters düsterem Treiben wurden entdeckt und unser Held hat alle Hände voll zu tun, seine geheime Identität auch geheim zu halten. Verwicklungen gibt es zudem auch auf privater Seite, da sich Dexter mit einer durchgeknallten Verehrerin konfrontiert sieht. Dexters geordnetes Leben droht somit mehr als einmal aus den Fugen zu geraten.
Qualitativ gibt es nahezu keine Abstriche im Vergleich zur ersten Staffel. Darsteller, Inszenierung und Montage sind sowieso über jeden Zweifel erhaben. Alles wirkt noch eine Spur wertiger, als bei vergleichbaren Serien. Überrascht hat mich jedoch die Qualität mit der die Geschichte um den sympathischen Serienkiller fortgeführt wird. Absolut konsequent und mit einer teils kaum auszuhaltenden Spannung. Leider bricht der Spannungsbogen in den letzten beiden Episoden ein. Das Finale wirkt dadurch zu einfach. Zu unspektakulär. Besonders im Vergleich zu den fantastischen vorhergehenden Episoden.
Die zweite Staffel von „Dexter“ ist erneut absolut hochwertige TV-Unterhaltung. Gäbe es die Abstriche in den letzten Folgen nicht, dann hätte mir die aktuelle Handlung beinahe noch besser gefallen, als die der ersten Staffel. So komme ich leider nicht umhin eine geringe Abwertung vorzunehmen: 9/10 Punkte.
Das Ende der dritten Staffel möchte ich als Grund nehmen, etwas über „It’s Always Sunny in Philadelphia“ zu schreiben. Eine außergewöhliche Serie, der es meiner Meinung nach deutlich an Aufmerksamkeit in der deutschen Blogosphäre mangelt.

Im Grunde handelt die Serie von fünf Freunden, die eine Bar betreiben. Mehr oder weniger erfolgreich. Notorischer Geldmangel verleitet die Gang recht häufig zu dubiosen Aktionen. Hinzu kommen komplizierte verwandschaftliche Verhältnisse und absolute Gewissenlosigkeit. Wer eine politisch korrekte Serie sucht, ist hier definitiv falsch. Den besten Eindruck vom Inhalt der Geschichten, gibt wohl eine Auflistung ausgewählter Episoden:
Der Inhalt der jeweiligen Folge entspricht dann auch ziemlich genau dem, was man erwarten würde. Trotz diverser Respektlosigkeiten ensteht nie der Eindruck von aufgesetztem ‚Wir wollen schockieren!‘ Die Figuren sind teils so neben der Spur, dass man eher Mitleid als Verachtung empfindet – überhaupt sollte man die Serie nicht zu ernst nehmen. Dann macht sie auch richtig Spaß – und ich meine richtig Spaß. Mehr als einmal konnte ich nicht mehr vor lachen. Besonders diese Szenen aus Sweet Dee’s Dating a Retarded Person haben für Lachkrämpfe gesorgt.
Die Schauspieler – allen voran Charlie Day – sind grandios. Danny DeVito ist wahrlich in meinem Ansehen gestiegen. Was für ein fieser, kleiner Kotzbrocken seine Figur doch ist. Toll gespielt. Die Inszenierung erinnert in ihrem Dokustil etwas an „Curb Your Enthusiasm“ – wobei Larry Davids Verhalten gegenüber dem der Gang wirklich harmlos ist.
Kritipunkte gibt es nicht viele. Es ist einfach eine andere Art von Serie. Keine, bei der man die Charaktere wirklich ins Herz schließen kann – oder vielleicht doch. Aber eben auf außergewöhnliche Arte und Weise. So oder so ist „It’s Always Sunny in Philadelphia“ mehr als einen Blick wert: 9/10 Punkte.
Alles hat ein Ende. Auch liebgewonnene Serien. Der Abschied ist dann oft wirklich ein solcher und fällt dementsprechend schwer. Als gestern Abend die letzte Episode von „Felicity – Season 4“ über den Bildschirm geflimmert ist, war das schon ein komisches Gefühl. Dabei liegt die Sichtung der ersten Folgen noch gar nicht so lange zurück.

Die vierte Staffel beschreitet – zumindest anfänglich – bekannte Wege und setzt inhaltlich ziemlich direkt nach Staffel 3 an. Zwischen den Charakteren kommt es zu unausweichlichen Spannungen und man merkt als Zuschauer, dass sich Felicity nun endlich zwischen Ben oder Noel entscheiden muss bzw. wird. Ich selbst stellte zu diesem Zeitpunkt fest, wie wenig mich die doch etwas soapige Unentschlossenheit der Hauptfigur gestört hat. Man konnte es irgendwie nachvollziehen, was eindeutig für die Autoren von Noel und Ben spricht.
Mit der 17. Episode folgt schließlich ein Wendepunkt. Die Serie hätte hiermit ihr perfektes Ende gefunden – und ich bin könnte wetten, dass J.J. Abrams und Co. sich einer Verlängerung auf 22 Folgen zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher waren. Die letzten 5 Episoden fallen somit etwas aus dem Rahmen und wirken fast etwas aufgesetzt. Für sich genommen fand ich die Zeitreise-Idee allerdings grandios. Auch die Umsetzung (besonders in der Anstalt) hat deutlich gezeigt, wohin sich Abrams mit seinen Serien einmal bewegen wird.
Das letztendliche Finale wirkt auf mich nicht ganz so gelungen, wie das nach der 17. Folge hätte sein können. Auch das plötzliche Auftauchen einer eigentlich verstorbenen Figur, lässt die Sache etwas holprig erscheinen. Zwar wird diese Unstimmigkeit in den DVD-Extras erklärt – das Endergebnis wirkt dennoch etwas unfertig. Trotz der Mängel finde ich das Serienende gelungen. Es ist schön noch einmal alle bekannten Figuren zu sehen. Sich zu verabschieden: Es war eine schöne Zeit in New York!
Im Nachhinein müsste ich die vorangegangenen Staffeln – insbesondere die ersten beiden – aufwerten. Die vierte ist eindeutig die schwächste – aber selbst die schwächste Staffel einer grandiosen Serie ist immer noch 8/10 Punkte wert. Da ich Aufwertungen bis jetzt unterlassen habe, schiebe ich einfach eine Gesamtbewertung für „Felicity“ hinterher: 9/10 Punkte. Allen Freunden von J.J. Abrams Erzählstil sei die Serie noch einmnal besonders ans Herz gelegt.
Gestern Abend ist eine weitere Serienstaffel zu Ende gegangen: „Eureka – Season 2“. Im Vergleich zur ersten Staffel hat sich nicht viel geändert – und das ist in diesem Falle vielleicht auch ganz gut so.

Normalerweise liebe ich Serien mit großen Handlungsbögen. Wenn eine Folge auf die vorherige aufbaut. Wenn man es kaum noch erwarten kann zu erfahren, wie es denn nun weitergeht. Serien mit nicht zusammenhängenden Einzelfolgen haben es bei mir dagegen schwer. Doch „Eureka“ stellt für mich die Ausnahme von dieser Regel dar.
Die Einzelfolgen sind oft unglaublich komisch und wahnsinnig unterhaltsam. Zudem kehre ich einfach gerne nach Eureka zurück, um Sheriff Carter und Co. bei den täglichen Beschäftigungen zuzusehen – nur um im nächsten Moment wieder einmal in einem Fall zu landen, der an Absurdität oft nicht zu überbieten ist. Kleinstadtcharaktere in einem larger than life Setting. Angereichert mit viel Humor. Das ist „Eureka“ und so sollte es sein.
Die episodenübergreifende Handlung ist dagegen leider ziemlich langweilig und unspektakulär. Ich bin hier als Zuschauer nicht sonderlich involviert und der Humor bleibt auch auf der Strecke. Die letzte Folge, in der es zu ein paar Auflösungen kommt, ist demnach – so zumindest mein Eindruck – die schwächste der ganzen bisherigen Serie. Schade um die sympathischen Charaktere.
Auch „Eureka – Season 2“ ist ein großer Spaß und ich freue mich wirklich schon auf die geplante dritte Staffel. Dann hoffentlich mit mehr absurden Einzelfällen und ohne eine gezwungene und überflüssige Rahmenhandlung: 7/10 Punkte.
Während andere Serien und Filme im Moment etwas vernachlässigt werden, freue ich mich jeden Abend auf meine tägliche Dosis „Felicity – Season 3“. Der Vorteil bei dieser Serie ist klar, dass meine Frau von Anfang an mit dabei war, was der gemeinsamen Gestaltung des Feierabends zugute kommt.

Die dritte Staffel knüpft direkt an die vorangegangene an. Felicity und Ben sind ein Pärchen. Noel ist mit Javiers Cousine durchgebrannt. Javier. Bei ihm bleibe ich gleich einmal, da ich ihn in den vorangegangenen Besprechungen noch nicht erwähnt habe. Schwule Charaktere sind immer so eine Sache. Oft klischeebeladen und dementsprechend nervig. Auch Javier ist ein wandelndes Klischee. Doch ein grundsympathisches. Zudem wird oft genug reflektiert und mit den Erwartungen gebrochen, was die Figur für mich zu einer wahren Bereicherung in der Serie macht.
Die Handlung schreitet so voran, wie man es erwartet. Es gibt wieder einige persönliche Probleme. Sean und Meghan rücken mehr in den Vordergrund. In der Dreiecksbeziehung herrschen am Ende wieder die aus der ersten Staffel bekannten Spannungen vor. Hier merkt man deutlich, dass die Staffel auf 17 Episoden verkürzt wurde und man eine Ende geschaffen hat, das auch als Serienfinale möglich gewesen wäre.
Bis auf die etwas charakterfremden Ausschweifungen Noels habe ich eigentlich nichts zu bemängeln. Immer noch allerbeste Unterhaltung und ich weiß schon jetzt, dass ich Felicity nach der kommenden Staffel sehr vermissen werde: 8/10 Punkte.